Heidenau die Zweite - Snowtex

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Heidenau die Zweite - Snowtex

Beitragvon stefan » Mi 24 Okt, 2007 08:12

Hallo!

War gestern beim Lolo (www.lolo.at) um einen neuen Vorderschlapfen für die Bavarka - und beim plaudern erzählt mir der Gute, daß Heidenau jetzt auch Snowtex-Winterreifen für erwachsene Mopeds herstellt. Gibts in den gängigen Enduro- und Russendimensionen (K60 und K37 bin ich sicher, aber ich glaub auch noch andere), und der 90/90-21 würde ca. 80 eier kosten.
Ich hab mir zwar trotzdem den guten Mitas E07 genommen.
Aber - Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit den Snowtexen? Sollen angeblich bei nasskalten Straßen um die 0° ziemlich phänomenal sein, so mit viel Silica und eingearbeiteten Textilfasern. Ich bin schon am simulieren ob ich der Jawa so einen gönnen sollte...

Grysse
Stefan
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Beitragvon Nanno » Mi 24 Okt, 2007 08:42

Ist Snowtex nur die Mischung, oder hat das auch was mit einer Feinprofilierung oder gar LAMELLEN zu tun ?

Danke,
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Beitragvon Robert » Mi 24 Okt, 2007 08:51

Also so aus dem Bauch heraus würde ich sagen der Immler dürfte vom Profil her gscheiter sein und von dem weiß man ja, was er leistet.

Die von Heidenau angebotene Profile sind Straßenenduros, das heisst die sind schnell mit Schnee zu. Das habe ich mit einem dem Heidenau K60 sehr ähnlichem Mitas Profil am Vorderreifen voriges Jahr gehabt. Und dann nützt dir auch weicher Gummi nix.
Für Winterfahren auf salznasser, kalter Straße aber sicher eine gute Lösung, wenngleich ich denke die werden ähnlich lang halten wie die ganz weichen Immler.

Aber der Immler hat auch ein neues Winterreifenprofil, den Nokian ST. Macht er auch als Gespannreifen und ist ein Lamellenprofil, hat auch Spikelöcher.

http://www.reifen-immler.de/profile/profile.html - unter Nokian ST21 schauen

Das Profil hat er vom Nokian Auto-Winterreifen. Und den kenn ich, der ist im tiefen Schnee auf der Dose ziemlich unschlagbar gewesen, damit konnte man auf unglaublichen Steigungen anfahren (Fiat Cinquecento) aber auch ein echter Spezialreifen - will heissen an der Dose laut und auf trockener Straße gabs besseres.
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Beitragvon Blechroller » Mi 24 Okt, 2007 09:10

Heidenau überträgt die Textilfadentechnik von den Rollerreifen auf die Großen. Ich hab von den Rollerfahrern nicht so besonders Gutes über die Reifen gehört. Scheinen nicht so der Hit zu sein und auf Schnee/Eis bringt das Textilgefädele angeblich eher nix.

Der Mensch, der beim TT immer mit dem Vespa-Gespann auftaucht sprach auch nix Gutes über die Socken.

M. M.: Das Profil und weniger die Härte sind auf Schnee und Eis maßgeblich.

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Beitragvon hiha » Mi 24 Okt, 2007 09:22

Blechroller hat geschrieben:M. M.: Das Profil und weniger die Härte sind auf Schnee und Eis maßgeblich.


Ich seh das aus persönlicher (Skijöring-)Erfahrung eher so: Die Gummimischung, und weniger das Profil ist bei Eis, plus das Profil bei Schnee, maßgeblich.
Aber: Gutes Profil mit schlechtem Gummi ist bei Schnee genauso schlecht wie neue Sommerreifen. Völlig platterte, aber noch sehr junge Winterreifen sind auf Eis wie Slicks auf Asphalt.(naja, aber fast so)

Von den Snowtexen hab ich auch nix besonders Gutes gehört.

Immler Rulez! Soll aber bei Nässe versagen.

Gruß
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Beitragvon Robert » Mi 24 Okt, 2007 09:25

Blechroller hat geschrieben:
M. M.: Das Profil und weniger die Härte sind auf Schnee und Eis maßgeblich.

OllY


Stimmt so glaub ich nicht ganz - Man nimmt deshalb ultraweiche Mischungen um das Verhärten der Mischung bei tiefen Temperaturen auszugleichen und trotzdem noch Grip zu haben.

Das Profil ist im Schnee wichtig aber grad auf Eis sollt er möglichst weich sein, ein "Holzrad" wird da zum Schlittschuh...

[Ironie]
Es gibt natürlich noch eine andere Möglichkeit zum Traktionsaufbau bei Eis. Einen möglichst hohen Bodendruck aufbauen (sollte mir bei meinem Eigengewicht eigentlich leichtfallen). Unser Magirus S250 Kran (Gott hab ihn selig) hat nie Ketten oder Winterreifen gebraucht! Die Bereifung hatte das Format von Scheiben, zusammen mit dem Eigengewicht von 40t hatten die extrem schmalen Reifen einen derartigen Bodendruck, daß das Eis beim Fahren unter den Reifen einfach geschmolzen ist und eine mit Wasser gefüllte Spur hinterließ... :shock:

da ham die hängengebliebenen LKW Fahrer immer blöd gschaut - er kommt mit 500PS und Ketten nicht vom Fleck und ich komm mit dem alten Magirus, tucker munter an ihm vorbei, hänge ihn an und fahr einfach weiter. Denn 6x6 oder eine Sperre hab ich dabei nie gebraucht.

[/Ironie]
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Beitragvon KNEPTA » Mi 24 Okt, 2007 09:34

hiha hat geschrieben:
Blechroller hat geschrieben:M. M.: Das Profil und weniger die Härte sind auf Schnee und Eis maßgeblich.


Ich seh das aus persönlicher (Skijöring-)Erfahrung eher so: Die Gummimischung, und weniger das Profil ist bei Eis, plus das Profil bei Schnee, maßgeblich.
Aber: Gutes Profil mit schlechtem Gummi ist bei Schnee genauso schlecht wie neue Sommerreifen. Völlig platterte, aber noch sehr junge Winterreifen sind auf Eis wie Slicks auf Asphalt.(naja, aber fast so)

Gruß
Hans


Stimmt, hätte für die Ente Good Year Winterreifen mit 16mm Profil. Die sind auf Schnee schlechter als meine Sommerreifen.
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Beitragvon motorang » Mi 24 Okt, 2007 10:28

Robert hat geschrieben:Aber der Immler hat auch ein neues Winterreifenprofil, den Nokian ST. Macht er auch als Gespannreifen und ist ein Lamellenprofil, hat auch Spikelöcher.


Den gibts auch für erwachsene Autos, ich hab das Profil auf meinem Mitsubischi. Der Vorbesitzer war ein Elektroversorger, der das Wagerl öfter offroad und im Winter bewegte, und jener meinte der Nokian sei der beste Winterreifen für diesen Wagen.

Das klingt schon mal nicht schlecht. Laufleistung sollte er jedenfalls eine SEHR gute haben - PKW-üblich halt.

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Beitragvon Nanno » Mi 24 Okt, 2007 10:34

Hmm... ich haette noch 3 abgefahrene Russensockn... und die russische Heidenau-Malte Kopie ueberzeugt mich bis jetzt noch ned so.

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Beitragvon Christoph » Mi 24 Okt, 2007 12:16

Ich hab den Nokian in schlechtester Erinnerung :shock: Als ich dann den Goodyear UG4 (ich glaub den 5er gab es damals noch nicht) draufgehauen habe brauchte ich die Ketten nur noch halb so oft.
Speziell bei Winterreifen schaue ich mir, wenn ein Kauf ansteht, erst mal die Tests an und nehme den Testsieger. So darf Graf Benz heuer nochmal mit dem Michelin Alpin A2 fahren, für's nächste Jahr wird zu wenig Profil übrig sein.

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Beitragvon Robert » Mi 24 Okt, 2007 12:19

Für die Wintereigenschaften vom Benz kann aber glaube ich der Nokian nix :smt005

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Beitragvon Christoph » Mi 24 Okt, 2007 12:24

Das war damals sogar noch schlimmer als der Benz: Chrysler Saratoga (außerhalb deutschsprachig LeBaron, auch bekannt als Dodge Spirit oder Plymouth Acclaim). 1,4t Leergewicht, verteilt als 1t Vorderachse und 400kg Hinterachse (Starrachse mit Schraubenfedern).

Des woarr a Traumkutschn :-D :roll: Will wiederhaben! :smt089

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Beitragvon stefan » Mi 24 Okt, 2007 20:19

oja... klingt traumhaft mit der gewichtsverteilung - erinnert mich an den seligen commodore... qietschorange mit sehr originalen semperit-winterreifen :-D und trotzdem bin ich nach lackenhof zum schiurlaub gfahren. und angekommen.
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Beitragvon KNEPTA » Mi 24 Okt, 2007 20:57

:shock:

Der Immler hat auf einmal eine Auswahl :shock:
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Beitragvon junakreiter » Fr 26 Okt, 2007 00:06

finde das thema seehr spannend.
aus eigenen erfahrungen kann ich bestätigen, dass ich mit der
ossa im winter mit frischen normal-pirellis (gummi) auf festem schnee
und eis sher solide unterwegs war.
hab durchaus autos überholt.
als "die weisheit" glaub ich aber gibt es keinen reifen.
alle können was anderes.

wenn ich auf den gummi setzen würde, dann wäre es ein
trail wettbewerbsreifen.
allerdings hält der vermutlich keine 500 km.

also reifen wurscht.
euer erfindergeist sei angeregt, wie oder was man denn auf den gummi
draufmachen soll. (ok, ketten. aber die können ach nicht alles)

ideen?

lg,
alex.
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