Reifen Frage

Alle Fragen rund um Österreichs zentrales Motorrad-Wintertreffen

Re: Reifen Frage

Beitragvon Richy » Mi 04 Dez, 2019 13:44

Kann leider auf dem Schmachtfon nicht so doll tippen, daher kurz:
Die Streben ansich sind natürlich ok.
Die Muttern, besonders hinten, sind der Pfusch, hier wird im ungünstigsten Fall die bereits dünne Schraube auf Biegung beansprucht.
Die Muttern vorne waren auch vorher bereits Pfusch.
Der Abstand zwischen bremsscheibe und zugstrebe ist imho zu groß.

Die sattelaufnahme von dem wasp-sidecar-link sieht nur schön aus, ist aber ebenfalls Murks, genauso wie die Aufnahme der Bremsscheibe. Damit täte ich vollbeladen nicht das Stilfser Joch runterballern wollen.
Ich habe mir viele Gedanken und auch Berechnungen zur Wasp-Bremse gemacht und halte viele Lösungen fur grenzwertig. Liegt vielleicht auch dran, dass ich immer an oben genannten Pass denke, den man mal mit Sozia und Gepäck herunterfährt...
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Re: Reifen Frage

Beitragvon motorang » Mi 04 Dez, 2019 13:49

Die Nähe zum Federbein ... wie nahe ist das? Da reicht ein Millimeter ... ich empfehle mit der Abstützung so nahe wie möglich zum Bremssattel/Gabelholm zu gehen, lieber dort mit Beilagscheiben arbeiten statt mit Muttern, dann kann man feiner abstimmen ... Derzeit wirkt die Bremskraft über die vordere Verschraubung relativ komplex auf das Blech ein, dabei versucht die Schraube unter Last, im Blech zu kippen. Bessere Schraubengüte als "4.irgendwas" wär schon mal nicht schlecht. 8.8 wär das Minimum für mich.

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Re: Reifen Frage

Beitragvon Roll » Mi 04 Dez, 2019 17:22

Schlumpf-Driver hat geschrieben:Das Konstrukt mit den beiden Muttern war auch schon vorher so.

Wenn die nur als Distanzhülse dienen, find ichs nicht so schlimm, bei Kurzgewinde auf der Schraube. Bei durchgehendem Gewinde ist das schon schlechter.

Bemängelt werden in den obigen Beiträgen ja nach meinem Verständnis Quer- bzw. Scherkräfte. Da kann man die verschedenen Güteklassen ein wenig vergleichen:
https://www.schrauben-lexikon.de/td3-we ... -stahl.asp
https://www.imw.tu-clausthal.de/fileadm ... chnung.pdf (weiter unten)
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Gustav » Mi 04 Dez, 2019 18:33

Hatte ich ich schon Flachstahl genannt - flach liegend.
Materialstärke 30mm x 6(8)mm, Kontur geformt auf dem Amboss oder aus einem breiteren Flachstahl ausgebrannt / geflext.
An den Enden jeweils einen Lappen 40mm x40mm x 6(8)mm senkt dahinter oder darunter beidseitig angeschweißt, Bohrung fertigen.
Die Lappen kann man noch je mit einem Knotenblech aussteifen.
Die Schrauben hätte ihre eigentlich Aufgaben wieder. Unter Güte 8.8 ist nicht vom Graukittel gewünscht.
Man könnte auch mit Flachstahl - hochkant arbeiten.
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Schlumpf-Driver » Mi 04 Dez, 2019 21:52

So, die Abstandsmuttern sind raus.
Die Streben umgedreht, die Gelenke komplett reingeschraubt :fiessgrinz:

Die vorderen Schrauben kann ich noch durch höherwertige ersetzen.

Abstand zwischen Strebe und Feder:
Rechts ca. 1 mm
Links ca. 3 mm, da könnt ich noch statt der Mutter auf 2 Beilagscheiben runtergehen

Besser?
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Dreckbratze » Mi 04 Dez, 2019 22:15

1mm? mag im stand funktionieren, aber beim fahren könnte ich mir vorstellen, dass der kram ordentlich schafft (und schrubbt). testen!
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Lindi » Mi 04 Dez, 2019 22:16

Schon viel besser :smt023

Probier doch mal, ob die Streben besser am Dämpfer vorbei gehen, wenn Du sie umdrehst. Sieht auf dem Foto (LH) so aus, als wäre das eine gerade Ende länger.
Viele Grüße

Dirk
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Schlumpf-Driver » Mi 04 Dez, 2019 22:31

Jep, der Praxistest wird's zeigen.

Streben drehen geht net, hab ich vorher gehabt.
Sind aber unterschiedlich gebogen, dadurch komm ich näher an die Feder und brauch wieder die Abstandsmuttern :roll:
Grüßle
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Dreckbratze » Mi 04 Dez, 2019 22:45

das wurde damals mundgebissen, oder? wirkt alles etwas hemdsärmlig für mein laienhaftes verständnis :roll: :grin:
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Schlumpf-Driver » Mi 04 Dez, 2019 23:13

"Alle haben gesagt, das geht nicht, und dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht"

Aber Spaß beiseite :grin:
Eigentlich ist es doch jetzt nicht anderst als vorher und da bin ich auch einfach gefahren. Wußte es ja nicht anderst :omg:
Oder wirken die Kräfte jetzt (Streben aussen) kräftiger als vorher (innen)?

Mein technisches Wissen ist wahrlich net grad das beste, aber deswegen schreib ich ja hier :smt023

@Alle: Vorschläge bitte :idea:
Grüßle
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Richy » Do 05 Dez, 2019 05:15

Es verbleibt immer noch der große Abstand zur Bremsscheibe mit den daraus resultierenden Kräften...
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Aynchel » Do 05 Dez, 2019 08:11

War ursprünglich auch nicht anders
Nur halt innen liegend

Wirklich schön gemacht ist das nicht, aber um die Zuganker in Flucht zu bringen müssten die Federbeine nach aussen wandern

Ich wurde, so wie Gustav das vorschlägt, den Anschlagpunkt ändern so das die Schraube nicht mehr auf Biegung beastet wird
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Reifen Frage

Beitragvon Mister B » Do 05 Dez, 2019 09:15

Mit der ursprünglichen Lage hat das ja einigermaßen gefluchtet und das Moment um die
Hochachse war gering.

Das wird jetzt höher sein, damit auch das Biegemoment auf die Schraube.
Eine "Flacheisenkonstruktion" könnte hier allerdings helfen.

Grüße
MB
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Re: Reifen Frage

Beitragvon motorang » Do 05 Dez, 2019 09:30

Grundsätzlich:
Das ganze funktioniert mechanisch einwandfrei, wenn Du statt dem unpassend gebogenen Rundmaterial, aus dem die Bremsmomentabstüzung ist, passend gebogene Streben machen lässt, mit den entsprechenden Bolzen für die Kugelgelenke. Der Metaller kann das dann so formen, dass die Federbeine schön umgangen werden und die Kugelgelenke trotzdem möglichst nahe an der Krafteinleitung verschraubt werden können, also nahe der Bremsscheibe. Ob die Strebe dann innen oder außen vorbeiläuft, ist bei guter Dimensionierung dieser Strebe egal. Hinsichtlich der Schneekette und irgendwann eventuell breiterer Reifen würde ich persönlich zu außen tendieren.

Oder differenzierter:
Wenn außen vorbei, dann wäre die Biegungsbelastung in der Strebe größer und man würde auf einen runden Querschnitt gehen.
Wenn innen vorbei und die Strebe fast direkt der Belastungsrichtung folgt, könnte man auf ordentlich dimensioniertes Flachmaterial umsteigen, weil die Biegungsbelastung in der Strebe in dieser Einbaulage geringer ist.

So schaut das zumindest auf den Bildern aus.
Wie weit hast Du es denn zum nächsten Gespannbauer?

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Re: Reifen Frage

Beitragvon Gustav » Do 05 Dez, 2019 14:21

Hallo, ich hätte das jetzt gern fertig.
Baustahl Flach 5mm x 30mm. 2 Bügel bilden den Rahmen, nicht Spiegelbild, einseitig angepaßt für die Position Federbein.
2 Stück Knotenblech / Flachstahl steifen die Öffnung aus.
IMG_0883-002.jpg

Was einem nicht alles durch den Kopf geht beim Hundesparziergang :omg:

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