Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Jonas » Sa 24 Apr, 2021 19:50

Guten Abend zusammen,

ich brauche mal Erfahrungswerte, falls möglich.

Hintergrund: Meine 42er Royal Enfield 350 WD/CO (OHV) ist mit einem AMAL 276 A.C./1A Vergaser ausgerüstet. Laut Handbuch gehört da ´ne 130er Hauptüse rein und die Teillastnadel in die mittlere Position. Original haben die Dinger meinen Recherchen nach entweder ´nen Luftfilter draufgeschraubt (die mit den Metallgittern/Gaze) oder der Ansaugstutzen geht in einen großen Luftberuhigungskasten (ich nenn´ das Teil mal so).

MEINE Enfield hat nun ´nen offenen Lufttrichter und daher keinerlei Filter. Laut Hertweck muss dann fetter bedüst werden. Dazu kommt, dass ebenfalls laut Hertweck sowie meinen Recherchen nach die Geräte original sowieso sehr mager bedüst waren.

Also...
Mit der Originalbedüsung fähr die Karre wie ein Sack Nüsse - vor allem geht sie dann gerne bei ca. 70 km/h, Gas so 1/3 bis 1/2 geöffnet, schlagartig aus. Wird ganz kurz zäher, Motor etwas brummiger, dann: Aus. Wie Kerzenstecker gezogen, schwer zu beschreiben. Laut einem Bekannten (Motorenbauer, der kann was und weiß viel) kann das auf zu magere Abstimmung hindeuten. Also habe ich die Teillastnadel höher geclipt und die Hauptdüse Stück für Stück größer gewählt, und siehe da: Kein Ausgehen mehr mit 170er Hauptdüse und Düsennadel statt in mittlerer Kerbe eine Kerbe höher. Dachte ich.

Heute gab´s den beschriebenen Fehler wieder... Ca. 65 km/h, leichte Steigung, vierter Gang, so 1/3 Gas. Motor musste ziehen, lief aber meiner Meinung nach nicht zu untertourig. Plötzlich: Ganz kurz langsamer, bissl brummig, dann Motor wie ausgeschaltet. Kurz vom Gas, 20 Meter rollen, dann normal weiter. Scheiß Gefühl, wenn der Motor schlagartig nicht mehr will.

Ventilspiel stimmt kalt wie heiß. Zündzeitpunkt auch. Zündmagnet ist überholt, Vergaser ist sauber, Sprit kommt genug an. Ich habe für die Rückfahrt den Teillastbereich nun NOCHMAL weiter angefettet: Statt original in der mittleren Kerbe hängt die Teillastnadel nun ZWEI Kerben höher. Die Rückfahrt verlief problemlos... Zieht gut, dreht ordentlich hoch, bei Vollgas gehe ich bei knapp 90 vom Gas, obwohl der Motor noch mehr könnte, aber das Fahrwerk nicht so wirklich... :fiessgrinz: Alles unauffällig, meiner Meinung nach.

Lange Rede, meine Frage: Kann es sein, dass das Teil wirklich so erheblich fetter eingestellt werden muss, da nun offener Lufttrichter statt Luftfilter und original vermutlich eh recht magere Abstimmung?!? Bestückung ist jetzt 170er statt 130er Hauptdüse, Düsennadel statt in der mittleren Kerbe zwei Kerben höher gesetzt... :gruebel:

Vielleicht kann ja einer von den erfahrenen Hasen hier sagen "Ja, das kann schon sein, dass man dann bei solchen Werten landet." Oder er sagt "Viiiiiiel zu fett, da muss was im Argen sein." :gruebel:
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon KNEPTA » Sa 24 Apr, 2021 20:09

.
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Jonas » Sa 24 Apr, 2021 20:31

KNEPTA hat geschrieben:.

Was soll mir das sagen?
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Boscho » Sa 24 Apr, 2021 20:52

Dass du schneller auf den Punkt kommen sollst? :weg:

Eigentlich gibst du dir die Antwort aber selbst: fetter läuft sie besser, und auf der Hinfahrt war es wohl noch nicht fett genug. ;)

Wärest du auf dem Holzweg, dann hätte sich ja mit dem Höherhängen der Nadel eine Verschlechterung einstellen müssen. Hat aber nicht.
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon KNEPTA » Sa 24 Apr, 2021 21:15

Na, ich hab den letzten Absatz übersehen...
Aber, wenn sie mit der Einstellung gscheit rennt dann passt des ja.
Ich war beim 650er Motor der Knepta mit den offenen Walkertöpfen meilenweit von der Originalbedüsung entfernt.
Aufs Klingeln hören und die Kerze beäugen.
Zuerst die passende Hauptdüse bei Vollgas finden und dann erst mit der Nadel spielen.
Und Vollgas ist wirklich Vollgas.
Und ich fragte mich zuerst auch ob der Tankrucksack drauf war so wegen Tankentlüftung und ob eventuell zu wenig Sprit nachläuft.
Und Vollgastest bergauf, damit sich der Motor auch ein bisserl anstrengen muss, das geht auch mit schlechtem Fahrwerk.
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Jonas » Sa 24 Apr, 2021 21:46

Boscho hat geschrieben:Dass du schneller auf den Punkt kommen sollst? :weg:

Ich hab wenig bis null Erfahrung mit so alten Kisten. Ergo viel Anlesen, Austausch mit Gleichgesinnten, Versuch und Irrtum, Gespräche - gerne auch virtuell. Ich versuche, meine Überlegungen und mein Vorgehen präzise zu schildern, aber generell den Laden hier nicht mit Fragen vollzuspammen. Falls das nervt, das Thema zu banal ist, oder längere Texte überfordern sollten: Einfach Bescheid sagen, dann frage ich nicht mehr und mach das Ganze mit mir selber aus. Aber lediglich einen "." als Antwort auf ´nen Text, mit dem ich mir viel Mühe gegeben hab, ich weiß nicht, das treibt mir den Puls hoch.

Ansonsten: Scheint ja der richtige Weg gewesen zu sein, Teillastnadel nochmal höher, passt also, wurscht.

Nachtrag, nachdem ich Uwes zweite Antwort gelesen habe und mit Puls wieder weiter unten:
Uwe, genau so tat ich. Erst die Hauptdüse Stück für Stück größer gemacht, bei Vollgas und leicht bergauf, stumpf am Anschlag und immer die selbe Strecke. Dann die Teillastnadel. Sprit läuft genug nach, der Tankrucksack war heute drauf (bei den Einstellfahrten letzten Sommer nicht), deckt aber null die Tankentlüftung ab, ist bauartbedingt gar nicht möglich. Entlüftung im Tankdeckel ist frei, Kerze ist ok, könnte einen kleinen Tucken rehbrauner sein, ist aber weit entfernt von "Elektrode weiß". Klingeln hab ich keins gehört, Motor wurde kurz etwas brummiger, dann aus. Zylinder war vor ´ner Weile runter, keine Spuren an Kolben oder Laufbahn ersichtlich. Aussagen wie "Ich war mit den offenen Walkertöpfen meilenweit von der Originalbedüsung entfernt" helfen sehr, sowas meinte ich mit "Erfahrungswerten", die fehlen mir eben, danke dafür.
Letzten Sommer lief sie ja gut nach der neuen Vergaserabstimmung (siehe Wartungsthread), die letzten Tage auch, deswegen wunderte mich, dass es heute plötzlich WIEDER besagtes Problem gab, vollkommen unvorhergesehen für mich, ich dachte, ich hätte es abgestellt, war aber nicht so, und irgendwann gehen einem dann mangels Erfahrungen auch die Ideen aus, mir zumindest.
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon KNEPTA » Sa 24 Apr, 2021 23:46

Wenn WIEDER besagtes Problem und dszwischen nicht, dann, ja dann passt was nicht. Wann hast du die Kerze angeschaut?
Ich hatte beim 780er Kneptamotor 3 verschiedene Kerzenbilder. Bei Vollgas weiß, im mittleren Gasbereich schwarz und im Leerlauf rehbraun.
Wenn des bei dir so wechselt, mal gut mal plopp, würd ich mal schauen ob genug Sprit kommt, ob was verlegt ist und auch ganz von der anderen Seite, der Zündungsseite die Sache beäugen.
Ein lockerer Unterbrecherhammerkunsstoffgleitstück hat mir bei der Puch schon einen Kolben gekostet. Zuerst super gelaufen, dann schlechter, dann wieder besser und dann hin...

Und das mit dem Puls tut mir leid. Ich hab nur den Hüftschuß unkenntlich machen wollen... :oops:
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Boscho » So 25 Apr, 2021 10:23

@Jonas: das mit dem "auf den Punkt kommen" ist als Scherz gemeint, deswegen ja auch der Schnellweglächler. Für mich (der ich ja auch lieber zu viel als zu wenig rede) ist alles gut. ;)
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon vitaminski » So 25 Apr, 2021 10:48

130er HD ist wohl a bissl zu klein....
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Jonas » So 25 Apr, 2021 14:19

@Andi
Jo, sieht so aus, danke Dir... Da scheine ich mit meiner 170er HD ja auf dem richtigen Weg zu sein. :smt023

@Uwe
Der Zündmagnet ist vom Profi überholt, dazu gibt´s auch ´nen Thread im Alteisentreiberischen. Der Unterbrecherkontakt ist ok, die Laufbahn des "Tappets" (Gleitstück des Unterbrecherkontaktes) geschmiert. Seit der Überholung gibt es keine Zündaussetzer mehr, wie´s halt vorher war. Eingestellt ist der Spaß auf 34 Grad vor OT bei voller Frühzündung. Das ist etwas kniffelig einzustellen, braucht mehrere Versuche, und EXAKT 34 Grad vor OT zu treffen ist nicht so einfach. Letztlich aber recht wurscht, gibt ja den Hebel zur manuellen Zündverstellung, und bei voller Frühzündung (=Standardfahrsituation) passt das, meine ich. Kein Klingeln, Leistung ok.
Zur Spritversorgung... Da gibt es anders als bei z. B. MZ keine Vorgabe bzgl. der Durchlaufmenge. Aber seitdem ich die besch*ssenen englischen Schiebehähne rausgeworfen habe, habe ich auch keine Korkbrösel mehr im Schwimmernadelventil hängen. DAS hat man deutlich gemerkt, Schwimmerkammer lief dann gerne über, Fahren unmöglich, da gab´s nix zu hirnen oder diskutieren. Ansonsten - Spritleitung ist aus Kupferrohr gebogen, keine Filter außer die direkt an den Hähnen im Tank, zwei Benzinhähne am Tank. Das sprudelt ordentlich, denke ich. Hab auch nie Dreck/Innenbeschichtung vom Tank oder was auch immer im Vergaser gefunden. Immer nur Korkbrösel, und die sind wie gesagt seit letztem Jahr Geschichte. Spritniveau in der Schwimmerkammer müsste ebenfalls stimmen, Schwimmer aus Kunstoff, neue Nadel an der richtigen Stelle eingeclipst (bewährte AMAL-Teile, passend zum 276er Modell).
Kerzenbild, hm. Gestern nach gut 40 Kilometern Landstraßenfahrt mit ca. 1/3 - 3/4 Gas beguckt. Aber klar - Man biegt am Ende von der Landstraße ins Dorf ab und tuckert noch 100 Meter bis zum Hof. War dann ein klein bisschen hell, würde ich sagen. Bei der Ermittlung der Hauptdüsengröße letztes Jahr, den vielen Vollgasfahrten zur Einstellung, war´s dunkler. Langes Leerlaufgetuckere im Stand: Sehr dunkel, fast schwarz, aber wenn ich da magerer drehe knallt sie zu sehr in den Auspuff und hat ´ne zu ruckartige Gasnnahme bei Gas ganz zu - Gas auf. Beim Leerlauf muss ich also nochmal gucken, vielleicht noch nicht optimal, geht aber schon für´s Erste, glaube ich. Da bin ich mir aber noch recht unsicher, will mich aber auch nicht verhuddeln sondern erstmal wieder ans Fahren kommen.

Außerdem, zum Kerzenbild... Die einen sagen "Bei dem modernen Sprit kann man da GARNICHTS mehr ableiten!", und drei Atemzüge später heisst es "Haste mal nach dem Kerzenbild geguckt? Aber WEHE, du trudelst nach ´ner Vollgasfahrt hundert Meter tuckernd auf den Parkplatz aus, dann kannste GARNICHTS mehr ablesen!" Was nun stimmt, keine Ahnung. Ich selber guck schon mal nach dem Kerzenbild. :smt102

Gestern war es auch wirklich frisch draußen. Vielleicht lag´s daran, und das Gemisch ist im Teillastbereich den einen Hauch zu sehr abgemagert, dass es wieder zu dem Fehler kam, den es im warmen letzten Sommer und den Fahrten bei wärmerem Wetter die letzte Zeit nicht gab?! :gruebel:

Ich denke, mit der erneuten Anfettung des Teillastbereiches bin ich auf der richtigen Spur. Hoffe ich zumindest.
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Jonas » Di 27 Apr, 2021 19:36

So... Heute um die 100 Kilometer stramm gefahren. Nachdem sie letztens bei kühlem Wetter im Teillastbereich zu mager war, ich daraufhin den Teillastbereich angefettet habe (Nadel eine Kerbe höher), läuft sie heute bei wärmerem Wetter im Teillastbereich ´ne Tucken zu fett. :omg:

Eigentlich müsste ich eine Nadelposition ZWISCHEN zwei Kerben haben. Bei MZ wäre das wohl möglich, wenn ich mich recht entsinne. Zwischenlage basteln, oder so. Hier ist die Nadel geclipst, da geht das nicht. Ist auch zu wenig Fleisch da, um eine zusätzliche Kerbe einzubringen.

Da die Teillastnadel aber eh ein wenig (oder sehr?!? Keine Ahnung) verschlissen aussieht, kommen sie und der Düsenstock einmal neu. Vielleicht gibt das dann ja den Hauch magerer, den ich gerne hätte. :fiessgrinz:

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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon andi » Di 27 Apr, 2021 20:39

Jonas hat geschrieben:So... Heute um die 100 Kilometer stramm gefahren. Nachdem sie letztens bei kühlem Wetter im Teillastbereich zu mager war, ich daraufhin den Teillastbereich angefettet habe (Nadel eine Kerbe höher), läuft sie heute bei wärmerem Wetter im Teillastbereich ´ne Tucken zu fett. :omg:

Eigentlich müsste ich eine Nadelposition ZWISCHEN zwei Kerben haben. Bei MZ wäre das wohl möglich, wenn ich mich recht entsinne. Zwischenlage basteln, oder so. Hier ist die Nadel geclipst, da geht das nicht. Ist auch zu wenig Fleisch da, um eine zusätzliche Kerbe einzubringen.


Häng sie tiefer und leg was unter den Clip, ich hab für sowas 1/10 Blech das sich für so was eignet.

Und wenn sie bei Vollgas etwas zu mager ist, nimm ein 175 Düse und häng die Nadel eins tiefer, dann bist vielleicht dort wost hin willst.
Zu mager bei Vollgas is ned gscheit, besser einen Tick zu fett.
erfolgloser Russenkurbelwellenfeinwuchter,
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Jonas » Di 27 Apr, 2021 21:20

Vollgas passt eigentlich mit der 170er, ist damit schon ein bissl fetter als magerer. Aber über ´ne größere Hauptdüse und Nadel eins tiefer zu gehen könnte vielleicht trotzdem klappen. Das mit dem Blech ist ein guter Tipp, mal schauen was ich da hab, das wird der erste Schritt. :smt023 Vielleicht geht da noch ein Hauch...

AMAL ist eh lustig. Nadeldüsen von 105 bis 113, Nadeln in unterschiedlichsten Ausführungen... Und dann gibt´s ja noch die Nadeldüsen für AMAL, in die aber nur BING Düsen passen. :omg:

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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon AIAndy » Mi 28 Apr, 2021 19:28

Servus Jonas!
Das mit unterlegen funzt beim AMAL ned. Geht nur beim Russen ;o) haben eine andere Schieberbefestigunh. AMAL is da a bissl heikel zum Einstellen. Düse und Nadel ist mal ein guter Ansatz. Sonst genau analysieren bei welcher Schieberöffnung gut und ab wo schlecht. Das mit den "aktiven" Düsen kennst? Da gibts von AMAL eine gute Beschreibung (kann ich dir schicken wennst es brauchst)LLD und HD.
Ich hab da einiges liegen. Meld dich bei Bedarf.
Ich hab viele kleine Abstimmungsschritte gebraucht bis es gepasst hat. Am Ende wärs ein Kompromiss.... ;o)
's werd scho!
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Re: Abstimmungsfrage AMAL 276 an 42er Royal Enfield OHV

Beitragvon Jonas » Mi 28 Apr, 2021 22:57

Jo, unterlegen klappt nicht, heute geschaut. Ist echt nicht so einfach einzustellen, das Ding, aber ich taste mich ran...

Analyse der Schieberöffnung ist spannend. Könnte ich jetzt einiges zu schreiben, würde dann aber wieder was länger. Treten letztlich immer im Teillastbereich auf, die Probleme.

Ergebnis des heutigen Fahrens: HD ´ne Nummer kleiner gemacht, 160 statt 170, in der Hoffnung, dass die Verkleinerung der HD zumindest ein wenig in den Teillastbereich mit reinspielt. Teillastnadel ist auf der 5. Kerbe geblieben. 1/4 bis 3/4 Gas ist Teillastbereich laut AMAL, 3/4 bis Vollgas Hauptdüse. Blendet aber alles ein bissl ineinander über, heißt es. Mit der 160er HD läuft das Moped immer noch fett genug bei Vollgas (fahre ich außerdem eigentlich eh nie), so mein Eindruck. Probleme mit Überfettung im Teillastbereich hatte ich dann heute keine mehr, lief echt gut. Kerzenbild hab ich aber noch nicht beguckt, aus Angst, wird immer noch viel zu dunkel sein fürchte ich. :rofl: 5. Kerbe jetzt ist echt... fett... höher geht nicht. :ugly:
Ich werd´ daher auch den anderen Weg mal probieren: Hauptüse 180 statt 170, und dafür die Teillastnadel wieder ´ne Kerbe tiefer, siehe Tipp vom Andi. Die 180er Düse ist aber noch nicht hier, wurd´ heute bestellt, neue Nadeldüse 106 und Teillastnadel 6 ebenfalls.

"Aktive" Düsen? Sagt mir nix... kannst Du mir gerne was zu schicken! Mailadresse kommt per PN. :smt023
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