Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Fr 19 Okt, 2018 19:20

Meine Untersuchungen gerade eben in der Halle decken sich mit euren Aussagen. Erneut: Vielen Dank! :smt023

lallemang hat geschrieben: Bild Konus Getriebewelle Blau: Ist die Fase und evtl 'n Dätsch an der Kante. 99%Wurscht.

Ist die Fase, genau.

lallemang hat geschrieben: Hast Du bei der Demontage die Mutter komplett lose vorgefunden?


Weiß ich nicht mehr! :omg: Die Kupplung hat ordentlich gewackelt und nach Lösen der (zwei, eine zum kontern) Muttern konnte ich sie einfach von der Welle ziehen. Kein Abzieher notwendig. Einfach nur runternehmen.
Deine Erklärung, warum die Kupplung so oder so etwas wackelt, ist verständlich. Leider kann ich nicht mehr genau sagen, ob die Muttern komplett lose waren etc.

lallemang hat geschrieben: Rot (kleiner Konusdurchmesser): den Absatz ist schlecht und wenn da die Schulter der Getriebewelle anliegt, mu§ der weg.


Genau so ist das! Der Absatz liegt an der Schulter der Getriebewelle an. Er hindert den Konus des inneren Mitnehmers daran, ganz bzw. weiter auf den Konus der Getriebewelle zu rutschen, so dass es trägt. Da trägt zur Zeit garnichts, behaupte ich mal.

Lederclaus hat geschrieben:
Jonas hat geschrieben:Was ich nicht verstehe: Warum hat der Absatz am inneren Mitnehmer keine Schleifspuren durch´s Läppen? Der sollte doch auf der Welle aufliegen und vom Einschleifen Spuren zeigen?
Weil die Welle da garnicht hin kommt.

So ist es!

lallemang hat geschrieben: Der Innenkupplungskonus steht halt über den Wellenkonus über. Der soll das, damit die Mutter die Innenkupplung drückt und nicht die Welle.

Ist auch in meinem Fall so. Allerdings kippelt der innere Mitnehmer aufgrund des Absatzes, der an der Schulter der Getriebewelle anliegt.

Hier mal ein Bild exakt meines Getriebes: (Quelle: http://terrot.club.pyreneen.free.fr/)
getriebe hsc.jpg


Aber welche Aufgabe hat der Keil? Eigentlich sollte eine Konusverbindung doch auch ohne Keil halten?! Und eine exakte Positionierung Kupplung/Getriebewelle mittels Keil ist hier ja nicht notwendig. Kraftspitzen im Betrieb aufnehmen? :gruebel:

Ich verwende diese Ventileinschleifpaste, und zwar "fine": Chemico 0331A Ventileinschleifpaste. https://www.amazon.de/Chemico-CH0331-03 ... B006ZXZYMA
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon lallemang » Fr 19 Okt, 2018 20:29

Aber welche Aufgabe hat der Keil?


"seit den 9PS hält das nicht mehr"

"Ja Kosten, aber die Keilwelle wär besser"

"ist in der Burman-Lizenz so drin"

"aber ohne Keil nimmt Dir das der OberIng nie ab"

:D
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Fr 19 Okt, 2018 20:33

Alright. :ugly:

Also einfach weglassen, wenn die Konusverbindung wieder taugt? :gruebel:

Mein Hallennachbar (Student Maschinenbau) sagt, er kann sich den Keil auch nicht erklären. Er würde es aber genauso konstruieren! Hm.

Ich schmier die Nut einfach mit Flüssigmetall zu und kleb die Kupplung auf den Konus.

Vorwärts nimmer, rückwärts immer.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » Fr 19 Okt, 2018 20:39

Kukk dir mal das Gewinde auf der Welle an.Überhaupt kein Radius am Übergang von Gewinde zum Wellenzapfen. Da darf man nicht stark dran festziehen (Kerbwirkungsstelle)
Um sowas ohne Keil fest zu verspannen, bräuchte man etwa 150 bis 200 Nm Anzugsdrehmoment. Keine Chance!
Also der Keil, um die Position zu halten (Kraftspitzen) und den Konus, um eine leichte Kraftschlüssige Verbindung bei ganz moderatem Anzugsdrehmoment zu erhalten. Je feiner die Fläche bearbeitet ist, desto weniger Anzugsdrehmoment braucht man, um den Keil zum "nice to have" zu machen (und nicht zum "unbedingt notwendig") Bei einer fast ganz blanken Oberfläche an Außen- und Innenkonus würde ein kurzer Schlag mit dem Handballen und ein Anzugsmoment von ca 25 Nm reichen, um das sicher zu machen. Das wirst Du nie schaffen, ohne den ganzen Kram wirklich zu polieren, nachsem er präzise geschliffen wurde. Also so gut wie möglich mit der feinen Ventileinschleifpaste, dann fettfrei montieren. Wenn das nach einem Schubs mit dem Handballen so fest wird (2mm Platz lassen und so stark drauf schlagen, daß es nicht weh tut, nicht mehr, als Du dir selber aufs Knie schlagen würdest), daß es sich nicht mehr ohne Werkzeug abziehen läßt, hast Du gewonnen.
Den Keil neu nehmen (Normteil, und wenn es nicht passt, kann man den ganz einfach zuerecht feilen. Er soll so passen, daß er mit einem leichten Hammer (200 g) eben einsetzen läßt und mit einer Kneifzange gerade eben rausziehen läßt.
Die haben den nicht aus Langeweile eingebaut. Doppelte Sicherheit.

Den Rest so machen, wie Peter das so schön erklärt hat. Dann kannst Du endlich auf Steilwand- Ovalkursen fahren, mit Bretterboden und so. :-D
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » Fr 19 Okt, 2018 20:41

Wenn Du die Kupplung auf den Konus klebst, hält sie nicht, weil am Konus keine Kraftschlüssige Verbindung entsteht, Das geht nur mit der Verspannung im Konus!
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon lallemang » Fr 19 Okt, 2018 20:46

exact :smt023

Ich bin ja nicht sooo Originaalheimer, aber grad so :gruebel: Lösungen find' ich dann wieder historisch interessant :D

never touch a running system :opa:
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Fr 19 Okt, 2018 20:52

Lederclaus hat geschrieben: Die haben den nicht aus Langeweile eingebaut. Doppelte Sicherheit.

:smt023
Saugut erklärt.

Lederclaus hat geschrieben: Den Rest so machen, wie Peter das so schön erklärt hat. Dann kannst Du endlich auf Steilwand- Ovalkursen fahren, mit Bretterboden und so. :-D

Fangen wir klein an. Den Berg hochkommen, ohne dass mir der Haufen oben verreckt ist.

Geklebt wird nix, war´n Scherz.

Vorgehen also...
1) Absatz am inneren Mitnehmer entfernen.
2) Vorsichtig einschleifen.
3) passenden Keil anfertigen/Normteil anpassen

Falls sich jemand bemüßigt fühlt, Punkt 1) zu übernehmen (Drehbank?), kann er sich gerne melden. Die Vorstellung, da selbst mit ´ner Feile rumzufuddeln, behagt mir (noch) nicht. :fiessgrinz:
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon schnupfhuhn » Fr 19 Okt, 2018 22:07

Der Konus lä§t sich ohne alles zu zerlegen eigendlich nur über's Tragbild beurteilen.
Wenn dann noch der Konus trocken nach anziehen und wieder lösen haften bleibt ;-)


Abtuschieren das Ding, anders werd des nix wern. Dann weisst wo es zwickt. Dann gezielt abtragen.
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Fr 19 Okt, 2018 22:46

ES LESEN UND BESCHÄFTIGT
Der Vic mein alter Meister hat einen netten Ansatz, er geht davon aus das, das gar kein Konus ist, lediglich ein gerader Zapfen, wobei der Keil dann seinen Sinn hätte und erst durch die Nacklerei zum Konus mutierte.
LG
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon lallemang » Sa 20 Okt, 2018 00:31

Bei den Photos hab' ich auch erst gezweifelt, ob Konus oder nicht.
In den Zeichnungen und Beschreibungen ist aber schon Konus und Keil.
Später gab's da Keilwelle. War wohl "stark belastet".

Ja beim Tragbild ist der Filzstift dabei. :D

Ob das mit Einschleifen behebbar ist, hängt halt von ab, wieweit das ausgeschlagen ist.
2mm wären da nicht zu retten, weil die Kupplung dann zuweit richtung Getriebe wandert,
das per Handschleifen ewig dauert und kaum noch in Achse sein wird. Da wâr Ersatzteil
sinnvoll.
Aber so'n Absatz sieht als schlimm aus, speziell auf Photos, und ist dann nur 'n paar Zehntel.
Den Wegfeilen, Aufstecken und gucken... :smt102
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Sa 20 Okt, 2018 08:32

Naja,
Um den Vic seinen Verdacht zu schmälern, müßte man messen, die Welle geht einfach das äußere mit Innenkonus,kwasi Gegenstück mit Innenmikrometer, der müßte dann Trichterförmig auageschlagen sein, beim Anahmefall, glatter Zapfen. In jedem Fall, kommt er üm eine Zerlegung des Motors nicht drum rum, heißt in den Kupplungskorb kann man eine Buchse einziehen, Welle aufschweißen und rund schleifen, am besten gleich mit schlanken Konus, das , sonst wird das Ganze nix, möglichst so behirnen und eine Abdrückschraube mit einplanen, sonst wird des nia was und ärgert immer :gnack: , messen, dann woas ma wias auschaut, dann kann man entsprechend handeln der Wiinter steht eh vor der Tür, mimachts sowieso immer nervös wenn ich nicht weis wie es innen drin ausschaut, alles andere ist hoffen und beten und Hand auflegen funktioniert no ned.
LG
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon lallemang » Sa 20 Okt, 2018 10:42

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Sa 27 Okt, 2018 16:26

Nach 50 Stunden im Reinigungsbad:

IMGP0051k.jpg


Da sollte nun alles sauber sein.

Optisch schon ein Unterschied zu vorher. Die Patina von 1000 Jahren ist verschwunden... Gefällt mir aber trotzdem noch.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » Sa 27 Okt, 2018 16:35

Also bitte, Jonas. Patina ist immer noch da. Patiniert und total verkrustet und verdreckt sind zwei Paar Schuhe. Der sieht nach 3 Monaten im Betrieb wieder dunkel und gebraucht aus. Die abgenutzten Stellen sind ja nicht wegrestauriert. Aber nur in so einem Zustand ist es nicht nur Tasten im Nebel, wenn man Schwierigkeiten mit der Einstellerei hat. So sieht man auch Haarrisse usw. Ich find den Vergaser in dem Zustand mit den Altersspuren ganz bezaubernd...
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Sa 27 Okt, 2018 16:39

:-D

Geht mir doch auch so.

Ich fummel schon die ganze Zeit an dem Ding rum. Objektfetischismus...

Lederclaus hat geschrieben: Aber nur in so einem Zustand ist es nicht nur Tasten im Nebel, wenn man Schwierigkeiten mit der Einstellerei hat.

Das dachte ich mir nämlich auch... Mit diesem Ausgangszustand ist ´ne ordentliche Einstellerei möglich, ohne dass man z. B. bei jedem Husten nicht weiß, ob da grad Dreck dran schuld ist oder eben nicht.

Und allein schon die Tatsache, dass der Schwimmerkammerdeckel und die Überwurfmutter beim Gasschieberdeckel noch nicht mit ´ner Rohrzange vermackt wurden ist... :smt049
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