Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

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Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 16 Mai, 2015 20:54

Hi,

wird mal wieder Zeit für einen Reisebericht, oder?

Bevor ich meine nächste Reise antret. :-D

Der Reisebericht gehört zu dem "Reiseschnipsel-Thread": http://forum.motorang.com/viewtopic.php?f=9&t=11233, wo es auch einige Bilder zu sehen gibt, natürlich nicht so schöne wie hier bald...

Die Bilder sind diesmal als Thumbnails zum anklicken, die großen Bilder sind diesmal meist 1800x1200 Pixel und ca. 0,5MB groß, dies bitte bei Datentarifen beim Handy beachten. Die Thumbnails sind logischerweise nicht solche Datenfresser...

Da ich das ganz wieder "on-the-fly" erstelle, gibt es nicht alles am Stück, das wird einige Tage dauern, vielleicht sogar bis nach meinem Urlaub, wenns doof kommt...

Also los:

Solo nach Südosten...

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Prolog:
Schon lange plante ich mal eine Reise in den Balkan, aber andere Reiseziele und mein begrenzter Urlaub hielten mich bisher davon ab, das auch mal durchzuführen. Dies wollte ich nun ändern, außerdem wollte ich schon lange mal einen Blick in die Türkei werfen. Schotterstrecken soll es dort viele geben, und Landschaft. Davon kann ich nie genug bekommen!
Also plane ich eine Runde, die grob entlang der Adria bis in den Süden Griechenlands führt. Von dort aus soll es mit der Fähre in die Türkei gehen. Dann will ich bis in den Süden fahren und über das Landesinnere bis nach Canakkale in den Norden fahren. Über Bulgarien, Rumänien und Ungarn sollte es wieder in heimatliche Gefilde gehen.
2 Tage vor dem Reisebeginn macht mich Chris auf ein Ténéré- und DR-Big-Treffen in Ungarn aufmerksam, bei dem es sehr nette Offroadtouren durch Ungarn und Rumänien geben soll. Meine Urlaubsplanung komplett umstülpen? Da aber das Wetter im Balkan ohnehin grauenhaft werden soll die nächsten Tage, mache ich die Planänderung: Anstatt die Runde "linksrum" zu fahren, also mit dem Balkan beginnend, will ich andersrum fahren, beginnend mit Ungarn. Fahrerisch macht es keinen Unterschied, also melde ich mich beim Andreas, ob ich nicht schon gleich am Anfang der Reise in Graz einfallen darf.

Am Reisegepäck wird diesmal gespart, ich möchte das Motorrad für die Enduroetappen möglichst leicht halten. Ein kleines Zelt habe ich bereits gekauft, Kocher etc. wird weggelassen, im Süden gibt es ohnehin überall leckeres Essen. Einziger Luxus sind 2 Bücher, die ich schon lange mal lesen möchte. Und da ich die Reise alleine antreten werde, hab ich wohl genug Zeit zum Lesen. Dass ich die Bücher bis zur Mitte der Reise nicht anrühren würde, wußte ich da noch nicht.

Die GS wird vorher fitgemacht: neue Reifen, alle Öle gewechselt und, weil es sich anfängt, seltsam zu schalten, das Getriebe zur Überholung weggeschickt. Dass der Postbote auf dem Rückweg das Getriebe fallenlässt und den ohnehin schon teuren Spaß nochmals verteuert, trübt den Spaß etwas. Aber daran kann ich nun auch nichts mehr ändern.
Sonst bleibt an der GS nichts zu tun, ausnahmsweise mal kein Wartungsstau.

Da ich viele Länder durchfahren werde, hab ich mir für die wichtigsten jeweils eine Karte zugelegt. Allerdings haben sie teilweise nur Überblickscharakter (vor allem die Türkeikarte), daher lege ich mir noch ein Navi zu, das mir bei der Orientierung helfen soll. Zusätzlich installier ich auf dem Handy noch topografische OSM-Karten, die mir in kniffligen Situationen weiterhelfen sollen.


Tag 1, Samstag, 06.09.2014, Startkilometerstand 11765:
Das Mopped ist bepackt, zu Hause alles abgestellt, die Bude verrammelt und ab auf die Piste. Naja, weit will ich heute nicht fahren, nur bis Schongau. Dort wohnt Chris, er möchte mir sein neu erworbenes Ténéré-Gespann zeigen, außerdem hat er Thüringer Bratwürste organisiert, da kann ich ja wohl nicht ablehnen.
Von ihm bekomme ich noch ein paar Tipps für den Balkan, dann darf ich sowohl das Gespann als auch seine umgebaute (Solo-)Ténéré probefahren. Außerdem bietet er mir noch seine TT600 an, aber da lehne ich erstmal noch ab, vor dem Urlaub ist vielleicht nicht der beste Zeitpunkt, ein "Kann-nicht-Nein-sagen"-Gefühl zu wecken.
Nach einem schönen Abend mach ich mich auf der Couch breit und träum von fernen Ländern.

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Beim Chris an der Scheune mit seinem neuen Ténéré-Gespann (da sah es noch neu aus. :weg: )

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Thüringer! Lecker! Echt jetzt!

Fortsetzung folgt...
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 16 Mai, 2015 21:09

Tag 2, Sonntag:

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Weiter geht es nach Südosten, immer schön auf Landstraßen. Das Wetter ist mäßig, aber immerhin trocken und so zirkel' ich Richtung Graz. Mittags esse ich dann die Reste von gestern, die ich von Chris & Anna mit bekommen habe. Lecker! (Ich sagte ja, dass es im Süden leckeres Essen gibt, das gilt auch schon für Schongau :-D )

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Mhmm! Kalte Thüringer plus scharfen Nudelsalat!

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Irgendwann, nach einer reichlich unspektakulären Fahrt, erreiche ich Graz und werde, nachdem ich Andreas' Haus gefunden habe, von ihm sehr herzlich empfangen. Tomcat treffen wir auch noch und es gibt die üblichen Benzingespräche. Man ist doch irgendwie aus einem Holz geschnitzt. Auch bei Andreas nächtige ich wieder sehr gut und kann am nächsten Morgen entspannt aufwachen.
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 16 Mai, 2015 21:27

Tag 3, Montag:

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Diese Plakette findet sich an einer ES beim Andreas. Leipzig, yeah!

Heute geht die Fahrt nach Szeged in Ungarn, um auf dem dortigen Campingplatz die Jungs vom ungarischen Ténéré und DR-BIG-Club zu treffen.
Auf dem Weg dahin probiere ich schon ein paar Wege abseits der Straße. Allerdings ist durch den langanhaltenden Regen alles noch schlammig und ich trau mich nicht durch die tiefsten Pfützen.
Auf einem Weg rutscht mein Hinterrad seitlich in eine sehr tiefe Spurrille, der linke Koffer schlägt auf dem Boden auf, er reißt aus der Halterung, bleibt an einem Spanngurt hängen, geht während der Fahrt auf und verteilt seinen Inhalt auf dem Weg. Ja klasse, geht ja gut los!
Richtig kaputt ist nichts, nur ein wenig verbogen. Während ich den Inhalt einsammel, werde ich von einem grimmigen Nachbarshund daran erinnert, dass ich wohl seinem Revier bedrohlich nah gekommen bin. Zum Glück ist er hinter einem Zaun eingesperrt und eher klein und so kann ich ihn ignorieren. Nach dem Zurechtbiegen der Kofferbefestigung und dem Einräumen meiner Sachen kann es weitergehen.

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Einfahrt nach Ungarn.

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Eine der erwähnten Pfützen, durch die ich mich mit der beladenen GS nicht durchtraute. Mit der TT täte ichs probieren... :-D

Auf dem Campingplatz bin ich der erste Motorradfahrer. Anfangs bin ich noch sehr skeptisch, rechne damit, direkt am nächsten Tag weiterzufahren, weil eh kein Anderer kommt. Wie falsch ich doch liegen sollte. Nach einer Weile treffen die Leute so nach und nach ein, darunter auch Ronny, ebenfalls ein Sachse, ein paar sehr nette Schweizer und ein Belgier (der mal Offroad-Profi war) auf einer TT600. So komme ich recht schnell mit ihnen ins Gespräch und sie nehmen mir die Angst von wegen zu "hardcore" und auch die "falsche" Marke macht ihnen nichts aus. Immerhin finden sich auch bei anderen noch ein paar Fremdprodukte (LC4, Transalp etc.). Ich beschließe, die am nächsten Tag stattfindende Runde durch Ungarn mitzumachen, um reinzuschnuppern. Und ich sehe schon wieder meine komplette Urlaubsplanung purzeln. Hier wollte ich doch eigentlich nur durchreisen...
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 16 Mai, 2015 21:40

Tag 4, Dienstag:

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Die Offroad-Runde startet mit nur wenigen Leuten, mir ist es ganz recht. Die Runde soll sehr viel Sand beinhalten. Sand ist nicht gerade mein Favourit, aber sicher hilft es mir, damit leichter zurechtzukommen. Der Tipp der Anderen: "Wenns schwierig wird, Gas geben, wenns noch schwieriger wird, noch mehr Gas geben." Alles klar, dann kann ja nix mehr schiefgehen. Tatsächlich funktioniert das ganz hervorragend, man muss nur hoffen, dass irgendwann der Sand auch mal zu Ende ist, um mal wieder runterzubremsen. So nach und nach komme ich mit dem schwimmenden Vorderrad sehr gut zurecht. Unser ungarischer Anführer Mistral hat dann noch einen Platten, der in einem Dorf unter den Blicken der Dorfbewohner und mit einem Radler in der Hand (alkoholfrei, das trink sogar ich :-) ) geflickt wird.
Nach dem tollen Tag fällt mir der Entschluß sehr leicht, die große Tour nach Rumänien mitzufahren.

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Sand? Hat jemand Sand gesagt?

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Pause am Wegesrand

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Zum Aufbocken nimmt man auch die vorhandene Infrastruktur

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Wie immer: einer arbeitet, der Rest schaut zu.

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Letzte Pause kurz vor Schluß.
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » So 17 Mai, 2015 10:22

Tag 5, Mittwoch:

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Die heutige Strecke, leider fehlt gerade das interessante Stück, der Offroad-Teil. Warum, weiß ich leider nicht. die Daten sind wohl weg...

Ab nach Rumänien! Es sind, wie erwartet, recht viele Leute dabei, ca. 25 Motorräder brummen durch die Gegend. Erst einmal geht es auf der Straße nach Arad in Rumänien, dann fängt irgendwann der Offroad-Teil an. Recht schnell wird klar, dass das Können der Leute sehr breit gefächert ist, ich liege tatsächlich im oberen Mittelfeld. Ich selber bevorzuge zwar nicht so große Gruppen, aber für ein paar Tage geht das schon mal. Außerdem zieht sich die Truppe beim Fahren im Wald sehr weit auseinander, zusammen mit den Schweizern und Ronny machen wir eine kleine Gruppe auf, mit der wir uns ein wenig separieren können.
In einem Steinbruch, durch den wir später fahren, schlage ich mir meine Ölwanne an einer Abwärtskante an, weil ich zu vorsichtig und damit zu langsam runtergefahren bin. Das "Klong" klingt sehr hart, aber ich denke mir erstmal nichts dabei. Später bei einem Stopp, bei dem wir auf ein paar Verlorengegangene warten, weist mich einer auf den stetig wachsenden Ölfleck unter meinem Mopped hin (auf dem ich draufsitz, daher seh ich es nicht). Der erste Gedanke: "ja, super, Simmerring Getriebeeingangswelle, kanns denn nicht mal was neues sein?".
Es war was neues, denn als ich dran schnüffelte: Nein, kein Getriebeöl. Genauer geguckt: Oha, die Ölwanne hat auf der rechten Seite einen langen Riss, aus dem es raustropft. Zum Glück tropft es nicht allzu stark und ich habe Kaltmetall dabei, die Reparatur verschieben wir auf später, wenn wir das Camp aufgeschlagen haben. Wir müssen noch Verpflegung einkaufen, das ist wichtiger. Bis dahin steht die GS beim Anhalten erstmal auf dem Seitenständer, dann tropft es weniger.
Kurz nachdem ich erkenne, was die Ursache für den den Ölverlust ist, wird klar, warum wir überhaupt warten mussten: Einer der DR-BIG-Fahrer, ein Ungar, hat sich bei einem Sturz den Fuß gebrochen. Er will nicht in Rumänien ins Krankenhaus, sondern selber noch zumindest bis Ungarn fahren (er selber wohnt allerdings im Nordwesten des Landes, das sind einige Hundert Kilometer extra). Als er notdürftig verarztet wurde (der Crossstiefel hält alles zusammen) und ein Mitfahrer sich gefunden hat, fahren die beiden los. Später in der Nacht dann die Nachricht, dass er es bis in ein Krankenhaus in Ungarn geschafft hat.
Auf dem Camp (eine Wiese mitten in einem Wald) wird die GS erst einmal auf die linke Seite gelegt und die Zelte aufgeschlagen. Danach, es ist bereits spät und natürlich dunkel, wird der Motorschutz entfernt, der Riss mit Benzin entfettet und danach mit Kaltmetall geflickt. Das Mopped bleibt so bis zum nächsten Morgen liegen.

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Bei einer größeren[tm] Schlammpfütze geht es nur sehr langsam voran, da sich einige durchfüsseln müssen. Wir warten derweil...

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Ich bevorzuge ja natürliche Materialien als Seitenständer...

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In diesem Steinbruch zerdepperte ich mir die Ölwanne.

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Einer der Anführer, "Skalp" genannt, verlor sein TopCase, was die Gruppe zum Halten zwang.

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Beim Warten bemerkte ein Mitfahrer diese Ölpfütze

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Die GS nach der Reparatur, das Kaltmetall darf nun aushärten
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » So 17 Mai, 2015 19:41

Tag 6,Donnerstag:

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Wieder fehlt ein Stück der Strecke, diesmal am Anfang.

Morgens wird die GS erst einmal in die Senkrechte gehoben: Die Reparaturstelle scheint dicht zu sein, super! Sie ist es bis heute...
Nach dem Frühstück geht es wieder weiter, die Rumänischen Wälder warten.
Offenbar liegt es dem "Veranstalter" sehr am Herzen, uns eine rumänische Goldmine zu zeigen, die von einer australischen Firma gekauft worden ist und die nun ein ganzes Tal mit Zyanid-haltigem Schlamm hat volllaufen lassen. Zuerst sehen wir uns einen bereits aufgebenen Teil der Goldmine an ("nichts mitnehmen, hier gibt es überall Kameras"). Nach ein paar Fotos wollen wir aber weiter auf die "Straße", bzw. eher auf die Schotterwege von Rumänien. Wir wollen fahren!
Das Wetter ist bestens, blauer Himmel und so um die 20-25°C.
Wir übernachten auf einem Berg, wo wir unsere Zelte aufschlagen. Wie am Vortag lege ich mich zu ein paar Ungarn mit in ein etwas größere Zelt, dank vorsorglich mitgebrachter Ohrstöpsel kann ich trotz dem Abholzen ganzer Regenwälder auch einigermaßen schlafen. Mein Zelt befindet sich noch am Zeltplatz in Szeged. Gepäck sparen!

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Die Reparaturstelle an der Ölwanne

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Unser Camp. Nachts sah das irgendwie viel kleiner aus...

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Die Goldmine.

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Wir fahren einen schönen Pfad auf einen Berg hoch, nur um diese Aussicht zu genießen. Hat sich gelohnt.

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Abends auf dem Berg, wo wir unser Camp aufgeschlagen haben. Die schweizer KTM hat genug für heute.

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Auch die GS kann sich nun ausruhen.

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Das Zelt hat nachts ganz schön gelärmt, aber zum Glück dank Ohrstöpsel aushaltbar. Ich hatte eine eigene "Kammer" an der Seite.

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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon roger » Mo 18 Mai, 2015 11:12

chöööön!
Hurra!
Ach nee, doch nich...
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Dreckbratze » Mo 18 Mai, 2015 15:24

in der tat.
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon kahlgryndiger » Mo 18 Mai, 2015 15:45

Der Herr versteht zu reisen.
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Maybach » Mo 18 Mai, 2015 17:12

@Richy

danke für's teilhabenlassen ...

Und: Fortsetzung bitte!

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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Färt » Mo 18 Mai, 2015 21:13

...na endlich hat jemand was geschrieben, der Richy hat schon befürchtet dass niemand seinen Bericht liest und es auch niemand interessiert.

Siehste Richy, alles wieder gut und ein wunderschöner Bericht :smt023

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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon lallemang » Mo 18 Mai, 2015 23:33

Sorry Richy,

ich les' als mit und saach nixs :oops:

:smt023 :popcorn:
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon heiligekuh79 » Di 19 Mai, 2015 07:10

Geht mir auch so. Bitte mehr davon!
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Di 19 Mai, 2015 16:18

Dankedanke, die weiteren Teile sind schon in Arbeit. :smt004
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Di 19 Mai, 2015 20:39

Tag 7, Freitag:

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Eine wunderbare Aussicht von unserem Schlafplatz auf die umliegenden Täler erwartet uns am Morgen. In einigen der Täler hängt der Nebel und wir freuen uns, stattdessen oben auf dem Berg zu sein. Allerdings merken wir, dass es nicht mehr Hochsommer ist, denn es ist einigermaßen frisch.

Wir packen flott zusammen, futtern eine Kleinigkeit und sind recht schnell wieder unterwegs. Nach einer Weile erreichen wir das oben erwähnte, mit Schlamm gefüllte Tal, um es uns aus der Nähe anzuschauen. Das Tal ist ziemlich groß und verwinkelt, man kann es nicht mit einem Blick erfassen. in dem Tal gab es ein Dorf, welches vor der Flutung geräumt wurde, die Bewohner wurden einfach umgesiedelt. Die meisten hat man mit ein wenig Geld und einer neuen Bleibe gelockt, der Rest konnte dann nicht mehr anders als wegziehen, erzählt uns später ein noch am Rand des Tals wohnender Bauer. Aus dem Schlamm ragt noch der Kirchturm des Dorfes, man hat sich nicht die Mühe gemacht, die Gebäude abzureißen.
sowas zu sehen, macht einen dann schon etwas nachdenklich. Da wir mehrfach an verschiedenen Stellen des Tals anhalten. wird es uns nach einer Weile allerdings schon zu viel. Nach einer Weile fahren wir endlich weiter, zumindest ein Teil der Truppe. Der andere Teil fährt zurück nach Szeged, sie müssen die Feier vorbereiten und ein paar weitere Ankömmlinge empfangen. Wir fahren derweil weiter, denn das Wetter ist wie am Vortag bestens.
Das Nachtlager schlagen wir auf einer Wiese auf, die wohl auch gerne von Einheimischen für Picknicks etc. benutzt wird, aber daran stört sich niemand, sie stellen sich einfach dazu, packen ihre Grills aus und grillen.
Anhand eines besonders geformten Berges erkenne ich, dass wir hier ganz in der Nähe eines Campingplatzes übernachten, den ich 2012 schonmal besucht habe auf meiner ersten Rumänienreise.
Nach dem Aufschlagen der Zelte fahren wir noch in ein nahegelegenes Dorf, welches eine ungarische Enklave mitten in Rumänien darstellt und daher von den Ungarn des Ténéré-Clubs gern besucht wird. Wir kaufen ein und essen etwas zu Abend und lassen es uns generell einfach gut gehen.
Einer der Dorfhunde ist neugierig und lässt sich von uns füttern und einer der Bewohner erzählt uns, dass der Hund immer beim Läuten der rumänischen Kirchenglocken (das Dorf hat 2 Kirchen, eine rumänische und eine ungarische) gar fürchterlich zu heulen anfängt, während er bei den ungarischen Glocken immer friedlich lauscht. Leider bleiben die Glocken stumm und wir können uns vom Wahrheitsgehalt der Erzählung nicht überzeugen.

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Kurze Pause für ein Gruppenfoto an der Staumauer des vollgelaufenen Tals. Leider hab ich das Foto selber nicht.

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Der im Text angesprochene Kirchturm

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Einige wagten sich raus auf diesen wackligen Steg. Ich hatte keine Lust auf ein Bad im zyanidhalten Schlamm, also fotografierte ich nur. Immerhin ist auch kein Anderer gestürzt.

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Bei dieser Pause trennte sich die Truppe. Der Belgier in der Bildmitte fuhr auch zurück, da seine TT so dermaßen ölte, dass selbst er, der doch eher schmerzlos unterwegs war, lieber aufhörte mit Fahren.

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Wintertauglicher Trabi

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Mittagspause auf Bergeshöhn

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Alle packen was zu futtern aus und so werden die Moppeds leichter und die Bäuche schwerer.

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Pause in einem Dorf

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Ronny hat auch ein wenig Staub gefressen.

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Schweizer XT

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Pause an einer Burgruine nach schönem Aufstieg. Wegen der Touris trauten wir uns nicht, bis ganz hoch zu fahren...

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Blick aufs Umland

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Der im Text erwähnte Dorfhund, ein reinrassiges Tier...

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Reinrassig oder nicht, von Touris lässt er sich füttern

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Das Camp
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