optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

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optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon Straßenschrauber » Do 30 Aug, 2018 14:24

Da mal wieder ein neuer Akku her muß:
Meine SR500 hat ja keinen E-Starter.
Bisher hatte ich Motorrad-Bleiakkus in AGM-Technik genommen, die tatsächlich auch über den Winter gehalten haben.
Die sind als Starterbatterien ausgelegt, bei mir wird aber eigentlich eher konstant entladen und geladen, Fahrlicht, Blinker, pipapo ca. 90 Watt.
Nach 2 Jahren sind die Akkus in der Regel fertig.

Gibt's inzwischen besseres? Was wäre besser geeignet?
Größe maximal L145xH120xB80, gerne kleiner.
Leistung ist nicht wichtig, 2-4Ah würden reichen.

Bei stehendem Motor will ich noch eine Weile Licht machen können, einen Kondensator möchte ich daher eher nicht.
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 30 Aug, 2018 14:39

Ich würde einen Akku nehmen der Drahtanschlüsse hat.
Ist dann definitiv kein Starterakke und wahrscheinlich besser für dauerzapf ausgelegt.
z.B. Yuasa YB2.5LC
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon Rei97 » Do 30 Aug, 2018 14:42

Also:
Mit den AGM lagst Du prinzipiell goldrichtig.
Die haben eine geringe Selbstentladung und keine flüssige Säure, die Korrosionsschäden herbei führen könnte.
Auch eine AGM ist eine Blei/Schwefel-gel Batterie, die oberhalb von 15 V Ladeende leiden kann.
Da ich weiß, dass Du extrem viel und lang fährst, solltest Du Dir ein Voltmeter an der Batterie anschließen um die Facts zu ermitteln.
Sollte bei Ladeschluss die Spannung ansteigen, wäre ein Spannungsregler vor dem Akku aus der Solarbranche sinnvoll, die den schmutzigen Reglerstrom/Spannung domptiert.
14,4V ist dann bei AGM Schluss, bei Bleigel ists 13,8V, beim Flüssigakku gast es ab 14,2 V schadlos bis die Säure sich in H2 und O verdünnisiert hat. Dabei profitiert der Flüssigakku, weil das Kochen die Sulfatschicht absprengt.
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon Straßenschrauber » Do 30 Aug, 2018 14:52

Die kleine YUASA YB2.5L-C gefällt. Leider müßte ich die ab und an nachfüllen und den Ablaufschlauch sicher verlegen.

Das hat mir an den AGM-Dingern gut gefallen: Die werden einmal mit Säure gefüllt und dann für immer verschlossen, keine Wartung mehr.
Wären AGM-Batterien für USV-Anlagen geeignet?
Problem ist auch das Gerüttle. Obwohl ich die Akkus immer gut in Zellgummi verpacke, wird schon was durchkommen.

Helmut, über ein Voltmeter an der Batterie hab ich schon öfter mal nachgedacht. Mit einem kleinen Akku wäre dafür auch genug Platz.

Die Motorradbatterien haben Schraubanschlüsse.
Da können auch mehrere Kabel mit Ösen sicher angeschraubt werden, das wird mit Kabelanschlüssen (Japan oder Faston) direkt an der Batterie schwieriger.
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon gatsch.hupfa » Do 30 Aug, 2018 15:05

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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon Straßenschrauber » Fr 31 Aug, 2018 21:40

Der alte Akku war heute endlich komplett fertig.
Bei der Überspannung hatten die Blinker Dauerlicht. Zum Glück nicht weit von zu Hause, im sehr niedrig gedrehten Leerlauf ging's gerade so.
Hätte nicht gedacht, daß die LiMa selbst dann noch so viel liefern kann (LiMa aus 1993er SR500).
Die Sache war also eilig, da hab ich genommen, was hier sofort verfügbar war: Wieder eine 12V 4Ah AGM Rollerbatterie.

Nach Einbau gesehen, daß die zusätzliche warmweiße LED-Instrumentenbeleuchtung den Ladezustand anzeigen kann: Die flackert, wenn leichte Unterspannung ist.
Wenn's langsam kritisch wird (unter 12V), geht sie aus.
Nicht geplant, aber extrem praktisch.
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon Schwede » Fr 21 Sep, 2018 17:27

Ich fahre seit Jahren mit einem Conrad energy CE12V/3,2Ah Bleiakku Blei-Vlies (AGM) in der SR.
Der ist klein, leicht, passt gut in das Batteriefach und hält bei mir schon sechs Jahre.

(B x H x T) 134 x 61 x 67 mm Flachstecker 4.8 mm...
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon Straßenschrauber » Fr 21 Sep, 2018 20:38

Diese Art Akkus gibt's in richtig billig und auch noch kleiner, ohne E-Starter reicht auch 1Ah und weniger.
Sowas z.B.

Nachteilig finde ich die 4,8mm Flachstecker, wenn ich so einen Akku hätte, würde ich da Adapter auf KFZ-übliche 6,3mm draufstecken.
Schraubanschlüsse sind mir lieber, die sind praktisch, um mehrere Kabel mit Ösen anzuklemmen.
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon Christoph » Sa 22 Sep, 2018 08:54

High,
so pauschal gesagt möchte ich dem widersprechen. So ähnlich hatte ich mir das nämlich auch gedacht und in meine MZ mit Powerdynamo Lichtmaschine eine 1.2A Batterie eingebaut. Die hat nicht lange gelebt. Danach eine 5.5 oder sind's 7.5 A tut's jetzt schon seit 10 Jahren oder so. Ich habe mir das so erklärt: Die Powerdynamo-Lichtmaschine hat zwar 150 W, im Leerlauf allerdings fast nix und steigt dann mehr oder weniger linear an, während Licht Bemslicht Blinker mit knapp 10A suckeln.... Nach einer Stadtdurchfahrt kann dann schon mal ziemlich Ebbe sein, denk ich mal.
Da mir die Steckerchen zu windig sind habe ich die Kabel fest drangelöted.
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon schnupfhuhn » Sa 22 Sep, 2018 10:21

Der Ladestrom ist nicht geregelt, nur die Spannung. Ihr plunscht da immer mit richtig Amperes rein, auch in den schon vollen Akku. Zwecks Amperes/Ladeleistung je Plattenfläche. Ferner ist es nicht schön einem Regler zuzuschauen dem entweder warm oder kalt ist, die alten Yamaha Halbleiterdinger aus den 80ern haben da schon mal ein halbes Volt rauf oder runter gemacht.

Gruß,
Andreas
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Re: optimaler Akku für Motorrad ohne E-Starter

Beitragvon tomcat » Sa 22 Sep, 2018 16:03

Ich möchte nur erklärend einwerfen, das AGM nix mit wartungsfrei zu tun hat.
AGM ist nur eine Glasfasermatte als Separator zwischen den Platten. Die Säure ist genauso dünnflüssig wie bei der "flooded" Batterie, die einen dünnen PE Separator hat.
Gasfest versiegelt können beide Arten sein, oder aber mit dem Entgasungsschläucherl. Das ist dann also Wartungsfrei oder eben nicht. Am vibrierenden Motorrad ist eigentlich der AGM Separator pflicht, damit die Bleipaste nicht aus den Plattengittern bröckeln und absinken kann, was sonst einen Bodensatz in der Batterie erzeugen würde, der die Platten kurzschließt.
GEL Batterien haben in der Säure einen Zusatz, der sie zähflüssig macht, was die Entgasung bremst, aber auch den Ionenaustausch verlangsamt, weshalb die optimalen Ladeströme anders sind, aber auch die Selbstentladung hemmt. Gel wird deshalb gerne für große Stationärbatterien verwendet, die schon mal 12 bis 15 Jahre halten müssen.
Inwieweit Gel am Motorrad mit Erfolg einzusetzten ist, kann man hier im Wartungsforum nachlesen. Da gibt es gemischte Erfahrungen ...
Wobei wir an einen Hauptpunkt kommen: Blei Akkus sind im Handel meist sehr billig im Vergleich zu dem Aufwand ihrer Herstellung. Es gibt extreme Unterschiede in der Qualität bzgl. des Produktionsaufwandes und der Qualitätskontrolle und spiegelt sich in der Haltbarkeit wieder. Deshalb ist die Frage der Herstellers und der Qualitätsstufe (OEM ... ?) viel wichtiger, als die Bauweise.
Ich war in chinesischen Batteriefabriken, da sahen die "guten" Platten gleich aus, wie das, was man in Japan oder Indonesien sofort in den Recycling Container wirft ...
Je kleiner das Motorrad unter mir, desto größer ist die Welt vor mir.
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