Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » Mi 05 Sep, 2018 08:57

hiha hat geschrieben:Wie es scheint passt die Werkstoffpaarung nicht, denn die Nocken schauen stählern aus, die Schlepphebel ebenso. Sie sind beide mit ziemlicher Sicherheit aus un- bis bestenfalls niedriglegiertem Stahl. Das war früher Standard, man musste die Teile regelmäßig wechseln.



Das kann gut sein.
Das Material der Lenkkopflagerschalen war jedenfalls dermaßen hart, daß es mit CBN gerade noch so eben zu bearbeiten war. Ungewöhnlich für das Baujahr.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Christoph » Mi 05 Sep, 2018 09:22

High,
beim Nacharbeiten der Kipphebel ginge es mir weniger um die Gleitflächen zu den Nocken (außer eventuel entstandener Kanten) als vielmehr um die Einschlagstellen zu den Stößeln. Beim Kleinen Perfekt (drücken die Kipphebel direkt auf die Ventilschaftenden) haben diese Einschlagstellen im vortgeschrittenem Stadium jedenfalls dazu geführt, das sich Drehen der Ventile zu verhindern und zu einem Schrägen Verschleiß der Schaftenden geführt. Einher geht das natürlich auch mit eine stärkeren seitlichen Belastung und damit Verschleiß der führenden Teile (Ventilspiel mit der Fühlerlehre einzustellen dürfte eh nicht das Mittel der Wahl sein). Da die Abweichungen der Ist von den Sollsteuerzeiten sich doch augenscheinlich in Grenzen halten (und durchaus auch auf Tolleranzen und Messungenauigkeiten beruhen könnten) tät ich mir um den Verschleiß ansich jedenfalls zunächst mal keine sonderlichen Gedanken machen, sondern lediglich überproportional ansteigendem Verschleiß für die Zukunft vorbeugen. (also eher ein Konservierender Ansatz- hat ja auch schon länger so gelaufen)
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon hiha » Mi 05 Sep, 2018 09:55

Klaro, die Seite hätt ich gleich mit hart aufgeschweißt. :-D

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Mi 05 Sep, 2018 16:05

Dumeinst die Kipphebel,
und die Ventilschaftenden plan schleifen und evt Endkappen falls 8er Schaft zwischensetzen, auch Scaftende auf Maß überdrehen schleifen, Führungen beobachten ob Ventile schon dehr kippeln mit den Ducati Endkappen würde die Gleitfläche größer, später wäre zu überlegen die Massen gering zu halten, Zimmi hat recht, wäre zu überlegen wenn man eine Solche Nocke greifbar hätte die Kalkulation zu übernehmen, was mit Sicherheit ein guter Ansatz wäre.
LG
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Mi 05 Sep, 2018 16:09

Unter Berücksichtigung,
der Radien und Kipp- Schlepphebelverhältnisse.
LG
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Mi 05 Sep, 2018 16:12

Bei den großen,
Radien wär ein Rollenschlepphebel nee große Materialschoning wenn die Platzverhältnisse es zu lassen.
LG
Mike :grin:
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Do 06 Sep, 2018 08:12

Christoph hat geschrieben: ...Schrägen Verschleiß der Schaftenden... stärkeren seitlichen Belastung und damit Verschleiß der führenden Teile...

Wird bei der nächsten Demontage begutachtet! :smt023

Wieso ist das Einstellen des Ventilspiels mittels Fühlerlehre nicht das Mittel der Wahl?

mike58 hat geschrieben:Bei den großen, Radien wär ein Rollenschlepphebel nee große Materialschoning wenn die Platzverhältnisse es zu lassen.
LG
Mike :grin:

Mike, schau mal hier: http://www.terrot-oldtimer.de/html/einstellungen.html
Vielleicht kannst du auf den Photos erkennen, ob die Platzverhältnisse ausreichen würden?!

Erneut vielen Dank für die Denkanstöße, Erfahrungswerte und klugen Ideen! :smt023
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Arne » Do 06 Sep, 2018 08:22

denkt ihr nicht das ihr ein wenig Übertreibt,
die verschlissenen Teile instand setzen und fahren fahren fahren.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Do 06 Sep, 2018 08:30

Ich bau heute erstmal ´ne VAPE in die Terrot ein. Ach ne, geht ja garnicht... Schade. :floet:

Ich finde es spannend, die Ideen und Denkansätze mitzuverfolgen. Lerne viel dabei. Und rumhirnen, was vielleicht alles möglich wäre (ich kann vieles nicht umsetzen, aber andere!), ist doch klasse...

Christophs Ansatz gefällt mir gut: "...überproportional ansteigendem Verschleiß für die Zukunft vorbeugen. (also eher ein Konservierender Ansatz- hat ja auch schon länger so gelaufen)"

...und gefahren wird eh... :smt023

Grüße!
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon hiha » Do 06 Sep, 2018 08:30

Bei der zu erwartenden jährlichen Kilometerleistung, die sicherlich nicht mehr als vierstellig werden dürfte, würd ich nicht mit dem aufwändigen Bau von Rollenschlepphebeln anfangen. Zumal dann ja auch neue Nockenformen gerechnet und gefertigt werden müssen. Ich glaub, dass man das mit geeigneten Werkstoffen auch gleitflächenmäßig haltbar kriegt.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Do 06 Sep, 2018 10:06

Da hast recht,
wäre wohl für einen Nobelhobel Zweitmotor interesant, ach im übrigen die Fa Power Dynamo wertet auch Magneten auf sind auch Auskunftfreudig über Ausbaumöglichkeiten.
Man spinnt so rum.
LG
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Do 06 Sep, 2018 10:24

mike58 hat geschrieben: ein Nobelhobel Zweitmotor

Der könnte dann ruhig in OHV sein. Ein Bekannter hat so eine... Gleiches Modell wie meine, nur halt 350er OHV statt SV. Will er aber nicht rausrücken. :-D Schönes Teil...

hss350.jpg
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Thomas Heyl » Do 06 Sep, 2018 12:46

Hi!

Powerdynamo hat den Betrieb eingestellt und alles an VAPE übergeben.

Cheers, Langer
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Christoph » Do 06 Sep, 2018 18:33

Jonas hat geschrieben:
Wieso ist das Einstellen des Ventilspiels mittels Fühlerlehre nicht das Mittel der Wahl?



High,
kommt drauf an ...
je nachdem wie die Teile zwischen denen Du mißt aufeinander eingelaufen sind. Zwischen dem Kipphebel und Stößel gehts jedenfalls nicht mehr- das Eingestellte Spiel wäre immer zu groß. Zwischen Stößel und Ventil ist es ebenfalls nicht ganz unwahrscheinlich, daß eine Seite leicht kegelig abgenutzt ist während die Andere das negative Bild zeigt.
Sicherer ist jedenfalls mit Messuhr, oder unter Berücksichtigung der Gewindesteigung der Einstellschraube mittels Drehwinkel (Einstellen bis gerade Nullspiel im gekonterten Zustand und dann den entsprechenden Winkel zurückdrehen. Bei einer Sechskantschraube kann man das eigentlich halbwegs genau genug schätzen)
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Do 06 Sep, 2018 20:04

Danke Jonas,
Magst einmal mit einer Radienlehre den Radius des Schlepphebels messen, der ist eh groß mal sehen schaut nicht schlecht aus. Hintergedanke die vorhandene Nocke ist für den Radius gemacht, klar ist die Nockenform für moderne Gesichtspunkte nicht Optimal, wenn die Rotaxrollen oder die von KTM selbe Grße haben, könnte man wenn man ganz frech ist einen Schlepphebel basteln.
LG
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