die TT für's TT

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Re: die TT für's TT

Beitragvon hiha » Do 26 Apr, 2018 01:56

Wunderlich nannte das seinerzeit, als er sich noch mit Einzylindern abgab "eklig schwellende Beläge", wenn ich mich recht erinnere. Abhilfe versprach er mit Kevlar-Belägen. Vesrah war das wohl.
H.
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Re: die TT für's TT

Beitragvon mike58 » Do 26 Apr, 2018 05:29

Nochmal,
die Druckstange prüfen, ob sie Riefenfrei ohne Hackeln sich in der Getriebeachse drehen läßt, evt überlegen die wenn Aludruckstange eine durch Stahl zu ersetzen, andere Wärmedehnung, wenn du die alten Reibscheiben noch hast überlegen den Innen Durchmesser der Reibscheiben zu minnimieren, erst einzeln mit der obersten anfangen um Reibfläche zu minnimieren. Manche Einzylinder haben das so das mindest eine im Paket etwas kleiner ist, z. B. Susuki Big, da muß man drauf achten beim Zusammenbau, wobei die Gefahr besteht bei geringerer Reibfläche wieder mehr Hitze in die Stahlscheiben zu bekommen, so das die widerrum der Gefahr ausgesetzt sind wellig zu werden, Kupplung sollte ja auch nicht Dauerschleifen, man sollte mal zu den Trailern schielen wie die das Problem gelöst haben, diese Spezialkupplungsreibscheiben wie beschrieben muß man vor dem Einbau über Nacht in Öl legen sonst funktionieren sie nicht, soweit ich mich entsinnen kann.
LG
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Re: die TT für's TT

Beitragvon hiha » Do 26 Apr, 2018 05:56

Der Tom berichtet, dass die Kupplung nicht mehr trennt, also die Druckstange kürzer wird, bzw die Beläge anschwellen, oder eben die Blechscheiben auftellern.
Bei den Trialern fahren selbst in der Vorkriegsklasse nur extrem wenige Menschen mit Schleifgas, auch im Enduro ist das m.W. nicht üblich, und sollte vermieden werden.
Kürzere Übersetzung :check:

Gruß
Hans
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 26 Apr, 2018 08:38

Ja danke für die zahlreichen Inputs!

@ Straßenschrauber: Lagerschild lose: d.h. dass die Druckstange das nur bei Hitze lose Lager samt Welle mit rausdrückt?
Nur wie kommts wieder zurück wenn das Kupplungspaket innerhalb einer Minute wieder schrumpft?

@ Brazerich: Die Kurbelwelle treibt ja über ein Zahnrad die Kupplung an, oder? Da können sich die Zähne gegenseiteig verschieben ohne Einfluss auf die Kupplung. Griffhebellagerung OK.

@ Aynchel: die Anlaufscheibe unter dem Korb bewirkt was?

@ Roll: nix Verschlissen, nix Eingelaufen, am Korb praktisch keine Spuren

@ lallemang: Nachdem der Aynchel und der Hiha auch auf krumme Blechscheiben tippen scheint mir das hochwahrscheinlich.

zum Verständnis:
kalt: Blechscheiben sind (auch beim Ausbau festgestellt) plan
warm: beginnen sich aufzutellern, Druckstange braucht mehr Weg um zu trennen ... passt
heiss, schleifende Kupplung: tellert sich weiter auf bis die Druckstange die nun federnden Scheiben gar nicht mehr ganz auseinanderbringt.
Abkühlung bei stehendem Motor: im Minutenbereich enttellern sich die Scheiben langsam, der Korpus nimmt Hitze auf
Abkühlung bei laufendem Motor: kühlendes Öl wird durch das Kupplunspaket zentrifugiert, der Abkühlprozess läuft schneller

wenns so stimmt müsste ich die Stahlscheiben auch ersetzen.

@ mike: Druckstange muss ich prüfen. Ersetzen durch Stahl: es laufen zigtausend XT 600er mit fast dem gleichen Motor, da müsste doch das Problem schon bekannt sein, zumindest das kalt/warm Kupplungsspielverändern. Bei der TT gibts sogar 2 Belagsscheiben mit kleineren Belägen und einen Federring. Alles richtig positioniert. Warum soll ich bei den alten, rutschenden Reibscheiben die Fläche verkleinern, die hatten ja auch schon das Druckpunktwanderproblem. Neue Beläge hab ich 1 Nacht in öl liegen gehabt, die greifen super.

@ mike und hiha: Ja wenn das Können nicht reicht. Ich muss mich halt mit dem schleifend Fahren retten. Werde versuchen das zu minimieren.

@ Hans: falls es "eklig schwellende Beläge" sind: die neuen sind vom Kedo. Die alten waren orginal. Beide hatten die Druckpunktwanderung. Die alten, Rutschenden hab ich aber nie gequält. Ich werde Trialfahren lernen.


merci
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Re: die TT für's TT

Beitragvon motorang » Do 26 Apr, 2018 09:33

gatsch.hupfa hat geschrieben:Ist ein Nachbauhebel draufgewesen, der aber die Geometrie vom Orginalhebel hat, so wie es ausschaut, jedenfalls passt er gut zur Halterung. Ob die allerdings orginal ist, kann ich nicht sagen.

Das mit der Modifikation des Hebelweges / der Hebelgeometrie ist ein guter Ansatz, es wird sich dadurch natürlich auch die notwendige Kraft vergrössern, der linke Unterarm wird es mir danken :ugly:
Kurzer 2 Fingerhebel würde auch helfen, den kann man bis zum Griff ziehen weil da die verbleibenden Finger nicht im Weg sind ...


Hi,
es geht Dir doch auch zuerst mal um eine Teilnahme an der Wertungsfahrt DIESES Wochenende?

Ein Hebel mit mehr Weg würde Dich da drüberretten. Du musst dazu nicht unbedingt die Hebelverhältnisse ändern, eventuell kannst Du auch bei den Endanschlägen des Hebels was machen, so dass Du mehr Weg NÜTZEN kannst, der derzeit durch zwei Faktoren hebelseitig begrenzt wird:

1) Endlage des Hebels bei nicht betätigter Kupplung. Üblicherweise durch einen Absatz im Hebel definiert, der dann an der Halterung anliegt.
2) Endlage des Hebels bei betätigter Kupplung: Hebel steht am Griff oder der Halterung (Schaltereinheit) an, oder zwickt die Finger ein.

Wenn Du da was verbessern kannst, kommst Du mit dem wandernden Druckpunkt VORLÄUFIG besser zurecht und leichter durchs Rennen.

Gryße!
Andreas, der motorang
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Re: die TT für's TT

Beitragvon Straßenschrauber » Do 26 Apr, 2018 11:41

Andreas Erste-Hilfe-Tipps klingen sehr gut.

Bei mir hat das bewegliche Getriebeingangslager sehr lustige und manchmal, aber eben nur manchmal, auch wärmeabhängige Effekte produziert.
Das ist ein ziemlich "esoterischer" Fehler, und war in meinem Fall selbstgemacht.

Wenn Du sowieso wieder aufmachst, um Dir die Sache genauer anzusehen und die Tipps der Auskenner abzuarbeiten, kannst Du ja mal eben den korrekten Lagersitz prüfen, und ob das dazugehörige Lagerschild (ich nehm an, daß auch die TT sowas hat) richtig sitzt und korrekt angeschraubt ist.

Wenn dann die Kupplung wieder tut, was sie soll:
Es gibt da einen Umbau für den Kupplungsgriff, da wird einige Millimeter neben dem originalen Einhängepunkt für den Kupplungszug ein neues Loch gebohrt, 2 kleine Industrielager eingepresst, et voilá:
Leichteres Kuppeln.
Längerer Hebel, weniger Kraft.
Dafür muß kupplungsseitig alles bestens sein.

Viel Erfolg!

Markus
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Re: die TT für's TT

Beitragvon hiha » Do 26 Apr, 2018 12:59

Straßenschrauber hat geschrieben:Es gibt da einen Umbau für den Kupplungsgriff, da wird einige Millimeter neben dem originalen Einhängepunkt für den Kupplungszug ein neues Loch gebohrt, 2 kleine Industrielager eingepresst,

Versteh ich nicht. Kugellager für den Kupplungszug? Es ist super, wenn sich der Tonnen-Nippel leicht im Griff drehen kann, aber wie man ihn mit Kugellagern ausrüstet, kann ich mir grad nicht vorstellen.
:gruebel:
H.
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Re: die TT für's TT

Beitragvon Straßenschrauber » Do 26 Apr, 2018 13:00

Das sind keine Kugellager, eher Nadellager.
Ich versuch mal, ein Photo zu machen.

Hier fährt jemand rum, der hat auch den Bolzen, um den sich der Kupplungsgriff dreht, so gelagert.
Butterweiches Kuppeln!

Es juckt mich schon etwas, auch den Bremsgriff für die Trommelbremse so umzubauen, aber ich hab da großen Respekt vor, deswegen laß ich das.
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Re: die TT für's TT

Beitragvon Aynchel » Do 26 Apr, 2018 13:41

ich bin den umgekehrten Weg gegangen
bei meiner Winterkuh war das Kugellager des unteren Kupplungshebel fest
das ist jetzt auf eine Büchse umgebaut
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: die TT für's TT

Beitragvon Straßenschrauber » Do 26 Apr, 2018 13:59

Wenn's bei der TT wie bei SR/XT ist, sitzen dort Nadellager.
Die können festgehen.
EDIT
theoretisch, ist wohl selten.
Zuletzt geändert von Straßenschrauber am Do 26 Apr, 2018 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: die TT für's TT

Beitragvon hiha » Do 26 Apr, 2018 14:16

Straßenschrauber hat geschrieben:Wenn's bei der TT wie bei SR/XT ist, sitzen dort Nadellager.
Die können festgehen.

Das ist kein wirklich häufiger Fehler, denn sie schwimmen schließlich in Motoröl.

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Re: die TT für's TT

Beitragvon Straßenschrauber » Do 26 Apr, 2018 14:59

Ich hab's an meinem Ersatz-Rumpfmotor, der aber auch schon mindestens 20 Jahre trocken ist.
Da ist die Kupplung etwas schwergängig.

Hab's oben ergänzt.
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 26 Apr, 2018 21:46

Super: kleinen Tank draufgeschraubt, leicht befüllt, tropft, neine rinnt an der Fläche Plastiktank - Aluflansch des Benzinhahns.
Sauerei veranstaltet.
Als Dichtung war eine vollkommen hinnicher SpezialformOring dazwischengelegt.
Zerbröselt beim Anschauen.

Hab jetzt mit Dirko HT die Fläche gedichtet, ich hoffe das ist benzinfest, im Web gibts wiedersprüchliche Meldungen.

Muss ja nur 3 Tage halten.

Ich nehm noch alten Gummischlauch mit zum Dichtungsselberschnitzen :omg:

Aber sonst isse fertig für Neumarkt! :grin:
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Re: die TT für's TT

Beitragvon Nanno » Fr 27 Apr, 2018 07:19

Schnitz' mal... bei mir hat Dirko dem Sprit (auf Dauer) nicht standgehalten.
Frei ist, wer frei denkt.

Blog:http://greasygreg.blogspot.com/
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Re: die TT für's TT

Beitragvon dirk » Fr 27 Apr, 2018 08:16

Nanno hat geschrieben:(auf Dauer)


2h, länger hat es bei mir nicht gehalten und, dass nach 24 Stunden aushärten.
Monsieur, bedenken Sie, was Sie an Geld einbüßen, gewinnen Sie an Geschwindigkeit!
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