Vorderbau DR650 RE

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Vorderbau DR650 RE

Beitragvon Laternenschrauber » Mi 05 Aug, 2020 17:19

Hallo zusammen,

habe, so glaube ich, ein Vorderachsproblem bei der 45er meines Jüngsten.

Hatte alles draußen um die Gabel zu revidieren, also das erste Mal. Beim Zusammenbau ist mir nun aufgefallen, dass wenn ich die Achse anziehe, das Vorderrad schwerer dreht. Die Achse schraubt sich direkt in den anderen Holm, also keine Mutter.

Ausserdem lässt sich der Holm, in den die Achse gesteckt wird, ca. 2mm hin und her bewegen, bei aufgebockter Maschine, Vorderrad in der Luft.

Habe mir die Explosionszeichnung angeschaut, scheint nix zu fehlen. Bin nun etwas unsicher, wie ich das klemmen soll.

https://www.cmsnl.com/suzuki-dr650re-19 ... yrafPebH_o

Habt Ihr ne Idee?

Gruß Stefan
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Achse links 2.jpg
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Achse links 1.jpg
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon Dreckbratze » Mi 05 Aug, 2020 18:45

da fehlt doch ne distanz, oder?

bei thönys SRs muss man auch immer das vorderrad ausdistanzieren, ich habe nie verstanden warum.
da gibt es doch feste masse, da muss es doch möglich sein, den kram entsprechend auszudistanzieren? :gruebel:
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon Christoph » Mi 05 Aug, 2020 18:47

High,
spricht für mich dafür, dass die Abstandshülse zwichen den Lagern gestaucht ist und die Lager dadurch verspannt werden.
2mm hin und herbewegen ist in etwa im Bereich des Normalen (ist ja ganz ausgefedert)
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon Laternenschrauber » Mi 05 Aug, 2020 19:35

@Achim, laut Explosionszeichnung fehlt eben nix, das macht mich stutzig. Was heißt denn, jedesmal ausdistanzieren. Ist das Maß denn jedesmal anders? Verstehe ich nicht ganz.
Wie macht ihr das? U-Scheiben beilegen?

Die Hülse ist asymmetrisch, die Seite mit dem größeren Durchmesser habe ich Richtung Rad eingebaut, da ich mir sicher bin, daß das so war. Wobei es nix zu heißen hat, wie was war. Vielleicht drückt die auf den Wedi und der aufs Lager. Werde die Hülse mal drehen und gucken wie es sich dann verhält.

https://www.cmsnl.com/suzuki-dr650re-19 ... yr49_ebH_o

Das Thema hatte ich nämlich schon bei meiner Dakar am Hinterrad. Da hat z. B. ne 5mm starke Hülse gefehlt.
Meine Vorgänger sind so gefahren und ich auch. Und zwar so lange bis ich die Bremsen überholt habe. Da ist es mir aufgefallen, daß ich zuviel Luft in der Schwinge hatte.

@Christoph, Du meinst die Stahlhülse könnte gestaucht sein. Wie kann das passieren? Dann müsste ich ja theoretisch die Lager ziehen, Hülse raus und vermessen. Will ich mir eigentlich sparen, zumal die Lager keine Verschleißerscheinungen zeigen.

Ich müsste die Achse anziehen und dann die Gabel praktisch zusammendrücken, bevor ich die Klemmfaust anziehe, oder?

Hätte das Einfluß auf die Gabelfunktion oder sind hier 2mm eher irrelevant?

Hätte vor dem Zerlegen alles fotografieren sollen. Na ja, hinterher ist man immer schlauer.

Gruß Stefan
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon der Gärtner » Mi 05 Aug, 2020 20:01

Obs Dir was hilft, weiß ich nicht, aber ich machs beim Vorderradeinbau immer so: Rad einbauen, Achse festziehen (ob mit Mutter oder direkt in die Gabel geschraubt, dürfte im Grunde egal sein), Gabel ein paar mal kräftig einfedern lassen, damit sich alles setzt und die Holme sich nicht verspannen, und zum Schluß die Klemmung festziehen.
Ich vermute übrigens, daß die Hülse tatsächlich falsch rum sitzt und der breite Flansch zum Gabelholm zeigen muß.
Gruß
Harald

Jawoll, genau, jaja, das kann sein, das kann sein...
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon 005rs » Mi 05 Aug, 2020 20:28

der Gärtner hat geschrieben:Obs Dir was hilft, weiß ich nicht, aber ich machs beim Vorderradeinbau immer so: Rad einbauen, Achse festziehen (ob mit Mutter oder direkt in die Gabel geschraubt, dürfte im Grunde egal sein), Gabel ein paar mal kräftig einfedern lassen, damit sich alles setzt und die Holme sich nicht verspannen, und zum Schluß die Klemmung festziehen.
Ich vermute übrigens, daß die Hülse tatsächlich falsch rum sitzt und der breite Flansch zum Gabelholm zeigen muß.


Genausoisses.
Gruß Pit.
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon Christoph » Mi 05 Aug, 2020 20:56

High,
und falls der breite Flansch mit dem Dichtring kollidiert könnte das auch den Schwergang verursachen?
Ansonsten kommt das mit der gestauchten Hülse wenn man "festziehen" allzu wörtlich nimmt.
Da die Nabe wohl aus Alu ist kann man die Lager meist zerstörungsfrei ausbauen (auf ca 120° heissmachen) dann fallen sie oft schon von alleine raus. Die Buchse darf ruhig 1 2 zehntel zu lang sein.
Die 2mm "Spiel" sind ok, nur eben nicht wegdrücken, sondern wie der Gärtner sagt sich die Position frei suchen lassen und dann klemmen.
Christoph
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon Aynchel » Mi 05 Aug, 2020 21:32

moin auch

die Diestanze umdrehen

Bild

ab und an braucht es Passscheiben auf der Achse um die Bremsscheibe mittig in den Bremssattel zu bekommen
kenne ich von der SR41B BIG, die hat das selbe Vorderrad wie deine SP45
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon der Gärtner » Do 06 Aug, 2020 17:33

Mein Reden, denn das blanke Ende hat vorher bestimmt im Wedi gesessen, sonst wärs nicht blank...
Gruß
Harald

Jawoll, genau, jaja, das kann sein, das kann sein...
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Re: Vorderbau DR650 RE

Beitragvon Laternenschrauber » Do 06 Aug, 2020 17:54

Sodele da bin ich wieder.

War gerade nochmal am Moped. Was soll ich sagen, das Distanzstück war wirklich falsch rum. Gedreht und schon läuft auch das Rad wieder schön leicht. Ein paar Mal durchgefedert und Klemmfaust angezogen.

Probefahrt steht noch aus.

Vielen Dank an alle fürs mithirnen. Hier wird man geholfen :).

Gruß Stefan
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