Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

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Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon KNEPTA » Mo 04 Feb, 2019 17:27

Maybach hat geschrieben:Danke, Tom, zwischenzeitlich schon gesehen.
Vor meinem geistigen Auge bildeten sich kirschrot glühende Krümmer in winterlicher Landschaft, garniert mit rasselnden Schneeketten und fluchenden Treibern ab.
Und jetzt sitzen wieder alle daheim und können den Rest des Jahres über hinnige Elektrik und zerfressenes Aluminium klagen ... :weg:

Maybach


Kann man Hallgebermagneten heißschwächen ? :gruebel:
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Re: tief verschneit und windig isses

Beitragvon lallemang » Mo 04 Feb, 2019 17:56

Falls Neodym schon recht schnell.

Wikipedia hat geschrieben:Handelsübliche Nd2Fe14B-Magnete werden mit einem N gefolgt von einer Zahl bezeichnet. Die Zahl steht für die magnetische Stärke des Dauermagneten. Übliche Werte liegen im Bereich N35 bis N50. Ein folgender Buchstabe deutet auf eine erhöhte zulässige Einsatztemperatur hin (gängig sind Abstufungen M–H–UH o. ä.)[4], was bei gleicher Temperatur einer höheren Koerzitivfeldstärke entspricht.

Temeraturwerte
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Re: tief verschneit und windig isses

Beitragvon KNEPTA » Mo 04 Feb, 2019 18:04

Da haben wir den Salat :omg:
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Re: tief verschneit und windig isses

Beitragvon motorang » Mo 04 Feb, 2019 18:27

Wie lang lauft die Knepta schon mit diesen Magneten ... ?

Wenn ich das richtig versteh handelt es sich doch um eine Art "Verschleiß" der durch Zündung einstellen kompensierbar wäre?

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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon KNEPTA » Mo 04 Feb, 2019 18:47

Die ersten Magneten seit Umbau auf Hallgeber...Der Umbau war nach der Fahrt und Lichtschrankenausfall mit Peter zu Haris Treffen. Noch am 650er Motor. Seit damals bis 2.Februar 2019 keine Veränderungen. Erst an diesem Tag nach den zahlreichen Versuchen bis zur Überhitzung mit kochenden Vergasern und brennheißer Geberscheibe war der Zündzeitpunkt dann irgendwo. Ich konnte das Werkl nicht mehr ankicken und sie hat auch sehr eigenartig zurückgeschlagen. Nur hab ich das erst bei der Reparaturfahrt nach Hause überrissen und vorher alles auf den beleidigten rechten Zylinder geschoben...
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon hiha » Mo 04 Feb, 2019 18:49

Al NiCo- Magnete sind zwar schwächer, aber hitzefester...

Gruß
Hans
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon schnupfhuhn » Mo 04 Feb, 2019 18:57

Ich hab mal einen Magnet per Heisskleber auf eine Aluplatte geklebt, das war es dann mit dem Magnet...
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon Nanno » Mo 04 Feb, 2019 20:39

Kurz die Physik-Unterlagen rausgesucht, ab 80°C sinkt die Magnetisierung und bei Erreichen der Curie-Temperatur (310°C) demagnetisieren sie dauerhaft, da das aber eine Kurvenfunktion ist, kannst du davon ausgehen, dass wenn es über längere Zeit passiert, dann reichen auch geringere Temperaturen um den Magnet zu schwächen.

Hier noch ein Link auf ein Tool zum selber rechnen/simulieren:

https://www.duramag.com/resources/demag ... t-pc-tool/

LG
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon gatsch.hupfa » Di 05 Feb, 2019 18:27

Was ich nicht ganz verstehe:

Die Aluscheibe, auf der die Magneten befestigt sind, war bombenfest.
Selbst wenn die Magneten demagnetisieren kann sich der Zündzeitpunkt doch nicht dramatisch ändern.
Maximal bekommt der Hallgeber keinen Impuls, oder?
Wie kann es dann sein, daß du mittels Verdrehen der Aluscheibe den ZZP wieder richtig einstellen konntest?

:gruebel:
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon T. » Di 05 Feb, 2019 18:39

Beim Russ is ALLES Möglich....
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon motorang » Di 05 Feb, 2019 18:53

Der Sensor spricht auf den Magneten früher an, wenn der Magnet stärker ist. Fernwirkung quasi. Wenn der Magenet schwächer wird, muss er näher dran (also später in der Kurbelwellendrehung) um vom Sensor erkannt zu werden. Scheibe auf "früher" drehen behebt das Problem dann.
So hab ich es verstanden.

Quasi ähnlich wie wenn sich der Unterbrecherhammer abnützt, der den Unterbrecherkontakt betätigt.

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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon KNEPTA » Di 05 Feb, 2019 19:09

Genau. Umso stärker der Magnet umso größer das Feld und umso früher reagiert der Nehmer drauf.
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon Dreckbratze » Di 05 Feb, 2019 19:40

aber es ist doch ein zündzeitPUNKT und keine phase, oder? :gruebel:
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon Boscho » Di 05 Feb, 2019 20:17

Das schon. Der Punkt kommt aber für den Sensor später in Sicht, wenn das Magnetfeld schwächer wird. Uwes Magnet fuhr quasi mit Abblendlicht, während der Sensor auf Fernlicht eingestellt war. ;)
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Re: Hallgebermagneten temperaturgeschwächt?

Beitragvon lallemang » Di 05 Feb, 2019 20:29

Wann der Untebrecher aufmacht, hängt von eingestelltem Kontaktabstand, Nockenform,
also Hub bei Winkelgrad und noch'n bi§chen sonstiger Geometrie ab.

Beim Hallgeber, ist die Sensibilität des Hallgebers in etwa die Geometrie des Unterbrechers
und das Magnetfeld kwasi der Nocken. Wird das schwächer (ist der Nocken abgeschliffen),
verschiebt sich der Auslösepunkt/ mu§ nachgestellt werden.
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