Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon KNEPTA » So 04 Apr, 2021 18:31

Damals zu viel...
Na, die originalen Backen sind fürchterlich. Und jedesmal zu Belagkleber schicken geht ins Geld...
Die Frage ist was will man abliefern? Soll es bremsen oder wirklich bremsen?
Und es is a Russ. Nix plug and play.
Wenn man nur die Backen kauft und einbaut dann bremst es nix besser, da kann man gleich die verölten abwischen und reinstecken. Gleiche Wirkung kwasi. Man muß die neuen an die Trommel anpassen, abdrehen, befeilen schleifen...viel Arbeit. Die sich bereits an die Trommel angepaßten verbauten Backen gscheit reinigen und es bremst zumindest.
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon Zimmi » So 04 Apr, 2021 18:32

Ich seh das beim Russen am Hinterrad wie der Uwe. Ich hätte den Kaufpreis für den Bastard nochmal in Bremsbeläge investiert, hätte ich die bei jedem Tropfen Öl neu gemacht.

Am Vorderrad und bei Nicht-Russen ist das eine andere Welt.
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon Dreckbratze » So 04 Apr, 2021 18:36

aber ihr schraubt für EUCH.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon AIAndy » So 04 Apr, 2021 18:38

Andi ..... :omg:
Des is a never-ending-URAL-Story.... :-D Der kommt immer wieder zu dir....!! Da ist GENUG zu tun... :fiessgrinz:
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon KNEPTA » So 04 Apr, 2021 18:45

Dreckbratze hat geschrieben:aber ihr schraubt für EUCH.

Net nur 8)
Ich würd ihn auf das Problem und die Bremsleistung aufmerksam machen und das alte Zeug wieder einbauen.
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon der Gärtner » So 04 Apr, 2021 20:08

Ich hab ja keine Ahnung, wie so eine URAL bremst, aber unlängst ist mir Öl aus der undichten Gabel meiner MZ auf die Klötze der Scheibenbremse gelaufen. Hab dann versucht, das mit reichlich Bremsenreiniger wieder wegzubekommen, aber vergeblich. Das Gespann ließ sich mit angezogener Handbremse wegschieben, zwar mit Mühe, aber immerhin. Damit weiter zu fahren ist mir zu haarig; da kommen neue Klötze drauf, denn irgendwie hängt ja schließlich doch am Leben...
Gruß
Harald

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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon KNEPTA » So 04 Apr, 2021 20:18

Komisch. Bei diversen Enten hab ich schon in Öl abgesoffene Bremsbeläge der innenliegenden Scheibenbremsen gehabt. Mit Öl, Getriebeöl und LHM versaut. Teilweise triefend. Mit Bremsenreiniger gereinigt hatte ich danach immer normale Bremswerte :gruebel:
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon Gustav » So 04 Apr, 2021 20:43

Ich hatte mal eine Bremsscheiben- und Bremstrommeldrehmaschine (eingetauscht gegen eine R60/6).
Wir haben die Beläge doch früher immer neu aufgenietet. Gibt es das nicht mehr?
Messing Topfnieten, Flachsenker oder flachgeschliffener Bohrer ,.. fertig.
Sollte für die Russenpower locker reichen. Man kann auch Klebebremsbacken pellen und dann nieten. Belagstärke beachten.


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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon Lederclaus » So 04 Apr, 2021 21:55

Wenn man erwiesenermaßen gute Beläge bekommt. Und das ist nie sicher. ich hab seit 1993 alles probiert, was irgendwie geht.
Auch teure Jurid- beläge. Ausdrehen, schleifen, auf roten Lackschuhen drei mal im kreis drehen und rückwärts über die Schulter spucken...
Die originalen russischen Beläge (und auch die Kupplungsscheiben) sind einigermaßen ölfest. Mit Bremsenreiniger ausspülen, mit 80er Schmirgel überschleifen (zart) und wieder einbauen.

Da ich nicht mehr fremde Russenmopeds anfasse, mach ich das für mich auch weiter so.
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon der Gärtner » Mo 05 Apr, 2021 08:44

KNEPTA hat geschrieben:Komisch. Bei diversen Enten hab ich schon in Öl abgesoffene Bremsbeläge der innenliegenden Scheibenbremsen gehabt. Mit Öl, Getriebeöl und LHM versaut. Teilweise triefend. Mit Bremsenreiniger gereinigt hatte ich danach immer normale Bremswerte :gruebel:

Das glaube ich gerne. Mag aber sein, daß es bei meinen Bremsklötzen am MoS2-Zusatz im Gabelöl gelegen hat. Zumindest wäre damit bewiesen, daß das Zeug tatsächlich reibungsvermindernd wirkt... :wink:
Gruß
Harald

Jawoll, genau, jaja, das kann sein, das kann sein...
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon hiha » Mo 05 Apr, 2021 08:48

Hertweck hat empfohlen, sie in einem damals haushaltsüblichen Reiniger (ich glaub "Sil" hieß der) auszukochen. Ein Fettreiniger sollte gehn, denke ich. Vor gefühlen 100 Jahren, als man Bremsenreiniger noch nicht so kannte, hab ich das mit Meister Proper versucht, an DT50-Backen. Hats getan.
Belagnieten gibts noch, muss man aber suchen. Das sind teilmassive Kupfernieten mit einem hohlen Ende. Den Massivteil gibts in unterschiedlichen Längen, abhängig von der Belagstärke.
Gruß
Hans
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon heiligekuh79 » Mo 05 Apr, 2021 09:39

ich habe bremsbeläge schon mehrmals im ultraschall-reingungsgerät sauber bekommen.
eigentlich war es anfangs nur wissbegier, um zu sehen, was das gerät so alles kann.
wasser, temperatur auf 70 grad und eine reichliche menge geschirrspülmittel fairy ultra (billig). das wasser war nach wenigen minuten rabenschwarz. im verlauf eines tages habe ich wasser und geschirrspülmittel mehrfach gewechselt bis es fast klar blieb. zwischendurch hat sich das gerät mehrfach ausgeschaltet, weil die zeitschaltuhr abgelaufen war, und dann lagen die beläge in der brühe. danach habe ich noch einen waschgang mit einem speziellen ultraschall-reinigungsmittel (teuer)gemacht und dann im ultraschall mehrfach mit klarem wasser gespült. zum schluss hätte man das wasser fast trinken können. :-D
das ganze hat einen tag lang gedauert und lief so nebenbei. ich war halt neugierig auf die möglichkeiten der ultraschallreinigung und wollte mit dem gerät ein wenig spielen.
das hat sowohl mit gabelöl, als auch mit endantriebsöl funktioniert.
danach machten die beläge einen pieksauberen eindruck und ich habe sie versuchsweise eingebaut. anfangs sehr vorsichtig ausprobiert, aber keine mängel festgestellt. inzwischen sind die beläge ein gutes stück runtergebremst, aber immer noch einwandfrei. der ultraschallreiniger scheint das öl nicht nur oberflächig, wie z.b. bei reinigung mit bremsenreiniger, zu lösen, sondern auch in der tiefe.
wie gesagt, es war ein experiment, um das ultraschall-reinigungsgerät zu testen.
das soll jetzt keine empfehlung sein, sondern lediglich ein erfahrungsbericht. es muss jeder selbst entscheiden, ob er das auf eigene gefahr ausprobieren mag.
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon Zimmi » Mo 05 Apr, 2021 12:20

der Gärtner hat geschrieben: Mag aber sein, daß es bei meinen Bremsklötzen am MoS2-Zusatz im Gabelöl gelegen hat. Zumindest wäre damit bewiesen, daß das Zeug tatsächlich reibungsvermindernd wirkt... :wink:

Ich fahre im Russen-Endantrieb auch Molybdändisulfid spazieren, in der Hoffnung, dass die Zähne langsamer verschleißen. Das Zeug war dann auch auf den Bremsbelägen ("weich", graues Belagmaterial aus dem "Westen", bei Moto-Moscow gekauft).
Ich hab die Beläge mit reichlich (!) Bremsenreiniger geduscht und wieder montiert. Die Bremswirkung war danach nicht schlechter als sonst mit nicht-verölten Belägen, schwarze Striche malen möglich.
Kann gut sein, dass das mit anderen Belägen nicht gut geht, ich würde aber sagen, Versuch macht kluch. Wegwerfen kann man ja immer noch.
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon fleisspelz » Mo 05 Apr, 2021 13:13

Zimmi hat geschrieben:... Versuch macht kluch. Wegwerfen kann man ja immer noch.

Den Ansatz halte ich bei Bremsen für suboptimal. Wenn es sich um das Fahrzeug eines Dritten handelt für fahrlässig.
..........................
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Re: Verölte Bremsbeläge wiederverwenden ?

Beitragvon russentreiber » Mo 05 Apr, 2021 13:36

Ich mache das immer mit Bremsenreiniger und anschließenden aufrauhen der Oberfläche mit Schleifpapier, Da kann man ganz gut das Tragbild des Belages kontrollieren....
Vorne würde ich die Beläge aber nicht einsetzen, für hinten oder Seitenwagen recht es allemal.


Gruß, Markus
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