Jakobs ETZ 125

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Sa 27 Mär, 2021 00:57

Wir haben nun komplet den Ansaugtrakt neue erstellt mit allen Dichtungen und dem Ansaugschlauch: Keine Verbesserung!
Weiter gings mit dem Versuch (okay, eigentlich eher ein Versuch mit Ahnung daß er nicht zielführend sein wird) mit Christians neuen Vergaser. Kurz und erkenntnisreich: Bringt nichts!

Zwischendrin muß ich mal einfügen: So langsam gefällt mir die Kleine! Und nach einem halben Jahrhundert des Verachtens von 2-Taktern beginnt so langsam eine Hochachtung vor diesem Motorkonzept zu wachsen. Wir haben nun bereits einige Wehwechen gefunden und trotzdem ist das Maschinderl rund 3000 km zwar eher ruckelnd aber doch zuverlässig marschiert! :-)

Um die Freude vollends daran zu finden sollte sie halt geschmeidig laufen, deshalb geht die Suche nach einem guten Startverhalten und einem beherrschbaren Standgas weiter.

Und uns ist klar, daß wir uns den inneren Werten der kleinen MZ zuwenden sollten.

Hier ein paar Bilder:

Nach Demontage des Auspuffkrümmers:
kolben im zyl.jpg



Der Zylinderfuß: Das Öl an einem Stehbolzen kommt vermutlich von der nicht festgezogenen Zylinderkopfschraube wegen des Aluscheiberls:
zyl fuss.jpg



Der Kolben zeigt noch keinerlei Laufspuren.
etz kolben.jpg



Das gefällt eher weniger! Irgend etwas hat sich zerlegt :(

abrieb.jpg


In der Früh gehts weiter!

Sers,

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon motorang » Sa 27 Mär, 2021 06:50

Aber kein Spiel am Pleuel, hinsichtlich Lager?
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Sa 27 Mär, 2021 08:32

Der Pleuelbolzen hat Spiel und auch an der Kurbelwelle läßt sich der Kolben deutlich seitlich bewegen. Wir haben da leider keine Erfahrungswerte und bewegen uns grad so zwischen Gefühl, Ratschlägen und angelesenem Wissen. Wir meinen allerdings daß das Spiel zu viel ist. Ist erstmal auch egal, da aufgrund des Abriebes der Motor sowieso zerlegt werden muß und da kommen wir der Sache dann schon auf die Spur.

Es ist ein wunderschönes Lernprojekt für uns, deshalb nehmen wir Anregungen, Empfehlungen gerne an.

Zu dem Bild des Kolben im Zylinder: Müßten nicht eigentlich die Kolbenringe über der Kolbenoberfläche überstehen?

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Dreckbratze » Sa 27 Mär, 2021 08:38

wichtig ist das "senkrechte" Spiel am Pleuel.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Christoph » Sa 27 Mär, 2021 08:45

High Albin,
Rostreiter hat geschrieben:
Zu dem Bild des Kolben im Zylinder: Müßten nicht eigentlich die Kolbenringe über der Kolbenoberfläche überstehen?


im eingebauten Zustand praktisch nicht wahrnehmbar

Zu dem Spiel:
Axialspiel muss sein, Kippspiel ist ebenfalls normal, Radialspiel sollte nicht spürbar sein.

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Sa 27 Mär, 2021 11:14

wedi re auf kw.jpg


wedi re teile.jpg


Das rechte Kurberlwellenlager hat deutlich spürbares und sichtbares Spiel. Könnte das die Ursache für den völlig zerlegten Wellendichtring sein? Eigentlich eher mal nicht, da da das Lager stramm auf der KW sitzt. Aber das Seitenspiel?

Wir machen uns jetzt an die linke Seite.

ToDo:
- KW neu lagern
- Ausgleichsring rechts: Notwendige Stärke bemessen (wie? >> im Rep.- Buch nachschlagen und mal gucken obs der Wildschrei beschreibt)
- WeDiRi neu, sind schon besorgt
- oberes und unteres Pleuellager prüfen

Sers,

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon motorang » Sa 27 Mär, 2021 12:07

Wow
Fehler gefunden.
Einen dermaßen zerlegten Dichtring habe ich auch noch nicht gesehen :omg:
Kurbelwellen Lagerspiel: in welche Richtung? Seitlich wäre relativ normal.

Gryße!
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Christoph » Sa 27 Mär, 2021 12:18

High,
das Kurbelwellenlager sollte mindestens ein c3 Lager sein, das hat serienmässig 3,5 -4,5 hundertstel also fast nen halben 10tel Spiel. Wichtig ist fester Sitz auf der Kurbelwelle (da gabs wohl produktionsbedingt schon mal Probleme mit eingelaufenen Lagersitzen - ich hatte so eine Kurbelwelle) und strammer Sitz im Gehäuse- deshalb heiss machen zum zerlegen.
Ich habs weitgehend aufgegeben mir Gedanken um wie auch immer versagende Simmeringe zu machen. Ich haks ab unter: kann passieren
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon KNEPTA » Sa 27 Mär, 2021 14:01

Na do schau her :-D
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon christian64 » Sa 27 Mär, 2021 14:24

Hi Albin,
dann wars doch nicht der Vergaser und unsere Vermutung mit den Simmerringen trifft doch zu. Die Reparatur der simmerringe ist echt einfach. Kommt ihr dann zum Mike und wir machen es gemeinsam oder macht ihr es selber?
LG Christian
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Sa 27 Mär, 2021 14:35

Seitliches Spiel ist vorhanden. Wenns unkritisch ist, dann ist ja gut. Es hat leider Höhenspiel, wie gesagt mit bloßem Auge sichtbar. Diese Lager ist hin! Und überall Metallteilchen, Späne und Metallschlamm!

Zwei Zylinderstehbolzen wackelten, die ließen sich mit bloßer Hand rausdrehen. Machma auch gleich neu!

Wir schreiben grad die Ersatzteilliste, werden vor der Bestellung jedoch noch den Motor spalten!

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » So 28 Mär, 2021 18:42

Christoph hat geschrieben:.....Wichtig ist fester Sitz auf der Kurbelwelle (da gabs wohl produktionsbedingt schon mal Probleme mit eingelaufenen Lagersitzen - ich hatte so eine Kurbelwelle) und strammer Sitz im Gehäuse- deshalb heiss machen zum zerlegen.
Christoph



Beim Zerlegen haben wir das Gehäuse ordentlich erhitzt. Die Lager gingen gut raus. Aber tatsächlich scheint es so zu sein, daß die Kurbelwelle eingelaufen ist, da ein Wulst spürbar ist, über den das Lager beim Einbau drüber gleiten müßte.
Den Wulst abdrehen und ein Lager finden, daß sich anpassen läßt, oder neue KW?

Alles andere scheint gut zu sein. Der Abriebschlamm kommt vermutlich vom Gehäuse. Die KW hat wegen des großen Spieles dran gerieben. Die groben Späne? Da haben wir nichts gefunden. Das Lager hatte zwar viel Spiel, war aber soweit ganz.

Jetzt Teile bestellen!

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Christoph » Mo 29 Mär, 2021 07:16

High,
da neue Wellen verhältnismässig günstig sind sehe ich eigentlich nur neue Lager Kleben oder neue Welle. Anpassbare Lager sind mir unbekannt. Der Zustand des unteren Pleuellagers ist schlecht prüfbar.
Bei der Gelegenheit tät ich mir auch noch das 5. Gang-Rad genauer ankucken: den Hinterschliff der Klauen und das Spiel der Buchse auf der Getriebewelle (erhöhtes Spiel der Buchse führt zu nem gewissen taumeln des Rades, damit zu einem erhöhten Verschleiss der Klauen und letztendlich zu herausspringendem 5. Gang). Herausspringende 5. Gänge sind hochinfektiös. Bei einer Inkubationszeit von wenigen Wochen hat sich das dereinst über sämtliche unserer Fahrzeuge verbreited- zum Glück haben wir nur 2 mit so vielen Gängen.
Christoph
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Mo 29 Mär, 2021 07:32

Danke Christoph, prüfen wir! Da wir etliche Fahrzeuge mit so vielen Gängen haben verordne ich allen Getrieben zum Infektionsschutz eine FFP.... :grin:

Bin ja 5. Gang- Ducato und Tenere erfahren/geschädigt! :omg:

Christian:
Wenn alle Teile da sind, melde ich mich! :smt023

Uwe: Alter 2-Taktfuchs! :wink:

Andreas: Kaum zu glauben, aber es macht immer noch Spaß! :-)

Servus,
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon hiha » Mo 29 Mär, 2021 10:16

Ich würd das Lager kleben, hab ich schon dutzendfach gemacht, wenn man sauber arbeitet hält das immer. Loctite603 wenn Du brauchst, bring ichs zum Mike mit.
Untermaßlager gibts eh nicht, und wenn das Pleuellager noch gut ist, würd ich die Welle auch nicht tauschen.
Gruß
Hans
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