Sunbeam M90, Baujahr 1931.

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Do 30 Jul, 2026 23:36

Zwillingspeter hat geschrieben:Die Sunbeam läuft mit einer modernen plastikverkleideten Einspritzung eh besser.
Und die Dinger sind optisch kaum noch von historischen Vergasern zu unterscheiden.
;-)

Erinnert mich an die Aussage des Vaters eines Schulfreundes seinerzeit, warum wir denn S/W-Photos machen würden, es gäbe doch mittlerweile Farbfilme! Recht hatte er. Erkennt man auch mehr drauf! War zum Glück nur eine Phase damals. :weg:

Die Fräse ist vorbereitet, ich bin gespannt. Das Rechte soll mal aussehen wie das Linke, aber in gut. RG7 (Rotguss), und das Dach vom alten Schieber mit dem Einhänggedäh soll in den neuen Schieber mit Loctite 648 eingeklebt werden. Ob´s klappt, keine Ahnung, hab noch ein wenig Bedenken. Falls nicht, weiter hirnen, ggf. kompletter Neubau.

Beim alten Schieber haben sie wohl irgendwann mal den Schieberausschnitt mit Zinn verkleinert. Warum auch immer... Vielleicht, um das Gemisch mit dem brutal ausgeschlagenen Vergaser im Leerlauf zumindest ansatzweise hin zu bekommen. Ich mag so Pfusch ja. Darf man eigentlich gar nicht "Pfusch" nennen, sondern eher Respekt davor haben, wie sie den Haufen über den Krieg gewuppt und danach bis Mitte der 50er Jahre am Laufen gehalten haben.

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Richy » Fr 31 Jul, 2026 05:29

Wäre bei dem Material nicht drauflöten naheliegender?
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Fr 31 Jul, 2026 07:24

Hatte ich auch erst überlegt.

Mein Bedenken ist aber, dass das Weichlot im Betrieb durch die ständigen Vibrationen weichgeprügelt wird, und dann war es das mit der Lötnaht. Wie realistisch diese Sorge ist, keine Ahnung.

Gerade nochmal die Bilder angesehen, theoretisch könnte ich ja auch den alten Schieber auf ´nen Dorn zum Aufspannen packen, ihn außen überdrehen und dann mit einer Hülse versehen. Mehr tragende Flächen und nicht nur den Deckel oben drauf gepappt. Oder den Deckel mit ´ne Stück alten Schieber bissl weiter in den neuen Schieber ragen lassen.

Da geht noch was. :ugly: :gruebel:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon hiha » Fr 31 Jul, 2026 08:33

Weichlöten hält, bei Messing muss man bei Loctite erstmal probieren obs ohne Aktivator anständig aushärtet. Vermutlich aber schon.
Gruß
Hans
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Bernhard S. » Fr 31 Jul, 2026 08:34

schnupfhuhn hat geschrieben:
Hans, wir zwo machen eine bairische Übersetzung. John Conally, "Glump aufrichten" ...


Wia mechsd denn Du des macha? Ees Schwom (no dazua bergisch sozialisiert :omg: ) kinnts ja aa ned richtig boarisch.
Des muass hoassn: "Glump herrichtn"!
"Aufrichtn" duad ma an Maibaam oder s Brennhoiz!

:weg: :weg:

Grysse vom Bernhard, der im Moment selten da ist, weil er von seinem Chef richtig hergenommen wird...
3,5tkm diese Woche, is grad a bisserl viel... :roll:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon schnupfhuhn » Fr 31 Jul, 2026 09:40

Na., scho aufrichten, wia aufziagn. Oa kloane Flächen, oa kloane Schneid aufs der dann für drei Dog lauft, bevors mehra verreckt! :weg:
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Fr 31 Jul, 2026 18:53

Ihr macht das schon... :D Hallo Bernhard! :smt039

Das ist jetzt der Stand der Dinge. Meinen Recherchen nach geht das mit dem Loctite 648 und die Klebung ist angeblich einer Weichlötung noch überlegen. Wir werden sehen.

Demnächst dann Angstgegner Fräse, zwei Schlitze einbringen und den Schieberausschnitt Größe "4" (6,35 mm). Die Schlitze gehen verdammt nah an den Deckel ran, aber ich bin nicht der erste der das so macht, es sollte also hoffentlich funktionieren und halten. Vorher wird aber an Musterstücken geübt.
Hab heute überlegt, dass ich eigentlich ein wenig mehr Fleisch stehen lassen bzw. im neuen Schieber versenken könnte, in etwa wie auf Bild 2, bin dann darüber hinweggekommen, aus mir jetzt unerfindlichen Gründen. :gruebel:

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Richy » Fr 31 Jul, 2026 19:39

Ein Wahnsinn!
Hut ab!
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Therion » Fr 31 Jul, 2026 21:30

:pray:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon T. » Fr 31 Jul, 2026 21:47

Mechaniker Traum..

Bin ja Grob Flexer....kein Fein Dreher :floet:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Zwillingspeter » Sa 01 Aug, 2026 08:16

Moin Jonas,
seeehr fein!
Unglaublich, wie schnell Du das alles lernst und wie cool Du es dann umsetzen kannst.
Aber Du kommst ja beruflich auch aus der Richtung;-)
Ich freue mich auf die Fortsetzung…
Gruß Peter
Klar ist, dass ausgeschöpftes Potenzial der Dauerhaltbarkeit tendenziell abträglich ist.
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Zimmi » Sa 01 Aug, 2026 08:18

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Sa 01 Aug, 2026 11:06

Danke, danke, aber noch ist es nicht so weit. Bis jetzt war das eher eine recht präzise Fleißarbeit, das wirklich Herausfordernde (für mich) steht noch aus. Mir behagt es nicht, die Schlitze für den Jet Block so weit bis zum eingeklebten Deckel runter fräsen zu müssen, der kwasi gespaltene Schieber hält dann nur durch die Klebung und einen schmalen umlaufenden Rand vom Schieber, und von den Vibrationen beim Fräsen reden wir da noch nicht. :gruebel: Da muss genau gehirnt werden bezüglich Aufspannung etc. Na, hetzt mich ja keiner.
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon schnupfhuhn » Sa 01 Aug, 2026 11:42

Spreizdorn wäre ein Option, wenn Du den sauber sitzend hinbekommst ist die gesamt Wand unterstützt und Du hast auch kein Problem beim "durchbrechen" vom Fräser, weil dahinter noch Unterstützungsmaterial vom Dorn kommt. Wie breit ist der Schlitz denn?

Spanndorn Vergaser.jpg


Oben den nicht gezeichneten Gegenkonus mit einem M6 Gewinde herunterziehen, welches Du von hinten anziehen kannst. Das spreizt den Dorn. Unten hast Du eine schöne Fläche für ein Futter oder den Schraubstock zum greifen.
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » So 02 Aug, 2026 01:21

Tjo. :fiessgrinz:

Der Innendurchmesser war ´nen Hauch zu klein, also wieder auf die Drehbank, nicht optimal, knack, ab, Flug durch die Werkstatt. Hatte vorher schon einmal ein verdächtiges Knacken gehört... Da war wohl etwas wenig Loctite 648 an der Klebestelle. Passung zu eng, falsch aufgetragen, was auch immer.

Eh schon versaut durch´s unfreiwillige Ausspannen, dann kann ich jetzt auch Löten versuchen. Hält besser, aber da der Schieber schon ordentlich einen abgekriegt hat und ich der Sache durch Schleifen nicht mehr Herr wurde, bissl hier und da gebogen. Knack, wieder ab. Immerhin sah die Lötnaht etwas besser aus als die Klebung. Vorher beide Bauteile verzinnen wäre wohl sinnvoll gewesen, und die Passung etwas weniger saugend. :ugly:

Loctite 648
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Weichlot
b.jpg


Der Vorteil von dem Rumgemache war, dass ich jetzt mit der Fräse ganz gut zurecht komme. Aufspannungen waren teils nicht optimal, sehr lange Hebel, aber lief alles wie Butter.
Ich denke, ich bau den Schieber jetzt aus massivem Material, nützt ja nix.

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