Tropft, Teflon, Hanf

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Tropft, Teflon, Hanf

Beitragvon Zimmi » Mo 17 Dez, 2018 22:15

Ich könnte gerade... GRMBLMPF! Bin dabei, die bisher ungenutzte Küche im OG in Funktionsbereitschaft zu versetzen. Dabei die Blindstopfen durch Eckventile ersetzt. Selbst unter Verwendung mehrerer km Teflonband tropft es immer noch zwischen Eckventil und dem Stutzen in der Wand. Beidseitig, warm und kalt. Auch nach dem 6. (!) Versuch. :ugly: Kyrzlich im Keller hatte das Gleiche völlig problemlos funktioniert.
Ich trinke jetzt ein Bier, dann ist Schluss. Morgen organisiere ich Hanf. Low Tech rules...
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon schnupfhuhn » Mo 17 Dez, 2018 22:28

Na wenn der Hanf Dicht macht... :weg:
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon hiha » Di 18 Dez, 2018 06:05

Teflon ist zum Gewindedichten kaum geeignet. Hanf und Fermit, das dichtet. Mit dem Metallsägeblatt vorher den Gewindegrund aufrauhen, nicht einfach nur aussen drüberkratzen, wie man es häufig sieht und erklärt bekommt. Ein dünnes, unverzwirntes, fermitiertes Hanfschnürl in Schraubrichtung dünn ums Gewinde wickeln, beim Zusammenschrauben merkt man dann schon, obs "zieht" oder nicht.
Viel Erfolg, :smt023
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon Gustav » Di 18 Dez, 2018 07:20

Und das Ende vom Hanf wieder dünnerwerdend zum Anfang Gewinde wickeln. So sollete es im Gewinde bleiben und nicht rausgedreht werden. So taten wir es im Walzwerk an allen Verschraubungen.

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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon motorang » Di 18 Dez, 2018 10:29

Amen
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon Zimmi » Di 18 Dez, 2018 11:19

schnupfhuhn hat geschrieben:Na wenn der Hanf Dicht macht... :weg:

Isser nich genau dafür da? :floet:

Danke nochmal für die Gedächtnix-Auffrischung zum Hanf-Prozedere. :smt023
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon lallemang » Di 18 Dez, 2018 11:42

So sehr ich Hanf mag, bei Wasserinstallation nehm' ich Flüssigdichtung.
Klein, leicht, schnell. Einzige Bedingung, ein Teil mu§ Metall sein.
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon Zimmi » Di 18 Dez, 2018 12:56

lallemang hat geschrieben:So sehr ich Hanf mag, bei Wasserinstallation nehm' ich Flüssigdichtung.

Hast Du hier eine Produktanratung?
Nahezu druckloses Zeuch (Regentonnen-Auslaufhuhn) hab ich mit mittelfester Schraubensicherung nicht nur losdrehsicher, sondern auch dicht gekriegt. Bei den x bar Druck auf unserer Hauswasserleitung möchte ich das lieber nicht probieren, vor allem auch, weil's sich u.U. nicht zerstörungsfrei wieder lösen ließe (Kunststoff-Leitungen :ugly: )...
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon Myke » Di 18 Dez, 2018 13:00

:gruebel: u.u. tee ? :gruebel:
let there be rock !
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon lallemang » Di 18 Dez, 2018 13:29

Ich nehm' meist das, was ich beim Handwerkerbedarf find (meist unbekannte "Marke"),
zZ von GEB auch im Baumarkt hier zu finden.

Hanf mit Fermit tut einwandfrei ud hab' ich lang benutzt. Der Flüssigkram ist halt bequemer

von Fermit gibt's das ja auch :D

und die haben für Kunststoff ;-)
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon Lindi » Di 18 Dez, 2018 14:06

Hanf + Fermit sind immer im Haus. Hanf hat gegenüber Teflon der Vorteil, dass ich ggf. auch noch korrigieren d.h. rückwärts drehen darf, ohne dass es wieder undicht wird.
Und@Hans: wie geht "Gewindegrund aufrauhen"? Ich hab das so gelernt (vom Installateurschwager) mit altem Metallsägeblatt quer über das Gewinde. Nur notwendig bei Neuteilen. Es geht darum, dass der Hanf nicht mitdreht. Wie das am Gewindegrund gehen soll, ist mir unklar.

Edit: mitdreht, nicht nicht mitdreht :gnack:
Zuletzt geändert von Lindi am Di 18 Dez, 2018 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

Dirk
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon SR oldman » Di 18 Dez, 2018 14:26

Alle angesprochenen Dichtmittel funtzen, sollten je nach Zweck aber richtig eingesetzt und gehandhabt werden. Grundsätzlich kann man für metallenen Trinkwasser Verbindungen Hanf oder Teflonband nehmen. Zusätze wie Fermitol, Neo Fermit, Locherpaste etc. kann man bei Trinkwasser nehmen, muss man aber nicht.

Nochwas ...Trinkwasser ist bei uns ein Lebensmittel, daher grundsätzlich nur DVGW zugelassene Mittel verwenden!

@Zimmi
Der Knackpunkt bei einem Eckventil ist die glatte Chromschicht ...deshalb die Gewindeflanken vorher aufrauen, auch bei Teflonband. Und vor dem Einschrauben kontrollieren ob das Gegen(Innen)gewinde einen Grat hat, da darf nix scharfkantiges zu fühlen sein, ansonsten erst anphasen. Beim Eindrehen darauf achten das sich das Dichtmittel bis zum Schluß mitdreht, wenns hängen bleibt wieder rausdrehen und neu verpacken. Viel Erfolg.
Gruss
Peter

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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon hiha » Di 18 Dez, 2018 15:08

Lindi hat geschrieben: wie geht "Gewindegrund aufrauhen"? Ich hab das so gelernt (vom Installateurschwager) mit altem Metallsägeblatt quer über das Gewinde.

Das Blatt längs durch den Gewindegrund rollen, sofern sich das Teil rollen lässt. Seinerzeit bei Dornier Med hatten wir nur höchstglänzend gefertigte V4A-Installationsteile, die den Hanf einfach wieder raus geschoben haben, wenn man nicht den Grund aufgerauht hat.
H.
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon Zimmi » Di 18 Dez, 2018 15:32

SR oldman hat geschrieben:@Zimmi
Der Knackpunkt bei einem Eckventil ist die glatte Chromschicht ...deshalb die Gewindeflanken vorher aufrauen, auch bei Teflonband. Und vor dem Einschrauben kontrollieren ob das Gegen(Innen)gewinde einen Grat hat, da darf nix scharfkantiges zu fühlen sein, ansonsten erst anphasen. Beim Eindrehen darauf achten das sich das Dichtmittel bis zum Schluß mitdreht, wenns hängen bleibt wieder rausdrehen und neu verpacken. Viel Erfolg.

Ich hätt mich ja nicht so aufgeregt, wenn nicht alle o.g. Punkte gecheckt und i.O. gewesen wären! :smt013
Die Gewindeflanken sind rau. :check:
Das Innengewinde (Messing) ist gratfrei und sauber. :check:
Alles lässt sich wunderbar sauber zusammendrehen, das Teflonband wird nicht rausgeschoben und bleibt nirgendwo hängen. :check:
Sogar beim wieder rausdrehen der ganzen Schose war übrigens das Gewinde vom Eckventil immer noch großenteils mit Teflonband ummantelt, so gut hält's dort (und eben auch nicht im Innengewinde). :check:
Trotzdem ist auch bei Verwendung von richtig viel Teflonband (und entsprechend auch notwendigem Einsatz einer Strabolskizange zum Einschrauben) jedes Mal nach kurzer Zeit ein kleiner Tropfen aus dem Gewinde gekrochen. :omg:
Ich war nach dem letzten Versuch kurzzeitig versucht, die Bude anzuzünden, hab aber glycklicherweise noch rechtzeitig diese Idee als Symptom akuter Unterhopfung erkannt und die dann erst mal bekämpft. :D

Heut abend greife ich mit Low Tech an. :smt023
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Re: Blöd, aber nicht wirklich schlimm [Lächerlichjammerfred]

Beitragvon SR oldman » Di 18 Dez, 2018 16:16

So wie du es schilderst liest sich das alles gut. Ich täte jetzt noch genau schauen ob das Innengewinde am Bund nicht eventuell einen Riss hat.

"Strabolskizange" :rock: geht garnicht, ist was für Grobmotoriker, da sträuben sich mir die Nackenhaare. Eckventile haben doch eine Schlüsselfläche oder noch besser einen Eckventil Eindreher nehmen. Ein abgewinkelter 10mm Rundstahl tuts zur Not auch.
Gruss
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