Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » Sa 27 Okt, 2018 18:36

Wenn Du nach dem EInbau und den Einstellarbeiten mit Atlantic Radglanz (das stinkende rote Zeug) einreibst und die Reste wieder abwischst, ist das rote Zeug in der Oberfläche des Materials und nicht gleich wieder Dreck. So bleibt er lange ansehnlich und man kann ihn leichter reinigen. Nicht vorher, sonst siehst Du nicht, wo auf dem trockenen Material Haarrisse sind.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Sa 27 Okt, 2018 21:13

Ich hoffe mal nicht, dass da Haarrisse sind... :gruebel:

Danke für den Tipp! :smt023

NSU-Lorenz hat mir geraten, die Hauptdüse etwas größer zu wählen als seinerzeit. Das schreibt sogar der Hertweck schon. Der schreibt natürlich auch, wie man ´nen Vergaser richtig abstimmt... :floet:

Beim Kauf montiert war ´ne AMAC Hauptdüse gestempelt 35 (entspricht 120er Durchflussmenge, wenn ich die Tabelle richtig interpretiere). Ich hab hier ´ne 120er und ´ne 130er HD von NSU-Lorenz liegen. Mal gucken. Könnte für ´nen 350er SV etwas groß sein (selbst die originale 120er)?!? :gruebel:

Die Düsennadel von NSU-Lorenz ist ein klein wenig länger als die vom AMAC. Eventuell ist der neue Düsenstock aber auch etwas anders gestaltet als der originale AMAC?! Auch da: Mal gucken.

Und für die ausgeschlagene Schwimmernadel (dichtet über ´nen Konus) habe ich einige Ersatznadeln... Eine davon passt fast perfekt. Ich bin gespannt. :fiessgrinz:

(Quelle: VFV-Forum)

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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » Sa 27 Okt, 2018 21:37

Das mit der größeren Hauptdüse ist schlau. Kommt zum Teil duch den neuen Sprit. EInfach ausprobieren. Zwischen 120 und 130 kommt eigentlich noch mindestens 125...

Harrisse haben ganz gern mal die alten Linkert-Vergaser aus den 40er Jahren und die alten Vergaser von 40er und 50er Jahre BMW. Warum sollte ein 90 Jahre alter Amac Vergasr davon komplett unbetroffen sein? Nicht daß ich dir das wünsche...
Läßt sich auch reparieren. Das Material wird halt irgendwann spröde. Besonders, wenn es ohne Erwärmung in irgendeine Form gezwungen wird. (ich drücke alte Bing mit einem angefertigten Gestell wieder in Form. Bei konstant 130°C über mehrere Stunden immer wieder nachspannen, dann fließt das Zeug wieder da hin, wo es hin soll :-D . Mit Geduld und Spucke...)
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » So 28 Okt, 2018 14:31

Lederclaus hat geschrieben: Haarrisse haben ganz gern mal die alten Linkert-Vergaser aus den 40er Jahren

Mit den Dingern hat ein Bekannter zu tun... Ich spreche ihn mal darauf an, wenn ich ihn wieder sehe.

Hübsche Teile. :smt049

IMGP4073.JPG


Und dann ist da noch diese hauchdünne, ausgefranste Scheibe:

Außendurchmesser: 34,45 mm
Innendurchmesser: 30,08 mm
Dicke: 0,25 mm

Sie sitzt direkt hinter dem Ritzel, das vom Motor angetrieben wird (blauer Pfeil). Meiner Meinung nach sitzt die Scheibe zwischen Ritzel und Innenring des Kugellagers. Aber welche Aufgabe hat sie (Ausdistanzierung?!)? Und warum ist sie ausgefranst? Sie sollte sich ja nicht mitdrehen, wenn ich die Schnittzeichnung richtig lese?

Habt Ihr da eine Idee?

scheibe.jpg


(Quelle: http://terrot.club.pyreneen.free.fr/)
boite3vk Kopie.jpg
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon T. » So 28 Okt, 2018 16:43

Ich denke schon das die sich mit dreht.
Wenn ich das richtig sehe ist die Scheibe auf der Welle.
Und die dreht sich...

Distanz schätze ich als richtig ein.
Da ist ja ne ? Kupplung? Aussen dran...
Wenn die einrückt stützt die sich gegen die Scheibe ab.

My 5 cents...
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Lederclaus » So 28 Okt, 2018 17:01

Ich denke, daß das die axiale Distanzierung des Primärritzels ist. Oder einfach eine Zwischenscheibe, damit das Primärritzel nicht direkt am Lagerinnenring anliegt.


Paßscheiben gehärtet bzw Ausgleichsscheiben nach DIN 988 sind halt im Außendurchmesser größer, es gibt sie aber in kleiner Abstufung ( 5/100mm) zu kaufen. (zB 30x42x0,25)
Ausgefranst ist deine Scheibe nach 90 Jahren wahrscheinlich wegen Versprödung, Langeweile und überhaupt. Dort, wo sie unter Anpreßdruck ist, lebt sie ja noch. Ich würde die so wieder einbauen.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Mo 29 Okt, 2018 09:11

T. hat geschrieben:Ich denke schon das die sich mit dreht.

Hab mich falsch ausgedrückt. :omg: Klar, die Scheibe dreht sich mit. Ich denke aber, dass sich Ritzel/Scheibe/Innenring Kugellager gleichzeitig drehen - die Scheibe kann also nicht zwischen Innenring Kugellager und Ritzel "zerrieben" werden. Glaube ich. :gruebel:

Ist aber auch egal, denn...

Lederclaus hat geschrieben:Ich denke, daß das die axiale Distanzierung des Primärritzels ist. Oder einfach eine Zwischenscheibe, damit das Primärritzel nicht direkt am Lagerinnenring anliegt.

Denke ich auch.

Lederclaus hat geschrieben: Ausgefranst ist deine Scheibe nach 90 Jahren wahrscheinlich wegen Versprödung, Langeweile und überhaupt. Dort, wo sie unter Anpreßdruck ist, lebt sie ja noch. Ich würde die so wieder einbauen.

Nach nunmehr knapp 39 Jahren auf dieser schönen Erdenwelt fühle ich mich manchmal auch etwas ausgefranst und versprödet (Langeweile habe ich jedoch keine). Dann darf auch die 90jährige Scheibe mal ausgefranst sein. Wird wieder verbaut. Vielleicht werde am Rand vorsichtig ein paar Fetzen entfernt, damit nix mehr von der Scheibe abbröselt. Oder ich passe ´ne neue Paßscheibe/Ausgleichsscheibe an. Aber wohl eher nicht. Mal gucken. :smt023
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Mo 29 Okt, 2018 09:33

Mit dem mitdrehen,

bin ich auf deiner Seite, das ausgefranst, wenn aussen evt, die Muttern an der Innenseite des Kupplungkorbes zur Welle hin außen, wenn der Kupplungskorb locker war und taumelte, dann muß er schon ordentlich locker gewesen sein, somit müßten auf den Muttern Kratzspuren zu sehen sein.

LG
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Mo 29 Okt, 2018 09:49

Ich hab nochmal eingezeichnet (gelb), wo genau die Scheibe sitzt:

boite3vk Kopie.jpg


Mike,
die Muttern schaue ich mir mal an. Zum Kupplungstaumeln: "Den Verdacht, dass der Konus leicht ballig sei, kann ich auf die Schnelle zumindest nicht bestätigen - wenn überhaupt messbar, wohl vernachlässigbar." schreibt derjenige, bei dem der innere Mitnehmer gerade liegt. Im Lauf der Woche weiß ich da aber genaueres, denke ich. Mal Daumen drücken!
Vor einigen Tage hast du geschrieben, dass du das Getriebe schon zerlegen würdest - es würd´ dir keine Ruhe lassen nicht zu wissen, wie es innen drin aussieht. Hab lange überlegt, mich aber letztlich dagegen entschieden. Gründe: Ich bin ja schon ca. 300 km gefahren. Die Getriebefunktion scheint einwandfrei gewährleistet. Und wenn ich durch die Einfüllöffnung für das Getriebefetts schaue gefällt mir das, was ich sehe. Keine vermackten Zahnräder o.ä. Ich würde es daher bei einer "Reparatur" belassen: Versuchen, den Konus wieder hinzukriegen, neue Passfeder anfertigen und hoffen, dass es damit getan ist. Wenn´s schief geht, werden alle schreien "Hättest du mal zerlegt!", wenn ich zerlege und alles sieht gut aus wird´s heißen "Warum hast du alles auseinandergerissen, funktionierte doch!" - Man ist allein mit seinen Entscheidungen. :ugly: :smt005 :lol:

Gestern heftiger Arbeitstag incl. Nachtschicht... gleich ins Bett, und tschüss.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Mo 29 Okt, 2018 14:57

Der innere Mitnehmer ist fertig und wird die Tage zu mir geschickt. :smt023 Klasse! :)

Dann steht vorsichtiges Einschleifen an, Tragbild kontrollieren, neuen Keil anpassen...

34199912qs.jpg
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon lallemang » Mo 29 Okt, 2018 19:01

Die Scheibe sitzt zwischen dem Sekundärritzel und dem Getriebelager und die drehen sich mit der Getriebasugangshohlwelle mit. Diese Klemmung hat nichts mit dem Kupplungskonusproblem zu tun.
Distanzscheiben auf der anderen Seite zw Lagerinnenring und Gangrad kommen vor, um eventuell zu
gro§es Axialspiel der Getriebehauptwelle auszugleichen. So wie die hier drin ist, verändert das nur den
Freigang vom Sekundärritzel zum Gehäuse. Sekundärkettenflucht wär denkbar, nur find ich da 0.25mm
etwas pingelig. Das Spiel der Getriebbefestigung wird ja schon erwähnt. :D
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Mo 29 Okt, 2018 19:35

lallemang hat geschrieben: So wie die hier drin ist, verändert das nur den Freigang vom Sekundärritzel zum Gehäuse.

:smt023
Darauf achte ich dann bei der Montage des neuen Ritzels.
Ich hoffe halt, dass die Kupplung nach dem Einschleifen nicht zu tief sitzt. Wird sich zeigen. Es wurde ja auch schon geschrieben, dass der Materialabtrag beim Einschleifen eher gering ist und die Kupplung dabei nicht mal eben ´nen Millimeter nach innen wandert...

lallemang hat geschrieben: Sekundärkettenflucht wär denkbar, nur find ich da 0.25mm etwas pingelig. Das Spiel der Getriebbefestigung wird ja schon erwähnt. :D

:-D
Schön gesagt.
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon mike58 » Di 30 Okt, 2018 07:31

Hi :oops:
Alles klar, gelb nicHiht blau das Ritzel, mein Fehler,Absatz ist weg, nur das Tragbild ist noch ein wemig rauh, verwende doch, Diamantschleifpasten, 400, 800, 1200.
LG
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Jonas » Di 06 Nov, 2018 00:57

Christoph hat den inneren Mitnehmer sehr schön bearbeitet, daher hier nochmal hochoffiziell ein "Dankeschön"! :smt023

Die Keile sind auch gekommen... sollten passend zu machen sein! Wenn jemand welche braucht: Einfach melden... ich habe mehr als genug in unterschiedlichen Größen. :floet: :omg: :D

keile.jpg
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Re: Terrot HSC 350, Bj. 1927 - Fortschrittsbericht

Beitragvon Zimmi » Di 06 Nov, 2018 11:02

Slightly OT: Am Sonntag abend kam im Dritten (Südwestrundfunk) eine Reportage über die Franche-Comté. Sehr schöne Bilder aus der Gegend und tolle Berichte über einige Leute dort, und quer durch die ganze Sache zog sich eine immer wieder auftauchende SV-Terrot. :smt049 :smt023 Das Ding hat schon einen großen Haben-will-Faktor... :floet:
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