Reifen Frage

Alle Fragen rund um Österreichs zentrales Motorrad-Wintertreffen

Re: Reifen Frage

Beitragvon KNEPTA » Sa 30 Nov, 2019 17:50

Richy hat geschrieben:
KNEPTA hat geschrieben:Was spricht eigentlich gegen einen fix beketteten Schmalreifen ?
Nur die Bremse ?
Uwe

Viel schmaler als 90/90-21 geht halt kaum, oder?


Kommt auf den Hersteller an
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Re: Reifen Frage

Beitragvon altf4 » Sa 30 Nov, 2019 19:32

stimmt genau: der heidenau k67 in 2.75-21 beispielsweise ist extremst schmal und niedrig bauend. da ist die mitasvariante in 3.00-21 ein breit- und hochreifen dagegen.

gruss, max ~:)
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Re: Reifen Frage

Beitragvon lallemang » Sa 30 Nov, 2019 22:11

Den K60 gibt's auch in 80/90-21 z.B.


Hinweise zu Abmessungen: https://www.heidenautires.com/wp-conten ... -Rev.1.pdf


EDIT: die Flachkopfschrauben und ein 80'er Reifen, dann könnt's doch schon passen, oder?
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Cruso » Sa 30 Nov, 2019 22:52

Hallo zusammeln,

Meine Aussage bezieht sich ausschließlich auf mein Gespann mit einem 17 Zoll 130/80 Hinterrad in einer Vorderradschwinge.
Der Heidenau K60 hat ein gute Selbstreinigung ist sehr weich mit der Profiltiefe nimmt die Haftung drastisch ab. Laufleistung 6700.
Der Mitas E-07 hat mehr Profilblöcke aber fast das gleich Profil, ist auch in Winterfriktion härter als der Heidenau und hält 16 000. Effektiv ist er im nicht so griffig wie der K60, baut aber nicht so schnell ab, die Blockkanten Stabiler/Härter. Unterumständen ein Vorteil.
Wenn er auf den Mittelsteg runtergefahren ist er im Winter eine Katastrophe, obwohl er dann Optisch dem Neuen E-07+ ähnelt, trotz 5mm Rest Profiltiefe. Als 130er ist er Real 138mm Breit und eine reale Aufstandsfläche von 90mm bei Erreich des Mittelstegs quer zur Fahrtrichtung. K60 sind es 72mm.

Ich denke das beim K 60 der Verschleißzustand ein Thema ist. Dein Reifen ist extrem Schmal, somit ist die Kontaktfläche und damit noch empfindlicher auf alle Einfüsse.
Der Mitas wäre eine Option, wenn der aber auch viel breiter baut hast du Unterumständen neu schon Probleme mit dem Freigang.
Ein neuer Reifen kann neue Probleme aufwerfen. Ich würde zuerst eine neuen Reifen montieren, dann Messen und dann erst über Kette oder nicht Entscheiden.
Gruss Stefan
Zuletzt geändert von Cruso am So 01 Dez, 2019 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Dreckbratze » Sa 30 Nov, 2019 22:59

sehr schmale reifen mit ihrer kleinen auflagefläche neigen häufig dazu, dass der karren, z.bsp. bei nässe, übers vorderrad schiebt. für mich stellt sich hier die frage, wieviele km ich mit dem reifen bei normalen strassenverhältnissen fahre im vergleich zu denen auf schneefahrbahn und somit, ob der aufwand lohnt.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Cruso » Sa 30 Nov, 2019 23:13

Die Laufleistung hab ich angeführt um eine Relation herzustellen. Die Bedingungen sind nicht nachvollziehbar - man muss sich an irgendwas orientieren.
Gruss Stefan
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Re: Reifen Frage

Beitragvon KNEPTA » Sa 30 Nov, 2019 23:15

Eine Staudacherkette richtig aufzulegen dauert genau so lang wie ein Vorderrad mit richtig aufgelegter Staudacherkette einzubauen.
Der normal breite Winterreifen für die Anreise und der schmale, bekettete Sommerreifen, falls es notwendig ist, für die Auf und Abfahrt.
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Dreckbratze » Sa 30 Nov, 2019 23:53

stefan, das war nicht auf dein post bezogen. ähnliche gedanken hatte ich früher, als ich noch mit der guzzi zum TT bin. ich war nicht bereit einen schmalspurreifen zu montieren und die verzahnung am kardan nur teilweise tragen zu lassen für vielleicht 20 km edelraute bei 1300km an-und abfahrt.
bei den nachteilen beim schmalen reifen vorne bei ein paar km TT fahrbahn wäre meine überlegung auch dahingehend.
ich mache es wie uwe vorschlägt: komplettes, bekettetes rad wird vor ort gewechselt.
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Schlumpf-Driver » So 01 Dez, 2019 00:53

Also mit meiner Kiste bin ich heut net weiter gekommen.
Vorschläge sind ja gekommen :smt023 und das Thema beschäftigt ja doch einige.
Bei manchen muss ich schon zweimal (oder auch dreimal) drüber nachdenken.
Bin halt net aus der Metallerbranche :roll:

Das mit dem Flacheisen behagt mir irgendwie net so, aber nur deswegen, weil ja zwischen Gabelholm und Anker ja noch das Gelenk reinkommt. Folglich spar ich mir da keinen Platz.

Die Variante mit dem fertig beketteten und schmälerem Vorderradel mach ich ja schon mit dem Hinterradel.
Muss ich ja, weil ich den Hofdmann mit Kette net an der Schwinge vorbeibring.
Die Möglichkeit kostet mich nen Reifen, die Kette, ne Felge ( und für ne G/S Felge verlangen die schönes Geld :omg: ) plus die Doppelbremsscheiben.
Noch dazu transportier ich dann 2 Kompletträder, ergo, die Dinger müssen ja auch irgendwo hin.

Nächste Sache mit innen ne Senkkopfschraube zu verwenden, hab ich null Plan ob das hält oder nicht.
Nix Fachmann, aber ich könnts probieren.
Wenn se stabil genug ist, warum nicht :gruebel:

Mit aussen rum legen von den Bremsankerstreben war und ist für mich ne Alternative.
Wäre auf gleicher Höhe wie innen, allerdings a bisserl weiter raus wegen den Federn. Ne ordentliche Halterung aussen an den Bremssattelhalter, die passenden Schrauben dazu (welche???), hmm, könnte gehen.
Ev wär dann auch das gequitsche und gerubbel weg.
Optisch wahrscheinlich zum :weg:

Grüßle in die Nacht
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Re: Reifen Frage

Beitragvon gatsch.hupfa » So 01 Dez, 2019 11:12

Schlumpf-Driver hat geschrieben:So, hab mal den Zollstock geschwungen :grin:
Beim derzeitigen Zustand, um die 9mm zwischen Schraube bei eingefedertem Reifen.
Is mir zu wenig.


Hab grad mal gemessen:

Meine 2 Jahre alten 21" Staudachers haben 4 verschiedene Glieder:

die gehärteten Spurglieder, Höhe 11 mm
die Verbindungsglieder Spurglieder zur Spannkette: Höhe: 12 mm
die Glieder von der Spannkette: Höhe: 12 mm
das Verschlussglied mit dem die Spannkettenenden verbunden werden: Höhe 14 mm
das kann aber leicht auf ebenfalls 12 mm zusammengebogen werden, ohne das es seine Funktion verliert

Wenn die Kette nicht verwurschtelt aufgebracht ist, kann die Kette theoretisch auf dem Reifen seitlich nicht mehr als maximal die Höhe auftragen. Und wenn sie ordentlich gespannt ist.

Bei mir schaut das so aus:

kette.JPG


Die Kette ist rundum mit einem langen Gummiband, das um die Spannkette gewickelt ist, gespannt. Hat sich sehr bewährt, trägt allerdings auch nochmal 6 mm auf.

Zu erkennen ist, dass ich die Kette nicht ganz zentrisch draufgebracht habe, sie eiert. Trotzdem liegen an der Stelle der größten Reifenbreite ausschließlich die Spurglieder an.
Zu erkennen ist auch, dass die Gummiwürschtl/Spannketten Kombination die breiteste Stelle der Kette ist, lässt sich aber denke ich leicht nach innen ziehen, durch zusätzlich viele Quergummis oder ein langes Gummiseil, das die linke und rechte Spannkette zigzag verbindet und gleichzeitig spannt.

Langer Rede kurzer Sinn:
Bei nicht eierndem Vorderrad von idealer Steifigkeit streifen die Kettenglieder ab 12 mm Luft grade nicht mehr.
Vieviel "Sicherheit" braucht man :gruebel:


Der Heidenau K60 Silica 90/90-21 aus 2018 hat auf einer 1,85" breiten DID Felge eine maximale Breite von 85,5 mm von Seitenstoppel aussen zu Seitenstoppel aussen.
Wenn man zwischen den Profilblöcken misst,hat es eine max. Breite von 80 mm.
Könnte man die ganz seitlichen Stoppel abschneiden, gewinnt man seitlich gut 2,5 mm zusätzlich.
Nicht viel, aber im Kombination mit Senkkopf/Flachkopfschrauben genug?

Stoppel abschneiden mit Stanleymesser, gerüchteweise mit Elektrohobel bei sich drehendem Rad.
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Re: Reifen Frage

Beitragvon KNEPTA » So 01 Dez, 2019 12:28

gatsch.hupfa hat geschrieben:...gerüchteweise mit Elektrohobel bei sich drehendem Rad.


Kein Gerücht. Funktioniert einwandfrei. Absolut glatt, keine Schneidspuren, kein Rauch, kein Gestank. Mehrfach bei Russenstollen erprobt.
Besser ist aber das Rad auszubauen und waagrecht zu hobeln.

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Re: Reifen Frage

Beitragvon Aynchel » So 01 Dez, 2019 13:31

den Tipp hätte ich vor 20 Jahren gebraucht
denn ich hab die Runderneuerten vom Wegener immer rechts mit der Flex die Stollen gekürzt
damit sie mir nicht die Kettenschläuche vom ETZ Gespann durchsägen
was für eine Sauerei
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Aynchel » So 01 Dez, 2019 13:40

Cruso hat geschrieben:Hallo zusammeln,

Meine Aussage bezieht sich ausschließlich auf mein Gespann mit einem 17 Zoll 130/80 Hinterrad in einer Vorderradschwinge.
Der Heidenau K60 ......


moin Stefan
wenn man eh auf die 17" Hinterrad Felge für das vorderrad geht kann man gleich Roller Winterreifen verwenden
da gibt es eine ganze Reihe von guten Winterreifen mit Lammelenprofil
mein Faforit auf der R1100GS ist der Sava / Mitas MC 32 Win Scoot 130/70-17 62R M+S

https://www.reifenleader.de/motorradrei ... gIoK_D_BwE

http://www.mitasreifen.de/roller/roller.htm

nicht verwechseln mit dem Urban Snow, der sieht ähnlich aus, hat aber ne andere Karkasse

lässt sich auf sehr gut mit Spikes aufrüsten

https://i.postimg.cc/nV1SrqXs/2019-02-2 ... iten-2.jpg
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Cruso » So 01 Dez, 2019 21:56

@ Engel

Ja das stimmt. Aber geht auch nicht.
Wenn du vorher einen 90/90/21 hattest kannst du einen 120/90/17 oder 130/80/17 verwenden ohne den Tacho angleichen zu müssen.

Bei 130/70/17 gibts die geilen Profile aber das sind über 11% Differenz im Abrollumfang und hätte noch weiter arbeiten aufgeworfen, das war mir zuviel.
Wenn du eh 17 Zoll Serie hast egal, gehst halt in die breite und dann Passt es wieder .

Beim Tom und Steve hab ich mich über nix beschwert außer ich nicht gescheit driften kann...... das liegt an mir :weg:

Gruss Stefan
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Aynchel » Mo 02 Dez, 2019 17:58

Cruso hat geschrieben: verwenden ohne den Tacho angleichen zu müssen.

Bei 130/70/17 gibts die geilen Profile aber das sind über 11% Differenz im Abrollumfang und hätte noch weiter arbeiten aufgeworfen, das war mir zuviel......


hallo Stefan

bei den 4V Boxern mit ihrem Tacho Antrieb auf dem Vorderrad bietet sich der Baukasten an
denn die R1100R hatte ab Werk 17" vorne
und damit auch die passende Tachoschnecke
ich fahre damit in meiner Winterkuh herum
der Vergleich zum GPS sagt der Tacho geht bei 100 knapp 10 vor
das wird die Serienstreung sein

die 2V haben ihren Tachoantrieb ja aufm Getriebe
ob es da verghleichbare Übersetzungen gibt weiß ich nicht

aber darum geht es auch nicht
Wolfgang will nicht das Rad ändern sondern ist auf der Suche nach Gripp
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