Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Fr 08 Jun, 2018 08:00

Mit Terrot,
Rennen zu fahren, halt ich, für meine Person als mehr als Optimistisch, da geht es wohl eher darum, einigermaßen sicher von A nach B zu kommen, so war es eher gedacht , Magnet oder Lichtmaschine ist Power Dynamo eine sehr gute Adresse, Motor ist viel hinein Denken und Handgeschnitztes und wieder aufbereiten, viel Spaß. :gnack:
LG
Mike
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Fr 08 Jun, 2018 08:50

mike58 hat geschrieben: einigermaßen sicher von A nach B zu kommen

Jo, das ist für´s erste angestrebt. :D
Grüße!
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Do 14 Jun, 2018 01:29

Gehuddel!

Gas-, Luft-, Deko-, Brems- und Zündzeitpunktbowdenzug wurden heute neu angefertigt. Ziemliche Aktion. In den Lenkerhebeln steckten teilweise alte Nippel fest, und zwar dermaßen fest... Da hieß es dremeln, klopfen, kratzen, hebeln. Und die neuen Nippel mussten alle einzeln mit Feile und Dremel angepasst werden. Hat letztlich aber ganz gut geklappt. An den Gaszug muss ich nochmal ran, da ist der Innenzug etwas zu lang. Irgendwas hakelt da auch ein wenig - vermutlich im Vergaser.

Zweimal kicken, läuft! Fein Sache. :smt023

Bin mal gespannt, welche Flüssigkeiten ich morgen unter dem Gerät finde. Bekannt ist bislang:

- Ölpumpe leicht undicht
- Getriebe ebenso

Heute bemerkt:
- Verschraubung Schwimmerkammer-Vergaser ist feucht
- Benzinhahn dito

Der Tank ist hoffentlich dicht! Nochmal nachlöten muss echt nicht sein. Daumen drücken!

geraffel.jpg
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Fr 15 Jun, 2018 20:06

Der Tank ist dicht! :smt023

Der Benzinhahn so ein bisschen... Messingteil, dichtet mit Konus. Ziemlich schwergängig, und nur mit Getrickse komplett zu schließen. Gefällt mir noch nicht wirklich. DASS er letztlich irgendwie dicht zu bekommen ist merke ich daran, dass langsam die Spritleitung in die Schwimmerkammer leerläuft, von dort aus der Verschraubung Schwimmerkammer/Vergaser raussifft und wenn dann alles verdunstet ist riecht´s auch nicht mehr nach Benzin. :omg:

Schreckmoment des Tages: Die Ölpumpe schien nicht zu fördern! Letztlich förderte sie dann nach einer gefühlten Ewigkeit doch. Keine Ahnung, warum das so lange gedauert hat. Öltank/Leitungen/Pumpe sind zerlegt und gereinigt worden. Vielleicht war irgendwo Luft drin, vielleicht braucht es eine lange Weile, bis die Leitung zum Motor gefüllt ist; ich habe keine Ahnung. Jetzt tröpfelt alles so, wie es soll. Auch unter das Moped.

Die neuen Bowdenzüge flutschen mit etwas Nacharbeit wunderbar. Alles schön leichtgängig. Hurra!
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon lallemang » Fr 15 Jun, 2018 21:32

Dreht :smt023 und bewegt :gruebel:
:-D
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon kranickel » Sa 16 Jun, 2018 08:26

Auch von mir ein :smt023



Grüße Michael
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon T. » Sa 16 Jun, 2018 18:27

Klasse... :smt023
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Sa 16 Jun, 2018 22:59

Ich krieg den Vergaser nicht wirklich dicht.

Dichtflächen sind gereinigt und dort, wo es möglich war, mit Hilfe von Schmirgel und Tischplatte "geplant". Danach war es schon besser, aber immer noch nicht gut. Verbaut sind im Moment vermutlich Dichtungen aus Fibermaterial. Hartes Zeug.

Ich brauche zwei Dichtungen,

1. 25 x 16,6
2. 21 x 14,5

Was würdet ihr da für Material nehmen? Abil? Viton? Fiber? Ich finde bei DKW-Greiner ansatzweise passende Dichtringe aus Fiber und Abil. Ansonsten selber schnitzen, nur woraus? Meine Versuche mit Kupferdichtringen brachten nix, trotz Ausglühens. Waren aber auch knapp 2mm dick, die Teile. Vielleicht dünnere Kupferringen nehmen?

Um diese beiden Dichtungen geht es: (Quelle: http://terrot.club.pyreneen.free.fr/bas ... m-0001.htm)

vergaser amac.jpg
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon motorang » So 17 Jun, 2018 05:16

Benzinfester Gummi oder KfZ-Dichtungs"papier" von Reinz oder so ... kriegst Du im besseren Kfz-Bedarf:

https://www.victorreinz.com/DE/Produkte ... spx?region
https://shop.lagerhaus.at/technikshop/p ... papier-Set

Verarbeitung mit Locheisen und alter Nagelschere oder Cuttermesser.

Stilecht wäre Bleifolie. Sollte man beim Dachdecker bekommen (Anschlüsse für Bleidächer) aber halt nur in einer Standardstärke, etwa 1,5 mm.
Damit werden teilweise Benzinkocher an der Verschraubung Tank-Brenner abgedichtet, beispielsweise der Phoebus.

Gryße!
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » So 17 Jun, 2018 10:59

Ich hab mir jetzt ein Set von Reinz bestellt, da sollte was Passendes dabei sein. :smt023
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » So 17 Jun, 2018 13:43

Ich kenne das Problem von alten Bing Vergasern mit seitlicher Schwimmerkammer. Die sind oft durch Gewalt beim Anziehen verzogen. Das sollte man vorab prüfen.
Man kann die Flächen richten, indem man sich eine genau passende Vorrichtung baut, mit der man die jeweilige Fläche mit einer Zwinge auf eine Holzplatte drücken kann. Das Gehäuse wird jetzt auf zwischen 130 und 150°C erwärmt und langsam über mehrere Stunden wird die Zwinge immer ganz zart nachgesetzt. So "fließt" der Gehäusewerkstoff in die "erzwungene" Form und alles stimmt wieder.
Aufwändig aber wirkungsvoll. Die Zwinge besteht aus einem Bügel, der an der Holzplatte befestigt ist und oben eine Schraube hat, mit der man Druck ausüben kann. Man braucht auch ein Druckstück für die Schraube, das dafür sorgt, daß die beaufschlagte Fläche nicht beschädigt wird. Die zu richtende Fläche (Gehäuserand, Anschlußflansch, Schwimmerkammerrand usw) muß in ein genau passendes Gegenstück gedrückt werden (sowas stellt man mit einer Oberfräse in der Holzplatte her), damit sie definiert in Form kommt und nicht ausweichen kann.

Hört sich kompliziert an, aber man bekommt das hin, wenn man sich Zeit nimmt. Es ist ja nicht so, daß man als Alternative kurz beim Händler nebenan einen Ersatzvergaser kauft.

Also Dichtung bei so altem Geraffel fällt mir Kork ein, Dichtpapier von Reinz, die vom Präsidenten erwähnte Bleifolie und Fiberscheiben.
Wobei ich gern Dichtpapier verwende, aber auch Gummikork nicht abgeneigt bin.BMW verwendet bis heute Kork. Einwandfrei. Die Bleifolie nehme ich nur im Notfall, weil sie für mich schwer zu bearbeiten ist (bin halt ein Grobmotoriker)
Aber bei großen Unebenheitn, die man nicht anders beseitigt kriegt, ist Blei und Kork gut.
"...the difference between driving a car and climbing onto a motorcycle is the difference between watching TV & actually living your life " Dave Karlotski
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » So 17 Jun, 2018 16:07

Claus! :smt023

Zumindest die "unteren" Flächen, zwischen die die kleinere Dichtung gehört, scheinen nicht verzogen zu sein. Nach etwas Bearbeitung - Dichtflächen reinigen, eine am Rand aufgeworfene Stelle mit der Feile beseitigen, leichtes Schleifen auf der Tischplatte - war alles gut. "Oben" wird die Prüfung schwieriger, aber da sah alles ok aus, würde ich sagen. Das werde ich mir die Tage aber nochmal genau ansehen.

Ich denke, ich werde dann versuchen, mit relativ dickem Dichtpapier die Angelegenheit spritsparender zu gestalten.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Di 19 Jun, 2018 21:32

Da in diesem Forum garantiert noch niemand selbstgeschnitzte Vergaserdichtungen gesehen hat, musste der Prozess vollumfänglich dokumentiert etc. pp. :laber:

Verwendet habe ich Reinzoloid FS 53.

Ist jetzt wieder ein wenig dichter, würde ich meinen. Allerdings kommt der Sprit auch aus irgend einem Löchlein hinter einer ominösen Einstellschraube heraus. Aus dem Luftschieber anscheinend ebenfalls. :gruebel: Vielleicht hat´s nur damit zu tun, dass man zum Start die Schwimmerkammer kurz mit dem Tupfer zum Überlaufen bringt und der Gaser dann eh ein wenig trieft? Wird sich zeigen, wenn der Haufen mal länger fährt als nur in der Halle vor und zurück...

An den Dichtungen sollte es jetzt auf jeden Fall, ja, dicht sein.

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Fr 29 Jun, 2018 00:28

Der siffende Konusbenzinhahn, den man laut Experten nicht einschleifen kann (ich glaub´s ihnen auch), weiß das zum Glück nicht und ist jetzt nach intensivem, vorsichtig drängendem Einschleifen mit Scheuermilch bereits den ganzen Tag über dicht. :fiessgrinz:

Mal schauen, wie lange!
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Dominik » Sa 30 Jun, 2018 10:22

Hallo Jonas,

sehr schön, deine Terrot und deine aufwändig an den Tag gelegten Bemühungen. :smt023 Weiter so!

Immer wieder toll, solch ein Vorkriegsraderl :smt049

Liebe Grüße, Domi
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