Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

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Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon KNEPTA » So 01 Jul, 2018 14:16

Sears

Fürs TET Projekt im Spätsommer würd ich gern die Enfield mit 2 parallelen, unterschiedlich übersetzten Ritzel- und Kettenradpaarungen ausstaffieren.
Geplant wär 2 schmale Ritzel vorn und 2 Kettenräder nebeneinander hinten.
Schnelle Passagen mit langer und im Gelände mit Trialübersetzung.
Paarungen so wählen, daß die Kette nur umgehängt und nicht auch der Durchhang eingestellt werden muß.
Meine Frage: was wär die schmalste Kette die die Belastung eines 16Ps Langhubers aushält.
Original ist eine 530 verbaut.
Danke Uwe
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon Rei97 » So 01 Jul, 2018 17:25

Also:
Eine 520er Maschinenkette.
Kosten ca. 20€ aber ein Kettenfettkasten ist nötig.
520er Kette passt nicht auf KB und Ritzel und deshalb wäre eine 530 Maschinenkette besser.
Eine 102er 530er Panzerkette hab ich noch liegen.
Bei Bedarf irgendwie über hiesige Logistik.
Regards
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon altf4 » So 01 Jul, 2018 18:08

hi -

sind die 428er ketten, die auf den mz-gespannen mit 20ps wunderbar funktionieren nicht schmaler als 520er?
das war doch eine gaengige groesse im deutschen motorradbau mit dementsprechend viel ritzelauswahl ...
bin *kein* spezialist, sorry ... :coffee:

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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon Dreckbratze » So 01 Jul, 2018 18:13

kettenkasten wiederspricht aber dem gedanken schnell die übersetzung ändern zu können.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon KNEPTA » So 01 Jul, 2018 19:17

Mz klingt wunderbar.
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon Straßenschrauber » So 01 Jul, 2018 20:43

Bin kein Ritzel- und Kettenspezialist.

Meine Erfahrung: 428er DID X-Ring Kette hat auf der SR500 mit knapp 29PS und später auch mehr sehr lange gehalten, immer gut geölt.
Es gibt 428er mit sehr hohen Bruchlasten, teilweise besser als gute 520er.
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon motorang » Mo 02 Jul, 2018 08:29

Ich denk auch eine 428er sollte ideal sein.
Andererseits: eine 520er samt Kettenschlössern ist beim Endurowandern meistens eh dabei.

Für 520 wirst Du auch eine wesentlich größere Auswahl an Ritzeln und Kettenblättern in allen erdenklichen Zähnezahlen finden.
Und: Aus der original verbauten 530er wird auf der Drehbank flugs eine 520er (3 mm abnehmen), sodass Du nicht nach Teilen mit passenden Enfield-Aufnahmen suchen musst.

Du könntest auch die 530er Teile ein wenig abdrehen (im Zahnbereich) und dann ein zweites 520er Ritzel/Kettenblatt drauf befestigen (Schrauben/schweißen), sodass das Zahnradpaar auf der originalen 530er Wellenpassung läuft.

Aufpassen das Du keine Aluteile kaufst!

Wenn ich die Zähnezahlen weiß schau ich gern mal im Fundus.

Für adäquate Übersetzungen mit gleicher Kettenlänge kann man einen Übersetzungsrechner bemühen - dass das aber OHNE Nachspannen geht glaub ich eher nicht. Da würde ein federbelasteter Kettenstrammer helfen.

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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon kahlgryndiger » Mo 02 Jul, 2018 08:42

Gibt es denn für die Enfield ein anderes Kettenblatt?
Bei meiner ist das Kettenblatt ein Bauteil zusammen mit der Bremstrommel.
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon motorang » Mo 02 Jul, 2018 08:51

Das ist auch an der MZ so :D
Hinten muss man basteln.
Aber vorne hat die Enfield ja ein Ritzel auf Vielzahnwelle, oder?

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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon kahlgryndiger » Mo 02 Jul, 2018 08:55

Richtig.
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon hiha » Mo 02 Jul, 2018 09:12

Bei unserer TWN war das Kettenrad ein Graugussteil zusammen mit der Bremstrommel. Ich hab damals die verbliebenen Zahnreste abgedreht, ein Kettenrad einer Honda MTX oder sowas innen ausgedreht und aufgeschrumpft. Es überträgt willig die garstigen 7(sieben) :shock: Zweitaktpferdchen aufs Hinterrad.

Gruß
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon Bernhard S. » Mo 02 Jul, 2018 10:28

Rei97 hat geschrieben:Eine 520er Maschinenkette.
Kosten ca. 20€ aber ein Kettenfettkasten ist nötig.


Wieso ist ein Kettenkasten nötig?
Ich fahr den ganzen Winter mit einer offenen Maschinenkette und hau sie im Frühjahr in die Tonne.
Ich denke, ein TET-Projekt am Balkan wird sie auch aushalten, wenn man abends ein bisserl drüberschaut.
Haben wir Ende der 70er/Anfang der 80er nicht anders gemacht, weil Kettenkästen für manche Modelle zwar verfügbar, aber (für uns) nicht bezahlbar waren.


Kann es sein, dass der Herr Inschenör wieder a bisserl kompliziert denkt? :weg:
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon Straßenschrauber » Mo 02 Jul, 2018 11:19

Auf der 29PS-SR hat eine 428er Einfachkette (O-Ring-lose Motorradkette) mit gerade so noch brauchbarem Ritzel und Kettenblatt über 5000km durch Skandinavien durchgehalten, ohne jede Pflege.
Die war dann aber wirklich hin.

Andreas Vorschläge find ich sehr gut.
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon gatsch.hupfa » Mo 02 Jul, 2018 11:33

Sehr interessantes Thema!

Ich nehme an, du möchtest schmal bauende Ketten, damit sich das platzmässig gut ausgeht.
Erstaunlich ist, dass die guten 428er mit Zugfestigkeiten um 3000 kg sogar breiter sind als 520er mit ähnlicher Zugfestigkeit. Wir sprechen hier von 20 bis 22 mm Nietlänge bei 428 und 18,5 bis 20 mm bei den 520ern, alles mit X Ring (DID). Ich verwende immer die recht gute 520 VX2, die hat eine Nietenlänge von 18,7 mm!
Also wie der Andreas schon schrub ist 520 wohl eine gute Wahl.

Siehe dazu das downloadbare PDF auf https://www.tommotec.de/images/produkte ... Ketten.pdf

Ich bin ja ein wenig unglücklich bei meiner Weltreise KTM LC4, die hat nur 5 Gänge, und dabei dreht sie bie Autobahnetappen unnötig hoch, wenn was weitergehen soll, und im Geläde ist sie zu lang übersetzt.
Als Abhilfe tausche ich vorne öfters mal das Ritzel von 15 auf 17 und zurück. Ist in 5 Minuten geschehen, der Verstellbereich des Kettenspanners ist riesig.
Jedenfalls sind 2 Zähne Unterschied vorne schon ordentlich bemerkbar, weniger würde ich nicht wollen.

Ich glaube, dass eine Lösung mit je um 2 Zähne unterschiedlichen Kettenblättern vorne UND hinten an der Kettenspannung minimal was ändert.
Eigentlich hast du ja jeweils nur je einen Zahn mehr oder wenigen, weil das Kettenblatt / Ritzel wird ja nur zur Hälfte von der Kette umfasst, damit halbiert sich jegliches Problem.

Wie möchtest du denn "Umwerfen"?
Selbst so ein federbelasteter Kettenstrammer, wie vom Andreas erwähnt, wird nicht genug Weg bieten, dass die Kette ohne lockern des Kettenspanners rübergewuzelt werden kann.

Spannend
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Re: Frage an die Ritzel- und Kettenspezialisten

Beitragvon Straßenschrauber » Mo 02 Jul, 2018 11:57

Was wären denn die Wunsch-Übersetzungen?

Hilfreich zum Finden der Zähnezahlen: Der gearingcommander, leider nicht mehr ohne Werbungs-Verhinderer.

Offline für Windows: geardata (tools -> chaindata), im Anhang.
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