Achtung, es wird scharf geschossen ...

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Achtung, es wird scharf geschossen ...

Beitragvon motorang » Do 10 Jan, 2008 06:52

Die Zeiten, wo man spekulieren/hoffen durfte, dass in den ölsterreichischen Radarboxen grad kein Film ist, oder dass die auf recht hohe Geschwindigkeit eingestellt sind damit der (teure und kurze) Nassfilm optimal genützt wird, sind vorbei.

Die Boxen werden inzwischen digital bestückt, und immer öfter auch mit Rotlichtblitz. Da kann man fröhlich drauflosknipsen, man kennt das ja aus eigener Erfahrung ...

Ergebnis:

Familienintern 3 Zettel in zwei Wochen.
Summa 180 Euronen.

Unter anderem 35 km/h in einer 30er Beschränkung (es wäre echt besser man konzentriert sich auf die Geschwindigkeitsanzeige statt auf eventuelle Fußgänger oder andere Fahrzeuge).

Kostet übrigens gleichviel (50 Eier) wie 65 in der 50er Zone ...

Empfehlung: lieber schleichen statt mal zu schnell. Ist erheblich billiger wenn man wegen Langsamfahren gestraft wird, und das passiert auch nicht durch eine Maschine ...

Oder etwas flotter auf den kleinen und kleinsten Nebenstraßen, wo nicht gemessen wird (überland).

Frustrierte Gryße!
Andreas, der motorang

PS: die 65 waren auf einer mehrspurigen Hauptverkehrsstraße ohne Kreuzung, Anwohner oder dergleichen. Ich fuhr dort bislang (etwa 15 Jahre lang) stets mit dieser Geschwindigkeit, so wie alle anderen auch. Die Umrüstung dieses Radarkastens hat sich SICHER ausgezahlt.
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Beitragvon Nanno » Do 10 Jan, 2008 07:16

OJe... und wieder mal Vorsprung durch Technik. :evil:

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Beitragvon Blechroller » Do 10 Jan, 2008 08:41

In München stehen die Jungs immer öfter mit Radarpistolen an den 4spurigen Ausfallstraßen. Da fährt -bisher- keiner die erlaubten 50km/h. Keine Chance bei Pistoleros, diese zu entdecken. Irgendeine Pistole ist eigentlich jeden Morgen auf mich gerichtet.

Hab ihr in Ö eigentlich auch ein Punktesystem?

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Beitragvon Riege » Do 10 Jan, 2008 09:05

Au Mann, die Mistsäcke... :x

...ich halt jetzt lieber den Schnabel, bevor ich mich in Rage schreibe...



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Beitragvon motorang » Do 10 Jan, 2008 09:10

Blechroller hat geschrieben:In München stehen die Jungs immer öfter mit Radarpistolen an den 4spurigen Ausfallstraßen. Da fährt -bisher- keiner die erlaubten 50km/h. Keine Chance bei Pistoleros, diese zu entdecken. Irgendeine Pistole ist eigentlich jeden Morgen auf mich gerichtet.

Hab ihr in Ö eigentlich auch ein Punktesystem?

OllY


Quasi ... wir haben ein "Vormerksystem" für schwere Ausrutscher ...

http://www.oeamtc.at/index.php?type=art ... ctive=0194

Weiß nicht ob Nichtmitglieder das derlesen, also:

Vormerksystem: So funktioniert's
Die Vormerkung als Vorstufe zur Entziehung des Führerscheins
Seit 1. Juli 2005 ist das Führerschein-Vormerksystem in Kraft.


Was bedeutet Vormerksystem?

Das Vormerksystem ist wie die "Gelbe Karte" der Straße: Für Verkehrsdelikte ist eine Vormerkung im Führerscheinregister die Vorstufe zur Entziehung der Lenkberechtigung.

Das Vormerksystem ist ein erster Schritt, frühzeitig einen Risikolenker zu erkennen, ihn auf sein Verhalten aufmerksam zu machen und ihn damit zu einem rücksichtsvollen Kraftfahrer zu "erziehen".

Alle die am Steuer gegen eine bestimmte Verkehrsregel vestoßen müssen neben einer Geldstrafe mit einem Eintrag in das Führerscheinregister rechnen.

Weiterhin gilt aber: Wer rast oder andere gefährdet, erhält gleich die "Rote Karte" und muss den Führerschein für einige Zeit bei der Behörde abgeben.

Vormerksystems vs. Punkteführerschein

Ein Vormerksystem ermöglicht das positive und rechtzeitige "Erziehen" eines Risikolenkers. Das Entziehen des Führerscheins bildet daher nicht das vorrangige Ziel des Vormerksystems.

Ein Punkteführerscheinsystem dagegen wartet nur zu, bis jemand eine entsprechende Anzahl von schweren Delikten gesammelt hat und nimmt ihm dann den Führerschein weg.


So funktioniert's

Der Deliktkatalog des Vormerksystems enthält dreizehn schwere unfallrelevante Verkehrsverstöße. Wer leichte Verkehrsübertretungen oder gar nur Parkdelikte setzt, braucht nichts zu befürchten.

Bei der ersten Übertretung aus einem Katalog von 13 schweren Verkehrsverstößen, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden, gibt es eine Vormerkung im Register.
Nach dem zweiten Delikt aus diesem "Pool" folgt der Auftrag, eine Maßnahme zu absolvieren, etwa ein Verhaltenstraining.
Erst wenn diese beiden Schritte keine Besserung gebracht haben und innerhalb von zwei Jahren ein drittes Delikt gesetzt wird, wandert der Führerschein für drei Monate zur Behörde.
Die Delikte im Überblick
Übertretung der 0,1 Promille-Grenze bei C- und D-Führerschein (LKW und Autobus)
Übertretung der 0,5 Promille-Grenze allgemein
Gefährdung von Fußgängern auf dem Schutzweg
Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes 0,2 bis 0,4 Sekunden (darunter Entzugsdelikt)
Überfahren einer Stopptafel mit Vorrangverletzung
Überfahren von rotem Ampellicht mit Vorrangverletzung
Befahren des Pannenstreifens mit Behinderung von Einsatzfahrzeugen
Verletzung des Fahrverbots für Kfz mit gefährlichen Gütern
Missachtung der Tunnelverordnung bezüglich der Beförderung von
gefährlichen Gütern beim Befahren von Autobahntunneln
Blockieren der Geleise und Verstoß gegen gelbes oder rotes Licht bei Eisenbahnkreuzungen + Umfahren von bereits geschlossenen Schranken
Lenken eines Kfz mit schweren Mängeln
Lenken eines Kfz mit nicht entsprechend gesicherter Beladung
Nichtbeachtung der Vorschriften zur Kindersicherung


Was passiert mit der Vormerkung?

Die sogenannten "Vormerkdelikte" werden als nicht so gefährlich angesehen wie jene schweren Delikte, die zur sofortigen Entziehung der Lenkberechtigung führen.
Mit dem Strafbescheid zur ersten Übertretung wird der Lenker über die drohenden weiteren Schritte bei Fortsetzung seiner "Karriere" informiert.
Nach mehrfachen Übertretungen muss der Lenker Maßnahmen absolvieren, die von psychologischen Gesprächen über Fahrsicherheitstrainings bis hin zu Schulungen zur richtigen Kindersicherung reichen.
Wird innerhalb von zwei Jahren hingegen kein Folgedelikt eingetragen, wird die Vormerkung nicht mehr berücksichtigt.


Sinnvolle Sache wie ich finde!

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Beitragvon motorang » Do 10 Jan, 2008 09:12

Riege hat geschrieben:Au Mann, die Mistsäcke... :x

...ich halt jetzt lieber den Schnabel, bevor ich mich in Rage schreibe...



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Es ist halt blöd wenn dieselben Vorschriften plötzlich anders exekutiert werden.

Erinnert sich noch wer wie sorgenfrei man früher (im letzten Jahrhundert) in Italien unterwegs war?

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Beitragvon Blechroller » Do 10 Jan, 2008 09:30

motorang hat geschrieben:Erinnert sich noch wer wie sorgenfrei man früher (im letzten Jahrhundert) in Italien unterwegs war?



und in Gallien...

Während ich die durch fast schon übermäßige Kontrollen und harte Strafen in Gallien erlangte Verbesserung des Fahrverhaltens auf Landstraßen durchaus angenehm empfinde, geht auf italienischen Landstraßen garnix mehr voran. Letztens bin ich in der Gegend zwischen Gardasee und Meran bald verzweifelt. Aggressives Fahren, aber nur bis 40km/h innerorts, 80km/h außerorts. Die Leute hauen aufs Gas, als ging die Welt unter und dann eine Vollbremsung um nur ja deutlich unter dem Limit zu bleiben. Chaos pur.


Das Vormerksystem ist nicht unsinnvoll. Wobei in D mit den Nachschulungskursen zum Punkteabbau in ähnliche Richtung gedacht wird. Nur kann man in D auch ganz gut ohne Gefährdung punkten....

Die neuen "Spendensätze" in D (muss mal nachschauen, ob die schon gelten) sind übrigens auch nicht von schlechten Eltern. Billiges Heizen in D war mal...

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Beitragvon lilienstein » Do 10 Jan, 2008 10:26

Das versteht man wohl unter Harmonisierung der Gesetze in der EU :evil:

Obwohl die Eidgenossen da noch nicht drin sind, diesen Punkt haben sie schon ordentlich umgesetzt, sprich man ist eigentlich ständig in Angst und am luuge, wo diese Mistkästen stehen... Zum Glück wurde bei mir beim Zivi der Fahrstil schon dahingehend versaut - alte Leutchen möglichst schonend zum Artzt oder sonstwohin kutschieren, und die und der Fahrdienstleiter reagierten empfindlich, wenn man gefyhlsmässig oder wirklich zu schnell unterwegs war :oops:

Also gemytlich dahintuckern mit dem Alteisen, Landschaft geniessen...

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Beitragvon ragman » Do 10 Jan, 2008 10:48

Ach wie schön, daß ich jetzt gaaaanz gemytlich rumdiesele :-D :-D :-D ... ich komme kaum in die Verlegenheit (aber bei 35 in der 30er wäre ich wohl auch fällig gewesen)
Das beste Werkzeug ist ein Tand in eines tumben Toren Hand.
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Beitragvon Riege » Do 10 Jan, 2008 10:52

...irgendwie scheint mir angesichts der geänderten Umstände ein hochklappbares Nummernschild nicht unangebracht... :D
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Beitragvon Blechroller » Do 10 Jan, 2008 10:53

lilienstein hat geschrieben:Das versteht man wohl unter Harmonisierung der Gesetze in der EU :evil:



Hat damit eigentlich überhaupt nix zu tun.

Ich bezweifel -zumindest in D- den wirklichen Willen zur Verkehrsverhaltenssteuerung. Es mag ja politisch opportun und realiter auch nötig sein, Strafen für stark verkehrsgefährdendes Verhalten an und über eine Schmerzgrenze hinaus zu erhöhen. Manche Länder (Gallien, Schweden) ergreifen diese Maßnahmen der "Gebührenerhöhung" und nachhaltigen Kontrolle auch, um den Verkher zu erziehen. So hat Schweden die "Gebührenschraube" noch einmal heftig gedreht, weiter Polizisten eingestellt und z. B. den obligaten Abzug von 3 oder 5 km/h der Messung eliminiert, um dem erklärten Ziel "Keine Toten im Straßenverkehr" näher zu kommen. Auch in Gallien ist die Zahl der schweren Unfälle seit Einführung der Maßnahmen vor so 5 oder 6 Jahren stark zurückgegangen.
Ich finde das richtig und würde es begrüßen, wenn auch in D mal richtig kontrolliert würde und dem Verkehrsverhalten der fast schon Mehrheit der Dichtauffahrer, Nötiger, Rechtsüberholer und Raser auf deutschen Autobahnen einen Riegel vorzuschieben.
Die Realität in D ist aber anders: Kontrollen finden dort statt, wo es was in die Kasse bringt, nicht dort wo Gefahrenschwerpunkte liegen.
In München wird auf dem mittleren Ring und den breiten Ausfallstraßen kassiert, bei uns im Dorf steht die Radarfalle immer an einer breiten, innerörtlichen Straße ohne Bebauung an den Seiten. Am Schulweg/Kindergartenweg wird geheizt was die Karre hergibt, kassiert wird aber dort, wo noch nie was passiert ist und eigentlich durch Heizerei auch keine besondere Gefahr droht.
Schön ist auch eine öfterige Kontrollstelle vor München: Erst kommt eine recht unübersichtliche Ortsdruchfahrt. Dort stand in den letzten Jahren noch nie eine Kontrolle. 1km weiter ist eine Bregrenzung auf 70 km/h wegen einer eigenen Abbiegespur in beiden Fahrtrichtungen. Dort stehen die Jungs mindestens 1x die Woche. Wo dort eine Gefahr sein soll, wenn jemand 80 oder 90 fährt, erschließt sich mir nicht. Die ache ist aber logisch, wenn man weiß, dass der Kontrollmensch nicht nach dem Ort der Kontrolle und evtl. daraus resultierender Minderung der Unfallzahlen beurteilt wird, sondern nach der Summe seiner "Einnahmen".
Und genau da wird auch der "Sinn" der österreichianischen Zellenaufrüstung vom Filmchen zum digitalen Knipsomaten liegen.

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