Wie ist denn eine "BMW F650 GS 2003 17k miles $3500"?

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Re: Wie ist denn eine "BMW F650 GS 2003 17k miles $3500"?

Beitragvon Wolfgang » Sa 17 Mär, 2018 08:48

Das weiss ich grad nicht.

Wally's Bekannte fährt die 2003er. Allerdings nicht die GS. Die ehemalige von Sidebikeregina. An der durfte ich auch mal hin und
wieder die Kette spannen (an der F 650 meine ich :) ) . Hat allerdings erst so um die 30.000 drauf ( die F 650)-

Daher mein bißchen Erfahrung.

Wolfgang
Wenn's net so schwer wär, wünschd i, i wär wer.
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Re: Wie ist denn eine "BMW F650 GS 2003 17k miles $3500"?

Beitragvon fleisspelz » Sa 17 Mär, 2018 09:06

Für meinen Geschmack gibt es viele Parallelen zwischen der F650 und einer Honda CB 400 N, auch wenn es sich um zwei grundlegend verschiedene Motorräder handelt.

Beides sind unauffällige und zuverlässige Alltagsmitorräder in ordentlicher Qualität ohne herausragende Eigenschaften neben ihrer Verlässlichkeit. Weder besonders schnell, leicht, schön oder fahraktiv, noch herausragend reparaturfreundlich oder sonstwie besonders. Gebrauchsmotorräder ohne große Macken und ohne große Ausstrahlung die einfach ihren Dienst tun, nicht besonders viel Zuwendung verlangen, keine besondere Begehrlichkeiten bei Diebsgesindel wecken und weltweit in großer Stückzahl verfügbar sind, was die Ersatzteilversorgung undramatisch gestaltet.
Gute Motorräder eigentlich, insgesamt langweilig.
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Re: Wie ist denn eine "BMW F650 GS 2003 17k miles $3500"?

Beitragvon Wauschi » Mo 28 Mai, 2018 06:38

Danke nochmal für das Feedback.
Ich konnte in den letzten zwei Monaten eine kleine Probefahrt von 20.000km mit dem Motorrad machen und wollte den Thread mit meinen eigenen Erkenntnissen abschließen.

Pro:
- Tankeinfüllstutzen seitlich (und Tank unter dem Sitz). Das ist absolut top! Beim Tanken muss man nicht den Tankrucksack entfernen und man kommt leicht mit dem Einfüllstutzen hin.
- Ölschauloch, Einfüllstutzen - super. Auf einen Blick erkennt man den Stand und kann einfach Nachfüllen (was ich nie machen musste).
- Ölverbrauch. Ich habe und musste mich auf 20.000km um absolut nichts kümmern. Der Motor benötigt null Öl! Habe die ganze Strecke keinen Tropfen nachgefüllt.
- Integrierte, originale Griffheizung hat mir sicher 100mal das Leben gerettet. Einfach ein Traum. Will ich jetzt sofort auf meiner Yamaha auch haben.
- Kettenspannen ist total einfach (habe Bikes wo ich mehr Werkzeug benötige...)
- ABS leicht abschaltbar. Man benötigt keine Tastenkombinationen oder Dongle. Es gibt einen einfachen EIN/AUS Schalter.

Con:
- Sitzbank für mich (180cm) viel zu niedrig. Musste den Sitz aufpolstern.
- Sitzbank hat eine Kante. Die Design-Kante sieht toll aus. Ich hatte das erste mal eine Sitzbank mit Mulde. Man kann die Sitzposition aber dann nicht mehr (nach hinten) verlagern. Schon nach wenigen Tagen benötigt man eine Arsch-Transplantation. Nie wieder eine geformte Designer-Sitzbank.
- Kotflügel vorne hat zu wenig Abstand. Beim Fahren im Schlamm blockiert das Vorderrad. Die Blockade bekommst du fast nicht mehr weg!
- Zu wenig Bodenfreiheit (ich denke 130mm) fürs Gelände. Bin unzählige Male gestürzt weil ich bei einfachsten Hindernissen aufgesessen bin.
- Erster Gang geht nicht immer rein. Das hat im Gelände zu einigen Stürzen geführt. Das Getriebe mach das gewohnte Geräusch als ob ein Gang eingelegt ist, das Neutral-Licht geht aus, und schon rollt man rückwärts den Hang hinunter. Extrem ärgerlich.
- Schalthebel nicht klappbar.
- Kein Faltenbalg
- Irgendwie schwärfällig und auch schwer, nicht agil.

Keine Ahnung:
- 19" 100er Reifen vorne. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich durch den kleinen Durchmesser einen Nachteil hatte, habe die Strecke aber nie mit 21" gefahren, es fehlt mir also der Vergleich. Der 100er Reifen hat im Sand vielleicht sogar geholfen.
- Für mich billig wirkendes Plastik-Cockpit.
- Der Motor startet immer, aber erst nach einige Umdrehungen. Das kannte ich so nicht (für mich startet ein guter Motor (mit gutem Steuergerät) immer sofort bei der ersten Umdrehung)

Fazit:
- Optimales "Damenfahrrad" mit dem man auch auf leichtem Schotter fahren kann.
- Absolut Problemlos
- Kein Fahrspass im Vergleich zu einer XT (egal welcher XT).
- Nie wird solch ein Teil den Weg in meine Garage finden.

Danke nochmal,
Mario

EDIT:
Nochwas ist mir eingefallen.
Die Kraxn kocht über! Wenn man im Gelände länger im ersten Gang bergauf fahren muss kocht die Kraxn trotz Wasser und Lüfter einfach über.
Das ist extrem ärgerlich weil ich im schweren Gelände diesen zusätzlichen Stress nicht brauchen kann.

Und Bilder habe ich noch gefunden:
Motorrad kocht über, Ständerfederzeug ist auch schon Wegradier:
https://drive.google.com/open?id=1km4nY ... IVd6076fF5

Typischeres Camping, sehr spartanisch:
https://drive.google.com/open?id=18sj1f ... yCrjfXutzO

Typische Gegend/Strecke für den Südwesten:
https://drive.google.com/open?id=14Ofuz ... 837DXPHM7X
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