Ventil verbogen. Warum?

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Ventil verbogen. Warum?

Beitragvon KNEPTA » So 31 Aug, 2008 09:08

Sears

Da ich den Grund für das verbogene Auslaßventil scheinbar nicht selbst erkennen kann, laßt mal was hören.


Bitte Danke

Uwe
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Beitragvon lallemang » So 31 Aug, 2008 10:53

:? Ähh,

war da nicht ein Abdruck auf dem Kolben?
Warum die sich gekü§t haben? :roll:
Überdreht?
Oder in Führung gesteckt?
Tolles Briggs'nStrattonKopieVentil eingebaut?
:roll: Öhhh, Gryblgrybl ...

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Beitragvon Michael » So 31 Aug, 2008 13:51

Überdrehen könnte schon eine Möglichkeit sein. Dann müsste der Motor aber schon gewaltig "gedreht haben". :?
Bei zu großem Drehzahlniveau sind die Ventilfedern nicht mehr in der Lage, die Ventile in geschlossener Stellung zu fixieren. Das Ventil knallt in seinen Sitz, und wird wieder aus dem Sitz herausgeschleudert. Den Rest erledigt dann der Kolben, denn der schiebt das Ventil schon wieder in den Sitz hinein.
Diese Variante könnte durchaus denkbar sein.

Passten die Steuerzeiten noch? Denn auch hier könnte der Schaden zugrunde liegen. :?

War noch genug Öl im Motor? :?
Ein Motor ohne Öl führt auch gerne die Ventile im falschen Moment zum Kolben. Dann klemmt aber in der Regel schon ein wenig mehr im Motor.
Hatten wir erst letztens an einer XT 500 in der Werkstatt. Da waren dann aber nicht nur die Ventile krumm, sondern der halbe Motor fest. :roll:

Bei den alten Honda XL 600-Motoren war ja schon Standart, das die Ventilsitze aus dem Kopf gefallen sind. Dann können die Ventile halt auch nicht mehr weit genug vom Kolben weg, und es kracht dann auch gewaltig. Dieser Schaden ist aber dann ganz deutlich im Zylinderkopf zu sehen. Da sind dann nicht nur die Ventile krumm, sondern der ganze Kopf zerschossen. :shock:

Da ich keine genaueren Details kenne, würde ich aber eher auf das schon angesprochene "Überdrehen" tippen.

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Beitragvon lallemang » So 31 Aug, 2008 14:29

:roll: Ist halt ein beliebter Spa§ beim gelegentlichen Engländern.
Hochschalten statt Bremsen ist ja noch ok :oops: :-D
Richtig gut ist bei ausgedrehtem Gang dann "hoch" in den nächsttieferen zu schalten.
Die Kupplung lä§t man dann auch meist gleich richtig schnalzen während es einem
über den Tank zieht und sich die Drehzahlmessernadel am Anschlag verbiegt, hat man
doch grad das Gas richtig aufgemacht, weil's nicht so recht vorwärts ging beim Einkuppeln. :smt023

Da kann's halt schon mal zu 'ner schrägen Begengnung im Brennraum kommen. :(
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Beitragvon Blechroller » So 31 Aug, 2008 21:21

Mir dynkt, dass das etwas mit den rausfallenden Ventilsitzen zu tun haben könnte. Die Ventilsitzrausfallung ist -zumindest beim 500er- eine enfieldinische Krankheit.

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Beitragvon hiha » Mo 01 Sep, 2008 07:42

Bei gestangelten Motoren ist fast immer das Überdrehen dran schuld. Wie der Peter so schön beschreibt, das Engländerinnensyndrom :-)

Gruß
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Beitragvon KNEPTA » Mo 01 Sep, 2008 08:14

OK.

1. Führung ok, keine Ölkohleablagerung: Ventil nicht hängengeblieben

2. Sitz seit 4000 km und vorher vermutlich seit 58000km an seinem Platz
keine Spur, kein Spalt, müßte zu erkennen sein, da auch hier etwas Ölkohle anliegt: Sitz sitzt wo er sitzen soll.

3.Ventil original Enfield, dürfte schon länger drinnen gewesen sein

4. Federn beide ganz und ok.

5. Pleuellager (Gleitlager) ok, Kolben und Zylinder ok. beim Kicken wird Öl zu den Kipphebel gepumpt, Ölstand paßt: genug Öl im Öltank und Kreislauf

6. Steuerzeiten unverändert

7. Ventilspiel paßt, Stösselstangen gerade, keine Spur zu erkennen ob Stangenpfanne aus Stösselkugel gesprungen ist.

8.Engländerinnensyndrom ist für mich als einziger Punkt plausibel, denn das Ventil hat nur kurz den Kolben berührt, die Klopfspur am Kolben ist sehr klein.

Daher, borge nie dein Moped her, außer an AIA Mitglieder.
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Beitragvon lallemang » Mo 01 Sep, 2008 11:30

Ich sach mal, das ging noch glimpflich aus, wenn "nur" das Ventil verbogen ist.
Ärgerlich, aber kein Totalbruch. (bei meinen neugemachten Heinkelmotor blieb
damals der Ventilteller im Kolben stecken - Kopf, Kolben, Pleuel, Zylinder Schrott)

Wenn das Ventil sehr krumm ist, vielleicht die Ventilführung unten checken,
falls es den krummen Schaft zurückgewürgt hat. :?

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Beitragvon KNEPTA » Mo 01 Sep, 2008 12:23

lallemang hat geschrieben:Ich sach mal, das ging noch glimpflich aus, wenn "nur" das Ventil verbogen ist.
Ärgerlich, aber kein Totalbruch. (bei meinen neugemachten Heinkelmotor blieb
damals der Ventilteller im Kolben stecken - Kopf, Kolben, Pleuel, Zylinder Schrott)

Wenn das Ventil sehr krumm ist, vielleicht die Ventilführung unten checken,
falls es den krummen Schaft zurückgewürgt hat. :?

Gry§e Peter


OK. lt. Hrn. Sommer würde beim Überdrehen das Einlaßventil eher krumm werden. Er tippt auf Steckenbleiben des Ventils in der Führung oder Klemmen der Kipphebelachse.

Der Schaft, der in der Führung läuft, ist übrigens nicht verbogen sondern der Teil knapp über dem Teller, wo der Teller in den Schaft übergeht.

Und die Führung mach ich sowieso neu. Hoffe das geht sich bis Freitag aus.
Zum Albert sollte ich stilecht anreisen. :roll:
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Beitragvon hiha » Mo 01 Sep, 2008 12:28

KNEPTA hat geschrieben:
lallemang hat geschrieben:Ich sach mal, das ging noch glimpflich aus, wenn "nur" das Ventil verbogen ist.
Ärgerlich, aber kein Totalbruch. (bei meinen neugemachten Heinkelmotor blieb
damals der Ventilteller im Kolben stecken - Kopf, Kolben, Pleuel, Zylinder Schrott)

Wenn das Ventil sehr krumm ist, vielleicht die Ventilführung unten checken,
falls es den krummen Schaft zurückgewürgt hat. :?

Gry§e Peter


OK. lt. Hrn. Sommer würde beim Überdrehen das Einlaßventil eher krumm werden. Er tippt auf Steckenbleiben des Ventils in der Führung oder Klemmen der Kipphebelachse.

Der Schaft, der in der Führung läuft, ist übrigens nicht verbogen sondern der Teil knapp über dem Teller, wo der Teller in den Schaft übergeht.

Und die Führung mach ich sowieso neu. Hoffe das geht sich bis Freitag aus.
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