Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon hiha » Mi 13 Jun, 2018 09:44

Den Pfred haben wir eh schon zersabbelt, also, keine Gefahr :floet:
K-Mehl-Treiber hat geschrieben:Ich geh mal wieder über die Zylinderdeckelform beim Russen hirnen. Da geht sicher was :fiessgrinz:

Was könnt die mit Ölverbrauchskontrolle zu tun haben? :gruebel:
Wenn Du die Möglichkeit hast, schau mal in den zerlegten Kopf eines moderneren z.B. Japaners, so ab 80erjahre, wie die das machen mit den Schaftdichtungen.
Die Verwendung solcher Dinger, und die daraus resultierende, minimale Schmierung, setzt allerdings ein paar Kleinigkeiten voraus: Die Werkstoffpaarung zwischen Ventilschaft(oberfläche) und Führung muss passen, und das Spiel zwischen Schaft und Führung darf nicht zu groß sein. Ausserdem spielt die Wärmedehnung des Kopfmaterials noch mit. Das alles lässt sich nicht immer miteinander vereinbaren, weil das zusammenpassen muss. Die Japaner kommen bei den Luftgekühlten prima mit speziellen Graugussführungen und nitrierten Ventilen hin, beides kann mit sehr kleinem Betriebsspiel störungsfrei laufen. BMW hat traditionell Buntmetallführungen und hartverchromte Schäfte in ihren Luftgekühlten, was mehr Spiel braucht, und auch schneller verschleißt.

Gruß
Hans
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon Gustav » Mi 13 Jun, 2018 10:36

Hallo zusammen,
zum Abschluß meiner Frage „Oben Öl“ möchte ich noch anmerken — meine DKW 250 h 1951 fand das Zeugs zum stehenbleiben. Oft in Verbindung mit ESSoh und dem passendem Zweitaktgemisch. Hatte nur bei ESSoh immer so einen schwarzen Rückstand in der Schwimmerkammer. Habe es dann damals einfach heimlich weggelassen. Bei BV Tankstellen lief das Ding immer „Alles Super“. Und nun zurück zu meiner „ Netzstrumpfhose“ BMWTank R100 1987. Was soll ich denn nun bei längerem Stillstand der Kräder tun? Benzin ablassen bis das Wasser raus ist. Benzin komplett ablassen. Und genauso bei den Vergasern?

LG Gustav
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon Jonas » Mi 13 Jun, 2018 11:48

Na, dann häng ich mich auch mal dran. Die Eingangsfrage wurde ja bereits beantwortet.

Achtung: Alles nur gelesen!

"Obenöl" soll bei meiner Terrot (350er Seitenventiler, Verlustschmierung) angeblich auch ´ne gute Sache sein. Unten im Motorgehäuse steht "un demi-verre", also ein halbes Glas Öl. Oben ins Kurbelgehäuse tropft je nach Einstellung so ca. alle 10 Sekunden ein Tröpfchen Öl hinein. Das war´s an Schmierung.

Macht Obenöl zur Schmierung der Ventilführungen da Sinn?

Hier sieht man recht schön den Aufbau des Motors:
http://terrot.club.pyreneen.free.fr/bas ... /ec2-a.jpg
http://terrot.club.pyreneen.free.fr/bas ... /ec2-b.jpg
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon fleisspelz » Mi 13 Jun, 2018 11:51

Gustav hat geschrieben:.... Was soll ich denn nun bei längerem Stillstand der Kräder tun? Benzin ablassen bis das Wasser raus ist. Benzin komplett ablassen. Und genauso bei den Vergasern?

...


Ich empfehle den Leuten gerne, die Vergaser komplett zu entleeren und den Tank abzubauen und in einem beheizten Raum (z.B. Heizungsraum) zu überwintern.
... oder regelmässig im Winter zu fahren, was an anderen Stellen erhebliche Wartungsarbeiten nach sich zieht ... :omg:
..........................
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon hiha » Mi 13 Jun, 2018 11:58

Gustav hat geschrieben:Hallo zusammen,
zum Abschluß meiner Frage „Oben Öl“ möchte ich noch anmerken — meine DKW 250 h 1951 fand das Zeugs zum stehenbleiben.

Wie gefragt: Zweitaktgemisch IST ja schon Sprit mit Obenöl. Zusätzliches Obenöl = NOCH öligeres Zweitaktgemisch. Hat man seinerzeit an der Tankstelle 1:33 gekriegt, und tat noch was obendrauf, ists recht klar, dass ein gemütlicher bewegter Alltagszweitakter den Betrieb einstellt. Selbst Rennzweitakter, die in den 70ern noch mit 1:16-1:20-Rizinusgemisch gefüttert wurden, mussten praktisch dauernd auf Vollgas laufen, um nicht wegen Kerzenverölung liegenzubleiben.

Was soll ich denn nun bei längerem Stillstand der Kräder tun? Benzin komplett ablassen? Und genauso bei den Vergasern?

Wenn das geht, ja. Tankdeckel durch Lappen ersetzen. Das ist zumindest die sicherste Methode. Wobei der Sprit in den letzten paar jahren offensichtlich wieder etwas stabiler geworden ist.
Alternative, der vom Lederclaus empfohlene Spritstabilisator.
Noch eine Alternative, von mehreren Leuten empfohlen: Aral Ultimate 102 oder so. Ist auch stabil.

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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon Aynchel » Mi 13 Jun, 2018 12:41

jep
wenn ich dran denke bekommen die Mopeten als letzte Tankfüllung den 102er Sprit, bevor sie in die Winterpauuse gehen
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon K-Mehl-Treiber » Mi 13 Jun, 2018 13:03

hiha hat geschrieben:Was könnt die mit Ölverbrauchskontrolle zu tun haben? :gruebel:


ähhh, das war eigentlich OT dann.

Die Kopfform (Deckelform) ist beim Seitenventiler des Russen der konstruktiven Zeit geschuldet. Wenn man da an der Form experimentiert, dann wird auf einmal die Verbrennung besser. Stichwort Gemischverwirbelung.

Hat mit den Führungen nun wirklich nix zu tun und mit Spiritus im Tank auch nicht.
Entschuldigt meine Ausflüge, mein Hirn läuft selten in geordneten Bahnen :floet:

Benzinstabilisator: hab ich bei meinen alten Kraxen noch nie verwendet. Weder beim 2-Takter, noch beim Russen. Nach mehr als 5 Monaten Standzeit Anspringen nach nicht mehr als 2 oder drei Tritten auf den Kickstarter.

SG
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon hiha » Mi 13 Jun, 2018 13:56

K-Mehl-Treiber hat geschrieben:Die Kopfform (Deckelform) ist beim Seitenventiler des Russen der konstruktiven Zeit geschuldet. Wenn man da an der Form experimentiert, dann wird auf einmal die Verbrennung besser. Stichwort Gemischverwirbelung.

Ah, interessant, um den Seitenventiler gehts, hab ich nicht gewusst. Da kannst Dich bei den Amis auf den neuesten Stand bringen. Die fahren immer noch Rennen mit Seitenventil(V8)ern, und haben da modernste Strömungssimulationen laufen.
Ansonsten kennst bestimmt die letzte seitenventilige Entwicklung der Neuzeit:
http://www.competitionwheelsandcycles.c ... tures.html
Leider nix draus geworden, aber ein interessant umgesetztes Teil

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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon K-Mehl-Treiber » Do 14 Jun, 2018 08:40

Danke Hans, nein ich bin mit meinen Recherchen noch nicht auf Gas Gas gekommen.

Wir müssen uns unbedingt mal an am Lagerfeuer unterhalten :lol:
Ich bin wie immer zu einseitig informiert, weil alle meine Infos hab ich fast nur aus dem Russenforum.

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Re: Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

Beitragvon hiha » Do 14 Jun, 2018 13:18

Der Gasgas-Seitenventiler war das letzte Projekt von Prof. Gordon P. Blair, der kurz nach Fertigstellung verstarb. Ich hab wo gelesen, dass er/sein Team den Motor mit Hilfe dieser, in "seiner" Uni geschrieben Software ausgelegt haben.
http://www.profblairandassociates.com/G ... _Main.html Preis steht keiner dabei..
Würde man über jeden Motor, an dem er konstruktiv Anteil hatte, nur eine DIN A4-Seite schreiben, wäre das Buch trotzdem ganz schön dick.
Unser Hudriwudri ist auch ein großer Fän von ihm.
Gruß
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

Beitragvon Gustav » Do 14 Jun, 2018 16:58

Hallo zusammen,
Benzinschlauch — der erste Ing schreibt mir : Schlauchbezeichnung HNBR , Versuche an der FH — hielt einiges an Sauzeug aus.
Die nächsten Tagen melde ich mich noch einmal. Datenblätter suchen die auch im Netz.

LG Gustav
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

Beitragvon Gustav » Do 14 Jun, 2018 17:31

Hallo zusammen,
Benzinschlauch aus FKM, oder PTFE. In Ennepetal gibt es noch die Fa. PH Hydraulik - sehr gut. Da werd ich morgen anklopfen.

LG Gustav
(Endlich mal ein Job)
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

Beitragvon Gustav » Fr 15 Jun, 2018 07:13

Hallo zusammen,
mein Hydrauliker (Service für Maschinen, Bagger, Radlader, LKW-Krane) sagte mir Hydraulikschläuche Textil 2TE oder 3TE halten das aus.
Bremsflüssigkeit können die nicht.
Die gibt es auch in Durchmesser 6/8mm. Schlauchschelle dazu und fertig.

LG Gustav
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

Beitragvon Zimmi » Fr 15 Jun, 2018 07:57

Gustav hat geschrieben:Benzinschlauch aus PTFE

Gips sowas in ausreichend biegefähig? Die Teflonschläuche, die ich bisher getroffen habe, waren sehr unbeugsame Gesellen, und dazu auch alles andere als schwarz... :floet:
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

Beitragvon Straßenschrauber » Fr 15 Jun, 2018 09:45

Die Sache interessiert mich auch. Ich muß eigentlich jedes Jahr den Benzinschlauch tauschen, weil er an den Biegestellen rissig wird.

Der alte Sack um die Ecke meint, Schläuche aus NBR wären gut, und auch gut zu verlegen, weil biegsam.
An dem Scrambler mit dem Kettenproblem tut seit Jahren ein Benzinschlauch aus Silikon unauffällig Dienst.
~-o|-
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