Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Dreckbratze » Do 20 Okt, 2016 16:05

:smt023
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Cruso » Do 20 Okt, 2016 20:29

Danke für das teilhabenlassen.
Nährt die Sehnsucht selbst der Reiselust nach zu komme.
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 22 Okt, 2016 08:23

Bei soviel Lob muss ich mich nun für den Rest natürlich besonders anstrengen... :smt004


Also, weiter, wir sind noch nicht ganz angekommen:


Tag 24, Montag:

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Heute wache ich in Montenegro auf. Schon. Rückblickend betrachtet bin ich viel zu schnell durch Albanien gehuscht, aber ich hab ja auch noch einige Kilometer vor mir und in einer Woche muss ich wieder arbeiten.
Oje, bloß nicht dran denken!
In Montenegro gibt es viele schmale und kurvige Landstraßen, die aber aufgrund von viel Bewuchs am Rand nur selten wirklich flott gefahren werden können.
Später treffe ich auf bessere Bedingungen. So viel besser, dass ich die Reifen bis auf die Kante fahre. Herrliches Kurvengewimmel!
In der Nähe der Schlucht von Kotor fahre ich einen Schotterpass, eine winzige, teilweise schon zugewachsene Straße. Leider endet sie direkt oberhalb einer riesigen (offiziellen) Müllhalde, so wurde die schöne Aussicht von dem Gestank von Müll versaut. Überhaupt sieht man hier wilde Müllhalden an jeder Ecke. Schade.
Als ich in Kroatien ankomme, fahre ich auf die Halbinsel Prevlaka mit der zugehörigen Festung.
Als ich einen Zeltplatz finde, bemerke ich, dass hier alles voller deutscher Urlauber ist. Dies markiert für mich das geistige Ende der Reise. Ich bin wieder in Mitteleuropa angekommen. Nochmals Schade.
Dennoch bin ich noch nicht zuhause, aber ab jetzt bin ich auf dem Weg nach Hause. Jeder, der schonmal eine Reise von mehr als ein paar Tagen unternommen hat (also jeder hier), kennt sicher das Gefühl.
Ich hab alles erlebt, ab nun ist alles prinzipiell bekannt.
Ein wenig depriminiert bin ich schon.

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Panorama mit Esel.

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Zu flott sollte man hier nicht fahren. Da kommt man um die Kurve gestochen und dann fehlt da plötzlich ein Stück Straße.

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Uiuiui, das kann böse enden...

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Diese herrliche Aussicht...

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Auch hier, nur...

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...darf man nicht über die Kante schauen. :omg:

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Wieder so eine Aussicht, aber was müffelt hier so? Hab ich doch meine Socken erst heute gewechselt. :gruebel:

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Ah ja, alles klar! :omg:

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Auf der Halbinsel Prevlaka.

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Zuletzt geändert von Richy am So 23 Okt, 2016 08:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 22 Okt, 2016 08:29

Tag 25, Dienstag:

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Um mir den Grenzübergang nach Bosnien und zurück zu ersparen, fahre ich auf die Halbinsel Peljesac und nehme dort die Fähre wieder aufs Festland.
Danach fahre hauptsächlich die Küstenstraße entlang. Man hat mir gesagt, sie soll schön und schön kurvig sein. Leider ist sie das bisher noch garnicht, sondern nur mäßig kurvig und viel befahren.
Auch ein Stückchen weiter im Inland gibt es wenig Besserung. Vielleicht habe ich auch nur den Heimkehrer-Blues.
In der Nähe des Nationalparks Krka finde ich den gleichnamigen Campingplatz, bei dem ich von netten Leuten begrüßt werde. Hier sind die Sanitäranlagen so sauber und neu, wie man sie sich zuhause wünschen würde. Kann ich nur empfehlen!

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Ich finde noch ein wenig Schotter, aber im Großen und Ganzen fahre ich jetzt fast nurnoch auf Asphalt.

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Zuletzt geändert von Richy am So 23 Okt, 2016 08:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 22 Okt, 2016 08:48

Tag 26, Mittwoch:

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Auf den sicherlich sehr eindrucksvollen Nationalpark habe ich keine Lust, also fahre ich weiter. Bis kurz nach Zadar fahre ich nicht auf der Küstenstraße (D8), sondern etwas weiter im Landesinneren. Laaangweilig! Doch danach geht die D8 weiter und auf einmal ist die Straße richtig schön. Na bitte, geht doch!
In der Nähe der Pltvicher Seen finde ich einen riesigen Campingplatz. Massentourismus! Auch hier wieder ein Haufen Deutscher.
Das Wetter zieht sich zu und die ganze Nacht regnet es durch. Irgendwann erwache ich, weil mein Zeltboden nass ist. Doch zum Glück ist er nicht undicht, sondern es ist nur eine Wasserflasche ausgelaufen, deren Deckel nicht richtig zu war. Das meiste Wasser haben ein Paar Wollsocken aufgenommen, so dass sich der Schaden stark in Grenzen hält.

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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 22 Okt, 2016 08:57

Tag 27, Donnerstag:

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Ich fahre Richtung Slowenien. Die Straßen sind schön kurvig, aber leider nass. Nass ist auch das Wetter, es nieselt leicht, es ist kalt und neblig. Baah! Ekelhaft!
Als ich in die Nähe der slowenischen Grenze komme, ist das Wetter schon wieder viel besser. Dafür gibt es in Slowenien wieder kaum kurven, aber viel Verkehr.
In der Nähe vom Socatal fangen die Kurven wieder an. Aber der Verkehr hat weiter zugenommen, ich muss mich stark bremsen. So zügig fahren wie weiter südlich ist nun nicht mehr drin. Zu gefährlich.
Ich plane, in Trnovo ob Soci einen Campingplatz zu benutzen, aber der ist zu. In Bovic finde ich aber einen kleinen Platz, wo nicht viel los ist.

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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon gatsch.hupfa » Sa 22 Okt, 2016 09:20

Super Ritchy!

Am Tag 24, Montag, hinter der Bucht von Kotor, hast du leider meinen montenegrinischen Lieblingspass ganz knapp versäumt, aber du kommst sicher noch mal in die Gegend:
Der Orjen (Orijen) Sattel über einen 1600 m Schotterpass.

Ich zitiere aus Nitschke/Stimmer Extratouren Jugoslawien 1984:

"Diese Straße über den Orjen-Sattel war von jeher von großer strategischer Bedeutung, da sie die einzige Möglichkeit war, vom Meer ins Landesinnere vorzustoßen. Die erste Trasse wurde von Napoleons Truppen in die Felsen geschlagen, und die Österreicher wollten aus der nur 1,4 Meter schmalen Fahrspur dann eine breitere Straße machen, auf der auch Kanonen und Wagen gezogen werden konnten. Sie vollendeten ihre Prachtstraße, an der sie immerhin 10 Jahre lang gebaut hatten, jedoch nur teilweise, so daß dieser Naturpaß heute stellenweise ganz eng und dann wieder komfortabel breit ist. An einigen Stellen ist er zur Hälfte abgebrochen oder durch herabstürzende Felsen so weit blockiert, daß wir mit dem Geländewagen gerade noch durchkommen. Motorradfahrer haben's da einfacher."

Ist vor wenigen Jahren noch genau so gewesen.

Hier Rot zwischen Risan und Zdrijelo/Krusevice:

Bildorjen by http://www.advrider.com/forums/showthread.php?t=1000799, auf Flickr
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Re: Reisebericht: Solo nach Südosten 2014

Beitragvon Richy » Sa 22 Okt, 2016 09:23

Tag 28, Freitag:

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Über den Wurzenpass fahre ich nach Österreich. Jetzt ist es endgültig: Die Reise ist zuende. Heute abend plane ich zu Hause zu sein, es macht keinen Sinn mehr, das Unvermeidliche hinauszuzögern.
Also fahre ich durch den hohen Tauern und nehme auf dem Weg noch die Großglockner Hochalpenstraße mit, wenn ich schonmal da bin. Das Museum oben auf dem Gipfel ist super, ebenfalls der begehbare Bergstollen.
Auf dem Weg nach oben auf den Pass hab ich schon einen starken Leistungsverlust bemerkt, es liegt sicher an der Höhe. Aber um nach dem ganzen Staub einen zugepappten Luftfilter auszuschließen, baue ich ihn kurzerhand ab. Aber die GS wird nur brutal laut und keinen Deut schneller. Egal, also wieder ran damit.
Während ich mich Augsburg nähere, denke ich über die vielen Länder nach, die ich bereist habe. Jedes war anders und alle habe ich viel zu kurz gesehen. Zu kurz gesehen hab ich auch all' die netten Menschen, denen ich begegnet bin. Ich würde am liebsten umkehren und die ganze Runde nochmal fahren. Leider geht das nicht. Aber sicher werde ich das ein oder andere Land wiedersehen und hoffentlich auch einige von den Leuten, die ich traf.
Die letzten Kilometer nach Hause gehen recht flott, aber es ist schon sehr frisch geworden. Teilweise ist es unter 10°C. Nicht nur meine Reise ist zuende, sondern auch der Sommer.
Nach exakt 9337 km stelle ich um 9 Uhr abends vor meiner Garage den Motor ab. Es wird still, nur der Auspuff knackt leise.

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Dieser Panzer warb am Wurzenpass für ein Museum. Hatte aber keine Lust auf Militär.

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Luftfilter. Zwar ziemlich versifft, aber nicht die Ursache für den Leistungsverlust. Es war wirklich nur die Höhe.

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Der Eingang zum Automuseum. Das spare ich mir für später auf. Erstmal den Rest angucken.

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Murmeltiere. Fett und überfüttert von den Touristen.

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Der "Gamsgrubenweg". Schön gemacht.

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Im Museum.

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Trabi. Ich hätte nicht erwartet, hier einen zu finden.

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Ente mit Unterbodenbeleuchtung. Vielleicht eine Idee für den Uwe? :gruebel:

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Das letzte Mal so eine richtig schöne Aussicht auf dieser Reise.

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Und das letzte schöne Bild von der Reise. Dank gebührt meiner treuen GS fürs absolut problemlose Fahren trotz der vielen Misshandlungen.

Und euch danke fürs Lesen!
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