Yamaha RD 250 1A2 (1978)

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Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Shikamaru » Mi 14 Aug, 2013 20:32

Schönen Abend,

ich habe meine liebe Mühe mit der Yamaha. Speziell die Gabel bereitet mir enorme Probleme. Die Standrohre waren krumm und wurden mit Neuteilen aus den USA getauscht. In den im Netz verfügbaren Reparaturanleitungen habe ich abweichende Ölfüllmengen für das gleiche Baujahr, zwischen 144 +/- 4 ccm und 163,5 +/- 4 ccm. Momentan sind 165 ccm pro Gabelohlm gefüllt. Trotzdem geht die Gurke schon durch ihr Eigengewicht völlig in die Knie und federt auch nicht aus.

Sind die Dichtringe von den Dämpfern zu tauschen, können die Tauchrohre auch krumm sein oder ist einfach die Füllmenge völlig falsch? Sollte ich mir lieber eine gebrauchte Gabel aus der Bucht schießen und die neuen Standrohre dort verpflanzen? Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Boscho » Mi 14 Aug, 2013 20:54

Wenn die RD schon durch das Eigengewicht in die Knie geht und auch nicht ausfedert, dann sind eventuell die Federn hin. Das Öl sollte eigentlich nur die Federung dämpfen, wenn ich das richtig verstanden habe. Bin da aber auch kein Experte...
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Shikamaru » Mi 14 Aug, 2013 20:58

Die Federn wirken zumindest verdammt kurz. Die von der MZ sind da deutlichst länger - allerdings hat die MZ auch deutlich mehr Öl im Holm. Bei meiner RD sind die Federn schwuppsi trecht tief in den Rohren, dann Scheibe und Hülsen drauf und völlig ohne Anstrengung die Schrauben oben rein. So recht überlegt ging das fast zu einfach.
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Färt » Mi 14 Aug, 2013 21:06

...vielleicht eine Distanzbuchse vergessen oder abhanden gekommen :gruebel:
Ich danke jedem, der zur Sache nichts zu sagen hatte und trotzdem geschwiegen hat
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Shikamaru » Mi 14 Aug, 2013 21:23

Die sind es nicht, alles was aus der Gabel rauskam ist auch wieder drinnen. Nur halt mit neuen Rohren und Simmerringen.
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Nanno » Mi 14 Aug, 2013 22:12

Bei meiner SR-Gabel haben den alten Federn gut 8mm zu neuen(neueren) Federn gefehlt, so gestaucht waren die... Progressive Federn gibts ja für die RD und wären evt. als Investition zu sehen!

LG,
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Boscho » Mi 14 Aug, 2013 22:44

Färt hat geschrieben:...vielleicht eine Distanzbuchse vergessen oder abhanden gekommen :gruebel:
Shikamaru hat geschrieben:Die sind es nicht, alles was aus der Gabel rauskam ist auch wieder drinnen.


Könnte durchaus auch schon dem Vorbesitzer passiert sein... ;)

Hast du eine vernünftige Reparaturanleitung / Werkstatthandbuch zu dem Ding, in dem auch so Dinge wie Federlängen etc. aufgeführt sind?
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon hiha » Do 15 Aug, 2013 06:11

Servus Shikamaru,
auf der Wirth-Federn-Heimatseite gibts eine brauchbare Suchfunktion. Ich hab also RD250 '78/79 rausgesucht, und geschaut, was die für eine Federnummer hat (6025) Dann ins Suchfenster die Federnummer eingegeben, und mich gewundert, was für verschiedene Mopeds da die gleiche Feder haben. Von der Fantic Trial, über die XT500 ab '77, bis zur Suzuki GS1100.. :-)

DAS HIER hat die Suche ergeben. Was nicht dabei steht ist die Länge der evtl benötigten Distanzrohre. Bei meiner '79er RD hab ich glaub ich keine Distanzen mehr drin.

Gruß
Hans
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Shikamaru » Do 15 Aug, 2013 07:16

Zur Federlänge schsu ich in den Unterlagen nach, die Distanzhülsen sind ja vorhanden und drinnen. Die Wirthe hab ich beim Louis auch schon gesehen, halt um 5 Euro mehr.

Bei ausgezogenen Standrohren saßen die Federn, Teller und Hülsen deutlich unter dem Schraubengewinde. Das ansich hat mich etwas verwundert. Aufbau der Gabel ist 1:1 aus dem SR Bucheli übernehmbar, nur hat meine noch die längeren Alu Verschlüsse und noch nicht die kürzeren Innensechskantschrauben. Überhaupt ist mir aufgefallen, daß diese 78er ein Zwittermodell ist. Sie hat diverse Merkmale der 79er hat aber noch Festsattelbremsen und die längeren Gabelschrauben...

[edit] wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Tauchrohre krumm sind. Sprich die rd sitzt einfach sehr tief, federt dort erst und die gabel steckt einfach in den krummen Tauchrohren fest? Optisch hat man es den Standrohren auch nicht angesehen. Das eine rohr ist spürbar verbogen mit geschätzten 3-5mm und das andere hat 1-2mm. Optisch war es erst im Vergleich mit den Neuteilen zu sehen.
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon mzart » Do 15 Aug, 2013 08:34

haben MZ & RD nicht annähernd den selben außendurchmesser der gabeln? dann setze MZ federn in die RD gabel & teste.
was für ein gabelöl haste genommen, hartes odes weiches?

bei meiner RT habe ich die originalen, weicheren federn durch MZ 2Takt federn ersetzen können. was ein besseren fahrverhalten bewirkt. bei meinem skorpion umbau auf ne kürzere gabel, habe ich die originalen skorprion federn in die kürzere gabel eingepflanzt, mit distanchülse. fehlt die distanchülse geht die skoprion in die knie. das merkste auch im ausgebauten zustand, dann läßt sich die gabel ganz leicht eindrücken. im ausgezogenem zustand hörste im schütteltest die feder hin & her sausen.

schraube ein tauchrohr auf, ist die feder am oberem rand oder ragt sie raus, dann benötigst du keine distanchülse, ist die feder weit unten, hat die feder nach oben spiel, fehlt die distanchülse.
progressive feder benötigen keine distanchülse, da sie länger sind als originale federn.
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Shikamaru » Do 15 Aug, 2013 08:41

Die MZ Federn werd ich, so sie reinpassen (34er Gabel zu 35er Gabel), testen - wie gesagt die sind deutlich länger. Gefüllt hab ich ein 10er Gabelöl, habe aber als Angabel auch 10W/30 als zu füllendes Öl gesehen. Daran kann das Durchsacken aber auch nicht liegen.
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Shikamaru » Do 15 Aug, 2013 09:10

34er Gabel 349mm Federlänge, 35er Gabel 394,5mm - da ich noch die Aluschrauben habe sollte es die 34er Gabel sein, heute Abend wird gemessen. Hätte eventuell im Raum Graz jemand die Muse die Sache zu beäugen und eine zweite Meinung abzugeben, die Maschine ist in Hausmannstätten wo der Umfahrungstunnel in Richtung Hühnerberg beginnt (das große Haus hinter der Straßenmeisterei ist nicht zu verfehlen. Bin am späteren Nachmittag wieder da.
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon mzart » Do 15 Aug, 2013 12:13

Mische etwas MoS2 Fett mit ins Öl, alter Emmenschraubertip, son gestrichenen Esslöffel voll. Das pflegt zusätzlich die Gleitlager.
Selber fahre ich mit 7,5 Öl, das 10er ist mir zu hart.

Hattest Du die Gabel auseinander? Es gibt unten in der Gabel noch eine Feder ... Hier bei der Emmengabel die Nr.13 ... & die Endanschlagscheibe Nr. 12 welches ans Stützrohr Nr. 11 gehört.
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon Shikamaru » Do 15 Aug, 2013 12:28

Das Problem ist keine MZ Gabel sondern eine Yamaha Gabel! Die MZ Gabel ist mir bestens bekannt und kommt nächste Woche auch noch dran, bekommt auch neue Standrohre weil die alten Pecker haben (natürlich im Dichtlippenbereich).
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Re: Yamaha RD 250 1A2 (1978)

Beitragvon hiha » Do 15 Aug, 2013 14:02

Kein Fett ins Öl! Wenn dann Mos2 flüssig. Auch MZ schreibt nix von Fett. Die Viskosität hat aber nix mit Durchsacken zu tun, ich kenn da einen bekannten Rennfahrer, der schwört in der SR-Gabel auf 50er Einbereichsöl...

Wenns die RD mit der 35er Gabel ist, ists die Neuere mit den XT-Federn. Ja, die passen schon, weil die RD-Gabel dünnwandiger ist als die 36er XT-Gabel. Sollten die US-Standrohre vielleicht nicht die Richtigen sein und eine andere Innenkonstruktion haben? Von aussen sieht man das den Dingern ja nicht an. Bei mehr als 2mm krummigkeit klemmen sie ziemlich sicher, wenn die Buchsen nicht schon völlig verschlissen sind. Ich muss mal suchen, es könnten noch XT-Federn im Keller liegen, die mess ich dann mal aus. Andererseits hab ich die bestimmt schon mal gemessen, und hier im Forum irgendwo hinterlegt. Nur wo...

Gruß
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