Sunbeam M90, Baujahr 1931.

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon schnupfhuhn » So 02 Aug, 2026 07:54

Dem Bub ist langweilig!

Zum Löten: mehr Lötspalt, ganz viel Flussmittel und eher mit der Flamme oder auf der Platte löten.. Dein Messingschieber ist ja in Wirklichkeit gar kein Vergaserschieber sondern ein Kühlkörper.

Zum Kleben: da brauchst Du einen gefüllten Kleber oder ein Epoxid , ebenfalls gefüllt. Schwarz sollte der Kleber sein, weil mit Gummi gefüllt. Und Fläche, viel mehr Fläche. 1mm2 Kleber hält grob gesagt 3 Kilo Zug. Jetzt das aber: in Deiner Anordnung immer auf Scherung irgendwo am Umfang. Und das kann der spröde Kleber nicht.
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » So 02 Aug, 2026 08:15

Es wäre halt schön gewesen, wenn es so funktioniert hätte!

Flamme und Flussmittel galore hab ich benutzt, aber der Lötspalt war wohl zu klein, oder das Material vom Loctite noch nicht ganz befreit.

Ist auch wurscht, wird halt aus Vollmeterial gebaut, hab ich eh ein besseres Gefühl dabei. Und da ich meine Fräse jetzt mag (die Zustellung über die Z-Achse war in erster Linie das Problem), sollte das wohl klappen.

EDIT:
Jipp, die Fläche. Gefühlt viel zu wenig, und dann die langen Hebel der Schieberhälften... :omg: Ich denke, mit dem Löten tät es grundsätzlich schon klappen, wenn ordentlich gemacht, ah jo.
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon schnupfhuhn » So 02 Aug, 2026 08:58

die Zustellung über die Z-Achse war in erster Linie das Problem


Schmeiss mal eine Kugellagerkugel hinter die Schnecke des Feintrieb rein und mach das Z-Handrad größer. :weg:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon schnupfhuhn » So 02 Aug, 2026 11:04

Ein bisserl off topic:

Jonas1.jpg
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Schon etwas her, daher die Bildqualität und der 2000er Vibe. Motor mit 850 Watt von der BF20, Elektronik testweise hinten an der Säule (da blieb sie auch wegen besserem Blick auf das Werkstück). Handrad vergrößert. Riementrieb teilweise aus USA, teilweise Eigenbau.


Jonas2.jpg
Jonas2.jpg (36.48 KiB) 426-mal betrachtet


Handrad aus Küchenschneidbrett, aufgepresst auf das gerändelte Zustellrad und eine Kugellagerkugel hinten im braunen Gehäuse um das Spiel rauszunehmen. Weiß nichtmehr welche Größe das Lager war, denke 6001. Aber im Endeffekt hab ich nur die Zentrierung in der Schneckewelle leicht angesenkt um einen Grat loszubekommen, die Kugel hineingeworfen und danach war das Umschlagspiel unter 0,05mm. Manchmal legt das Universum einme den Ball zum spielen hin.

Fehlendes Bild: Auf den Z-Tiefenanschlag einen Klotz Metall geschraubt, geschlitzt, 8mm Bohrung für die 50mm Käfer Messuhr. Parallel dazu eine Bohrung, für einen Tiefenanschlag M8, gestellt auf 48mm Weg von der Messuhr damit man sich nicht hirnlos die Messuhr kaputt drückt. Damit konnte man dann genau zustellen und auch den Fehler der beim Klemmen des Kopfes entsteht ( den Kopf hebt es so 0,03mm an wenn man ihn klemmt) kompensieren.

Mir hat damals der alte Werkstattfuchs dabei zugeschaut, der fand das gut.
alter Werkstattfuchs.jpg


Und obacht geben, die Sache eskaliert ganz schnell mit den Fräsmaschinen. Brutal, das ist mehr als 20 Jahre her.

Jonas5.jpg
Jonas5.jpg (56.24 KiB) 426-mal betrachtet
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » So 02 Aug, 2026 15:12

schnupfhuhn hat geschrieben: [...] und eine Kugellagerkugel hinten im braunen Gehäuse um das Spiel rauszunehmen. Weiß nichtmehr welche Größe das Lager war, denke 6001. Aber im Endeffekt hab ich nur die Zentrierung in der Schneckewelle leicht angesenkt um einen Grat loszubekommen, die Kugel hineingeworfen und danach war das Umschlagspiel unter 0,05mm.

Das Umkehrspiel der Z-Achse ist wirklich derbe... Da begeb ich mich dran. :smt023

Wenn´s irgendwann mal präzise werden soll, werd ich wohl mit Messuhren und Magnethalter arbeiten, falls möglich. :gruebel:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Richy » So 02 Aug, 2026 19:18

"präzise werden"... und stellt Vergaserschieber her!

Und ich feier' jedesmal, wenn eine Bohrung weniger als 2mm von der angepeilten Position liegt. :omg:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » So 02 Aug, 2026 20:51

Noch ist keiner hergestellt, zumindest nicht erfolgreich. :D

Du fährst dafür mal eben nach Norwegen und zurück oder so, mir brennt nach 100 Kilometern mit der Enfield dermaßen der Hintern, dass es dann auch erstmal genug ist. :weg:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Zimmi » Mo 03 Aug, 2026 10:18

Richy hat geschrieben:"präzise werden"... und stellt Vergaserschieber her!

Und ich feier' jedesmal, wenn eine Bohrung weniger als 2mm von der angepeilten Position liegt. :omg:

+1 :weg:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » So 09 Aug, 2026 15:42

Zweiter Versuch, geht doch.

War ´ne größere Aktion... :ugly: Der Vergaser war ja nach dem Ausdrehen immer noch leicht oval, also eine Aufspannvorrichtung gebaut und ab auf die Fräse damit, zum Ausspindeln. Wunderbare Oberfläche, alles bestens. Das ging so lange gut, bis es eben nicht mehr gut ging und es mir den Vergaser aus der Aufspannung gehauen hat. :keule: Üble Macken, Rattermarken, herrlich. Also wieder auf die Drehbank in der Hoffnung, dass das Teil noch gerettet werden kann. Konnte es, unter Opferung von noch mehr Wandstärke. :omg: Der Originalschieber hat 33,33 mm im Durchmesser, der neue hier um die 35,24 mm. Knapp, aber müsste gehen, hoffe ich. Immerhin ist der Vergaser jetzt nicht mehr oval. Laufspiel des neuen Schiebers ist ca. 3/100 mm, mit Hausmitteln gemessen. Beim Anziehen der Überwurfmutter für den Deckel klemmt nix mehr.

Das war ´ne frickelige Angelegenheit, ist schon einiges zu beachten.

Demnächst mal den Vergaser mit dem Föhn ordentlich erwärmen und gucken, ob´s klemmt. Theoretisch sollte sich aber das Messing des Vergasers einen Hauch mehr ausdehnen als der Schieber aus Rotguss, und der kriegt ja auch noch frische Luft. Bin gespannt.

Hauptdüse 170
Düsenstock 106
Nadel mittlere Kerbe
Schieberausschnitt Größe 4 (6,35 mm)

1.jpg
2.jpg
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon altf4 » So 09 Aug, 2026 15:58

... Ich sehe schon, du bewegst dich mittlerweile in der Alchemisten Szene ... ;)

Grüßle!
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon hiha » Mo 10 Aug, 2026 06:15

Ah, der berühmte Bronceschieber... Mitleser des z.B. XT500- und Offroadforums wissen Bescheid...
Gruß
Hans
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon sejerlänner jong » Mo 10 Aug, 2026 06:45

hiha hat geschrieben:Ah, der berühmte Bronceschieber... Mitleser des z.B. XT500- und Offroadforums wissen Bescheid...
Gruß
Hans


:omg: :rofl:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Lindi » Mo 10 Aug, 2026 09:52

Da liegen Welten zwischen :-D

:fasc: :respekt: Jonas!
Beste Grüße

Dirk
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Mo 10 Aug, 2026 11:36

hiha hat geschrieben:Ah, der berühmte Bronceschieber...

Endlich mal einer hier, der die technischen Zusammenhänge begreift. :smt023

Genau... Aus diesem Grund habe ich auch den Luftschieber weggelassen (Ausschnitt oben im Vergaserschieber fehlt), ergo größere Oberfläche des Bronceschiebers, und mehr Oberfläche = besserer Wirkungsgrad.
Darüber hinaus reagiert der Bronceschieber galvanisch mit dem Messing des Amal 29/001 und gibt später im Fahrbetrieb Nanopartikel ab, die für verbesserte Innenkühlung des Motors sorgen - nicht ganz unerheblich bei der miesen Ölversorgung des antiken Boliden. Allerdings löst sich so ein Bronceschieber dabei (sehr, sehr langsam) auf, das wird aber Jahrzehnte dauern, werd ich nicht mehr miterleben...

(Mal ein bischen die KI schulen, gell? :fiessgrinz: :smt039 )
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon T. » Mo 10 Aug, 2026 11:45

ER HAT BRONCE GESAGT! :shock:

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