Jakobs ETZ 125

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Do 26 Dez, 2019 21:52

Nach der relativ einfachen Übung der Sanierung der kleinen Suzuki RV50, die ja komplett war und lediglich zerlegt, entrostet, entelektrolurcht, lackiert und wieder zusammengebaut wurde, ist das nächste Projekt schon deutlich anspruchsvoller.
Jakob hat Pauls Projekt, die ETZ 125 übernommen.

Es handelt sich um ein Baujahr 4/1986, mit Scheibenbremse, 12 V-Anlage.

Zuerst waren so allerlei Teile zu reinigen, sortieren und auf Funktion vorzuprüfen. Den Motor hat noch Andreas überholen lassen, eine Baustelle ist also erledigt.

Der Plan ist die ETZ so schnell als möglich (Frühjahr) zum fahren zu bringen. Es wird keine Restaurierung im Sinne des Herstellens eines neuwertigen Zustandes. Das Schnauferl soll rennen!

Die Strategie sieht nun vor zuerst das Fahrwerk, dann Bremsen, die Elektrik, so nach und nach die Anbauteile dran zu kleben und zum Schluß Tank und Seitendeckel lackieren, montieren. Spannend wird dann sicherlich das Tüvven!

Aber erstmal Räder, Rahmen, Vordergabel:

Das Vorderrad, teilweise gereinigt und geschliffen.
Die Speichen werden noch geschliffen und lackiert. Etwas mühselig - aber da muß der Jakob durch!
etz125 vorrad nabenseite.jpg

etz125 vorrad bremsseite.jpg


Hinterrad. Da suchen wir noch nach einer eleganten Art und Weise die Sache zu entlacken, reinigen und wieder zu lackieren:
etz125 hinterrad 1.jpg
etz125 hinterrad 1.jpg (88.53 KiB) 1745-mal betrachtet


Der Rahmen. Es waren 2 Rahmen mit dabei. Für einen Rahmen haben wir den Brief. Vermutlich ist einer der Vorbesitzer mal damit verunfallt. Müßte sich wieder hinbiegen lassen, wir überlegen noch ob Kaltverformung oder warm oder kurz vor rotglühend! Hat von euch einer ein Idee? Irgendwie sind die Fotos etwas unscharf, werde die Tage mal noch neue machen. Vielleicht kann man trotzdem schon mal was erkennen.

etz125 rahmen.jpg
etz125 rahmen.jpg (99.46 KiB) 1745-mal betrachtet


Etwas irritiert sind wir von den sichtlich schiefen Rohr, an dem die Heckpartie hängt. Bei beiden Rahmen ist der Winkel gleich krumm! Etwa Original?
etz125 rahmen krummer ausleger heck.jpg
etz125 rahmen krummer ausleger heck.jpg (115.93 KiB) 1745-mal betrachtet


Achja - im Forum dazu schreiben werde vorerst ich, der Jakob ist der Chef für die gesamte mechanische Arbeit!

Gruß,
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon lallemang » Do 26 Dez, 2019 22:33

An dem Rohr hängen lediglich die Beifahrerfu§rasten und es geht die Welle vom Hinterradbremshebel durch.
Das nâchst kleinere ist vom Hauptständer. Beide sind unterhalb der Schwingenlagerung. Die ist eher wichtig
für die Geometrie (und da stützt sich auch das Heck ab). Vernünftige Prüfer hatten früher nichts dagegen, wenn
bei Bedarf unterhalb der Schwingenlagerung geschwei§t werden mu§te (Rott wegen verstopftem Ablauf am Rahmen-
hauptrohr, verbogener Schuh Fu§rastenaufnahme,...)
On der Rahmen verzogen ist, lä§t sich noch am ehesten mit Schwinge, Gabel und Rädern dran beurteilen.
Ansonsten das Lenkkopfrohr mu§ in der vertikalen Rahmenebene liegen und die Schwingenaufnahme senkrecht dazu.
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon pilot » Do 26 Dez, 2019 23:10

servus, hast mal den vermeintlich krummen Rahmen mit dem ohne Brief verglichen? eventuell is der ja auch "krumm", also vom Wek aus. Alternativ könnte man für den Zweiten Rahmen einen Brief erstellen lassen...( zumindest wenn er nicht vor Jahren einen "spontanen Besitzerwechsel" hatte... :-D ). Aber wenns wirklich nur den Bereich unterhalb der Schwingenlagereung betrifft, kann man da denk ich guten Gewissens nacharbeiten. Wenn's sauber gemacht ist sehe ich da kein Problem :opa:
Gruß Didi
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon schnupfhuhn » Fr 27 Dez, 2019 09:36

Oder dem 2ten Rahmen die Nummer vom ersten einschlagen lassen, der TÜV darf das. Dann wird aus Rahmen 2 Rahmen 1. Also wenn Rshmen 2 legal war.

Gruß, Andreas
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Dreckbratze » Fr 27 Dez, 2019 09:54

in dem fall musst du aber den teil des spenderrahmens mit der fahrgestellnr. rausflexen, als beweis dass der rahmen nicht mehr verwendet werden kann.
ich würde nicht lang rum machen, im falle eines falles schweissen, das ganze ordentlich verputzen und nicht viel worte darüber verlieren. sieht doch kein mensch.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon lallemang » Fr 27 Dez, 2019 10:01

Schwei§en mu§ ja garnicht nötig sein. Sollte nur unterstreichen, da§ die Stellen weniger kritisch sind.

Die Bremshebelwelle ist normal beweglich?
Die hinteren Fu§rasten sind, wo sie sein sollen?
Bei Bedarf wieder hinbiegen und das sollte OK sein.
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Fr 27 Dez, 2019 13:40

Legt man eure Vorschläge übereinander so stellt sich unsere Vorgehenweise erst mal das Fahrwerk zusammen zu stecken als gar nicht so falsch heraus. Sollte sich wirklich Korrekturbedarf feststellen lassen, wäre ein Zerlegen nicht zu aufwendig. Der zweite Rahmen hat ja auch das krumme Rohr dran. Die Vermutung der üblichen Fertigungstoleranzen liegt schon nahe.

Die Verwendung des zweiten Rahmens unter Beantragung eines Ersatzbriefes bleibt als Option: Wir bekamen von Andreas 4 Tanks, eine neue 150er Laufgarnitur und 8 Blinker - das bißchen Rest für eine zweite Maschin, pah, ist doch Pillepalle :-D !

Gruß,
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon mike58 » Fr 27 Dez, 2019 13:57

W<enn krumm,
Würd ich kalt verformen, biegen,Flammrichten, waqs weniger miz rotglühen zu tun hat, ist eine Kunst die den nötigen meßtechnischen Aufbau voraus setzt. Ein Bau laser mit Kreuzlaser,ist eine hervorragender Ausgangspinkt und ein paar gerade Rohre für Schwingenlagerung und Lenkkopf und wenn dann Vorderbau und Schwinge und Laufräder in ihrer Winkligkeit stimmen, würde die MZ greader laufen wie noch nie in ihrem Leben, da sie im Fabrik neuen ZUstand oft nie gehabt habenDie Summe vieler kleiner Details macht das wieder einmal mehr zu einem echten Jakob- Moped. #Ich mag seine Herangehensweise.
LG
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Fr 27 Dez, 2019 14:24

Kreuzlinienlaser! Danke Mike fürs das Stichwort. War grad am Überlegen, ob ich das für meine Baustelle brauche! Ich glaube jetzt brauche ich ihn unbedingt! Fahrwerksfeintuning für ETZ, SR250 und alles was noch so folgt - ein bißchen Arbeit für eine Unmenge feinem Spaße :grin:

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon motorang » Fr 27 Dez, 2019 14:47

Diese Ausleger sind so liederlich, dass die bei sehr vielen Maschinen gleichartig verbogen sind. An meiner 250er war das auch so, zumal da noch der schwere Auspufftopf dranhing. Kalt ausbiegen, einen Flachstahl stehend drunterpunkten, und gut,
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon mike58 » Fr 27 Dez, 2019 14:49

Albin,
Hab sowieso vor, das auf meinem stabilen Schweißtisch zu realisieren, vielleicht kommen wir gemeinsam auf geniale Ideen, den Laser hab ich schon. Winkel für den Schweißtisch ebenso, mit ein paar Drehteilen wahrscheinlich höchst individuel nutzbar.
LG
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon mike58 » Fr 27 Dez, 2019 14:59

Ein Programm,
Zur Ermittlung der Fahrwerkseckdaten, haben wir im AIA- racing Team eh schon entwickelt, so kann man mit ein paar Meßdaten und Tastendrücken schnell eine Fahrwerksgeometrie erörtern und was geht oder nicht hab ich im Kopf. Jugend forscht.
LG
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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Fr 27 Dez, 2019 17:34

Öhemm, lieber Mike, äh, wann gehts bei Dir? :-) :-D

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon Rostreiter » Fr 27 Dez, 2019 17:37

motorang hat geschrieben:Diese Ausleger sind so liederlich, dass die bei sehr vielen Maschinen gleichartig verbogen sind. An meiner 250er war das auch so, zumal da noch der schwere Auspufftopf dranhing. Kalt ausbiegen, einen Flachstahl stehend drunterpunkten, und gut,


Danke Andreas für den alltagstauglichen AIA-Tipp! Wir sind da grad auf der richtigen Spur!

Demnächst ist dann die Hinterradmimik samt Bremse dran!

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Re: Jakobs ETZ 125

Beitragvon mike58 » Sa 28 Dez, 2019 01:31

Fast immer,
ruf mich an.
LG
Mike
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