Wege zum Zweitakt-Hochleistungsmotor...

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Wege zum Zweitakt-Hochleistungsmotor...

Beitragvon Nanno » Sa 01 Dez, 2007 20:13

... hat da wer ein paar gute Tipps für mich, mit den 4 Taktern fühl ich mich ja schon ganz wohl, wenn ich nach dem einen oder anderen Pferd'chen suche, aber offen gestanden mit Zweitaktern bin ich ned wirklich vertraut. :oops:

Hat wer Web- oder Buchtipps zum Thema: Kanalformen, Kolbenhemden, Überströmkanäle etc... ?

Danke,
Nanno
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Beitragvon lallemang » Sa 01 Dez, 2007 22:21

Hallo Greg,

da bin ich auch am Suchen/Lesen/Rechnen... :-D

Gut ist zB B. Krause Modellmotorentechnik ISBN 3-7883-2125-3
(Tipp von Hiha!)

Gry§e Peter
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Beitragvon Blechroller » Sa 01 Dez, 2007 22:28

Ich hab so eine 2Takt-Tuningfibel im Nichtmehrgebrauch...

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Beitragvon Nanno » Sa 01 Dez, 2007 22:38

Klingt beides recht interessant...

Hab halt im Moment viel Zeit zum Lesen und an der Teilespenderin einen Motor der sowieso eine Überholung braucht, warum dann nicht ein bisserl optimieren ? :twisted:

Grysze
Greg

Nachtrag: Merci Peter... der Rieck ist vermutlich das Äquivalent zum Apfelbeck der 4T-Welt ?
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Beitragvon porcus » Do 06 Dez, 2007 08:41

Moin,

für jemand, der eine Drehmaschine zur Verfügung hat, gibts auch die Idee, den Kolbenboden mechanisch vom Kolbenhemd zu trennen um die Ausdehnung bei größerer Wärme zu reduzieren. Das sieht aus wie ein 4-Takt Ventil als Kolbenboden. Dadurch kann man die Ölmenge im Sprit reduzieren, was schon einen ordentlichen Leistungsschub liefert.
Das habe ich mal in einer Motorradzeitung gelesen. Die habe ich noch, bei Bedarf scanne ich das ein. PN genügt.
Ich finde den Ansatz sehr interessant, habe nur keine Möglichkeit das zu probieren. Der Erfinder hat bei einem Trabbi gute Erfolge erzielt, bei einem Roller und ein paar anderen Motoren.

Gruß

Alfred
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Beitragvon hiha » Do 06 Dez, 2007 11:27

Hei Porcus,
das stimmt vielleicht für Großmotoren, wo ja früher immer wieder mal, und aktuell auch wieder mal, zweiteilige Stahl/alukolben oder besonders bei (2takt)-diesel Ganzstahlkolben verwendet werden. An die Pessimisten: Bei Verwendung von sog. martensitaushärtbaren Stählen die bis 1300N/mm² erreichen können, ist das Zeugl so dünnwandig, dass es leichter ist als Alu.
Allerdings ist das nix zur Leistungssteigerung. Wenn man wissen will was aktuell geht, hilft nur der Blick in die MotoGP-Ecke. Da haben die 125er heutzutage 55PS, die 250er entsprechend doppeltsoviel. Mit einigermaßen orthodoxen Kolbenwerkstoffen.
Da gibts aber nicht soo viel Literatur drüber.

Gruß
Hans
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Beitragvon porcus » Do 06 Dez, 2007 12:35

Moin Hans,

der Bericht handelte von kleinen Motoren: Roller, Trabbi, etc. Das Haupt augenmerk fiel dabei auch nicht auf Leistung, sondern Verbrauch. Die Riesensprünge kann man Leistungsmäßig auch nicht erwarten, schließlich entsteht die Mehrleistung nur aus einem anderen Verhältnis Benzin<->Öl.
Egal, sobald der Artikel eingescannt ist könnt ihr ihn von mir oder Andreas bekommen.
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Beitragvon hiha » Do 06 Dez, 2007 13:47

>
>schließlich entsteht die Mehrleistung nur aus einem anderen Verhältnis Benzin<->Öl. >
Da allein kann aber auch nicht sein. Die aus der Hobbyrennsportszene empfehlen teilweise 1:16-1:20. Allerdings hab ich auch noch nicht rausgefunden, was da letztlich dahinter steckt.

Den Artikel aber gerne einscannen, interessiert mich natürlich :-)


Gruß
Hans
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Beitragvon rayspeed » Do 06 Dez, 2007 14:18

um was für einen motor geht´s denn konkret?
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Beitragvon lallemang » Do 06 Dez, 2007 15:23

hiha hat geschrieben:... aus der Hobbyrennsportszene empfehlen teilweise 1:16-1:20. Allerdings hab ich auch noch nicht rausgefunden, was da letztlich dahinter steckt.


Wird zB bei den BMZRC MZ Rennern gemacht. Grund ist die Kombination von gro§em Kolbeneinbauspiel gegen Klemmer und nur ein/zwei Kolbenringe statt drei für weniger Reibung, höhere Drehzahl. Da mu§ dann das Öl in Unmengen die Abdichtung übernehmen.
Ist umstritten, da's bei den Kisten dann hinten rauspi§t wie'd Sau :-D

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Beitragvon hiha » Fr 07 Dez, 2007 07:13

Moing,
auch Suzukis und Yamahas haben oft serienmäßig nur einen Ring, der dann nichtmal ein L-Ring (Dykes-Ring) ist, und kommen mit moderateren Mischungen hin.
Und: Wenns hinten tropft, fährst Du zu langsam. Soll meinen, dass das Gemisch stimmt, wenn alles verbrennt.
Und vermutlich ist das, wie alle Fragen rund ums Öl, ein philosophisches Problem...

Gruß
Hans
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Beitragvon Michael » Fr 07 Dez, 2007 08:36

Ich glaube, die Zündkerzenindustrie freut sich über "tropfende Auspuffanlagen" ! :-D
Ölwechsel mit Filter und Kurbelwelle
Fahren-fahren-fahren, auch mit MIL
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Beitragvon hiha » Fr 07 Dez, 2007 08:43

Ich wiederhole mich:
Und: Wenns hinten tropft, fährst Du zu langsam. Soll meinen, dass das Gemisch stimmt, wenn alles verbrennt.

Wenn alles verbrennt, bleibt die Kerze sauber, und hält entsprechend lang.
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Beitragvon dirk » Fr 07 Dez, 2007 09:08

Die Fünfziger in den Siebtzigern (!) fuhren auch mit einem L-Ring durch die Gegend. 1:50, keine Probleme. Mit immerhin 125PS/Liter.

Dirk
Heute in drei Jahren ist es endlich wieder soweit.
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Beitragvon hiha » Fr 07 Dez, 2007 09:34

Die L-Ringe konnte man in Maicos z.B. auch mit 1:120 fahren. Allerdings ist man vom L.Ring wieder abgekommen, scheinbar gab es öfter mal Schäden in Verbindung mit den immer breiter werdenden Kanälen ohne Steg. Soweit ich weiss ist Stand der Technik ein Einzelring mit <0,8mm Höhe.

Gruß
Hans
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