die TT für's TT

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Re: die TT für's TT

Beitragvon Richy » Di 04 Jul, 2017 22:02

Jau!

Das verfolg ich mal weiter!
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Re: die TT für's TT

Beitragvon mike58 » Mi 05 Jul, 2017 06:29

Die Lösung,
Mit der 20er Achse wär auch eine elegante Lösung gewesen, recht viel mehr Aufwand als das Hülsen drehen und KBT fräsen wohl auch nicht.

LG
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Mi 05 Jul, 2017 07:17

Ja, Mike, da hast dur Recht!

Ich hatte allerdings gedacht, dass die Lagersitze auf der Drehbank erweitert werden müssen, was wohl ein Ausspeichen des Rades notwendig gemacht hätte ...

Dass man das Fräsen auch kann, da wäre ich nie draufgekommen!
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Re: die TT für's TT

Beitragvon schnupfhuhn » Mi 05 Jul, 2017 07:50

Der vom Maybach vorne genannte Becki hat drei Merkmale:

Supernett
TT Fahrer
Fahrwerksladenbesitzer

Anschreiben! 1A Mann! Der hat was besorgbares und machbares angeht als Fahrer von der 43F und der neuen TT wirklich Ahnung. Stellt auch die unmöglichsten Teile irgendwo auf und ist selber auch ein Frickler. Was nicht passt wird da passend gemacht.

Gruß, Andreas
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Mi 05 Jul, 2017 10:55

Maybach, Andreas, danke für den Tipp!

Weiter mit dem Umbau:

6. Bearbeitung des Kettenblattträgers:

Simmerring und Lager (6304) werden ausgebaut und verworfen.

Bild2017-07-01 10.04.57 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


Weiters wird der Simmerringsitz bis auf Lagerhöhe abgedreht / -gefräst, der ist nämlich schwer im Weg, weil das Kettenlatt nur 6,2 mm von der Schwinge entfernt ist!

Mike bei der Arbeit:

Bild2017-07-01 11.51.56 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Das Lager wird durch eine gedichtete 2RS Version ersetzt, ohne Simmerring brauchts das.

Weiters werden die Stehbolzen für die Kettenblattbefestigungen rausgedreht (ordentlich anheizen!!), die Muttern samt den Sicherungsblechen würden an der Schwinge schleifen.
Das Kettenblatt wird später gesenkt und mit 4 Senkkopfschraube M10x1,25x40 Feingewinde DIN 7991 10.9, die noch passend gekürzt werden, eingeklebt befestigt.

Manche schwören auch auf Helicoils:
http://www.tenere.co.uk/forum/viewtopic ... &start=140
(ist ein anderer Fred als oben)


7. Die Ingredienzien:


Bild2017-07-03 16.21.06 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


Zu erkennen sind hier auch die beiden stählernen Hülsen, die einerseits die Steckachse auf 20 mm erweitern und andererseits für die richtige seitliche Distanzierung des Rades sorgen. Mike hat die gedreht, danke dafür! :smt023

Jedenfalls, nach stundenlangem herummessen (der KBT war noch nicht abgefräst und somit nicht einbaubar, weiters hab ich lernen müssen, dass 30,5 minus 23,6 nicht 16,9 sondern 6,9 ist :omg: ) bin ich zu diesen Maßen gekommen:
Die haben sich im nachhinein als absolut richtig herausgestellt! :grin:


Bild2017-07-05 11.30.49 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


Priorität beim Ausmessen hatte die Position des Kettenblattes, 6 mm Luft zur Schwinge.
Das der Abstand Schwinge - Felge danach auch gepasst hat ist auch sehr gut, brauch ich nicht exzentrisch speichen!

Man könnte natürlich auch Funktionen der Hülsen aufteilen in die beiden Hülsen zum Ausgleich der Steckachse (DM17/20, 25 lang) und die beiden Distanzierbuchsen, 10 und 4 mm stark. Macht weniger Aufwand beim drehen und mehr aufwand beim Montieren.



8. Das Ergebnis: :fiessgrinz:


Bild2017-07-04 13.24.53 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Bild2017-07-04 13.27.10 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


bei obigem Bild sieht man den nächsten Fallstrick für die Berechnung: Die Schwinge hat bei uneingespanntem Hinterrad 3 mm Luft zum Bremsträger beim TT Hinterrad, hat mich auch 1/2 Stunde bei den Berechnungen gekostet

Hier zusammengespannt:

Bild2017-07-04 13.29.32 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


Die Drehmomentabstützung des Bremsträgers hat auch eine hervorragende Position:

Bild2017-07-04 13.30.03 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr



Jetzt fehlt nur mehr die Lieferung der Kettenblattschrauben und des 47er Kettenblattes.

Puhhh
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Re: die TT für's TT

Beitragvon mike58 » Mi 05 Jul, 2017 16:00

schön gerechnet,
Gute Lösung, Hauptsach es funktioniert und dann alles nur fürs TT-Salz, eigentlich vui zu schad, halt Mühlen kommt ja auch noch dazu.

LG, Hauptsach da Bua hat sei Freud.
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Re: die TT für's TT

Beitragvon mike58 » Mi 05 Jul, 2017 16:17

Weiterer Vorteil,
dieser Lösung, bei fraglicher Lagerlösung, und größeren Lagern, müßte man erst den Lagerkatalog bemühen, ob es bei 20er Innendurchmesser eine selbe Außen Durchmesser gibt in Kombination von gleicher Lagerbreiteb und geschlossen und wenn ja, ist bei Unstimmigkeiten der Lagergrößen an den erforderlichen Lagerstellen an Nabe und KBT genug Material vorhanden ohne das Ganze durch Nachbearbeitung unnötig zu schwächen. So ist dies eine wunderbare Plug and buy-Lösung.
Gut durchdacht und stabil genug, sauber Tom.

LG
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 07 Jul, 2017 08:26

Ach, ja, im Gegensatz zu der 6 mm starken Distanzhüle vom Paul ( http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_TT600_Hrad.html ) komme ich auf nur 4 mm.
Da bin ich aber nicht alleine, siehe Vorletzter Kommentar von "Mige" auf http://www.tt600r.eu/phpbb3/viewtopic.p ... 8&start=10 !

Also am besten selber vorher Ausmessen :rofl: .
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Re: die TT für's TT

Beitragvon mike58 » Fr 07 Jul, 2017 08:56

Grins,
Du hast vergessen, Stuuuundenlang, bis das der Masterplan steht, wo er recht hat hat er Recht und wer recht hat zahlt a Maß.


LG
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 01 Sep, 2017 19:21

So, meine Lieben,

der Umbau auf das gedämpfte XT600 Hinterrad hat sich voll bewährt, das Rad allerdings nicht, dazu später.

Man spürt den Unterschied der Dämpfung sehr gut. Es gibt kaum mehr dieses Hacken in die Kette bei niedrigen Drehzahlen auf Asphalt.
Und dem Getriebe tut's ja angeblich auch wohl.
:)

Ich hatte beim Kauf des XT Hinterrades allerdings den Fehler gemacht, dass ich nicht geschaut habe, ob die Speichengewinde zugerottet sind.
Als ich dann vor der Albanientour einen neuen Hinterreifen aufgezogen habe, wollte ich wie gewohnt die Speichen schmieren und auf Gleichklang bringen.
Leider waren alle Gewinde bis auf 7 fest, so fest, dass ich eine Speiche gleich abgedreht habe. Wohl aufgrund der Lockerungsversuche waren dann wirklich viele Speichen locker, und am Ende der Reise 5 gebrochen.
Also für die Zukunft: Speichenschlüssel beim Kauf mitnehmen!

Ich habe zwar noch die benötigte Menge Ersatzspeichen, allerdings befürchte ich, dass durch die hohe Anzahl lockerer Speichen weitere reissen werden.
Also neu einspeichen, und das bedeutet bei einem Speichensatz vom Kedo bzw. im Web (>100€) glatt eine Verdoppelung des Hinterradpreises. :shock:

Also da liebe ich meine KTMs, da kosten die Speichen samt Nippel (auch einzeln) ein Drittel!

Vielleicht hat ja jemand einen unkompletten Speichensatz einer XT600 Vierventiler, übrigens gleiche Speichen wie XT500 Zweiventiler.
Bräuchte min. 10 innere und 14 äussere samt Nippel.
Ich geb das mal in den Suche-Fred samt den Maßen und verlink das dann hier.

Bekomm schon welche - also erledigt ( viewtopic.php?f=16&t=14932 )

Ein weiters interessantes Phänomen war die Kupplung: Bei der Probefahrt nicht bemerkt, bei Überlandfahrten danach aber schon in hohen Gängen bei Vollast: Kupplungsrutschen!
Ursprünglich wollte ich das schon meinem Verkäufer, dem Superburschi (s.o.) anlasten, in der Annahme, dass der sicher höchstteures 0Wirgendwas Leichtlaufmotorenöl für Autos samt Spezial-Reibverminderer beim letzten Ölwechsel reingeschüttet hat.
Hab dann das Motoröl gewechselt, es hat sich aber auch nach mehreren 100 km keine Verbesserung ergeben.
Also vor der Reise Kupplung raus, Verschleiß gemessen, alles im Lot.
Beim Kedo noch flott Nachbaukupplungsfedern (EBC) gekauft, drauf steht 10% härter als Orginal.
Das gab dann die erhoffte Haftung in der Kupplung.

Allerdings kam dann in Albanien wieder das Kupplungsrutschen, am Anfang kaum merklich, bei der Heimreise dann deutlich!
Was nun?
Beilagscheiben beilegen?
Grummel.

Ansonsten hat sich die TT auf den albanischen Schotterpisten bis hoch in die Berge besten bewährt, und war eine Freude zu fahren! :smt023
Zuletzt geändert von gatsch.hupfa am Sa 02 Sep, 2017 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: die TT für's TT

Beitragvon Bernhard S. » Fr 01 Sep, 2017 20:28

Kupplung:
bei meinen beiden (Tenere und Taxi) das selbe Problem, auch mit neuen Reibscheiben und Motorrad-Öl. :?
Entweder sie rutscht oder sie trennt nicht richtig. Beides scheint nicht möglich. Im Moment hab ich mich für -nicht richtig trennen- entschieden :roll:
Kupplungskorb zeigt keine Rattermarken, Federn im Taxi sind neu.

Vielleicht kommen ja hier Ideen, ich bin im Moment jedenfalls ratlos.

Grysse Bernhard
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 01 Sep, 2017 20:49

Da Hiha hat gmeint, ich soll einmal die Stahlscheiben aufrauhen, mit einer Flex oder besser noch mit einer Feile.
Und die Belagsscheiben mit einer Messingbürste und Bremsenreiniger reinigen.
Vermutung: Irgendein Schmierbelag hat sich an den Oberflächen festgesetzt.
Und wenn Beilagscheiben für die Federn, dann schaun, dass sie nicht auf Block gehen. :-D
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Re: die TT für's TT

Beitragvon mike58 » Fr 01 Sep, 2017 22:56

Tom,
Wir haben doch darüber gesprochen, Stahlscheiben mit Flex, nach außen abziehen mit Fächerscheibe nachputzen, nicht zu glatt, so das sanfte Furchen nach außen enttehen das das Öl der Fliehkraft zufolge nach außen geschleidert wird und somit der Reibwert verbessert wird härtere Federn bringen gar nix, nur dicken Unterarm.

LG
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Re: die TT für's TT

Beitragvon gatsch.hupfa » Sa 02 Sep, 2017 06:51

mike58 hat geschrieben:Tom,

Wir haben doch darüber gesprochen ...

... härtere Federn bringen gar nix, nur dicken Unterarm.

LG
Mike


Ja, Mike, ich kann mich erinnern, damals.
Nur dass ich's nicht zusammengebracht hab, 1 + 1 zusammenzuzählen, und sich mir eine gewisse funktionale Ähnlichkeit zwischen einer XT500 Kupplung und einer XT600 Kupplung anfangs nicht erschlossen hat :omg:

... also doch härtere Federn ... :ugly:
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Re: die TT für's TT

Beitragvon mike58 » Sa 02 Sep, 2017 07:21

Bodybuilding, klar
Gut das man frn Renner meist ohne Kupplungsbetätigung fahrn kann, grins, de weißwürscht kriegen Angst vor dir, dast es dadruckst, Arnie.
aber der wollt eh bloß den Apfelstrudel.

LG
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