TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Die Ablage für die Beiträge vergangener TT

TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon urban » Sa 07 Mär, 2026 15:18

Auftakt: Wenn der Berg ruft …

Es war einmal wieder so weit – der Januar zeigte seine Zähne, die Pässe knirschten unter Eiskrusten, das 20. Tauerntreffen stand ins Haus. Doch dieses Jahr war einiges anders.
Andreas, der Motorang, der unermüdliche Motor der letzten 19 Jahre, musste aus gesundheitlichen Gründen das organisatorische Zepter niederlegen. Das war für viele ein kleiner Schock – schließlich war kein Tauerntreffen denkbar ohne seine Handschrift aus Planung und Herzensarbeit. Doch, wie das bei echten Motorradfahrern so ist: Aufgeben wird nur ein Brief.
Also wurde das TT-OK, das Tauerntreffen-Organisationskomitee, geboren – eine Horde wetterfester Veteranen aus dem harten Kern, entschlossen, das zwanzigste Jubiläum nicht dem Terminkalender zu opfern. Und so darf ich, Urban, diesmal den Bericht schreiben. Ich bin bemüht die Ereignisse wahrheitsgenau wiederzugeben, das ein oder andere Augenzwinkern sei mir aber zugestanden.
Doch lest selbst

Montag 20. Januar

Aufbruch mit Hindernissen
Wie’s sich für echte Treffenfahrer gehört, begann alles nicht mit Sonnenschein, sondern mit Schraubenziehern.
Unsere kleine Expedition – Peter „der Navigator“, Friedhelm „der Koch“ und ich, „Urban der Hinterherfahrer“ – startete nahe der holländischen Grenze.
Treffpunkt wie jedes Jahr: Meschede, Tanke, Kaffee, Benzinduft. Peter hatte wieder jene legendären Umwege ausgesucht, die nur er findet: schmal, kurvig, wunderschön.
Man „mäandert“ – herrlich!

1_Peter-Sträßchen.jpg
Peter Sträßchen


Doch mein Gespann hatte eigene Pläne. Nach der ersten Tankpause – ein leises „Klack“, dann nichts mehr.
Die frisch eingebaute elektronische Steuerbox tat’s nicht, die Batterie kochte, der ADAC durfte einspringen.
Schandwagenfahrt nach Hause, das Gespann beleidigt, ich frustriert. Friedhelm und Peter rollten tapfer weiter gen Süden.
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kochende Bakterie




Dienstag bis Mittwoch

Schrauben, Fluchen, Hoffen
Während ich den ADAC-Busfahrer mit Geschichten vom Vorjahr langweilte, freute sich meine Reisegruppe über die beginnende Kälte.
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endlich Frost


Zwischendurch halfen Kaffee und Gebäck, doch man sah’s in den Gesichtern: Ein „Urbanloch“ klaffte in der Kolonne.

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Kaffee & Gebäck

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Zum Glück stieß der achtzigjährige XS-Rüdiger (Hut ab vor diesem Haudegen!) mit seiner XS dazu.
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wieder lachende Gesichter

Keine Ahung was die Beiden da machen aber.....schönes Bild.
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Käsepicker



Ich selbst verbrachte den Mittwoch so, wie man’s kennt: mit Schraubenzieher, ölverschmierten Fingern und leisen Gebeten an die Göttin der Elektrik.
8_ Kupferwurm.jpg

am Mittwoch Abend lief der Hänsi wieder zufriedenstellend
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Auch anderswo bewegt sich was

In Niklasdorf, bei Uwe:
Der Schraubergott hatte auch mit ihm seinen Spaß. Nach dem TT 2024 schwor er, den 780er-Motor der Knepta endlich „rauchfrei“ zu machen.

Denn Uwe wurde 2024 mit dem 650ccm Originalmotor und einem steinalten Immler Nokian nicht nur von fast allen Teilnehmern hergebrannt, sondern auch vom Richy.
Und das wissen wir: Geht ja mal gar nicht!

Gesagt – getan – und gezogen über viele Nächte, Jobstress und ein lädiertes Knie hinweg. Aber am Ende lief der große Zweizylinder wieder, mit neuer Seele und altem Klang.


In Graz, bei Andreas:
Währenddessen beschlossen Andreas und sein Freund Phil aus Nordirland, dass Phil das SR-Gespann pilotieren sollte.

Alter Motor raus, neuer rein. Phil, am Gespannlenker ein Frischling, aber als Schmiermax jahrelang geübt.
Erste Übungsrunden auf einem Parkplatz, inklusive Eisplattenausrutscher und Heckverbiegung.
Gehört dazu. Wurde gerichtet.



So, da war's , was sich von Montag bis Mittwoch vor TT ereignet hat, und ich kann nicht mehr Bilder hochladen :ugly:
Ich koche mir schnell einen Kaffee, dann geht es weiter.
Stur lächeln und winken.
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon urban » Sa 07 Mär, 2026 15:47

Donnerstag, 23. Januar

Phil macht sich auf Richtung Niklasdorf zum Uwe und trifft dort gegen 13:00 Uhr ein .
Uwe trinkt derweil einen letzten Kaffee und sucht seinen Schwiegervater.

Nicht, was ihr denkt, nein, eine Korbflasche mit Kriecherlschnaps , wird aber nicht fündig!!!

Dennoch macht sich Uwe mit Phil auf den Weg.
Kurz vor Knittelfeld Versorgung. Notwurst, Notschokolade, Zielbier eingekauft.

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9a_Einkauf.jpg (117.36 KiB) 2206-mal betrachtet


Phil erwähnte beiläufig, dass die SR keine Drehzahlen über 4000 U/min zulasse und bei jeder Bodenwelle der Lenker ausschlage wie ein nervöses Pferd.
Uwe schob es auf Phils mangelnde Gespannerfahrung.
Uwe nickte.
Seine Sorgen galten der Knepta, die niedrige Drehzahlen mit Aussetzern und Leerlaufschwankungen kommentierte.

Ab Möderbrugg gab es kein Verfehlen mehr. Er gab der Knepta die Sporen. Und plötzlich lief sie. Je höher Sie kamen, desto besser ging das Werkl.
Was mit dem 650er im zweiten oder dritten Gang möglich war, erledigte der 780er im vierten. Und zog. Und zog.

Phil kam später. Die SR lief schlechter. Eine Gruppe italienischer Vespafahrer überholte ihn. Wer einmal von einer Vespa-Kolonne am Berg stehen gelassen wurde, weiß, wie sich Demut anfühlt.

An der Mautschranke zahlte Uwe , sie passierten die Lichtschranke, und endlich war Schnee unter den Rädern. Uwe ließ Phil vor, doch seine Reisegeschwindigkeit sank auf 5 bis 20 km/h.
Er zog vorbei.

Am Parkplatz angekommen, wollte Uwe mit dem Zielbier auf Phil warten. Er kam nicht.

Also mit Justus im neuen Güllegespann talwärts. Auf halber Strecke fanden Sie Phil. Die SR verweigerte am Berg über 2000 U/min jeden weiteren Lebenswillen.
Gas geben bedeutete Aussetzer bis zum Absterben. Anfahren endete im Rechtsabbiegen.

Ursache: ein völlig verölter Luftfilter, beim Motortausch unbeachtet geblieben. Entfernt.
Und plötzlich atmete der Einzylinder wieder wie ein Bergsteiger mit Sauerstoffzelt.

Kurze Einschulung für Phil: Am Berg vom Beiwagen wegfahren. Den permanenten Rechtsdrang durch beherztes Raushängen nach links brechen.

Schieben. Fluchen. Weitermachen.

Und dann kam auch Phil oben an. Seine erste weite Gespannfahrt gleichzeitig seine erste Gespannfahrt im Schnee. Respekt von allen und Zielbier verdient.

Auch meine Reisegruppe ist inzwischen in Trieben angekommen und macht das obligatorische Leberkäsbrötchen-Foto, immer noch ohne mich. Kurz danach machten auch Sie sich auf, den Berg zu erzwingen.
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ein Foto mich zu motivieren



Pilze im Pulverschnee
Kaum oben auf dem Platz, sprossen die Zelte schneller aus dem Weiß als Champignons nach dem Landregen. Peter und Mister B errichteten routiniert ihre "Reihenhaussiedlung" – Tisch, Stuhl, Feuerstelle, das volle Programm.

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Reihenhaussiedlung


Dagegen Andy Gower: Ein Brite, wie er im Buche steht. Ziegenbärtig, bescheiden und ein Verfechter des harten Minimalismus.

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Mit einer XL200 drei Wochen auf Achse, Kost und Logis in der freien Natur. Sein Speiseplan? Hochkalorischer Porridge und Instant-Kaffee. Seine Reserve? Ein Liter Sprit in der Kocherflasche. Da möchte man glatt nochmal jung sein und den Komfort gegen das Abenteuer tauschen!

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hatten wir die Knepta schon?

Andreas’ bewährte Mischung aus Ordnung und Chaos funktionierte derweil prächtig. Während der Frauenbeauftragte noch die Laterne an der Pinkelnische protokollierte, schrie in der Ferne ein Motor auf – er prügelte sich den Frost aus den Rippen. Die erste Kontrollfahrt lag in der Luft.


Zeitgleich auf der Nordroute
Ich indes war seit 7:30 Uhr früh wieder unterwegs – 950 Kilometer lagen zwischen mir und dem Ziel. Das Ruhrgebiet - Köln und Frankfurt sind als Ballungsgebiete zu durchqueren. Und gegen alle wahrscheinlichkeitstheoretischen Annahmen stand ich um 20:30 Uhr, mit wohlverdientem Zielbier, mitten in der Runde meiner Freunde. Die Maschine röhrte, der Atem dampfte, das Herz lachte.

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Das TT kann auch für mich beginnen.
Danach verschwimmen die Tage. Jeder Tag eine Woche quasi. Zeit dehnt sich auf 1700 Höhenmeter.
Deshalb vergebt mir wenn die Ereignisse nicht zu 100% in Cronologischer Reihenfolge sind



Freitag 24 Januar

Von Grabenkämpfen und fehlenden Schachteln
Nach einer Nacht, die nach Zirbenschnaps und Auspuffgasen roch, ging es ans Eingemachte.
Uwe, der alte Fuchs, traute seiner schnell implantierten Unterbrecherzündung an der Knepta nicht ganz. Die "Herbrennbox" mit Hallgeber sollte es richten. Doch ach!
Die Sucherei im Beiwagen blieb fruchtlos. Ein Anruf in der Heimat brachte Gewissheit: Das gute Stück lag noch auf der Werkbank, direkt neben dem gehäkelten Hauberl für Richys Renntax.
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Bild wurde nachgereicht
15_Gehäkeltes.jpg (75.46 KiB) 2206-mal betrachtet


Es kam, wie es kommen musste: Die Bergfahrt wurde zur Bergung.
In einer Rechtskurve meinte ein italienischer Vespisti, die Ideallinie läge ganz links. Uwe blieb nur der Flucht nach vorn – oder besser: nach unten in den Straßengraben.
Da steckte der Eisenhaufen nun, bis zum Bootsboden im Schnee versunken. Zu dritt bewegte sich nichts, kein Millimeter.
Die Rettung: Stahlseil um den Baum, Winde scharf gemacht.

Das Hindernis: Eine vergammelte 30-Ampere-Sicherung.
Der Erfolg: Nach dem Tausch jaulte die Winde, das Seil spannte sich wie eine Gitarrensaite, und die Knepta kroch im Zeitlupentempo zurück auf den Asphalt.
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Doch die Freude währte kurz. Die Aktion hatte acht Speichen am Beiwagenrad gekostet.
Also: Notrad drauf und weiter. Kurz vor Wald am Schoberpass wurde die Fuhre laut – der Zylinderkopf blies ab. Eine Kopfmutter hatte das Handtuch geworfen.
Aber Motorradfahrer wissen sich zu helfen: Mit einem geliehenen Audi (Marke "ohne Pickerl") ging es kurz heim, Teile holen, und mit einer Niro-Langmutter war die Welt wieder im Lot.

An der Mautschranke dann die Krönung: Der QR-Code streikte. Uwe, ganz Praktiker, legte den Aludeckel seines Seitenkoffers auf die Induktionsschleife der Gegenspur.
Die Technik glaubte an ein talwärts fahrendes Gefährt, öffnete brav die Pforte, und die Knepta-Besatzung schlüpfte hindurch. Genial einfach, einfach genial!


Lagerleben und Premium-Langeweile
Am Zeltplatz herrschte derweil das, was wir Motorradfahrer Premium Langeweile nennen.. Es wird gekocht, Kaffee durch den Filter gejagt und zwischenmenschliche und maschinelle Kontakte gepflegt schlichtweg diese herrliche Premium-Langeweile zelebriert, die man nur findet, wenn man mal nix wichtiges tut.
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Premium Langeweile
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Lassen wir unseren Freund in Ruhe sein Bier trinken, gleich geht es weiter
Stur lächeln und winken.
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon urban » Sa 07 Mär, 2026 16:19

Beklugscheißen
Natürlich blieb das fachmännische „Beklugscheißern“ der fremden Maschinen nicht aus.
Man steht davor, tratscht und wundert sich.
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Beispiel-Klugscheißer
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Besonders zwei französische Apparate fielen ins Auge. Nun ja, sagen wir es so: Ein österreichisches Pickerl oder gar eine deutsche TÜV-Plakette würden diese Gefährte wohl nur unter Tränen eines blinden Prüfers sehen.
Aber – und das ist das Wunder der Technik – sie bringen ihre Maschinisten seit Jahr und Tag zuverlässig an jedes Ziel.
Das ist eben der Unterschied zwischen Paragrafen und Praxis!
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Grip-Sorgen am „Hänsi“
Die Mautstraße präsentierte sich dieses Jahr von ihrer tückischen Seite – spiegelglatt und extrem eisig. Meine Reifen am „Hänsi“ bieten trotz Verimmlerung kein Halten mehr, das Gummi suchte vergeblich nach Halt auf der blanken Fläche.
Dann sah ich den Kowinatz. Der Kerl pflügte solo mit seinen gespikten Reifen die Strecke hoch und runter, als gäbe es kein Morgen – souverän wie eine Bergziege auf Urlaub.

https://youtu.be/IHsD97Tj7mM

Da gab es nur eins: Kurzerhand ein paar Spikes bei ihm geliehen, den Schraubenschlüssel angesetzt und die Dinger in mein Profil gewürgt.
Eine kurze Probefahrt bestätigte das Urteil: Viel besser!
Wenn der Stahl erst einmal ins Eis greift, verliert der Winter seinen Schrecken.
Überall sah man nun das gleiche Bild: Die einen legten Ketten auf, die anderen schraubten sich die stählernen Krallen in die Pneus.

Ein ständiges Kommen und Gehen, ein Knirschen und Rasseln auf der Straße vorm Zeltplatz.
Der Freitag klang dann mit den obligatorischen Kontrollfahrten aus.

Oder man rückte auf der Hütte oder am Platz zusammen. Und hier trug sich folgende Geschichte zu.

Das Duell in der Edelraute
Ein Kellner der Edelraute – ein Mann vom Fach, sollte man meinen – versuchte doch tatsächlich, zwei unserer AIA-Freunde mit alkoholischen Köstlichkeiten abzufüllen.
Er wollte sie wohl unter den Tisch prüfen. Doch er hatte die Rechnung ohne die Standfestigkeit gestandener Winterfahrer gemacht!
Das Ende vom Lied: Der gute Mann strich irgendwann völlig erschöpft die Segel und entschlief friedlich an seinem Arbeitsplatz.

Das Ergebnis war für unsere Jungs eher tragisch: Der Zirbenschnaps auf der Hütte war restlos vertilgt, und die beiden AIAler standen – zwar noch kerzengerade, aber furchtbar durstig – vor der verwaisten Theke.
So ist das eben am Berg: Der Wille ist stark, aber das Fass ist irgendwann leer.


Samstag 25 Januar:

Ein Morgen, der so recht nach dem Geschmack jener Männer ist, die ihre Stiefel lieber im gefrorenen Schnee als auf dem heimischen Wohnzimmerteppich sehen.
Langsam, fast ein wenig zögerlich, kriechen die ersten übermüdeten Gestalten aus ihren Zelten. Die Gesichter sind gezeichnet von der Kälte der Nacht, aber die Augen leuchten.

Überall hört man das vertraute Fauchen der Benzinkocher – dieses Geräusch, das uns verspricht, dass der Tag mit einem heißen Kaffee beginnen wird.

Als dann die erste Lage Speck in der Pfanne zu singen beginnt und sein verführerischer Duft über den Platz wabert, gibt es auch für den härtesten Langschläfer kein Halten mehr.
Das Lager lebt!


Von Metzgergewölle und Premium-Langeweile
Man kennt das ja: Unsere bayerischen Freunde, die so weit im Süden siedeln, versuchen uns Nordlichter jedes Jahr aufs Neue mit ihrer „Weißen“ zu ködern.
Eine Wurst, so bleich wie der Schnee um uns herum und – man verzeihe mir die Offenheit – im Urzustand von eher diskretem Geschmack.
Doch der erfahrene Motorradfahrer weiß sich zu helfen! In feine Scheiben zerteilt, in der heißen Pfanne scharf angebräunt und mit reichlich Ketchup und Senf versehen,
entlockten wir diesem „Metzgergewölle“ schließlich doch noch ein Aroma, das einem echten Motorradfahrer würdig ist. :weg:

Der Vormittag begann dann so, wie der Freitag aufgehört hatte: mit „Premium-Langeweile“. Man pflegt die Maschinen, hält hier und da einen Plausch, bis der Drang nach Bewegung siegt.

Kleine Grüppchen machten sich schließlich auf zur Bergerhube, um ein wenig Moped zu fahren und ordentlich zu speisen. Andere unternahmen kleine Besorgungs- und Einkaufsfahrten ins Tal.


Erste Hilfe für ein fremdes Triebwerk
Der Wirt berichtete uns von seinem Leid: Sein Snowmobil, eigentlich für dieses Terrain geschaffen, wollte partout nicht anspringen. Er hatte die Rechnung ohne Uwe und seine Getreuen gemacht!

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Flux waren die Schrauber bei dem besagten Patienten. Ein paar fachmännische Handgriffe, ein wenig Arbeit am Triebwerk – und siehe da: Der Motor lebt, er läuft!
Natürlich ließen sich die Retter eine Probefahrt nicht nehmen. Das Fazit war jedoch ernüchternd: Das Ding läuft zwar gut geradeaus, aber Kurven mag es so gar nicht.

Also wurde es schnell wieder weggestellt – wir bleiben lieber beim Einspurfahrzeug oder dem Gespann.

Blechsalat und die ewige Zündung
Während sich die Gruppen zur Bergerhube aufmachten, zeigte das Schicksal auf der Mautstraße wieder seine Zähne.
Ein BMW-Fahrer hatte seinen Wagen – vermutlich etwas "illuminiert" – in den Graben gesetzt. Ein hilfsbereiter Allrad-Bus wollte bergen.
Es sah gut aus, der BMW war frei, doch dann: Der Fahrer blieb auf dem Gas, die Reifen fanden Grip und – RUMMS! – ungebremst ins Heck des Retters.
Versicherungsfall statt Heldensage.

Was gab es sonst noch zu berichten?
Die Kunde erreichte mich nachmittags durch einen Treffenteilnehmer, der gerade vom Einkaufen aus Trieben zurückkehrte.
Er berichtete mit besorgter Miene, dass er bereits auf der Hinfahrt ein Gespann am Straßenrand beim „Beschrauben“ gesichtet habe.
Das Pikante daran: Als er nach über zweieinhalb Stunden wieder talwärts fuhr, bot sich ihm das exakt gleiche Bild.
Der Eigner stand noch immer bis zu den Ellenbogen im Kabelgewürm.

Da juckte es mich natürlich in den Fingern. Ich schwang mich in den Sattel und fuhr talwärts, um nach dem Rechten zu sehen.

Dort traf ich auf unseren Freund Richy. Er stand neben seiner Renntax, und was soll ich sagen? Die Lage war ernst, aber hoffnungslos: Kein Zündfunke.

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22_Renntax Panne.jpg (126.54 KiB) 2195-mal betrachtet


Richy, ein Mann von bewundernswerter (oder beängstigender?) Ausdauer, hatte die Zündung bereits mehrfach in ihre Einzelteile zerlegt und wieder zusammengefügt.
Doch das Ergebnis blieb so beständig wie das Amen in der Kirche: absolute Funkstille an der Kerze.

1. Ausbauen.
2. Anschauen.
3. Einbauen.
4. Fluchen (optional).

Nachdem das Spielchen am Straßenrand keine Früchte trug, fällten wir die einzig vernünftige Entscheidung: Schiebeseil.
Wir hievten die Renntax hinauf in die Werkstatt, wo die Prozedur unter besseren Lichtverhältnissen von vorn begann.


Die unendliche Schleife
Es war fast wie ein mechanisches Gebet:

Komponenten raus.
Komponenten anschauen.
Komponenten rein.
Nichts.
Nochmal von vorn...

Komponenten raus.
Komponenten anschauen.
Komponenten rein.
Nichts.
Nochmal von vorn...

Komponenten raus.
Komponenten anschauen.
Komponenten rein.
Nichts.
Nochmal von vorn...

Man kann einem Mann vieles nachsagen, aber Richy mangelte es wahrlich nicht an Akribie.
Doch während die Sonne langsam hinter den Gipfeln verschwand und es zu dämmern begann, forderte die menschliche Natur ihr Recht.

Irgendwann wird auch dem geduldigsten Zuschauer das ewige „Raus-Rein-Nichts“ zu bunt.
Wir ließen Richy und seine widerspenstige Zündung schließlich stehen und begaben uns in die Edelrauthütte.

Die Rückkehr des „Schwiegervaters“
Wir standen also beisammen, die Kehlen staubig, der Blick fachmännisch über die Theke schweifend.
Und da, zwischen all den Schnapsflaschen und den Souvenirs, geschah das Unfassbare.
Unser Auge blieb an einem Objekt hängen, das dort oben im Regal über der Kasse thronte wie eine Reliquie:

Die verlorene Schwiegervater-Flasche!

Sie war es wirklich! Jenes sagenumwobene Elixier, das unser guter Uwe schon schmerzlich vermisst glaubte.

Ein Schluck für die Getreuen
Eilig wurde Uwe herbeigerufen.
Man hätte sein Gesicht sehen müssen – eine Mischung aus ungläubigem Staunen und der Freude eines Vaters, der sein verlorenes Schaf wiedersieht.
Wir konnten ihm seine Flasche feierlich überreichen, und was macht ein Kavalier alter Schule in so einem Moment? Richtig!

Die Flasche wurde entkorkt.

Uwe spendierte uns allen zum Dank einen kräftigen Schluck.
Und siehe da: Der „Schwiegervater“ war noch immer in der Flasche! Ein edler Tropfen, der die Lebensgeister weckt.

Ein einsamer Rufer in der Werkstatt
Doch einer fehlte in unserer fröhlichen Runde: Richy.
Er hielt er tapfer die Stellung unten in der Werkstatt.

Das mechanische Mantra hallte wohl immer noch durch die Räume:
Komponenten ausbauen, Komponenten anschauen, Komponenten einbauen.

Da nun aber zweifelsfrei festgestellt wurde, dass in der Flasche noch immer reichlich „Schwiegervater“ vorhanden war, packte uns der Tatendrang.
Man kann so eine Entdeckung ja nicht einfach unkommentiert im Regal stehen lassen!

Kurzerhand beschlossen wir – gestärkt durch den Fund und den kleinen Umtrunk – eine weitere Kontrollfahrt.
Schließlich muss man prüfen, ob der Weg ins Tal noch sicher befahrbar ist.

Ein Lichtblick am Abend
Am Abend gab es einen feierlichen Moment: Kay Böttrich überraschte die AIA-Gemeinde in einem spontan anberaumten Akt mit einer selbstgebastelten Lampe für die AIA.
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Sogar Andy, unser sonst so distanzierter Brite,
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ließ sich vom Freudentaumel mitreißen und feierte kräftig mit.
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Danke, Kay, für dieses tolle Geschenk!

Doch jede Feierlichkeit muss ein Ende finden, denn die Kontrollfahrten rufen.
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon urban » Sa 07 Mär, 2026 16:35

Doch jede Feierlichkeit muss ein Ende finden, denn die Kontrollfahrten rufen.

von Holzsplittern und Löchern im Deckel
Uwe, Peter, Friedhelm, Kowinaz, Kay und ich fuhren schon mal vor. Wir standen an der Mautschranke und warteten auf den Rest aus Joni,Phillip und Stucki, als plötzlich ein Riesenkrachen und Knacken die Stille zerriss.

Holz splitterte, und wir sahen, wie ein BMW-Gespann von der Straße abkam und hangabwärts in den Wald krachte!

Hier war sofortiges Handeln gefordert. In einem Blitzstart schwangen wir uns auf die Räder.

Kurz nach der ersten Kurve kam mir Stucki entgegen und rief, ich solle langsam fahren, da dort ein Unfall passiert sei.
Mein erster Gedanke war: „Was für ein Pflaumenaugust, warum hält er nicht an?“

Erst später wurde mir klar: Er hatte den Abflug nur im Rückspiegel gesehen und konnte auf der schmalen Straße nicht sofort drehen – er fuhr lediglich weiter, um eine Wendemöglichkeit zu suchen.

Das Gespann lag gut sechs Meter tief im Unterholz. Zum Glück war dem Fahrer Phillip nichts passiert – das erste große Aufatmen!

Die Stelle war so eisig, dass man kaum stehen konnte; man rutschte automatisch bergab. Phillip (Fahrer) fährt mit Stucki (Schmiermaxe) Gespannrennen. Ist also ein erfahrener Gespannfahrer. Warum er auf dem geraden Stück nach links in den Wald ist, lässt sich nicht genau klären. Aber dort war es so glatt dass selbst stehende Gespanne sich auf einmal Talwärts bewegten.

Da keine Verletzungen vorlagen, berieten wir über die Bergung.
Hochziehen mit Winden klappte nicht, also beschlossen wir, das Gespann den Berg weiter runterrollen zu lassen und über einen Waldweg wieder auf die Mautstraße zu schieben.
Der Plan gelang!

Ein Loch im linken Ventildeckel wurde an Ort und Stelle mit Reparaturkleber geflickt.
Beim anschließenden Punsch wurde die Arbeit von allen fachmännisch begutachtet.

27_Lochdeckel.jpg

28_Lochstopfung.jpg

29_Begutachtung.jpg


Was für ein Schreck in der Nacht!


Der „Hänsi“ und die Tücke des leeren Tanks
Als ich schließlich als Letzter die Rückfahrt antrat und die kalte Nachtluft genoss, passierte es: Auf zwei Drittel der Strecke fing mein treuer „Hänsi“ plötzlich an zu stottern und ging aus.

Stille.

Die anderen hatten es nicht mitbekommen. Da stand ich nun allein in der Finsternis.
„Warum jetzt?“, dachte ich, „ich habe doch die Elektrik so gut gemacht!“

Plötzlich nahte von oben ein tanzendes Licht. Max Moser und seine Kombo kamen zur Kontrollfahrt vorbei.
Die Diagnose war so simpel wie peinlich: Der Sprit war schlicht und ergreifend alle!

Einer der Jungs holte einen Reservekanister aus dem Lager, fünf Liter flossen in den „Hänsi“, und er schnurrte wieder.
Puh, da hatte ich Glück – ich sah mich schon die Mautstraße hochlaufen.


Sonntag

Abschied und warmes Wasser
Der Sonntag stand im Zeichen des Aufbruchs. Überall wurde das Lager abgebrochen, Mopeds wurden gepackt, und eine große Verabschiedungswelle zog sich über den Tag.
30_Verabschiedung.jpg


Da wir am Samstag noch ausgiebig gekontrollfahrtet hatten und die Nacht kurz war, blieben Peter, Friedhelm und ich noch eine Nacht vor Ort.
Wie auch Uwe, Phil, Rüdiger und Justus. Also konnten wir den Sonntag ruhig angehen.

Nach Säuberung des Treffenplatzes,zogen dann auch wir auf die Hütte um.
31_das große Aufräumen.jpg

32_Aufräumen2.jpg


Dann endlich eine Dusche! Wie herrlich ist warmes Wasser.
Den Abend ließen wir bei Bier und leckerem Essen ausklingen, übten ein wenig Treffenkritik und sanken früh in die Federn.

Montag - Mittwoch

Das rutschige Finale
Die Abfahrt von der Mautstraße am Montag wurde noch einmal spannend.
Unsere Fahrzeuge waren bereits von Spikes und Ketten befreit, und so rutschten wir mehr ins Tal, als dass wir fuhren.

Für den Rückweg fand Peter wieder wunderbare kleinste Straßen.
Alles funktionierte, nichts ging kaputt – fast schon langweilig!

Abends in den wohlbekannte Pensionen lasen wir im Forum, wer es schon nach Hause geschafft hatte.

Und unser Freund Richy?
Auch er hat es auf eigener Achse geschafft! Der Zündfunke war irgendwann wieder da, nachdem er eine komplett andere Zündung eingebaut hatte – oh Wunder!

Am Mittwochabend gegen 18:00 Uhr trudelten auch Friedhelm, Peter und ich zu Hause ein.



Resümee

Was bleibt, ist kein Eventbericht.
Es ist ein Kapitel Wintermechanik. Ein Treffen, das von Menschen lebt, die lieber reparieren als jammern, lieber fahren als diskutieren und die wissen,
dass 20 Jahre nicht aus Perfektion entstehen, sondern aus Beharrlichkeit und Zusammenhalt.

Was bleibt zu sagen? Mehr Schnee wäre schön gewesen. Kälter auch.
Doch das Wetter ist ein launischer Mechaniker. Die Verhältnisse waren selektiv, der Wind hat ordentlich gepustet, doch auch das kennen wir schlimmer und vor allem,
es ist nichts Schlimmes passiert.

Ach ja und wie ich jetzt hier so sitze und in den Erinnerungen kramte, wird mir klar, was für tolle Leute ich kenne, quasi Familie und das Forum unser Wohnzimmer!

Motorang, ich glaub, das war in deinem Sinne.
Und 2026 wartet schon. Mit oder ohne Schnee.
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon Dreckbratze » Sa 07 Mär, 2026 19:01

Wunderbar, Urban! Danke!
The idea is to die young as late as possible
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon Richy » Sa 07 Mär, 2026 19:11

Wunderbar, Urban!

Aber zwei Korrekturen sind nötig:
1. Ich habe nicht nur ein- und ausgebaut, sondern auch gereinigt und vor allem andere Teile eingebaut.
2. Justus hat mich nach Budweis gefahren, ich bin nicht auf eigener Achse heim. Alle Ersatzteile waren ebenfalls defekt...
Das beste Werkzeug ist ein Tand in des tumben Toren Hand.
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon Achim » Sa 07 Mär, 2026 20:37

Sehr schön Urban,
vielen Dank :smt023
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon 005rs » Sa 07 Mär, 2026 20:47

Achim hat geschrieben:Sehr schön Urban,
vielen Dank :smt023

+1!
Gruß Pit.
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon lallemang » Sa 07 Mär, 2026 21:26

Absolut :smt023

Danke Urban :smt039
Wherever You Go There You Are :gruebel:
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon Zwillingspeter » So 08 Mär, 2026 00:58

Bdd!
A Traum!
Vielen Dank, daß Du das so fein zusammengeschrieben hast!
Wie war noch gleich der Termin für das nächste Jahr?
Ich bin jetzt schon startklar.
Also wie immer: Ende Jänner, Montag, 9:00 Uhr Meschede
Ich freue mich schon auf Euch!
Ohne ist auch nix!
Jetzt geht's wieder!
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon KNEPTA » So 08 Mär, 2026 08:55

Wyrdig reiht er sich ein der Bericht. :pray:
Danke dir.
Uwe
Russe und Salz, dann zerfallt´s !
Bdd. Ein Tag wie eine Woche.
Nix is gölber wie Gölb wie Gröllgölb sölber

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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon Thoeny » Mi 11 Mär, 2026 08:07

Danke, Urban!
Es gibt etwas Gutes in dieser Welt, Herr Frodo, und dafür lohnt es sich zu kämpfen.
(Samweis Gamdschie)
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Re: TT2025 Bericht -Wenn der Berg ruft

Beitragvon nattes » Mi 11 Mär, 2026 14:18

Hach, war das schön zu lesen. :smt049

Ich werde wohl nächstes Jahr auch wieder kommen. :-)
"Man kann sich über alles aufregen, aber man ist nicht dazu verpflichtet."

Anton Fasters
(Mein Lehrmeister)
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