Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisch.

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Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisch.

Beitragvon Roll » Fr 20 Jul, 2018 02:01

Wir waren nicht die Schnellsten. Für viele Zuschauer aber die Spektakulärsten.

Le Gaschney. Mythos in meinem Kopf.
Real: Ein abgefucktes Skigebiet unter tausend Metern, ein Motorradclub vom Feinsten nahebei und ein grandioser mehrsprachiger Präsident desselben. Merci, Jean-Marc!

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Umpffff! Wasn Marsch!
Das war knapp. Gerade rechtzeitig von der innerdeutschen Auslandsbaustelle in M. aus noch eine zweite einteilige Lederkombi organisiert, weil die alte zwar dem Beifahrer einigermaßen paßt, aber ich dafür nackich dastehe. Ich würd ja nackich auf 2 Rädern Gespann fahrn, aber dürfen?
Weil die online bestellte Größe eine kleine solche war, nochmal 300 km durch den Stau und den Schwarzwald hingelegt; beim Umtausch dann kulanzhalber rund 70.-- Euro gespart. Fair, irgendwie. Ein Tag Vorbereitung am Sack.

Pfuuuuuh!
Hinterreifen (neu) händisch draufgewürgt, beim zweiten Versuch den Schlauch ganz gelassen.
Sehr gut.
Reifenhalter entsorgt. Loch mit Panzerband zugepappt. Besser is das.
Das linke angekratzte Hinterradlager muß nochmal ran. Wird schon.
Der eine Bremsbelag der Hinterbremse fällt raus beim Rad einbauen, der Kolben ist ausgerückt und will nicht zurück.
Na gut; Wille, Gewalt und Hirn machen das irgendwie in Kombination. Entlüften. Wo, wo verflixt und zugenäht war jetzt nochmal der passende Ringschlüssel? Grmbldnfzdn. !!
Wobei: Wer bremst schon bergauf? :D

Beiwagenreifen neu, hoffentlich meckert da kein Kommissar zwecks reinforced bei der technischen Abnahme.
Keine Ahnung, was die so anschauen wollen.
Was der VeranstalterPräsident telefonfranzösischdeutsch angesagt hat, wäre Sicherungsdraht an Öleinfüll- und Ablaßschraube sowie der Handbremsflüssigkeitsbehälter und irgendwas, was ich nicht so richtig verstanden habe. Mache ich mir jetzt zu wenig oder zu viel Sorgen? Es wird sich zeigen.
Ich benötige Bohrer in ausreichender Menge. 1 mm, zur Not 1,5 mm. Der unbezahlbare Sicherungsdraht vom MotorradzubehörGroßhändler hat einen halben mm Durchmesser. Die Zwirbelzange ist mir zu teuer, auf die verzicht ich. Handwerk muß auch im größten Streß Geduld haben. Und eine irgendwie passend geartete Zange.
Also, Bohrer. Die Niederlassung des weltweit größten hohenlohischen Werkzeughändlers ist ja nur 2 km entfernt. Kein Ding.
Jedenfalls, es muß im eingebauten Schraubenzustand gebohrt werden, für Öl ablassen ist keine Zeit. Paßt.
Ich liege irgendwie seit Jahren gern auf dem roten Teppich der Tennis-Koryphäen von damals rum.
Vorab: Der Sicherungsdraht kann nix. Jedenfalls nix, was meine Billigzangen nicht besser könnten. :D

Hmmmja.
Die neuen Handschuhe liegen auf der Postagentur im Nachbarort. Na dann, rauf aufs Rumgürkchen und los mit den Snowboards. Obwohl Handschuhe ja keine Last für eine winterliche Lastenplattform darstellen – immerhin befindet sich eine originale Verteilkiste von der Post da drauf. Da müssen die rein, vor 1230 hrs. Paßt.

Was muß ich noch?
Kettendurchhang einstellen.
Batterie laden.
Gut. Gut.

Was muß mit?
Hänger, abholen.
Ladegerät.
Lager.
Lagerbäpp.
Ketten.
Kettenschloß.
Matratze.
Plane.
Wasserkanister.
Werkzeug. Schmiermittel.
Vorgeschriebene Ölmatte bringt der Beifahrer.
2 Einteiler Leder.
Helm.
2 Paar Handschuhe.
Stiefel.
Schnarchzeug, Waschbeutel, Klamotten (sparsam).
Fressalien unterwegs. Besorgen! Bestenfalls en France.
Ach ja, Moped. !!!
Papiere (Nennbestätigung).
Startnummern.

Startnummern? Verf...te Scheiße, der Motocross-S..p.de hat nicht geliefert, Arschlochladen (stellt sich hinterher raus), trotz ausreichendem Vorlauf und der Ansage „schnelle Lieferung“.
Unterwegs Baumärkte abklappern. Määäääääh!
Ich bin doch, wie immer, eh zu spät dran. F..k.

Na gut. Der Beifahrer ruft an, er fährt später, „ob ich noch was brauche?“
Ja, eine M10er Schraube, da ist irgendwie Verlust im Auspufftopf seitlich, vermutlich eine frühere Befestigungsmöglichkeit. M8 ausgenudelt, Gewindebohrer M10 hab ich.
Vielleicht fährt er auch erst morgen früh um 4 Uhr, egal; Hauptsache rechtzeitig durch die technische Abnahme. Ist immerhin FIM/FFM, es werden schweizerische und französische Meisterschaften ausgetragen. Wir sind gemeldet für die Demoklasse.

Das war vorgegriffen, fast Alles, ja.
Zuvor steht eine Fahrt über gut 280 km mit diversen angekündigten Staus an. Ich entscheide mich, die Vogesen über Karlsbad-Malsch zu erreichen, um dem RundumKarlsruherStau ein Schnippchen zu schlagen.
Was ist eigentlich ein Schnippchen?
Schnippschnapp.

Äußerst erfolgreich schlängelt sich der Pickup mit Hänger schwungvoll den schwarzen Wald hinab und lernt erstmals eine weiche Bremse kennen. Kann man auch riechen. Gefolgt dann von diversen Umleitungen wegen Dorffesten. Logisch. Kurz vor der Bundesstraße Richtung Autobahnauffahrt Stau – ich war wohl nicht der einzige Gedankenhaber. Naviüberlister. Vollidiot.
Na ja.

5,5 h für 286 km inkl. 3 Baumarkthalten und einem Verpflegungseinkauf, das ist doch was! Immerhin war der Stau auf der mautfreien französischen Autobahn nur relativ kurz und unterhaltsam. Sage ich mal so.
Und die Baumärkte unterwegs hatten auch fast nix ausverkauft; schon gar nicht Klebeziffern und überhaupt nicht in ausreichender Größe nach FIM-Reglement.
Wurscht. Aus diversen Ziffern läßt sich schon was schnitzen.

Ankunft Le Gaschney. Die Strecke beim Hochfahren zum ersten Mal live gesehen. Oookay.
Durchschnittliche Steigung 9,6 %.
Oben der Parkplatz eines sommerlich verwahrlosten Skigebiets auf knapp 1000 m Seehöhe.
Ein Idyll. Urlaub!!

Immerhin bin ich so spät, daß es nur noch die eigentliche Anmeldung reicht – keine technische Abnahme mehr heute. Und auch keine Bezahlung der weiteren Gebühren zusätzlich zum Nenngeld, die da wären: Kosten Tageslizenz Fahrer, Nenngeld zweite Wettbewerbsklasse (in die uns der Veranstalter mal eben eingetragen hatte, gerne), Kosten Transpondermiete, Kosten Transponderhalter (zwingend vorgeschrieben).

Aha.
Jetzt weiß ich immerhin, daß ich irgendwann noch zum Rennarzt muß wegen der Tageslizenz; morgen früh zur technischen Abnahme, dann muß ich löhnen und dann gibt’s Armbändels und Transponder und so.

Also erstmal gemütlich Platz suchen und abladen. Fein.
Hinter einer Skihütte finde ich einen superebenen Platz, nicht all zu weit vom Geschehen, aber ruhig und mit Schatten am Morgen.

Jetzt kommt der vorgegriffene Moment mit der Schraube im Auspufftopf und zusätzlich einer beidseits gerissenen Nummernschildhalterung.
Ich rufe den Herrn Beifahrer an.
„M 10? Kein Problem. Ich hab mir übrigens überlegt, erst morgen früh so um 4 zu fahren. Oder 5.“
Letztendlich fährt er dann um halbsieben und ich arbeite mich an meiner Gemütsruhe ab.
Ich bin ja da und muß nur noch zur technischen Abnahme und hab ja Zeit und es wird ja eh Alles passen und so.
Oooooooomh!

Die gerissene Nummernschildhalterung aus Alu repariere ich mittels durchbohrten Unterlagsscheiben und Spaxschrauben, hält.

Jetzt habe ich Zeit, einen Rundgang durchs Fahrerlager zu machen. Bis morgen früh passiert eh nix.
Irre, was da so rumsteht. Von Rudge über Imperial und Enfield und Laverda bis Diesel und feinen Zweitaktitalienern/-japanesen und bis zu F2-Gespannen. Sitzgespanne, Kneeler, Tourengespanne. Fast neue Rennmopeds aus den Neunzigern ;-) sowie fröhliche Umbauten, auch beim Publikum. Hammer.
Annähernd hundert Jahre Mopedgeschichte stehen hier rum. Und werden fahren.
Besonders faszinieren mich die mehrzylindrigen Zweitakter aus dem letzten halben Jahrhundert; aber auch die diversen Bauformen der Gespanne.
Ein Familienclan startet vorwiegend mit 2-taktigen Italienerinnen, drauf sitzen die Damen der Familie. Herrlych. Da(u)men hoch.

Es wird Zeit.
Ein guter Roter aufm Faltstuhl begleitet mich auf die Pick-Up-Matratze unterm Sternenhimmel.
Traumhaft.


Chrrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrrchrrr.


Was für eine wundervolle Pickup-Matratzennacht! Herrlychst!

Der Kopf geht los. Wann nochmal taucht der Hörr Beifahrer auf? Ungefähr?
Mist, Benzinkocher und Kaffeezeugs nicht eingepackt in der Hektik. Naja.
Erstmal aufwachen.......... .

Der Herr Beifahrer fährt mit einer knappen Stunde Verspätung ein, paßt.
Ich habe ihm einen perfekten, ebenen Parkplatz mit eigener Feuerstelle freigehalten. Paßt.
Er ist da. Er hat seinen Crosshelm mit, plus Brille. Ich habe ihm vorab gesagt, bring einen Straßenhut mit, man weiß ja nie, trotz ECE 05-irgendwas in der Ausschreibung.
Was hat er nicht? Den Zweithelm (und die Zehnerschraube).
Meine Nerven flattern.
Vor Monaten hab ich die Nennung rausgelassen. Draufgelegt, weil meine Bank unfähig war, ein verstehbares Internetformular bereitzustellen. Oder, wahlweise, ich zu doof war.
Seit Monaten gebastelt und eruiert. Die letzten Tage geschraubt wie ein Besessener. Trotz aller Unwägbarkeiten.
Ich schicke ihn los, eine Lösung zu organisieren.
Ein Nachbar hat ein Ersatzvisier, die technischen Kommissare lehnen eine Anklebung mittels Panzerband am Crosshelm ab. Ach neee!
Mir platzt der Helm nur innerlich, ich bin ja von Haus aus Optimist.

Natürlich rechne ich mit einem Nichtantreten, so weit reicht mein Optimismus dann doch nicht. Ich bin innerlich einigermaßen angesäuert. Obwohl, ich wußte ja, daß „ich mich da nicht so recht drum gekümmert habe im Vorhinein“. Das wußte ich. Womöglich enstand das aus der Erfahrung letztens beim Motorradslalom, der auf knapp 2 Minuten fast mehr als das Verfügbare abforderte.

Trotzdem hab ich persönlich mich monatelang vorbereitet, verf...t noch mal!

Da kommt die Zauberfee auf den Platz gefahren. Arno. Einige werden ihn kennen. Er ist seit Jahren regelmäßig hier, dieses Jahr fährt er nicht, weil sein Dieselgespann zerlegt ist. Und er an einem Elektromoped bastelt. Eins ums Andere.
Aber: Weil seinem Trupp dereinst ein Rückenprotektor gefehlt hatte (und sie das Problem äußerst kreativ gelöst hatten, pssssst), hat er eine komplette Fahrerausrüstung eingepackt. Arno, Dich schickt der Himmel! Wir haben einen Beifahrerhelm!
Die Besucher nebenan, vorwiegend schwäbischer Herkunft, hatten übrigens entweder keinen Vollvisierhelm dabei oder -naja, Einzelmensch- wollten ihn nicht ausleihen. So ist das halt mit mangelnder Vorbereitung. Unsererseits.

Gut. Uffuff.
Ab zur technischen Abnahme.
Zunächst ist mal Alles gut, die Abklebung des Scheinwerfers geht in Ordnung; die Blinker/das Nummernschild inkl. Halterung sowie das Rücklicht müssen ab.
Beim Dieselmoped der Konkurrenz reicht abkleben – wir werden wohl als schneller und gefährdender/gefährdeter eingeschätzt.
Das nehm ich als Anerkennung.
Letztlich fair, korrekt und – egal. Die technische Abnahme ist speziell; und fair. Danke.
Fairness wird auch weiterhin großgeschrieben. Wie sich im Weiteren herausstellen wird.

Jedenfalls bekommen wir Abnahmebäpper für Alles. Moped, Kombis, Schildkrötenpanzer und Helme sind in Ordnung. Wir kriegen zweierlei Transponder und damit beginnt der Hirnmarathon.

Insgesamt haben wir mittels Abfahrten, freien Trainings, gezeiteten Pflichttrainings und Wertungsläufen das Vergnügen, 14 mal die 2,7 km runterzueiern und wieder hochzublasen. Innert 2 Tagen. Das ist nicht ohne, denn teilweise beenden wir das Fahren in Gruppe 4 mit einem Nummernumkleben und Transponderwechsel, um direkt mit Gruppe 1 wieder runterzueiern zum Start. Training oder Wertungslauf, egal, Hauptsache rechtzeitig. Und bei der Steigung mit einem Schnitt von ca. 70 km/h, trotz Haarnadelkurven und so. Nicht letzte, aber allervorletzte Rille.

Da kann das dann schon mal vorkommen. Besonders bei KTM.
Daß die Karre bei gefühlten 38° Celsius Außentemperatur nicht mehr anspringt. Mit oder ohne Heißstartknopf. Und daß man mal ein wenig schiebt. Natürlich vollkommen streßfrei, weil das Feld vor einem eh schon weg ist und die näxte Gruppe drängelt. Und man sich 1 km unterhalb der Startaufstellung wiederfindet. Auf öffentlichem Geläuf, ohne Nummernschild. Zum Glück.
Zum Glück mit laufendem Motor.
Daß dann der Lüfter zum ersten Mal überhaupt in der Motorlaufbahn anspringt. Völlig relaxt. Ich kann mir kaum eine entspanntere Situation vorstellen. Ich bin assoziationsarm, oder.

Ein Dank an den Motoren(er)bauer übrigens. !!! Danke, Ralf!

Feinerweise, da die Gruppe schon durch war, ließ uns der Veranstalter die geforderte Pflichttrainingszeit in der nächsten Gruppe fahren.
Gut.
Top-Rennkommissare übrigens. Daumen hoch! :smt023

Wir stellten uns darauf ein, die nächsten knapp 24 Stunden anschieben zu müssen bei jeglicher Motortemperatur.

-----

In der näxten Nacht, um 3/4 Drei beginnt es zu nieseln. Dann geht das richtig los. Gewitter im Gebirge.
Ich ziehe die Plane von den Türen über die Ladefläche. Am Morgen ists trocken rundum, meine Matratze läßt sich auswinden.

-----

Logischerweise hatte ich meinen abgewinkelten, besonders schmalen 16er Kerzenschlüssel auf Rätsche daheim vergessen. Egal. Kerzen hätte ich ja gehabt. Und die Konkurrenz auch Schlüssel – in 18 oder 21 mm.
Nächster Lauf, anschieben – 2,7 km sollten reichen zum Anrollen lassen.
Reichen auch.

Startaufstellung. Knopf gedrückt. Nix. Bäääääääääääääääääh!
Üblicherweise springt das Moped auf den ersten Kick – Kicken geht aber nicht, da der Kicker nicht am Rahmen vorbei paßt. Da muß ich noch was basteln. Schieben. Karre kackheiß. Und los!
Irgendwann ging sie irgendwie an. Der Rennkommissar ließ uns rein und los. Danke!!

Oben angekommen deutet Thor555555 (der Beifahrer) in den Beiwagen – Öl, Öl, noch mehr Öl.
Schnell mal durch die Zielkontrolle durchgewitscht.
Durch die hohe Temperatur und die leicht außergewöhnliche Belastung hat der Hörr Motor mal eben befunden, den Überdruck mittels Ölablaß per Kurbelgehäuseentlüftung abzublasen (Ölablaß - ist das katholisch?).
Üblicherweise in eine Nuckelflasche, zwecks Abdichtung etc.
Diesmal war wohl der (Über-)Druck so hoch, daß sich der Entlüftungsschlauch aus selbiger Flasche
herausbegeben hatte. Das Ölbad befand sich glycklicherweise nur im Beiwagen und definitiv nicht
auf der Straße, Glück gehabt. Sieht ja immer schlimmer aus. Rauf auf die Ölauffangmatte.
Sammelnuckelflasche abgezwickt, feinstes sauberes Öl zurück in den Motor geleert, Flasche doppelt neu befestigt.
Wow. Doppelwow. Weiter im Text.

Die Startabstände waren so um die 10 Sekunden. Daß uns ein Super-Moto-Kollege nicht aufgeschnupft hat, empfanden wir als, äh, inspirierend.
Daß wir zwei mal ein leistungsmäßig ebenbürtiges Gespann überholt haben, empfanden wir als – geil.

Der RennArzt hat uns auch noch gesehen. Übrigens.
Der Motocross-Shop.de hat mich beim Telefonat wegen verspäteter Lieferung der Startnummern mit der Aussage „schöne Verwesung noch“ wenig positiv überrascht.
Beim Werkzeughändler hab ich wegen Wuchers 3 x gutes Schmiermittel bekommen als Ersatz für 15-fach überpreiste Bohrer. Paßt.

Eine Speiche im Vorderrad wurde kopflos (Panzerbandsicherung hielt das Renn-WE durch und schützte vor Schlauchperforierung); der Bremslichtschalter für die Fußbremse hat sich vereinzelteilt.
Na und.

Zum Kopfkino kann ich wenig beitragen. Es gibt ein Video mittels Crossbrillenkamera von der ersten Abfahrt zum Start (sehr verhalten) und der ersten Auffahrt (auf Sicht gefahren um die Strecke kennenzulernen, Kamera rückwärtig):

https://www.youtube.com/watch?v=SPzaGty2Jw8

Also, erstes Kennenlernen der Strecke und Fahrt auf Sicht.
Danach war der CrossBrillenFilmAkku alle.

Die technischen Daten zum Ereignis und wenige Bilder gibt’s hier:

https://www.dropbox.com/sh/0aoj7cbxu0mx ... QFJIa?dl=0

Longueur : 2700m
Largeur moyenne : 7m
Dénivellation : 258m
Pente moyenne : 9,6%
Lieu : D 310 entre le restaurant Braunkopf et le Gaschney

Nach Schulnoten haben wir übrigens folgendermaßen abgeschlossen:
Klasse 7: Befriedigend
Klasse 2: Sehr gut

Das Resultat in Klasse 2 rührt nicht von irgendeiner vergleichbaren Leistung her – wir waren wohl einfach nur die Einzigen, die im Nassen annähernd gleiche Zeiten fahren konnten wie vorher bei rund 35 Grad im Schatten. Danke Mefo Explorer.
Es war erst trocken, hatte dann geregnet, dann erbsengroß gehagelt; und danach war unser zweiter Gleichmäßigkeitslauf. Danke dem Explorer-Reifen und dem furchtlosen Beifahrer.


Auf ein Neues!

Daß der Starter nicht wollte, war übrigens ein spannendes Phänomen. Das Pluskabel hatte Durchgang über jegliche Strecke bis kurz vor dem Anlasser, sehrsehr kurz davor. Eruiert und für ursächlich befunden wurde dann, daß das Kabel am Anlasser mittels einer Ringöse angeschlossen war, unten und oben eine Pertinax-Scheibe. Die Ringöse war so ausgenudelt, daß kein ausreichender Kontakt mehr vorhanden war, der Anlasser zog nicht mal mehr an. Nach Entfernung der Pertinax-Scheiben war sofort Kontakt; es konnte georgelt werden und das übliche Startprozedere, heiß oder kalt, funktionierte.
Daß das Zelt des Veranstalters auf der obersten Treppchenposition etwas niedrig war, sei angesichts des 15 Minuten vorher erfolgten Erfolgs der "Allez-les-Bleus"-Truppe verziehen :wink:
Zuletzt geändert von Roll am Fr 20 Jul, 2018 13:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon motorang » Fr 20 Jul, 2018 06:05

Na bravo
schon das Mitlesen war nervenzerfetzend.
Gratuliere zum schönen Event!
Und Gryße an den Thor !

Gryße!
Andreas, der motorang
Chop your own wood and it will warm you twice. (Henry Ford)
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon gatsch.hupfa » Fr 20 Jul, 2018 06:20

Was für eine tolle Geschichte.
:smt023
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon ETZChris » Fr 20 Jul, 2018 06:51

Krass! :)
Gruß
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Arne » Fr 20 Jul, 2018 07:02

:smt023
es geht doch nichts über gute Vorbereitung :-D
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Christoph » Fr 20 Jul, 2018 08:11

High,
da hast Du aber überhaupt keine Mühen gescheut/Nerven geschont uns eine spannende Geschichte zu präsentieren. :smt023
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon lallemang » Fr 20 Jul, 2018 08:39

Freut mich, da§ das geklappt hat. Und gut geklappt :super:
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Aynchel » Fr 20 Jul, 2018 09:02

genial geschrieben :super:
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Dreckbratze » Fr 20 Jul, 2018 09:17

:smt023 :super:
die optimale kurvenlinie ist aussen-innen-aussen und nicht oben-unten-platt...
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon mex » Sa 21 Jul, 2018 08:13

:smt023 :super:
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Beitragvon Roll » So 22 Jul, 2018 02:18

Ich hab grad noch ein Filmchen gefunden von diesem Jahr, nix Besonderes leider, nur zwecks Vorstellung was da unter diversem Anderen so los ist.
https://www.youtube.com/watch?v=wl9rlnIlx34

Daß da in der Linkshaarnadel ein illustres Linksgespann von sehr weit vor 1950 umgekippt ist, weil der Schweizer Fahrer seine Beifahrerin für schwerer eingeschätzt hat oder seine Möglichkeiten für erheblich größer oder so ähnlich, hat wohl niemand aufgezeichnet. Laut Aussagen von Beobachtern schlug das Ding recht stumpf in der Böschung ein - beide Beteiligten waren aber wohlauf, zum Glück.
Das Gespann war unfaßlich für heutige Verhältnisse, aber dennoch wurde der Motor schon 3 mal zerlegt bei diversen Courses des Cotes. Wers mag und sich leisten kann... .

Ist aber wurscht. Was ich sagen wollte: Jeder kann melden bis Baujahr 1995, da hörts in D locker 10 Jahre früher auf. Und quälen muß man sein Moped nur, wenn man will; sonst kann man eben auf Gleichmäßigkeit antreten.
Das wär doch mal was.
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Therion » So 22 Jul, 2018 07:45

Coole Sache, spannend erzählt.
Wer die Wahrheit sagt, der braucht ein schnelles Pferd.
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Lindi » So 22 Jul, 2018 07:48

:smt023 :fasc: :danke:
Viele Grüße

Dirk
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Dreckbratze » So 22 Jul, 2018 13:14

schöne aufnahmen!
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Re: Eine Speiche, ein Bremslichtschalter. Sparsam. Schwäbisc

Beitragvon Roll » Mi 25 Jul, 2018 19:30

Wenn ich mir den zweiten Film so im Nachhinein ansehe, muß ich feststellen, daß da noch viel Luft nach oben ist. Besonders bei den Solisten, aber auch bei den F2-Gespannen.
Die meisten Fahrer geben 80%, wo wir bei gut 90 Prozenten waren. Und die kannten den Kurs aus den Vorjahren.
Der Einzige, der durch "Alles-geben" abgekackt hat, ist der Schweizer mit dem ältesten Gespann, der gecrasht hat. Aber der hats wenigstens versucht .

Und, trotz anfänglichen Zweifeln an der Aussage von Thorsten, daß die Gleichmäßigkeit am ehesten erreicht wird, wenn man versucht, so schnell wie möglich zu sein (ich dachte erst, Gewöhnung und relaxtes Cruisen könnte den Effekt bringen, wenn man die Strecke mal kennt), schließe ich mich der Meinung erst mal vollumfänglich an.
Zumindest so lange, wie das nicht meine tägliche Hausstrecke ist. Und dann - könnte er immer noch Recht haben.
Der Wiederantritt ist fest im Hinterkopf.
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