Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon SR oldman » Do 11 Jan, 2018 13:53

Andreas, ich fahre die DCCDIP2 seit Jahren in beiden SR's. Zündkurve zB. vom Auslieferungszustand Ignitech, Saarbike oder auch Kedo kann ich dir gerne schicken, ist aber nur lauffähig mit der dccdip2.exe
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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon hiha » Do 11 Jan, 2018 14:03

Das ist aber eine batterieabhängige Zündung, oder?

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon motorang » Do 11 Jan, 2018 15:10

Servus,
nochmal, Burschen:
es hilft mir nichts wenn die auf einer SR-Lichtmaschine läuft, ich habe eine Powerdynamoanlage.
Und ja, sie ist batterieabhängig.
Ich hab noch nicht rausgefunden, wie ich die Ignitech mit dem Powerynamo-Polrad zu Laufen kriegen würde.

Vorher mach ich wahrscheinlich ein Loch in einen Polraddeckel und bau meine Herbrennbox-Geberscheibe dort drauf.

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon Straßenschrauber » Do 11 Jan, 2018 15:11

So wie ich das verstehe, ist der Stand jetzt:
PowerDynamo soll bleiben, besseres Startverhalten gewünscht, wenn möglich 720 Grad-Zündung.

Alles, was hier dazu mit zusätzlicher Zündbox vorgeschlagen wurde, braucht eine Batterie.
Die vorgeschlagene modifizierte Box der Dominator als auch die ignitech würden mit der originalen LiMa auch bei komplett leerer Batterie starten, bei der PowerDynamo ist das noch nicht klar.
Wenn beim Starten mit Batterie-Ersatz (Kondensator) das Fahrlicht nennenswert hell wird, wird die Energie für die Zündbox reichen.

ignitech liefert keine plug'n play-Lösung für die PowerDynamo (VAPE).
Die Standard-DCCDIP2 kommt aber vielleicht mit dem oder den Sensorsignalen der PowerDynamo klar, das läßt sich klären.

Einfacher und problemloser :
2 kleine Stabmagnete auf den Rotor eingelassen und eingeklebt, bipolarer Hallgeber, Digitalzündung (z.B. eine für die Dominator) eingestellt auf jeden 2. Impuls.
Leicht rückbaubar, wird leicht anspringen, weniger Rückschlaggefahr, wahlweise auf 720 Grad einstellbar, billiger als ignitech.
Zuletzt geändert von Straßenschrauber am Do 11 Jan, 2018 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon motorang » Do 11 Jan, 2018 15:13

Straßenschrauber hat geschrieben:So wie ich das verstehe, ist der Stand jetzt:
PowerDynamo soll bleiben, besseres Startverhalten gewünscht, wenn möglich 720 Grad-Zündung.

Alles, was hier dazu mit zusätzlicher Zündbox vorgeschlagen wurde, braucht eine Batterie.
Die vorgeschlagene modifizierte Box der Dominator als auch die ignitech würden mit der originalen LiMa auch bei komplett leerer Batterie starten, bei der PowerDynamo ist das noch nicht klar.
Wenn beim Starten mit Batterie-Ersatz (Kondensator) das Fahrlicht nennenswert hell wird, wird die Energie für die Zündbox reichen.
Bei toter (kaputter) Batterie aber nicht.
Mit einer ordentlich geregelten LiMa (original SR, VAPE/PowerDynamo) geht die Batterie aber eher seltener kaputt als bei der XT.

ignitech liefert keine plug'n play-Lösung für die PowerDynamo (VAPE).
Die Standard-DCCDIP2 kommt aber vielleicht mit dem oder den Sensorsignalen der PowerDynamo klar, das läßt sich klären.

Einfacher und problemloser :
2 kleine Stabmagnete auf den Rotor eingelassen und eingeklebt, bipolarer Hallgeber, Digitalzündung (z.B. eine für die Dominator) eingestellt auf jeden 2. Impuls.
Leicht rückbaubar, wird leicht anspringen, weniger Rückschlaggefahr.


Alles richtig verstanden, wobei die 720°-Zündung nicht so wichtig wäre, wenn das Anspringverhalten besser wird.
Eine Batteriezündung aufs Powerdynamo-Polradl hängen ist OK, ich hab dann ja im Krisenfall immer noch die Möglichkeit die PD-Zünderei zu aktivieren, dauert 5 Minuten.

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon motorang » Do 11 Jan, 2018 15:15

Straßenschrauber hat geschrieben:Einfacher und problemloser :
2 kleine Stabmagnete auf den Rotor eingelassen und eingeklebt, bipolarer Hallgeber, Digitalzündung (z.B. eine für die Dominator) eingestellt auf jeden 2. Impuls.


Kannst Du mir da was verlinken?

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon motorang » Do 11 Jan, 2018 15:50

Auf Nachfrage bei Ignitech was man denn machen könnte:

Hello,
Our units are designed for use with pickup located at outside rotor. There is pulse lobe. This pulse lobe should angle lenght approx. 30-40 degrees. See photo similar system in attachment.


ignitech_sample.jpg


Der PD-Generator mit den innenliegenden Abnehmern, so wie ich ihn habe, hat leider keine solche Rampe außen ... ich glaub der kriegt seinen Impuls über einen ausgelassenen Magneten innen am Polrad (einer ist nur ein Blindgewicht). Blick UNTER das Polrad an meiner SR500 (neuere Version, innenliegende Zündsteuerung, 180W):

Bild

Ich find ums Verrecken nicht raus, was der Kerl mit "Pulse Lobe" meint, aber wenn er sagt der solle einen Bereich von 30-40° umfassen, dann kann er eigentlich nur diese Rampe meinen ... also keinen Einzelmagneten.

Oder?

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon SR oldman » Do 11 Jan, 2018 16:04

motorang hat geschrieben:Kennst Du wen, der die Ignitech an der SR verwendet, und von dem man eine Zündkurve kriegen könnte?

...eigentlich wollte ich daraufhin mit den Zündkurven aushelfen.

SR oldman hat geschrieben:Andreas, ich fahre die DCCDIP2 seit Jahren in beiden SR's. Zündkurve zB. vom Auslieferungszustand Ignitech, Saarbike oder auch Kedo kann ich dir gerne schicken, ist aber nur lauffähig mit der dccdip2.exe

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motorang hat geschrieben:Servus,
nochmal, Burschen:
es hilft mir nichts wenn die auf einer SR-Lichtmaschine läuft,


...verstehe aber anscheinend irgendwie nur Bahnhof :gruebel:

Macht nix, bin gespannt wie es weiter geht
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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon Herbert H » Do 11 Jan, 2018 16:11

Wann du igitech und Laverda Google eingibt, da ist ein Artikel über die Zündung. Die hatten keine maximal Vorzündung, da der Impuls länger als die max Vorzündung sein muss. Die haben am Schwung ein Stück angeschweißt. Igitech ist eine super Zündung, aber keine ordentliche Beschreibung.
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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon Straßenschrauber » Do 11 Jan, 2018 16:20

Oh ja, das stimmt, wenn die nicht plug'n play bestellt wurde, kann das zäh werden, gibt viel darüber im Netz zu lesen, Stichwort "base advance" zum Beispiel.
Ignitech bietet übrigens hier induktive Sensoren an, für relativ kleines Geld.
Ich würd den Kundendienst dort solange löchern, bis er aufgibt und die korrekten Einstellungen liefert.
Wenn es denn ignitech werden soll.

Bei Andreas SR ist soviel Platz um den Rotor, da könnt man sogar eine Lichtschranke unterbringen.
Immer vorausgesetzt, die dazugehörige Box kommt mit dem Lichtstrom beim Ankicken aus, falls die Batterie leer ist.

Ein digitaler Impuls, am besten "Ein" und "Aus", per Hallgeber oder wegen mir auch Lichtschranke wär am besten, damit gibt es schon bei niedrigster Umdrehungszahl einen Zündfunken (gutes Anspringen!), wir hätten damit auch einen Schutz gegen das Zurückschlagen. Und optional 720-Grad-Zündung, wenn die Zündbox das erlaubt.
Das wurde hier alles schon erwähnt 8), aber wer liest heute noch?
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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon motorang » Do 11 Jan, 2018 17:15

SR oldman hat geschrieben:
motorang hat geschrieben:Kennst Du wen, der die Ignitech an der SR verwendet, und von dem man eine Zündkurve kriegen könnte?

...eigentlich wollte ich daraufhin mit den Zündkurven aushelfen.

SR oldman hat geschrieben:Andreas, ich fahre die DCCDIP2 seit Jahren in beiden SR's. Zündkurve zB. vom Auslieferungszustand Ignitech, Saarbike oder auch Kedo kann ich dir gerne schicken, ist aber nur lauffähig mit der dccdip2.exe

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motorang hat geschrieben:Servus,
nochmal, Burschen:
es hilft mir nichts wenn die auf einer SR-Lichtmaschine läuft,


...verstehe aber anscheinend irgendwie nur Bahnhof :gruebel:

Macht nix, bin gespannt wie es weiter geht


Servus, ich bin inzwischen draufgekommen (bzw. Ignitech hat es mir mitgeteilt), dass mir die SR-Zündkurve nix hilft, weil ich ein anderes Polrad und einen anderen Abnehmer habe, weil es eben KEINE SR-original-Lichtmaschine ist sondern eine neuere Powerdynamo-Lichtmaschine mit anderem Abnehmersystem. Glaub ich :ugly:

Danke Euch allen für Eure Geduld!

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon motorang » Do 11 Jan, 2018 17:22

Straßenschrauber hat geschrieben:Oh ja, das stimmt, wenn die nicht plug'n play bestellt wurde, kann das zäh werden, gibt viel darüber im Netz zu lesen, Stichwort "base advance" zum Beispiel.
Ignitech bietet übrigens hier induktive Sensoren an, für relativ kleines Geld.
Ich würd den Kundendienst dort solange löchern, bis er aufgibt und die korrekten Einstellungen liefert.
Wenn es denn ignitech werden soll.

Bei Andreas SR ist soviel Platz um den Rotor, da könnt man sogar eine Lichtschranke unterbringen.
Immer vorausgesetzt, die dazugehörige Box kommt mit dem Lichtstrom beim Ankicken aus, falls die Batterie leer ist.

Ein digitaler Impuls, am besten "Ein" und "Aus", per Hallgeber oder wegen mir auch Lichtschranke wär am besten, damit gibt es schon bei niedrigster Umdrehungszahl einen Zündfunken (gutes Anspringen!), wir hätten damit auch einen Schutz gegen das Zurückschlagen. Und optional 720-Grad-Zündung, wenn die Zündbox das erlaubt.
Das wurde hier alles schon erwähnt 8), aber wer liest heute noch?


Ich versteh zu wenig davon ... ich dachte die Ignitech braucht einen induktiven Geber und keinen Hallgeber ... oder redest Du jetzt wieder von der ominösen Dominatorzündung??
Genau solche induktiven geber sind ja in der Powerdynamo eingebaut - keine Ahnung warum das dann mit der Ignitech nicht funktionieren sollte.
Ich blick nicht mehr durch, echt nicht.

Vielleicht fahr ich einfach so weiter und plag mich mit den Anspringproblemen herum. Irgendwie geht es ja.

Powerdynamo verkauft übrigens extra ein "Rumpfsystem" ohne Zündung, mit induktivem außenliegenden Geber, das für die Ignitech Zündung geeignet sein soll:
https://www.powerdynamo-shop.com/shop/s ... anguage=de
Ist halt das alte mit kleinem Schwungrad und 150W.

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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon Herbert H » Do 11 Jan, 2018 17:41

Die igitech kann induktive und Hallsensor arbeiten. Hat auch eine Lastabhängig Verstellung. Da kannst ein Potentiometer am Lenker montieren. Lastabhängig mehrere Zündkurven programmieren, und beim Fahren zwischen ihnen wechseln
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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon Straßenschrauber » Do 11 Jan, 2018 18:13

Pulse lobe meint hier tatsächlich die "Warze" außen auf dem Rotor.
Bei einem einzigen außenliegendem induktiven Geber will die ignitech einen Metallstreifen in der erwähnten Länge (30 bis 40 Grad Rotorumfang) außen am Rotor.

Für Hallgeber braucht es Magneten, da reichen kleine Stifte von 2x2mm aus.
Dafür bohrst Du den Rotor 1mm tief an und klebst die Magneten fest.

Ein Hallgeber liefert ein digitalen Signal, wenn der Magnet vorbeikommt, auch bei niedrigster Umdrehungszahl, immer zum genau gleichen Drehwinkel.
Ein induktiven Geber (Spule) braucht Drehzahlen, um eine brauchbare Impulskurve zu liefern, das heißt, Du mußt schon nachdrücklich kicken.

Ein bipolarer Hallsensor hat 2 Schaltzustände. Er wird mit einem positiven Magneten auf "Ein" geschaltet, mit einem negativen Magneten auf "Aus".
Der Magnet zum Einschalten sitzt auf der Position der maximalen Vorzündung, etwa 35 Grad, der Magnet für "Aus" auf ca.5 Grad.

Die Magneten müssen für 150 Grad Umgebungstemperatur spezifiziert sein, das sind nur wenige Neodym-Magnete.

Zündkurve: Irgendwer, der es wissen müßte, ich glaub es war Hans, hat hier mal geschrieben, daß die Zündkurve für Alltagsmoppeds unwichtig ist.
Mit einer einstellbaren Zündbox kann da ja vieles getestet werden ...
Zuletzt geändert von Straßenschrauber am Do 11 Jan, 2018 23:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Elektronikfrage CDI und 720°-Zündung

Beitragvon Herbert H » Do 11 Jan, 2018 18:42

Die igitech ist keine CDI, sondern eine Transistor Zündung. Also die Energie wird nicht im Kondensator, sondern im Magnetfeld der Zündspule gespeichert. Brauchst einen andere Zündspule!!
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