Himmelfahrt-Pfingst-Alpentour

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Re: Himmelfahrt-Pfingst-Alpentour

Beitragvon Michiklatti » Di 01 Jul, 2014 22:06

so und hier der Rest:

Donnerstag 5.6.14

Wieder klingelte der Wecker um sieben und ich machte mich fertig für einen Regenstart. Die Dame des Hauses brachte mir noch ein reichhaltiges Frühstuck mit dem Vermerk: „Die Butter ist direkt vom Bauern, also nicht wundern“ Natürlich war es sehr lecker und ich ließ nichts über :)
Frisch gestärkt wollte ich das Aufrödeln beginnen und zog mir schon mal die Regensachen an. Doch der Gastgeber bot mir seine leer Garage an, da seine Frau schon mit dem Auto unterwegs war. So dauerte das Aufladen eine knappe Stunde und wir hatten ein nettes Gespräch nebenbei.
Nach der herzlichen Verabschiedung startete ich meine Etappe bei starkem Regen. Das erste Ziel für heute war das AiA-Sölkpass Treffen, In der Nähe des gleichnamigen Passes. Der Regen hörte ca 10Km vor Oberwölz auf und ich begab mich auf die Suche der genauem Ort des Treffens. Leider hatte ich vergessen die GPS Daten oder ähnliches zu notieren und wusste nur noch den Namen des Ortes. Ich suchte im Navi einfach nach einem Campingplatz in der Nähe und wurde schnell fündig. Als ich dann an der Rezeption hielt, stieg eine Frau aus ihrem Auto und sagte mir ohne das ich fragen konnte: Servus, sie fahrn´ bitte dort entlang. Der Straße immer weiter folgen, und nirgendwo abbiegen. Dann sehn´ sie´s scho.“ Woher die nur wusste das ich da hin will ;-)
Ich folgte der Straße für einige Kilometer und tat was mir befohlen. Ich fuhr durch Bauernhöfe und dann wurde es mit mal noch schotterig unter den Rädern. Typisch AiA-Leute, normal kann jeder :P
Irgendwann kam ich dann zu einem Häuschen mitten im Wald wo einige Mopeds standen. Ahhh… dachte ich, hier bist du richtig. Da es Donnnerstag war, hielt sich die Anzahl der Gäste in Grenzen. Ich kannte eigentlich alle Anwesenden vom Henneburgtreffen2013 und setzte mich mit meinem Becher an den Tisch und trank bei Benzin und dummzeug Geschichten eins,drei, viele Kaffee.

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Um 12:30 machte ich noch eine kurze Jause mit Salami,Käse und Nüssen. 13:30 fuhr ich dann wieder weiter und machte mich auf zum Sölkpass. Anfangs war die Straße noch gut ausgebaut und ich habe mich total erschrocken, als an mir ein Höllenmotorad vorbeischoss. Gefühlt hatte mein Trommelfell jetzt Durchgang und den Störenfried ließ ich ziehen. Die Straße wurde mit jedem Höhenmeter schlechter und binnen weniger Minuten hatte ich den Brülltiertreiber wieder vor mir. Er hatte anscheinend Probleme mit der schlechter werdenden Fahrbahn und ich spielte die Eigenschaften der GS aus und fuhr an ihm vorbei. Auf der Passhöhe war es einfach nur unangenehm:

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Die Nordrampe vom Pass begann so, wie die Südrampe aufhörte. Hinzu kam noch, dass mit einem mal Kühe auf der Straße standen und ich bei nasser Straße ordentlich jonglieren musste, um rechtzeitig und mit dem Gummi nach unten, anzuhalten. Das Wetter wurde nicht besser und ich stellte das Navi auf „schnellste Route“ um, da ich heute noch bis hinter Linz kommen wollte. Dadurch gingen mir zwar 2 Pässe durch die Lappen, aber ich glaube bei Dauerregen machen die sowieso keinen Spaß (hoffentlich). In Linz kam ich bei der Überquerung der Donau mitten in den Feierabendverkehr und zu allem Überfluss wurde es dann auch noch warm. Entschädigung gab es dann bei der Fahrt durch das Joseftal und die klasse Kurvenschwünge. 2013 war ich mit meiner Frau bei Fam. Kriebaumer in Pergegg bei Schönau . Ein Bauernhof mit Gästzimmern mitten im Mühlviertel. Da wollte ich heute noch hin und auch hier hatte ich keine Adresse und fuhr einfach nach meiner Erinnerung. Klappte alles super und die Kriechbaumers freuten sich sehr über meinen Besuch. Nachdem Hr. Kriechbaumer mit dem Graß mähen fertig war, tranken wir beim Sonnenuntergang noch ein paar Bierchen und beobachteten die anderen Landwirte beim Graß mähen.

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Zum Abend hin kam die Sonne nämlich noch raus und das sollte laut Wetterfrosch die nächsten Tage auch so bleiben. Ich machte mir im Anschluss noch ein Abendessen und ging zu Bett.

Freitag, 6.6.14

Der Blick aus dem Fenster um kurz nach 6Uhr.

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Beim Frühstück was für 2 Personen gereicht hätte, gab Fr. Kriechbaumer mir ein Fotobuch von Ural Gespannfahrern die jedes Jahr auf der Burg Prandegg im Februar ein Treffen veranstalten. Eine sehr tolle Morgenlektüre. Ich verabschiedete mich und fuhr völlig gesättigt und Richtung Nordwesten. Immer mit dem „Tomtomhinterhofmodus“ quer durch das österreichische Mühlenviertel.

[Video]http://youtu.be/5QeFbWiX56k[/Video]

Gegen 12Uhr sah ich dann ein Schild mit der Aufschrift “D“. Beim Blick auf den Kilometerzähler viel mir ein, dass ich eh bald tanken muss, also dann doch lieber hier als im teueren Deutschland und suchte mir eine Tankstelle. Beim Halt programmierte ich mein Navi neu, um auf dem Weg nach Nürnberg, den Bayrischen Wald mitzunehmen. Es war nicht eine Wolke am Himmel und die Temperatur stieg unaufhaltsam an.

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Nach einer kurzen Offroad-Einlage zog ich dann meinen Pulli aus und fuhr weiter grandiose Kurvenstecken. Um 15 Uhr wollte ich in Nürnberg sein um einen Kumpel abzuholen, denn es sollte noch bis Suhl zum Schwalbennest.de Treffen gehen. Um der Hitze schnellstmöglich zu entkommen fuhren wir auf die Autobahn, was sich aber als nicht so super Klug rausstellte, da es auf Grund eines Unfalls sich ordentlich gestaut hatte. Da ich mich auch als Motorradfahrer bei einem Stau hinten anstelle kochten wir unter unseren Helmen. Nach einer gefühlten Ewigkeit brannten bei mir die Sicherungen durch und wir schlängelten uns zwischen den Autos durch. Ich hatte schon 400Km auf dem Buckel und wollte bei gefühlten 50°C einfach nur ankommen. Nach einem Tankstopp fuhren wir auf kleinen Straßen und Wegen in den Thüringer Wald. Wie es sich als GS Treiber gehört, erreichte ich das Treffen von hinten durch´s Auge über einen Trampelpfad. Endlich „normale Leute“. Das erste Bier schmeckte nach solch einer Hitzeschlacht doppelt so gut. Ein paar Insekten waren wohl zu langsam:

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Nach dem Zeltaufbau, wurde noch bei Lagerfeuer lange Benzingespräche geführt und das ein oder andere Bierchen vernichtet.

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Samstag 4.6.14

Die Sonne schien relativ zeitig auf mein Zelt und ich flüchtete gegen 7:30 ins Freie. Nach einem Kaffee und einer Bratwurst am Morgen begann die Suche nach dem Elektolurch an einer F650 PD.

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Nach einiger Sucherei und diversen dreckigen Fingern, fanden wir endlich den Übeltäter. Der Schalter vom Seitenständer hatte einen Wackelkontakt und sagt ab und an er sei ausgeklappt. Die Folge dessen brauche ich glaube nicht weiter zu erläutern. Also Schalter abgebaut und einfach Tot gelegt. Die anschließende Probefahrt von 170Km war zwar streckentechnisch super, aber bei erneut gefühlten 50°C zu warm. Sogar so warm, dass mein Hinterreifen sich wie Kaugummi anfühlte und auch ein zügigen Kurvendurchfahrten schmierte.
Am Abend war dann das lang ersehnte wiedertreffen mit meiner Frau und dem Dackel, worauf ich mich schon sehr gefreut hatte. Der Abend endete ähnlich wie der letzte und wir tranken bis tief in die Nacht „Pfeffi“ und Harzer Grubelicht.

Sonntag 8.6.14

Heute war kein Motorrad fahren angesagt, sondern wandern mit meiner Frau, 2 Freunden und natürlich unserem „Dackel“.
Wie auf der gesamten Tour, kam es anders als geplant, denn ein Waldweg war gesperrt und aus den geplanten 8Km wurden weit über 12Km. Was aber auch nicht schlimm war, denn so fanden wir Wege die schon lange keiner mehr gegangen war und einen Waldsee mit ganz klaren Wasser und Forellen. Auch nackte Mensch waren dort drinnen zu finden, sowie der Hund der sich abkühlte. Der Rückweg nach Frauenwald wurde wie geplant mit dem Zug gefahren und der Abend wurde feucht fröhlich.


Montag 9.6.14


Nach dem Aufräumen war die letzte Etappe angesagt und ich schloss mich den MZ Fahrern, die auch nach Braunschweig mussten, an. Ich musste mich kurz dran gewöhnen, dass hier eine andere Reisegeschwindigkeit herrschte ;)
Die Sonne gab wieder alles und so striffen wir das Eichsfeld, und fuhren durch den Harz nach Braunschweig.

Das war es mit der Herrentag-Pfingstour 2014. Danke an alle beteiligten Mitfahrer, Helfer sowie Leser :)

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei meiner Frau bedanken, die mich auf der Tour jeden Tag telefonisch unterstütz hat und mich wieder 2 Wochen allein los gelassen hat. Ich denke es gibt etliche die das nicht tun würden. Auch die aufbauenden Worte wärend des Anlasserdefekts oder als sie einfach nur mal zugehört hat. Sie ist DIE Traumfrau ,ich liebe dich :*


LG Michi
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Re: Himmelfahrt-Pfingst-Alpentour

Beitragvon lallemang » Di 01 Jul, 2014 22:42

:smt023 Dankegry§e :wink:

PS:
Michiklatti hat geschrieben:... von Ural Gespannfahrern die jedes Jahr auf der Burg Prandegg im Februar ein Treffen...

...war auch 2013 allerfeinste Erinnerungen! :D
Wherever You Go There You Are :gruebel:
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Re: Himmelfahrt-Pfingst-Alpentour

Beitragvon Michiklatti » Di 01 Jul, 2014 22:46

Dachte ich mich schon fast, dass es hier auch welche gab die da waren ;)


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Re: Himmelfahrt-Pfingst-Alpentour

Beitragvon roger » Mi 02 Jul, 2014 05:23

Schöne Tour, schöner Bericht
Danke!
Hurra!
Ach nee, doch nich...
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