das Schwingenproblem vom Lucas

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das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 16 Aug, 2018 19:20

Alles fing so an:

Uiuiuiui :shock:

Film, also draufdrücken:

Bild2018-07-27 09.48.40 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Bild2018-08-14-01 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Das ganz große Problem ist das Lösen der Schwingenachsschraube:
Mutter ging halbwegs leicht runter, aber die Schraube rührt sich nicht.
Schlagschrauber: abwechseln auf/zu.
Nix
Kriechöl.
nach 2 Minuten ein Hauch einer Bewegung.
Und dann die Nachbarschaft mit genau einer Viertelstunde Schlagschrauber- und Kompressorlärm genervt.
Immer links / rechts.
Immer ein bisserl weiter.
Eine Viertelstunde ist lang.

Dann kam Besuch in Form von 4 altgedienten Alteisenschraubern. :grin:

viewtopic.php?f=9&t=16117&start=15

Es wurde geölt, erhitzt, gedrückt, geschlagen, die Achse wollte keinen Millimeter raus.

Die Runde einigte sich dann auf das Durchsägen der Achse beim Spalt zwischen Rahmenplatte und Schwingenrohr, was auch gut gelang, Beiwagenseitig jedenfalls:

Bild2018-08-14 21.23.02 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

auf der äusseren Seite biss die Säge allerdings auf was gehärtetes, keine Chance.
Also Flex mit Millimeterscheibe!
Aber halt, in Österreich ist der Mittwoch ein Feiertag gewesen und ausserdem war es schon 10 uhr am Abend.
Der Nachbarschaft wollte ich das nicht zumuten!




Bei Tageslicht stellt sich die Situation jetzt so dar:

die abgeschnittene Seite:

Bild2018-08-15 12.21.39 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Bild2018-08-15 12.21.51 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Bild2018-08-15 12.21.11 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


die aussenseite

Bild2018-08-15 12.21.01 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

leider ist das Auge im Rahmenblech innen verstärkt, wenn ich da reinflexe fehlt die Verstärkung:

Bild2018-08-15 12.22.11 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Hier oben zu sehen, in den Schlitz darunter passt die MM-Scheibe nicht rein, das Sägeblatt gerade

Bild2018-08-15 12.22.50 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Und hier sieht man die glänzende harte Stelle (rechts), an der wir beim Sägen gescheitert sind:

Bild2018-08-15 12.31.51 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


:gruebel: :omg:
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 16 Aug, 2018 19:31

Nachtrag:

Die Viererbande hat noch festgestellt, dass beim Drehen der Schraube die Schwinge hinundherbewegt wird.
Ist wahrscheinlich zum Einstellen der Spur.
Also gibts da irgendeinen verborgenen Exzentermechanismus.

Ich versuch mal den Hersteller zu kontaktieren, ob es da Konstruktionszeichnungen gibt, einen den Herren gibts ja noch.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon dirk » Do 16 Aug, 2018 19:40

Ich hab so einen Bolzen schon mal in S Form herausgezogen. Der MZ eigner hat immer quer gebremst.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon Werner » Do 16 Aug, 2018 19:43

Moin,

eine Aufgabe.

Gruß Werner
Zuletzt geändert von Werner am Mi 05 Sep, 2018 13:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon Aynchel » Do 16 Aug, 2018 19:44

ich denk auch, dass das kein Einsteller ist
der Bolzen ist mE schlicht und einfach krumm
ich würde mit der dünnen Felx Scheibe hier ansetzen und den Bolzen samt untergelegter Scheibe zerschneiden

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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 16 Aug, 2018 20:28

Ja, nur die "untergelegte Scheibe" ist keine Beilagscheibe sondern eine Verdickung in der Aufnahme rund ums Loch, weiss nicht wie man dazu sagt, das Gegenstück vom Bund einer Schraube sozusagen. Wohl damit das Blechloch mehr Last aufnehmen kann.
Oder was meist du?
Wenn ich das wegflex ist es weg.

Ich meine ich könnte mit dem 5 kg Hammer auf die Achse so stark schlagen, dass das äussere Rahmenblech sich nach aussen biegt, dann hätte ich einen Spalt der groß genug ist für die MM Scheibe.
Und nachher das Blech wieder zurückbiegen.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon Dreckbratze » Do 16 Aug, 2018 20:36

die verstärkung kann man doch notfalls auch wieder draufschweissen, oder?
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon Roll » Do 16 Aug, 2018 20:37

Lieber im Draufgezeugs einen Bund andrehen als Aufschweißen müssen.
Sie wollten mich schon gefügig machen mit Fellatio und Absinth, aber ich sagte nein.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon Herbert H » Do 16 Aug, 2018 21:41

Ich würde trotzdem mit der Flex reinschneiden. Die Verstärkungs- Scheibe muss nicht angeschweißt sein. Dann mit wartungspflichtigen Gelenklager GE15ES 2RS und mit Schnurnippel neu aufbauen.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon dirk » Do 16 Aug, 2018 22:10

Herbert H hat geschrieben: Schnurnippel

Der könnte von mir sein, ne doch nicht, man weiß noch, was gemeint ist.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon lallemang » Do 16 Aug, 2018 22:14

Jaja, aus Dirks Kuriositätenregal :weg:
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 16 Aug, 2018 22:19

Werner hat geschrieben:Moin,

ein Schmiernippel ist scheinbar nicht vorhanden. Habe ich an meinen beweglichen Teilen des Wasp-Fahrwerks nachgerüstet und bisher keinerlei Probleme.

Gruß Werner


Selten so gelacht! Na ja.
:omg:

Also nicht über dich, Werner, sondern über den Ausdruck "bewegliche Teile"

Das Federbein ist äusserst klein:

Bild2018-08-15 12.11.54 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

und hat sich die letzten Jahre sicher nicht bewegt:

Bild2018-08-15 12.12.22 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr


Was auch nicht wundert, ich hab mal das Federberechnungsprogramm befragt:

https://www.federnshop.com/de/produkte/ ... hnung.html

Bildfederberechnung1 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Bildfederberechnung2 by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr

Das heisst bei 10 mm Vorspannung eine Grundlast von 1280 N bevor sich was rührt, die Vorspannung schaut aber eher nach 15 mm aus, also gehen wir Richtung 200 Kg bevor sich die Federung anfängt zu bewegen.
Normal ist (zumindest bei Enduros, dass sich die Federung nur beim Eigengewicht des Motorrades um 10% senkt.
Jetzt hat aber der Lucasbeiwagen fast kein Gewicht auf der Schwinge, ich kann ihn locker mit einer Hand heben, schätze mal um die 30 Kg (edit: gemessen genau 32,5 kg ohne Rad, Federbein und Holzklositz), muss mal messen.

D.h. wenn die Federung nur weitere 15 mm einfedern soll müssten 400 Kg auf der Schwinge lasten :fiessgrinz: .
450 Kg wenn man die Geometrie der Schwinge berücksichtigt.
Also wenn man eine 800 - 900 Kg Person in das Boot setzt federt die Beiwagenschwinge 15 mm ein.

Vielleicht sollte ich eine Stange statt dem Federbein einschweissen und die Drehlagerung der Schwinge auch festschweissen.
Zuletzt geändert von gatsch.hupfa am Do 16 Aug, 2018 22:46, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon Roll » Do 16 Aug, 2018 22:25

Dann solltest du aber Luft rauslassen. :floet:
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 16 Aug, 2018 23:34

Roll hat geschrieben:Dann solltest du aber Luft rauslassen. :floet:


Ich hatte mich eh schon gewundert: der justus hatte was von 2,5 Bar gemurmelt :gruebel:

Wieviel hat im Vergleich eine Ente vorne?
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Re: das Schwingenproblem vom Lucas

Beitragvon Myke » Fr 17 Aug, 2018 04:21

hasts im status quo schon mim schlagschrauber probiert ?
wenn die mutter runter ist, versuchen mim vorschlaghammer den bolzen zum sich rühren zu bewegen.

oder auspressen.
let there be rock !
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