Wieviel Spiritus in den Tank? [und Fragen zum Obenöl]

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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon Zimmi » Mo 11 Jun, 2018 11:59

fleisspelz hat geschrieben:Das hatte ich nach 8 Jahren nicht mehr auf dem Schirm!
:oops:

Man wird eben nicht jünger... :weg:
Ich merke das an mir auch immer öfter. Seufz...
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon Lederclaus » Mo 11 Jun, 2018 14:33

Wir haben aber seit 2009 oder 2010 auch andere Verhältnisse, weil mindestens 5% Bioäthanol im Kraftstoff sind. (außer bei Super Plus- Sorten einiger Marken).
Gegen die große Menge Wasser (deutlich über ein Liter) in deiner Aprilia kann Spiritus überhaupt nichts machen. Das hilft nur gegen kleine Mengen flüssiges Wasser im Tank. (Kondenswasser)
Du solltest zur Not den Einfüllstutzen abdecken, wenn das Moped draußen steht.
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon fleisspelz » Mo 11 Jun, 2018 15:00

Schon klar. Ich möchte den kleinen Mengen vorbeugen, bevor es große Mengen werden. Vermutlich war die Menge das Ergebnis der vergangenen 19 Jahre. Ich habe beide Vorbesitzer befragt, keiner hat je irgendwelche Wartungsarbeiten am Tank vorgenommen.
..........................
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon schnupfhuhn » Mo 11 Jun, 2018 18:02

Zugabe von 2T Öl spielt eher in der Dieselszene eine Rolle.


Und da vor allem weil die schwefelfreien Diesel einen Hochdruckschmierstoff, nämlich den Schwefel, weniger haben. Pumpe Düse möchte etwas Schwefel gerne.
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon Lederclaus » Mo 11 Jun, 2018 21:47

Nimm lieber fuel stabilizer von irgendeiner Marke. Das Zeug funktioniert in meiner Suzuki in den oft langen Standzeiten gut.Von Liqui Moly ist das nicht teuer und ziemlich ergiebig (wird wie Bleiersatz aus so einer Flasche dosiert)
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon hiha » Mo 11 Jun, 2018 22:16

Nimm -wenn überhaupt- Isopropanol, höchstprozentig, 1:100 oder so, und keinen Spiritus.
Gruß
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon Myke » Di 12 Jun, 2018 06:41

ich hab immer son mini-magnet-tanktascherl überm stutzen. (für lippenstift und puder :-D .)

hasn, ich glaub, dein wasser im tank war ein restbestand von mir. ich hatte das prob bei allen meinen mopeds, bis sich im gespräch mit anderen kunden herausstellte, daß das problem bei meiner alten stammtankstelle lag. die hatten wasser im sprit. :smt013 massiv.
seit ich woanders tank, ist ruh.

bei gasermopettn easy to handle, bei einspritzern weniger.
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon hiha » Di 12 Jun, 2018 06:59

Nein, keine Angst, das ist ein K-Problem, welches mir nach Zerlegung des Tankdeckels klar wurde. Wenn die länger im Freien stehen, läufts beim Tankschloss durch. Da hilft nur Klebeband überm Schlüsselloch. :roll: Durchgegammelte Alutanks gibts deshalb reichlich bei den Ks.

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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon dirk » Di 12 Jun, 2018 08:43

Myke hat geschrieben:bei gasermopettn easy to handle, bei einspritzern weniger.

Das empfinde ich genau ander herum. Beim Einspritzer geht das so: Wasser entfernen, etwas Orgeln und gut.
Das hat sich bei der Vergaser-Suzuki SV650 deutlich komplizierter dargestelt.
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon sittich » Di 12 Jun, 2018 09:40

Servas
Gustav hat geschrieben:eine Zusatzfrage brennt mir auf den Nägeln.
Gibt es heute noch das sogenannte "Oben Öl".
Kennt oder fährt das heute noch ein Zweitaktfahrer.
10Ltr. Benzingemisch und zusätzlich ein Schnapsglas Obenöl für bessere Verbrennung.
Fuhren wir in DKW, Ilo,Tornax,...

1970 stand Tankwart in unseren Kreisen auf Platz 2 der Berufswünsche. Darüber war nur noch der Automechaniker.

Wir Halbstarken bekamen mit, mit welch hündischer Verzückung die Autofahrer an der Tanke den Worten ihres Guru's lauschten, wenn er sich herabließ, sie in technischen Belangen zu beraten. Als Beispiel:
"Wolln's net doch a Stamperl [Schnapsglas] Oberöl? Müssen's nicht - aber kommen's dann nicht zu mir jammern, wenn's irgendwo mit einem schweren Motorschaden liegen bleiben!"
Und die braven Vati's nickten ergeben, ließen sich den Unsinn reinkippen und bedankten sich auch noch mit reichlich Trinkgeld.

Dann bekam unser Fahrradhaufen ziemlich gleichzeitig Mopeds, meistens sehr gebraucht. Und schon war der Tankwart da und schwatzte auch uns sein Oberöl auf und auch wir nickten ergeben und ließen uns die Brennräume der technisch angejahrten Puch-Zweitakter zukokeln. Gebracht hat's niemandem was, wer allzusehr mit Düsen experimentierte, fing sich Kolbenreiber ein, die eher Vorsichtigen blieben schadensfrei. Mit des Tankwart's Oberöl hatte alles nichts zu tun und langsam verabschiedeten wir uns von dieser Religion. Übrigens wurde keiner von uns Tankwart.

Gruß aus'n Bureau
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon hiha » Di 12 Jun, 2018 10:06

Gustav hat geschrieben:Kennt oder fährt das heute noch ein Zweitaktfahrer.
10Ltr. Benzingemisch und zusätzlich ein Schnapsglas Obenöl für bessere Verbrennung.
Fuhren wir in DKW, Ilo,Tornax,...


Ja aber Zweitakter der damaligen Ära sind doch -bis auf Puch und ein paar Versprengte- alle Obenöl gefahren. Zweitaktgemisch plus Obenöl bedeutet doch nix Anderes, als ein zu ölhaltiges Gemisch. Von Obenöl spricht man doch meines Erinnerns nach ausschließlich bei Viertaktern, (und ausnahmsweise bei getrenntgeschmierten Zweitaktern)
Bei Viertaktern bis zu den 50erjahren hat Obenöl das Kraut auch nicht fett gemacht, die haben im Allgemeinen selbst genug nach oben gepumpt.

Gruß
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon altf4 » Di 12 Jun, 2018 21:54

die haben im Allgemeinen selbst genug nach oben gepumpt.


totschlagargument quasi. :smt005

g max ~:)
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon K-Mehl-Treiber » Mi 13 Jun, 2018 08:00

Warum spricht man da eigentlich vom "Obenöl"?

Ich weiß das ist sicher die Frage eines unwissenden Jungspundes...

Soll das bedeuten, dass dieses Öl dem Kraftstoff beigemischt seine Wirkung obenherum, sprich im Ventilbereich erbringen soll?

Nur, das nützt dann ja auch wieder nur dem Einlassventil und bestenfalls dem obersten Kolbenring was. Das Auslassventil wird davon, weil ja schon mitverbrannt nicht viel haben.
Und der Ventiltrieb muss ja sowieso vom Motor mitgeschmiert werden über Bohrungen in den Kopf.....


Steh' ich aufm Schlauch?

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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon hiha » Mi 13 Jun, 2018 08:45

K-Mehl-Treiber hat geschrieben:Soll das bedeuten, dass dieses Öl dem Kraftstoff beigemischt seine Wirkung obenherum, sprich im Ventilbereich erbringen soll?

Jo, genau.
Nur, das nützt dann ja auch wieder nur dem Einlassventil und bestenfalls dem obersten Kolbenring was. Das Auslassventil wird davon, weil ja schon mitverbrannt nicht viel haben.

Jein, denn im Viertakt-Ottomotor verbrennt das Öl nicht wirklich, und wenn, dann sind dessen Rückstände immer noch sehr "schmier"fähig, speziell am Auslassventilsitz. Da lagert sich dann allerdings so allerhand ab... Am Einlasssitz nutzt das Öl allerdings SO viel, dass es bei "trockenen" Brennstoffen wie z.B. Auto- bzw Erdgasumrüstungen Oberschmiervorrichtungen braucht, um den Einlasssitzverschleiß im Zaum zu halten.
Und der Ventiltrieb muss ja sowieso vom Motor mitgeschmiert werden über Bohrungen in den Kopf.....

Das ist davon unberührt, weil eine Etage zu weit oben. Und was an Schmierung zwischen Ventilschaft und der Ventilführung stattfindet, läuft heutzutage dank noderner Ventilschaftdichtungen unter "Ölmolekularschmierung".
Steh' ich aufm Schlauch?

Weiß nicht, zeig mal ein Foto... :lol:

Gruß
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Re: Wieviel Spiritus in den Tank?

Beitragvon K-Mehl-Treiber » Mi 13 Jun, 2018 08:51

hiha hat geschrieben: Weiß nicht, zeig mal ein Foto... :lol:

Gruß
Hans


:rofl: :omg: lieber nicht. Danke für's aufklären.

So ne Ölmolekularschmierung wäre beim Russen auch fein, da würds nichts mehr am Ventil entlang zuzzeln und den Brennraum schwärzen :floet:
Ich geh mal wieder über die Zylinderdeckelform beim Russen hirnen. Da geht sicher was :fiessgrinz:

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