Schutzgasgerät/Inverter für Dummies Tipps/Empfehlungen ?

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Schutzgasgerät/Inverter für Dummies Tipps/Empfehlungen ?

Beitragvon Therion » So 02 Jan, 2011 22:05

Nachdem ich es jetzt leid bin ein noch von meinem verstorbenen Vater verborgtes Gerät zurückzufordern, will ich mir ein neues kaufen.
Preislich sollt es unter 500€ liegen. Gasflasche ist noch vorhanden.
Brauchen werd ich es für kleinere Sachen wie Motorradgepäckträger, Fahrradrahmen, Bleche(Auspuff,Auto,etc.).

Was würdet ihr empfehlen, Schutzgasgerät oder Inverter ?
Und welche Geräte?

Greetz
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Re: Schutzgasgerät/Inverter für Dummies Tipps/Empfehlungen ?

Beitragvon KNEPTA » Mo 03 Jan, 2011 01:21

Therion hat geschrieben:Nachdem ich es jetzt leid bin ein noch von meinem verstorbenen Vater verborgtes Gerät zurückzufordern, will ich mir ein neues kaufen.
Preislich sollt es unter 500€ liegen. Gasflasche ist noch vorhanden.
Brauchen werd ich es für kleinere Sachen wie Motorradgepäckträger, Fahrradrahmen, Bleche(Auspuff,Auto,etc.).

Was würdet ihr empfehlen, Schutzgasgerät oder Inverter ?
Und welche Geräte?

Greetz
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Ich hab ein Schutzgas-Einhell 190 vom baumax Flohmarkt.

Bin zufrieden, weil ich

1. Nix anderes kenn

2. Nach einigen Verbesserungen es jetzt eigentlich zuverlässig geht

3. es nicht viel gekostet hat

4. mit Stark und Lichtstrom schweißt

Negativ

1. Das Schlauchpaket ist sehr lang und wenn es sich verdreht, bleibt ab und zu der Draht stecken.

2. Die Pistole ist filigran

3. Das Schlauchpaket ist nicht abnehmbar

4. Der Drahtvorschub vom Motor ist ursprünglich zu schwach abgesichert.


Aber

Es lassen sich damit auch dickere Sachen haltbar schweißen.

Bleche gehen sehr gut. Ich hab aber schon Gepäckträger, Kickstarter, Fußbremshebel, Fußrasten, eine Schwinge, Auspuffe usw. geschweißt und natürlich einige Enten damit geschweißt.

Uwe

Für die wirklichen Baustahlschweißereien gibt es da noch ein Elektrodings.
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Beitragvon tomcat » Mo 03 Jan, 2011 08:08

Nachdem mein Fülldraht- glumperd total versagt hat, möchte ich an dieser Stelle fragen, ob wer weiss, womit man am ehesten einen Tank dicht schweissen kann. Habe einen XS750 Tank vorne ausgeschnitten, damit der Ölstutzen der SR zugönglich wird, aber der eingesetzte Blechfleck muss ordentlich eingefügt werden, und ich schwanke noch zwischen Anschaffung von Ausrüstung und outsourcing ....

LG
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Beitragvon motorang » Mo 03 Jan, 2011 08:10

Schwierig um den Preis. Einen Inverter kriegst DU um deutlich unter 500 aber dann ist nix mit Blechschweißerei. Dafür kannst Edelstahlelektroden verbraten.

Schutzgaser um das Geld? Es gibt da so ein paar Mindestanforderungen wie eben einen Normanschluss für Schlauchpaket und Kabel, einen vernünftigen Drahtvorschub etc, ich wurde da erst bei 600 fündig. Da Du aber Verbindungen in den Balkan hast, probier doch mal direkt nach Iskra-Geräten zu fragen. Meines ist hier im letzten Seitendrittel beschrieben. Nix Chinakracher, immerhin.

http://motorang.com/schraubereien/werkzeugs.htm

Das schweißt angeblich deutlich besser als das Einhell vom Uwe, ich würde es wieder kaufen. Kann mir vorstellen das gibts in Slowenien eventuell ab Werk günstiger:

http://www.iskra-varjenje.si

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Beitragvon stefenle » Mo 03 Jan, 2011 10:31

tomcat hat geschrieben:Nachdem mein Fülldraht- glumperd total versagt hat, möchte ich an dieser Stelle fragen, ob wer weiss, womit man am ehesten einen Tank dicht schweissen kann. Habe einen XS750 Tank vorne ausgeschnitten, damit der Ölstutzen der SR zugönglich wird, aber der eingesetzte Blechfleck muss ordentlich eingefügt werden, und ich schwanke noch zwischen Anschaffung von Ausrüstung und outsourcing ....

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Die Diskussion hatten wir schon mal, mit dem Ende:
Ich würde es WIG - Schweißen, weil ichs kann und hab.
Auch gut, für weniger Ausgerüstete:
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Beitragvon motorang » Mo 03 Jan, 2011 11:13

tomcat hat geschrieben:Nachdem mein Fülldraht- glumperd total versagt hat, möchte ich an dieser Stelle fragen, ob wer weiss, womit man am ehesten einen Tank dicht schweissen kann. Habe einen XS750 Tank vorne ausgeschnitten, damit der Ölstutzen der SR zugönglich wird, aber der eingesetzte Blechfleck muss ordentlich eingefügt werden, und ich schwanke noch zwischen Anschaffung von Ausrüstung und outsourcing ....

LG
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Kannst Du das Fülldrahtgerödel auch mit Schutzgas verwenden, oder ist das ein reines Fülldrahtgerät?

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Beitragvon tomcat » Mo 03 Jan, 2011 11:28

Da gibt es leider keine Gasoption.

Prinzipiell bin ich bereit, ein paar hunderter in ein gescheites Schutzgasgerät zu investieren, wenn ich sicher bin, das es dann auch für das Tankprojekt die passende Technologie ist, weil man kann es ja auch so immer wieder brauchen.

Aber wenn ich einen hunderter in fehllaufende Experimente stecke, leg ich den doch lieber in das Bakschisch für einen guten Schweisser an ...

Tom
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hmmm probiers mal bei

Beitragvon vintagetech23 » Mo 03 Jan, 2011 11:43

"Blech und drueber" die können dir das Schweissen, und vor allem die Vor- und Nachteile der Verschiedenen Schweissereien erläutern ;-)
so weit weg ist es auch nicht....
lg j
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Beitragvon tomcat » Mo 03 Jan, 2011 11:50

Danke! Kannte ich nicht.
Könnte die Lösung sein ...

LG
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Beitragvon Therion » Di 04 Jan, 2011 22:11

Das verborgte Gerät ist so ein Einhell. Kost momentan beim Zgonc 299€.
Für meine Zwecke würds schon reichen aber die ewigen Probleme mit dem Drahtvorschub waren schon lästig.
Das Iskra schaut interessant aus und ist auch finanziell noch vertretbar.
Wieso ist eigentlich die 15kg Schweißdrahtrolle wichtig?
Sind die günstiger oder weil man weniger oft einfädeln muß?
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Beitragvon motorang » Di 04 Jan, 2011 22:20

Preiswerter, aufs Kilo gerechnet.

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Beitragvon KNEPTA » Di 04 Jan, 2011 22:22

Therion hat geschrieben:Das verborgte Gerät ist so ein Einhell. Kost momentan beim Zgonc 299€.
Für meine Zwecke würds schon reichen aber die ewigen Probleme mit dem Drahtvorschub waren schon lästig.
Das Iskra schaut interessant aus und ist auch finanziell noch vertretbar.
Wieso ist eigentlich die 15kg Schweißdrahtrolle wichtig?
Sind die günstiger oder weil man weniger oft einfädeln muß?
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Drahtvorschub hat bei meinem Gerät der Ingenieur getunt.

Einfach die Feder unter der Rändelschraube, die das Metallrad auf den Drahvorschubsmotor drückt raus und eine Mutter rein. Fest zuschrauben , dann schiebt es richtig an.

2 Ampere Motorsicherung raus und 10 Ampere rein.
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Beitragvon KNEPTA » Di 04 Jan, 2011 22:25

motorang hat geschrieben:
Das schweißt angeblich deutlich besser als das Einhell vom Uwe, ich würde es wieder kaufen. Kann mir vorstellen das gibts in Slowenien eventuell ab Werk günstiger:

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8)
Um den Preis müßte es eigentlich mindestens dreimal so gut schweißen wie mein Einhell.

Und mein Einhell schweißt.

Uwe


Übrigens steht in der Schmiede in Ybbsitz noch immer ein Schweißgerät, das mir einmal versprochen war......

Sollte ich wieder mal nachfragen. :-D

Noch was. Umso größer die Rolle und umso seltener man schweißt umso eher setzt sich der Rost an. Ist mir bei meinem alten Gerät bei 5 kg vom Werkzeugmarkt schon passiert.

Lag aber nicht an der Häufigkeit des Einsatzes sondern an der Luftfeuchtigkeit in meinem alten Schuppen.
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Beitragvon Bernhard S. » Mi 05 Jan, 2011 10:05

KNEPTA hat geschrieben:Übrigens steht in der Schmiede in Ybbsitz noch immer ein Schweißgerät, das mir einmal versprochen war......


Meine Phantasie sagt jetzt gerade: Acetylenvergaser und ein paar Karbid-Brocken in der Kiste daneben... :smt102

:-D :-D

Grysse Bernhard
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Beitragvon motorang » Mi 05 Jan, 2011 11:01

Das mit der Rosterei ist stark lageabhängig - in meinem Holzschuppen im Garten (also gleiches Setup wie beim Uwe) rostets nicht. Ich hab aber auch ne vernünftige Bodenplatte ohne Bodenfeuchtigkeit.

Uwe, würde mich wundern wenns in der neuen Werkstatt auch rosten täte.

Ein wechselbares Schlauchpaket hat nicht nur beim Nirosta-schweißen Vorteile (da braucht es ein eigenes Schlauchpaket mit Teflonseele) sondern auch bei der Störungsbehebung im Drahtvorschub.

Ob man jetzt 1x im Jahr oder 3x im Jahr einfädelt ist wurscht, das einfädeln ist kein Akt. Der Drahtvorschub ist auch noch nicht ideal beim ISKRAMAG (nur eine Rolle - gute Geräte haben zwei) aber immerhin ne Metallrolle.

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