Wintermopped Umbauten und Vorsorge

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Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon motorang » Di 12 Jan, 2016 08:14

Ich glaub wir hatten das schon mal irgendwo, aber anlässlich der Wiederfitmachung des SR-Gespannes und meiner Erfahrungen mit der MZ möchte ich ein paar Zeilen dazu schreiben.

Was nicht funktioniert hat auf Dauer:
  • Geräusche von Schneeketten ignorieren. Wenn die Kette schabt, macht das irgenwann einen Schaden. Weggeschliffene Kabel, gelockerte Bremsankerstrebe, rostiges Kotblech etc
  • Mopped nach der letzten Winterfahrt schnell mal beim Waschplatz abstrahlen, abstellen und ein paar Monate vergessen. Das Salz geht bei einer schnellen Wäsche nicht komplett weg, sondern wirkt weiter - je wärmer desto lieber. Ein Gegenmittel gibt es nicht, Entfernung ist nur durch mehrfache (!) Verdünnung und Wegschwemmen mit Wasser möglich. Auch wenn das Mopped augenscheinlich schön trocken abgestellt wird, zieht das Restsalz Feuchtigkeit und es knuspert.
  • Räder: Die Wellen gehen in den Aludeckeln fest (Radnabenabdeckungen, Bremsgrundplatten), aber uch in Raddistanzen (außen auf der Achse oder innen zwischen den Radlagern wenn es da zu eng ist).
  • Rahmen: Wellen gehen in Stahlbuchsen fest (Bremspedalwelle)
  • Scheibenbremse quitscht nur ein bisserl: Kolben gehen in Zylinder fest, Beläge verwachsen mit der Scheibe
  • Antriebskette nicht schmieren, weil die hat eh O-Ringe: wenn man die nicht reichlich schmiert, kann man sie im Herbst entsorgen, weil sie steif rostet.
  • Originalelektrik nur von außen mit Ölchemie pflegen. Nach ein paar Jahren hat es die Salzlauge in die Kabel und Stecker gezogen und es kommt zu Kabelbrüchen, Kontaktproblemen, abgefaulten Steckern ...

Was etwas geholfen hat beim Wintermopped wegstellen und übern Sommer bringen:
  • Mopped hin und wieder in den Regen stellen oder mit dem Gartenschlauch nachwaschen.
  • Vor dem Wegstellen Scheibenbremssättel abnehmen und äußerlich mit Wasser reinigen. Dann 2-3x Bremsgriff ziehen, dann kommt der Kolben etwas weiter raus als sonst, weniger Gefahr des Festrostens im Zylinder.
  • Vor dem Wegstellen Bremssattel am Mopped provisorisch befestigen. So bleibt es rangierbar und die Scheibe rostet nicht punktuell fest.
  • Immer wieder mal die Trommelbremsen betätigen, und den Motor drehen. Dann rostet nix im Stand fest.
  • Batterie ausbauen oder zumindest elektrisch trennen (keine Kriechströme die sie totentladen können) und hin und wieder an den Lader hängen, alle zwei Monate oder so.
  • Vor dem Wegstellen exponierte Steckverbindungen öffnen und auch innendrin mit Kriechöl oder besser Kontaktpflegemittelchen behandeln.
  • Vor dem Wegstellen exponierte Steckverbindungen gegen Sprühwasser schützen (Fahrradschlauch drüber und verkabelbindern etc)

Was gut funktioniert:
  • Es wird auch schon gesalzen BEVOR Schnee liegt. Daher spätestens beim ersten Frost Mopped einjauchen. Das "Womit" ist eine Glaubensfrage, aber DASS eingejaucht werden sollte ist unbestritten. Von WD-40 oder Caramba oder Lederfett über "Dr. Wack S-100" und FS-365 (Scottoiler) bis zu SPC Surface Shield reicht das Spektrum. DO IT. Und öfter mal. Immer wenn man drandenkt. Auch die Kette braucht im Winter öfter Pflege (falls vorhanden).
  • Nach dem Winter einfach weiterfahren, auch und gerade bei Schlechtwetter. Beim Fahren in der Nässe kommt frisches Wasser an genau die Stellen, wo im Winter die Salzbrühe hinkam.
    Wenn man das ein paar Fahrten (Wochen) lang macht und DANN nach Trocknung (ein warmer Tag ...) das Mopped mit einem Konservierer einsprüht, hat man ganz gute Karten, es im nächsten Winter einfach wieder in Betrieb zu nehmen.
  • SR500 im Winterbetrieb: Kritische Stellen öfter mal mit Sprühöl, Wunderspray oder WD-40 einjauchen:
    :arrow: Kabelbaum der Lichtmaschine bis zur CDI (auch hinter dem Ritzel!)
    :arrow: Bremslichtschalter am Handbremshebel
    :arrow: Kompletter Hochspannungsteil der Zündanlage: Zündspule, Zündkabel, Kerzenstecker, Zündkerze
    :arrow: Benzinhahn, der setzt sehr gerne Rost an
    :arrow: Schalter am Lenker
    :arrow: Bowdenzüge und deren Enden (Deko, Gas, Kupplung, ggf. Bremse(n)
    :arrow: Batterieanschlüsse, Steckdosen (auch innen)
  • Kritische Stellen warten. Im nächsten Winter kann es zu spät sein.
    Die sind wohl je nach Mopped verschieden.
    Meine persönliche Hitliste:
    :arrow: Schwingenachse raus, fetten, wieder rein (oder Schmiernippel)
    :arrow: Bremspedalwelle raus, fetten, wieder rein (oder Schmiernippel)
    :arrow: Bremssattel raus, Beläge runter, Stifte und Gleitflächen säubern und ggf. neu lackieren, mit Plastilube oder Bräklube pflegen.
    :arrow: Bremssattel: Staubschutz entfernen, Bremskolben fast rauspumpen, säubern (Bremsenreiniger), schmieren (ATE Bremszylinderpaste blau), mit einer Zwinge zurückdrücken. Vorsicht dass der Behälter nicht überläuft, spritzt, oder unbelüftet ist!
    :arrow: Bei der Gelegenheit (Kolben ganz eingefahren) ließe sich auch die alte Bremsflüssigkeit fast komplett aus dem Vorratsbehälter absaugen und durch frische ersetzen. Das bisserl was in der Leitung und im Totraum des Bremszylinders ist kriegt man beim Entlüften leicht raus. Vor einer Probefahrt die Beläge wieder zur Scheibe pumpen!
    :arrow: Ich hab im Sommer andere Räder drauf und wechsle die Übersetzung gleich mit (also kompletter Kettensatz plus Räder) dank Clipschloss. Dabei sollte man die Antriebskette gut mit Bremsenreiniger abspülen, und dann geölt lagern bis zur Wiederverwendung.
    :arrow: Batterie ausbauen oder elektrisch trennen (Polklemme ab oder Trennschalter)
    :arrow: Blick zur Lichtmaschine, ob unter dem Deckel Wasser oder auch nur Feuchtigkeit ist. Rost ist der Lichtmaschine größter Feind!
    :arrow: Trommelgebremste Räder ausbauen (macht man meistens eh wegen Winterreifenschonung), Bremse zerlegen (Bremswelle) und säubern. AUCH AM BEIWAGEN. Welle und Nocken mit Heißlagerfett pflegen und wieder einbauen. Wird das nicht gemacht, kann nach 1-2 Jahren die Achse in der Bohrung festkorrodieren. Schmiernippel an der Stelle hilft, wenn möglich, gegen Ausbau. Sollte man aber nicht bei montiertem Rad benützen, um nicht versehentlich Fett in die Bremstrommel zu pumpen.
    :arrow: Bei seilzugbetätigten Bremsen war öfter mal bewegen und schmieren während des Stillstandes die einzige Möglichkeit dass sich das Ding nicht selbst zerstört. Eine Option wäre noch die Eigenzugherstellung mit Edelstahlseil UND Edelstahl-Bowdenhülle. Problematisch ist da allerdings die Verlötung, hierzu braucht es das richtige Flussmittel.
    Ich habe an der Stelle nach Möglichkeit auf Bremsgestänge umgebaut

Bewährte Umbauten und Vorsorgen:
  • Bremslichtschalter klassischer Bauart liegen meist im Spritzbereich, ebenso Seitenständerschalter. Auf Dauer half bei mir nur die Verlegung nach oben ins Rahmendreieck und Verlängerung der Zugglieder. Bei Hydraulikbremsen sitzt der Schalter meist im Bremshebel und hält länger, ideal geschützt ist ein hydraulisch betätigter Schalter.
  • Offen liegende Elektrik wie Blinkrelais, Sicherungen, Steckverbindungen halten umso länger, je weniger Spritzwasser sie abkriegen. Der Einbau einer wasserdichten Elektrobox und die Verlängerung der Kabel dort HINEIN und die Verschaltung im wasserfreien und ölfeuchten Inneren eines solchen Kastens half dauerhaft. Hinreichenden Sprühschutz bietet meist das Scheinwerfergehäuse, da sollte man etwas WD-40 oder ähnlich reinnebeln wenn man es mal offen hat.
  • Einzelne Kreise absichern, vor allem die Zündung braucht einen eigenen Kreis (falls es eine Batteriezündung ist). Licht extra absichern, Steckdosen extra absichern, Hupe extra absichern, Direktplusverbraucher (Hupe Blinker Bremslicht) extra absichern. Damit nicht ein Defekt in einem Blinkrelais beispielsweise Licht und Zündung lahmlegen kann. Sicherungen haben dann einen gesteigerten Sinn, wenn man unterwegs gut drankommt, weiß welche Sicherung wofür ist, und Ersatz mithat oder überall besorgen kann.
  • Elektrische Hupen klingen lauter, wenn man sie durch druckluftgetriebene Kompressorhörner ersetzt. Das Huprelais sitzt in der Elektrobox.
  • Elektrische Verbraucher haben gerne eine gute Masseverbindung. Dazu eignet sich ein fix verschraubter Gewindebolzen (gerne Edelstahl oder verkupfert) auf den entsprechend alle Masseleitungen per Ringöse verschraubt werden - speziell die von Batterie, Regler, und Kabelbaum. Aber auch von Griffheizung, Steckdosen, Zusatzbatterie etc.
  • Stabile, spritzwassergeschützte und hochstromtaugliche Steckverbindungen für Beiwagenanschluss oder Anschluss einer Zusatzbatterie findet man im Anhängerbereich.
  • Gute, wassergeschützte, aber nicht ganz billige und nicht ganz kleine Steckverbinder sind sogenannte XLR-Stecker aus dem Musikbereich. Für Zubehör. Was auf Dauer nicht funktioniert sind Modellbaustecker, Chinchstecker, Kleinspannungsbuchsen. Was eine Zeitlang geht und dann rostet, sind 12V Steckdosen und Zigarettenanzünderdosen.
  • Kabel raus aus dem Spritz-und Schleuderbereich der Räder. Entweder außen drauf verlegen und direkt in den Verbraucher führen (Licht, Blinker), oder locker in einem mit Karosseriekleber eingeklebten Kunststoff-Hüllrohr innerhalb des Kotblechs. Blechkanäle sind des Teufels! Alle Kabel sollten idealerweise unterwegs zugänglich sein. Verlegung eines dicken Kabels (Anhängerkabel beispielsweise) am Beiwagenchassis mit Kabelbindern ist zukunftssicher ...
  • Offen liegende Gewinde, die kleiner als M8 sind, korrodieren weg oder korrodieren fest, die Bolzen werden beim Demontageversuch abgedreht - wenn sie freiliegen. Beispiele an der SR500: Anschlag des Fußbremspedals, Einstellschrauben für die Antriebskettenspanner, Klemmschrauben für Fußbremspedal, Bremsschlüssel, Endtopf. Hier nur beste Qualität verwenden, und gut schmieren.
    Für einmalige Öffnung hilft Erhitzen auf Rotglut. Danach entsorgen weil weich.
    Ich hab die Einstellschrauben für die Antriebskettenspanner beispielsweise von M6 auf M8 umgebaut. Überstehende Gewinde schützen durch Hutmuttern oder aufgeschobene Schlauchstücke die man mit Fett füllt.
    Ich bin sehr froh, dass die SR500 Auspuffstehbolzen bereits M8 SIND. Die M6-Teile an den XT600 machen da sehr oft Probleme.
  • Motorbefestigungsschrauben(gerne Feingewinde) im Ersatzfall durch verzinkte 8.8er Normschrauben mit Innensechkantkopf ersetzen, dazu Stoppmuttern mit Polyeinlage (nur einmal verwenden) oder Metallstop (mehrfach verwendbar).
  • Splinte aus Federstahl zur Schraubensicherung bei Achsen, Bremsstreben, Beiwagenverschraubungen etc. Normale Einweg-Drahtsplinte rosten fest und müssen oft ausgebohrt werden. Wenn es platzmäßig nicht anders geht: Edelstahl-Sicherungsdraht aus dem Motorradzubehör verwenden.
  • Platz für die Schneeketten schaffen: Schutzbleche höherlegen, Federung etwas länger, Rad ausmittig einspeichen oder per Raddistanzen verschieben ...
  • Achsen und Wellen, die bei der Demontage Schwierigkeiten machen könnten, idealerweise mit Gewinde für einen Zughammer versehen.
  • Achsstummel und Wellenstummel, wo eventuell ein Abzieher angesetzt werden sollte, idealerweise mit einer Zentrierbohrung für den Abdrückstift versehen. Beispiele SR500: Kickstartergelenk zum Abziehen des Kickstarthebel, oder Bremswelle der hinteren Trommelbremse zum Abziehen des Bremshebelchens, oder Kopf der Hinterachse, um die aus der Schwinge zu wichsen.
  • SR500: Die Hülsenmuttern zur Befestigung des Zylinders am Motorblock sind aus Aluminium und nicht sehr salzfest. Die sollte man öffnen, BEVOR sie so weit gewachsen sind, dass sie die Bohrungen in den Kühlrippen komplett ausfüllen. Hier sind vor allem die beiden vorderen Muttern (im Spritzbereich) anfällig. Nach 10 Jahren Winterbetrieb bei mir nur noch bergmännisch abbaubar - zerteilen mit der Flex zwischen den Kühlrippen, dann ausbohren ... Abhilfe: Hülsenmuttern beizeiten schutzlackieren (Motorlack) oder durch Edelstahlmuttern von KEDO ersetzen.

Hilfreiche Chemie:
  • Zwei-Komponenten-Grundierung aus dem Marine- oder Militärbereich (Zinkstaubfarbe 2K) trocknet rasch und hält besser als 1K-Grund
  • Zwei-Komponenten-PU-Autolack oder Nutzfahrzeuglack trocknet rasch und hält besser als 1K-Lack
  • Tannox Rostumwandler. Idealerweise nach Wirkung wieder mit Schleifvlies entfernen wenn drauf lackiert werden soll - das Zeug ist kein guter Lackiergrund. Die umgewandelten schwarzen Eisenschichten bleiben erhalten, also da wo tatsächlich etwas umgewandelt wurde. Lösen tut sich eigentlich nur der überschüssige Rostumwandler.
    Der Rostumwandler alleine reicht als Schutz leider nicht aus, weil er Wasser zieht. Das gilt auch für alle 1K-Kombiprodukte die ich kenne, von Hammerite über Aldi Metallschutzlack bis zu Galvacolor. Da muss immer entweder ein Decklack (vorher grundieren) oder Fett drauf, wenn es nicht bald wieder rosten soll.
  • Silikonentferner VOR dem Grundieren. Und VOR dem Lackieren
  • Schraubensicherung gibt es auch in "leicht" und ist gut, um Gehäuseschrauben gegen eindringendes Wasser und somit gegen Festfressen zu schützen.
  • JB-Weld ist der Nothelfer für unterwegs, ist benzin- und ölfest, und dichtet auch daheim mal einen undichten Tank.
  • Plastilube oder Bräklube ist eigentlich ein Antikorriosionsmittel für Aluminium-Bremssättel, ich verwende es auch für andere Stellen mit Alukorrosion oder Alu/Stahl (Achsbohrung in Bremsgrundplatte, Radabdeckungen etc)
  • ATE Bremszylinderpaste zur Pflege unter der Staubschutzkappe (Bremskolben)
  • Heißlagerfett für Bremsnocken, Bremswellen, und die Drehpunkte und Stirnseiten der Bremsbacken. Gab es früher auch in kleinen Tuben als "Unterbrecherfett".
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon kahlgryndiger » Di 12 Jan, 2016 08:17

Echt hilfreich. Danke dafür :smt023
Abschreckend aber auch zugleich ... :omg:
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon Boscho » Di 12 Jan, 2016 09:10

Wo bitte ist das "Gefällt!"-Knopferl? :smt023
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon ETZChris » Di 12 Jan, 2016 09:23

Ich denke grad darüber nach, was ich NICHT getan habe. Sowohl vor als auch nach der TT-Tour im letzten Jahr :(
Aber ich bin die Emme zwischendurch auch immer wieder auch bei Siffwetter gefahren. Dennoch merkt man das Nichtstun :(

Danke für diese ausführliche Liste! :gut:
Gruß
Christian

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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon motorang » Di 12 Jan, 2016 10:49

Na ja, das sind Erfahrungen aus gut 15 Jahren Winterreparaturen an der MZ und 10 Jahren an der SR500. Beide Moppeds fahren noch :fiessgrinz:
Ich hab auch nicht alles auf einmal gemacht. Da sind Erfahrungen eingeflossen, die ich anderen gerne erspare. Festgerostete Schwingen-Zuganker, nicht rausziehbare Hinterachsen etc etc.

Da fällt mir ein:

Nachtrag:
SR500: Die Hülsenmuttern zur Befestigung des Zylinders am Motorblock sind aus Aluminium und nicht sehr salzfest. Die sollte man öffnen, BEVOR sie so weit gewachsen sind, dass sie die Bohrungen in den Kühlrippen komplett ausfüllen. Hier sind vor allem die beiden vorderen Hutmuttern (im Spritzbereich) anfällig. Nach 10 Jahren Winterbetrieb bei mir nur noch bergmännisch abbaubar - zerteilen mit der Flex zwischen den Kühlrippen, dann ausbohren ... Abhilfe: Hülsenmuttern beizeiten schutzlackieren (Motorlack) oder durch Edelstahlmuttern von KEDO ersetzen.


Gryße!
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon OldMan » Di 12 Jan, 2016 15:51

Sehr guter Beitrag :smt023
Bild mit Enfield Rahmen, Scheibenbremse, Zahnriemen, Nr. 295 von 310
EX.: 38 völlig unwichtige Mopeds

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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon Fränky » Di 12 Jan, 2016 18:28

hier wurde alles gesagt :smt023 :smt023 :smt023
Ciao
Fränky
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon KNEPTA » Di 12 Jan, 2016 22:13

Ein Graus :omg:
Russe und Salz, dann zerfallt´s !
"If you want to finish first, first you have to finish." Zitat Hiha
Steckt der Schieber im Vergaser
wird aus dir ein Dauerraser
Membää der KOG, Sektionsdirektor Alpen, Berge und Zeuch
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon Arne » Mi 13 Jan, 2016 08:17

Nein, ich fahre nicht bei unter +15°C mit meinem Motorrad.
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon motorang » Mi 13 Jan, 2016 08:34

Das hilft nix. Wenn Du an einem schönen Wintertag bei 16 Grad Salz aufklaubst, zerfällt Dein Mopped trotzdem zu Staub :D
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon Aynchel » Mi 13 Jan, 2016 09:00

aufm Rückweg von der letzten Schwarzpulver Rallye stand ich auf der Fähre neben ein paar Harley Fahrern, die mich angesehen haben als wäre ich ein Geist :-D
einer von den Männers meinete so schön der Winter sei doch vorbei
worauf ich ihn auf die komischen weissen Flecken auf seinem Sturzbügel hinweisen musste
der arme Kerl wurde ganz blass :smt005

noch bestimmt die Strassenmeisterei wann der Winter vorbei ist
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon motorang » Mi 13 Jan, 2016 09:28

Aynchel hat geschrieben:noch bestimmt die Strassenmeisterei wann der Winter vorbei ist


:ugly: da hast recht
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon Arne » Mi 13 Jan, 2016 10:20

motorang hat geschrieben:Das hilft nix. Wenn Du an einem schönen Wintertag bei 16 Grad Salz aufklaubst, zerfällt Dein Mopped trotzdem zu Staub :D


im Winter fahre ich nie mit meinem Motorrad !
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon Boscho » Mi 13 Jan, 2016 10:28

MZ bereits weitergereicht oder lediglich deren Zweckbestimmung geändert? ;)
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Re: Wintermopped Umbauten und Vorsorge

Beitragvon Julia » Mi 13 Jan, 2016 10:34

Awa... Noch nicht fertig. Der Herr läßt sich im Beiwagen kutschieren. :-D
Viele Grüße
Julia
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