KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

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KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Sepp » Mo 15 Jun, 2026 07:20

Ich habe mal eine Frage an die hier anwesenden Spezialisten zum negativ Sturz bei Geländegespannen.
Seit April bin ich stolzer Besitzer eines KTM LC4 Gespanns.
Nachdem ich jetzt das Gespann einigermaßen flott bewegen kann ohne dass die Gefahr besteht in jeder Rechtskurve mit erhobenen Beiwagen in den Gegenverkehr zufliegen, kam die Frage auf ist der extreme negativ Sturz bei Geländegespannen normal.
Der Reifenverschleiß am Beiwagenrad ist bei Fahrt auf geteerten Straßen enorm.
Ansonsten reagiert das Gespann mit 38 kg Beiwagengewicht relativ gutmütig.

Gruß Sepp

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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Zimmi » Mo 15 Jun, 2026 07:30

Moing Sepp,

am Beiwagen sieht man derartige "Schrägräder" bei Offroad-Gespannen sehr häufig.
Keine Ahnung, ob man das bei Deinem Gespann anders einstellen könnte...
Wie lange hält der Schluffen am BW denn, und was für ein Fabrikat hast Du drauf?

Grysze, Michael
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Aynchel » Mo 15 Jun, 2026 07:51

Moin
Alleine der Sturz verursacht keinen übermäßigen Verschleiß am Motorradreifen.
Ich würde mal die Spurlatten anlegen.
Mehr als 30mm Vorspur auf Höhe der Vorderradachse sollte der SW nicht haben.
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Richy » Mo 15 Jun, 2026 08:26

Im Allgemeinen sind Endurogespanne ja nicht einstellbar, manchmal kann man tricksen, zB. über eine gewinkelte Radachse, da kann Roll sicher noch was zu schreiben.
Bei dem Wasp-Gespannen kann man auch die Seitenwagenschwingenachsenhalterungen umbauen, da braucht man aber bissel Können und Werkzeugpark.
Bei mir steht das Rad auch leicht schräg, aber nicht so arg. Interessanterweise fährt sich der Reifen aber gerade ab.
Vorspur dürfte bei meinem Gespann sehr groß sein, wenn ich den Lenker loslasse, fährt es stumpf nach links. Der Reifen hält so ganz grob geschätzt 5000km, passend zu den Anderen.
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Sepp » Mo 15 Jun, 2026 10:28

Ich hab momentan einen Mitas H06 am Beiwagen. Der Reifen fährt sich einseitig ab.
Ich bin allerdings in der Regel ohne Beifahrer (es traut mir noch keiner :roll: ) und mit 38 kg Gewicht unterwegs.
Wenn ich den Reifen alle 1000 km drehe wird er wahrscheinlich 3000 - 4000 km halten.
Dem Hinterreifen aktuell Conti TKC 80 gebe ich höchstens 1000 km

Wie ich bereits schrub fährt sich das Gespann nach der Eingewöhnung sehr agil und berechenbar. Erfordert aber immer Konzentration in den Rechtskurven und bei Querneigungswechsel.
Der große negativ Sturz ist für mich halt optisch sehr gewöhnungsbedürftig.

Gruß Sepp
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon mike58 » Mo 15 Jun, 2026 11:06

schönes Gefäht,
Setz doch mal einen gleichgewichtigen Mensschen drauf und betrachte den Sturz, bei den langen Federwegen relativiert sich sehr schnell, Gespannfahren der ewige Kompromiss.
servus
Mike
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Dreckbratze » Mo 15 Jun, 2026 11:30

Im Wettbewerb ist die Laufleistung der Reifen irrelevant, da gelten andere Prämissen.
Straßentauglich wird das imho nur mit Korrektur der Vorspur, evtl. auch etwas weniger Sturz.
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Richy » Mo 15 Jun, 2026 11:41

Vorspur muss er ja erstmal messen, wie Aynchel schon schrub. Wenn das Gespann gut fährt, sollte man da nicht zuviel dranrumdrehen. Den Sturz korrigieren ist da eher weniger kritisch. Der Mitas wird allerdings so oder so nicht ewig halten, wenn man einigermaßen zügig fährt. In Linkskurven bekommen alle drei Reifen eins auf die Fresse und der ist von allen der Kleinste und Schmalste.
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Dreckbratze » Mo 15 Jun, 2026 11:51

Richy, der Roll hatte das gleiche Problem an seiner Alpinkatz und konnte das zumindest abmildern.
Daß man erstmal misst ist ja logisch, aber bei dem genannten Verschleiß ist das ziemlich eindeutig. Egal wie mickrig der Reifen ist, mehr als 1500 km sind bei entsprechender Einstellung auf der Straße immer machbar.
Btw.: Meine Guzzen sind fast ohne Vorspur sehr gut geradeaus gelaufen, allerdings auch mit viel Vorlauf.
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Zimmi » Mo 15 Jun, 2026 14:05

Richy hat geschrieben:[...] Der Mitas wird allerdings so oder so nicht ewig halten, wenn man einigermaßen zügig fährt. [...]

...und das nicht nur, weil er...
Richy hat geschrieben:[...] von allen der Kleinste und Schmalste [...]

...ist. Der Mitas ist eh als nicht sonderlich verschleißfest bekannt...

Trotzdem ist es wie schon geschruben eindeutig sinnvoll, danach zu gucken, wo noch einstellungstechnisch was zu holen ist, denn auch wenn ein anderer Reifen am Beiwagen vielleicht 1000 km länger hält, ist das immer noch bei der gebotenen Belastung eindeutig nicht lang genug.
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Richy » Mo 15 Jun, 2026 14:27

Was gäbe es denn in 3,5x16, was als Verschleißfest bekannt ist? Frage für einen Freund :ugly:
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Dreckbratze » Mo 15 Jun, 2026 15:34

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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Richy » Mo 15 Jun, 2026 17:17

Dreckbratze hat geschrieben::lol: <China-Vollgummireifen>

Ja, ähh, kann man zwar beliebig oft nachschneiden, aber irgendwann fällts halt auf... :ugly:
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Roll » Mo 15 Jun, 2026 19:58

Bin unterwegs und hab grad kein Bild von meiner Beiwagenachse, aber irgendwo im Richy-Kettenmonsterfred steht glaub was dazu.
Jedenfalls ist da das Gewinde für die Mutter außermittig, so daß sich bei Verdrehung der Winkel ändert.

Aaaber:
Richy hat geschrieben:Wenn das Gespann gut fährt, sollte man da nicht zuviel dranrumdrehen.

Punkt.

Zur Vorspur bei Geländegespannen sag ich jetzt lieber nix, nachdem schon mehrere Vorschreiber Verschiedenes wussten. Da möchte ich nicht streiten oder schlechter wissen.
Nur: Zu beachten sind ganz andere Federwege und Geometrien als bei einem Straßengespann.
Ihr könnt gerne auch nochmal da reinschauen: https://www.youtube.com/watch?v=mxmRzsLVrLU
Da geht es auch darum, daß nicht in jeder Kurve Beiwagenrad-Speichen brechen wg. seitlicher Belastung; es sollte eher vertikal Druck aufgenommen werden. In Kurven und bei Landungen.
Mir hats z. B. in Gaschney jedesmal Speichen im Vorderrad zerrissen wegen Querbelastung in den Haarnadelkurven, die beim Vorderrad eben unabänderlich ist.
Zuletzt geändert von Roll am Mo 15 Jun, 2026 20:23, insgesamt 2-mal geändert.
Ein Prophet schaut zurück. Das neue Programm. miro2

Matthäus 6,19-34

http://www.rollmannact.de/
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Re: KTM LC4 mit Wasp-Beiwagen

Beitragvon Richy » Mo 15 Jun, 2026 20:10

Roll hat geschrieben:Bin unterwegs und hab grad kein Bild von meiner Beiwagenachse, aber irgendwo im Richy-Kettenmonsterfred steht glaub was dazu.
Jedenfalls ist da das Gewinde für die Mutter außermittig, so daß sich bei Verdrehung der Winkel ändert.


Hier das Bild:
20200707_184432_resized.jpg

Das geht aber bei der Wasp-Schwinge nicht so ohne weiteres, da die Achse auf kompletter Länge in der Schwinge geführt ist und Radlagerseitig diese natürlich auch jeweils ungern gewinkelt auf der Achse liegen mögen.

Hier noch das Bild (mal ausm 2-V-Forum geklaut) mit der verstellbaren Schwingenachse bei der Wasp:
P1010326kl.jpg
P1010326kl.jpg (72.95 KiB) 394-mal betrachtet


Edit: Wo ichs grad sehe, könnte man Rolls Lösung mit passenden (schrägen) Beilagscheiben für die Schwingen- statt Radachse einsetzen. Die Scheiben müsste man natürlich irgendwie anfertigen (lassen). Die Bleche, die die Achse halten, sind hinreichend dünn.
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