schräge Gewindinstandsetzung

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schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 15 Jun, 2018 07:45

Ich Voidillo (für Nichtwiener: Voikoffa) hab geglaubt, ich hätt das Drehmoment schon voll im Handgelenk :omg:

Jedenfalls, obere Gabelbrücke XT, das Gewinde ist gezogen, M8 x 1,25, wahr wahrscheinlich schon vom Vorbesitzer grenzwertig, aber eine Ausrede brauch man immer.

Also Koarrl angerufen, der hat einen Helicoilsatz und hat sich liebenswürdigerweise bereiterklärt, mir zu zeigen, wie man helicoilt, schnell gemacht, hat er gesagt.

Nun dämmert mir aber, dass das nicht so einfach wird:
Das Loch, in das das Gewinde wieder rein soll, hat einen total schrägen Eingang.

Wie soll der Gewindebohrer da nicht seitlich wegwandern?
Oder wird schon?
Oder is wurscht, der zentriert sich dann eh?
:?:
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon Zimmi » Fr 15 Jun, 2018 07:53

Das ist doch kein Sackloch, oder? Kann man dann nicht von der anderen, geraden Seite reinbohren? :gruebel:
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon lallemang » Fr 15 Jun, 2018 08:10

Bei den späteren Modellen ist die Bohrung halt quer zur Fahrtrichtung.
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon Zimmi » Fr 15 Jun, 2018 08:15

:oops: Das hab ich auf dem Foto vom Tom "missverstanden". :omg:
Dann also doch die Schräge zuschweißen und hinterher wieder rausfeilen? :weg:
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 15 Jun, 2018 08:24

lallemang hat geschrieben:Bild




Zimmi, das ist kein Sackloch, aber das Gewindeloch gleitet haarscharf am weiteren Verlauf der Gabelbrücke richtung Lenkkopf entlang. Und man müsste dann irgendwie durch das korrespondierende Gewindeloch auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke eine Gewindebohrungsverlängerung fädeln.

Edit: hast es eh schon bemerkt
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon Lederclaus » Fr 15 Jun, 2018 08:27

Entweder auf eine ruhige Hand und viel Erfahrung vertrauen, oder auf einen Frästisch spannen, die Flucht der Bohrung ermitteln, mit der Fräse durchbohren und in derselben Aufspannung das Gewinde für das Helicoil bohren.
Eventuell klappt das auch in einer größeren Standbohrmaschine, wenn man sich die entsprechende Vorrichtung baut. Vielleicht kriegt man für kleines Geld auch eine intakte Gabelbrücke, nachdem das mit dem Versuch in Handarbeit nicht geklappt hat...
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon lallemang » Fr 15 Jun, 2018 08:31

Nein, ich meinte schon, da§ bei den späteren Modellen die Bohrung, die Du bearbeiten willst, quer zur Fahrtrichtung ist,
wie auf dem Bild ersichtlich, und damit Zimmis "andere" Seite genau nicht wirklich zuganglich ist.
:D
Ansonsten war Claus schneller.
Eine Möglichkeit wär' noch, nachdem das Helikernloch gebohrt ist, mit Dremel und Kugelfräser den "schrägen Teil"
nachzubearbeiten. Trägt eh' nicht so wirklich da :gruebel:
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 15 Jun, 2018 08:42

lallemang hat geschrieben:Nein, ich meinte schon, da§ bei den späteren Modellen die Bohrung, die Du bearbeiten willst, quer zur Fahrtrichtung ist,
wie auf dem Bild ersichtlich ...


:smt004 Ich hatte meinen Blödsinn, auf den du dich hier beziehst, schon wegeditiert, bevor du es bemerkt hast ...
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 15 Jun, 2018 09:00

Was haltet ihr davon, wenn man schon im äusseren, gewindlosen Loch anfängt, ein Gewinde zu schneiden.
Das könnte den Gewindebohrer dann besser führen. (falls der eine brauchbare Länge hat)
Muss mal nachmessen, was das äussere Loch für einen Durchmesser hat, aber mehr als 8,5 wirds wohl nicht haben.
Die Frage ist, was der Aussendurchmesser des Gewindbohrers ist.
Muss man eigentlich beim helicoilen eines ausgerissenen Gewindes, also hier bei ca. 8 mm, noch vorbohren, oder passt da der Gewindebohrer genau rein?
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon Christoph » Fr 15 Jun, 2018 09:26

High,
blöd ist halt auch, daß der Helicoilaußendurchmesser größer ist als ein entsprechendes Durchgangsloch (M10: Helicoil 12mm, Durchgangsloch 10,5 oder 11mm)
Ist es nicht möglich, Komplett durchzubohren und mit einer Schraube mit Mutter zu klemmen? Eventuell den Kopf etwas anzupassen, eventuell beidseitig Mutter und Gewindestange?
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon Gustav » Fr 15 Jun, 2018 10:11

Hallo zusammen,
man kann auch in die Schrägen ein Kreisabschnitt Alu legen,Verspannen , Bohren und dann Gewinde erneuern - wenn genug Material vorhanden ist.
Standbohrmaschine, Frästisch, Drehbank - alles ist möglich. Die Teilbohrung im Alu würde ich schon vorarbeiten, damit der Bohrer (kurz) nicht viel seitlichen Druck hat.
Als Werkzeugmacher-Lehrling haben wir das früher in der Hinterhofgarage von Hand gefiedelt.

LG Gustav
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon lallemang » Fr 15 Jun, 2018 10:29

Ich glaub', wenn sich da von "innen" 'ne 8'er Inbus vorbeimogeln lä§t, würd' mir Christophs Vorschlag ziemlich gefallen.
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon Dreckbratze » Fr 15 Jun, 2018 15:04

ich habe mich nicht getraut, das vorzuschlagen, würde es aber auch so machen. :oops:
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon bastardo » Fr 15 Jun, 2018 23:50

War auch mein erster Impuls und so würde ich es machen. ;-)
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Re: schräge Gewindinstandsetzung

Beitragvon bastardo » Fr 15 Jun, 2018 23:51

...wer Bremshebel verkürzt und verlängert sollte da nixxx gegen haben ... :-D
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