Maybachs Ausfahrten 2020

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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Maybach » Mi 09 Sep, 2020 19:54

So, heute war so schönes Wetter, dass ich mal wieder mit der XS nach Südtirol wollte. Wesentlicher Impuls war auch, den doch nicht so fernen Jürgen aka Organ kennenzulernen.
Ich bin also mal wieder über den Brenner geschrubbt und dann hinter Sterzing auf das Penser Joch gegondelt. Es wr dank Wochentag vergleichsweise wenig los, nur eine Gruppe deutscher Motrradfahrer wusste offenbar noch nicht, dass Kurvenschneiden a) scheixxxe ist und b) eher zeigt, dass da jemand nicht fahren kann.
Am Pass dann eine weitere Gruppe getroffen.

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XS am Penser Joch


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Ausblick vom Penser Joch 1


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Ausblick vom Penser Joch 2


Einer davon schwärmte von seiner Zeit mit der XS, beklagte allerdings, dass sie ja wohl nicht autobahnfest sei. Er sei "mitter Perle hintendrauf" da mal mit geplatztem Motor gestrandet. Man könnte erstaunt sein über soviel technischen Unverstand, aber bei dieser Gestalt schien das sogar folgerichtig ...
Also weiter runter ins Sarntal und kurz vor der Talferschlucht links hinauf auf den Ritten. Die Straße (in den 1980er war das noch eine nur teilweise asphaltierte, einspurige solche) wird immer mehr zur Rennbahn ausgebaut - aber landschaftlich schön ist es halt immer noch.

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Blick vom Ritten in die Dolomiten: Langkofelgruppe, Sandtnerspitze, Schülern, dahinter die Rotwandgruppe


Dann die alte Reichsstraße über en Ritten bis kurz vor Barbican und dort dann rechts ab über Saubach ins Eisacktal und noch ein paar Kilometer dieses hinab bis Atzwang, wo der Jürgen schon auf mich in der Alten Post (wo sonst auch?) wartete.

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Jürgen ("Organ") vor der Alten Post in Atzwang


Zwei Stunden haben wir verratscht und gut gegessen und weil wir so gar nicht fertig geworden sind, müssen wir das gerne mal wiederholen.
Zurück dann auf bekannten Wegen bis nach Brixen. In Vahrn bin ich dann aber noch nach Schalders und weiter nach Spiluck hinaufgefahren. Das ist einer der schönsten Aussichtspunkte, den dieses an Belvederes so gar nicht arme Land zu bieten hat.

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Oberhalb Spiluck: Blick in die Dolomiten


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XS oberhalb von Spiluck


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Blick von oberhalb Spiluck über das Eisacktal bei Brixen: linke Felsgruppe sind die Puez- und Geislerspitzen, die rechte Gruppe einmal mehr die Langkofelgruppe


Dann wieder retour über den Brenner und die gesperrte Straße über Ellbögen nach Innsbruck. Der weibliche Posten fragte mich, wo ich denn hinwolle. Meine Antwort war, dass ich zum Pfarrer müsse ... Das zieht in Tirol immer noch.

Schöne 280 km und die XS rennt und rennt und rennt. Heute die 344.000 km vollgemacht ...

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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Organ » Mi 09 Sep, 2020 20:49

In zwei Stunden hab ichs nicht mal geschafft die Xs anzuschauen :omg: .
Eine sehr unterhaltsame und interessante Mittagspause.
Das müssen wir auf jeden fall wiederholen.
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Roll » Mi 09 Sep, 2020 23:43

Immer wieder eine Inspiration, weil ich die Gegend auch von Kindesbeinen an sehr mag.
Traumhaft!
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon hiha » Do 10 Sep, 2020 08:12

:smt049
Bin heuer aus Gründen des "möglichst schnell weg von daheim" mit meinem Pezl ausnahmsweise über die Autostrada an den "Lago" gefahren, sonst hätten wir uns zufällig treffen können...
Gruß
Hans
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Maybach » So 13 Sep, 2020 16:47

... und weil das ja gar nicht sein darf, dass der Hiha und die Pezi unbesucht bleiben (wenn sie schon mal in der Nähe sind), bin ich halt nach Absprache hingefahren.
Über bekannte Wege über den Brenner, Espresso doppio in der Alten Post

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Espresso doppio - immer gut in der Alten Post!


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Altes Gebäude (erstmals genannt 1186) mit vergleichsweise neuem Motorrad


und weiter nach Bozen. Dort auf die Autobahn nach Trient und über die SS12 nach Calliano, wo ich erfolglos versuchte, die Burg Castel Pietra zu besuchen.

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Castel Pietra bei Calliano


Das liegt unter Castel Beseno: Castel Pietra eine klassische mittelalterliche Burg, Castel Beseno eine der ersten Artillerie-Festungen, die unter Kaiser Maximilian gegen die Venezianer gebaut wurde. Für letztere eine unbedingte Besuchsempfehlung!

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Castel Beseno (direkt oberhalb des Tankrucksacks!)


Im heißen Etschtal ging es nun weiter bis Mori und von dort in die Höhe des Monte Baldo. Kurz hinter Brentonico habe ich eine Pause eingelegt.

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Pause an der SP3 oberhalb Brentonico - angenehme Temperaturen und schöne Landschaft!


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Ausblick vom Pausenplatz


Im Zick und Zack ging es nun an der Ostflanke des Monte Baldo hinauf und hinab, ein wundervolles Schwingen, das nur beeinträchtigt wurde von den (überwiegend deutschen) Motorradfahrern, die scheint's gerne Kurven schneiden. Drei Mal hätte man mich da fast "abgeschossen", bis ich schließlich wieder in heißen Gefilden bei Caprino Veronese angelangt war.

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Weinberge bei Caprino Veronese
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Maybach » So 13 Sep, 2020 17:17

Fortsetzung ...

Von Caprino dann habe ich mich wieder nach Norden in die Berge ausgemacht. Über Lumini erreichte ich auf Hihas Ratschlag hin die kleine Ortschaft Prada, von der aus eine einspurige Kriegsstraße in abenteuerlicher Anlage nach Sommavilla führt. Gesperrt für Lastwagen, Camping-Gespanne und Roller. Und was traf ich ausschließlich? Roller! Und Ziegenherden. Und Radfahrer, die ich einerseits bewunderte, andererseits aber auch bemitleidet habe. Es hat da Steigungen die jenseits von 20% liegen ...

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Pause auf der Straße von Prada an den Gardasee


Und ich hatte wundervolle Ausblicke auf den Gardasee und dessen Westufer. Irgendwann hatte das Geschlängle durch ehemalige Olivenhaine dann ein Ende und ich traf am vereinbarten Platz ein, pünktlich erwartet von Hiha und Pezi.

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Erster Blick auf den Gardasee


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So wird man im Urlaub begrüßt!!!


Ein erfrischendes Schwimmen im See, gute Gespräche, guter Wein und gutes Essen - Herz, was willst Du mehr? Danke euch beiden - es war mir ein großes Vergnügen!

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Abendliche Stimmung am Gardasee, Blickrichtung Süden


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Isola die Trimelone mit Befestigungsresten aus dem 1. Weltkrieg


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Morgenstimmung am Gardasee, Blickríchtung Norden


Am nächsten Morgen nach eienr erholsamen Nacht auf dem Balkon bin ich früh gleich wieder in den See gesprungen, was von einem frugalen Frühstück gefolgt wurde. Und dann hieß es Abschied nehmen und ich bin richtung Sache-Tal aufgebrochen. Bei Castel Toblino habe ich meinen schon traditionellen Doppio-Zwischenstopp gemacht

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Fast wie im Bilderbuch - CB im Vorhof von Castel Toblino


und bin dann weiter auf den Monte Bondone gekurvt. Die Straße ist nun in voller Länge auf 60 km/h beschränkt , weil in der Vergangenheit sich dort viele Motorradfahrer "derstessen" haben. Aber auch mit 60 kann man man das genießen, denn vor allem in der Abfahrt nach Trient kommen zumindest Fahrer wie ich selten über dieses Tempo.

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Kurvengeschlängel am Monte Bondone


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Kleine Pause an lauschigem Platz an der Bondone-Straße


In Trient bin ich dann wieder auf die Bahn bis Bozen, natürlich zum Mittagessen in die Alte Post und dann auf bereits vielfach geschilderten Wegen und z. T. in großen Heimkehrer-Pulks wieder nach Hause gefahren.

Fast 600 km, die die Honda vollkommen unauffällig absolviert hat. Einfach ein "Fahr-Motorrad", das sich zügig bewegen läßt, das kurvenwillig ist und wenn man sich mal auf die Motorcharakteristik eingelassen hat, auch ganz zügig bewegt werden kann. Man darf dann halt nicht unter 6000 Umin kommen.
Und noch ein Wort zur Navigation: Ich bin ja bekennender Karten-Freund. Aber auf dem Handy habe ich mir zunächst Kurviger.de geladen (die Zahl-Version). Die ist aber saulangsam und braucht sehr viel Strom. Mit maps.me habe ich da bessere Erfahrungen. Die Strecke an den Gardasee hat noch nicht einmal die halbe Akku-Ladung benötigt, die Strecken bauen sich schnell auf und auch Neu-Navigationen erfolgen schnell und verlässlich.

Schön wars. Und für dieses Jahr habe ich nun über 12.000 km gefahren. Ganz ordentlich ...

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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Roll » Do 17 Sep, 2020 00:09

Das Isola-de-Trimelone-Bild ist der Wahnsinn. Herrlych!
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Maybach » Sa 19 Sep, 2020 16:37

Bei dem Traumtag habe ich heute mal die TTE rausgeholt und bin nach dem Tipp eines lieben Freundes auf die Venet-Alm gefahren. Die liegt auf knapp 2000 m Seehöhe am orographisch rechten Innufer, so zwischen Zams und Imst. Leider pickte ein Zettel an der Tür, dass man heute geschlossen habe (die machen sich winterfertig), so dass ich um das Testessen eines angeblich vorzüglichen Apfelstrudels gekommen bin ...
Die Anfahrt geht über Imsterberg und dann erst auf schmalen Teerstrasserl und schließlich gutem Schotter bis zur Alm. Und bis 1.10. ist die auch für den allgemeinen Verkehr offen. Nicht offen ist (hier schreibt Alpenrouten.de Unsinn!) die Abfahrt von der Alm nach Wenns. Da steht ein zwar nur schwer erkennbares, aber doch eindeutig vorhandenes Sperrschild.
Wunderschöne 160 km mit einem sehr wohltuenden Café beim Keulemaster als krönenden Abschluss.

Maybach



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Blick von der Venet-Alm in die Pitztaler Alpen



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Blickvon der Alm nach Osten


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TTE vor der Alm


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schon wieder auf dem Weg ins Tal


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Vlnr: Lechtaler, Heiteren, Zugspitze mit Wanneck davor und Tschirgant


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Sooo muss das ...
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Maybach » Do 24 Sep, 2020 09:15

So, zweieinhalb Tage Motorradfahren mit der CB liegen hinter mir - und 880 km. Und wie es ausschaut, werden es wohl es die letzten warmen und trockenen Tage gewesen sein...

Zuerst ging es nordwärts über den Zirlerberg Richtung Walchensee, dann den Kesselberg runter und nach Benediktbeuren.

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Allee bei Benedikbeuren


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Kloster Benediktbeuren



Dort eine kleine Pause, nach der es weiter ging über eher kleinere Straßen in den Süden von München. Dort habe ich dann bei Freunden genächtigt, nachdem wir einen schönen Abend am Feuer mit Grillen und guten Gesprächen verbracht haben.

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Alter Kran am Mainkai


Am nächsten Morgen ging es dann durch den Berufsverkehr Münchens :( Richtung Westen nach Augsburg und von dort die (viel zu gut ausgebaute) Bundesstraße nach Donauwörth. Da es mir ein wenig pressierte, blieb ich auf der B25 bis Dinkelsbühl, wo aber in der Vormittagssonne der Café besonders gut schmeckte. Danach dann weiter über das schwäbisch-fränkische Hügelland nach Würzburg, dem eigentlichen Ziel der Reise.
Dort habe ich mir ein Hotel genommen und so richtig einen "auf Touri" gemacht: Schloss und Festung Marienberg angeschaut (wirklich beeindruckend, vor allem die Riemenschneider-Sammlung im "Museum für Franken"), Altstadt-Wanderung (wobei von der Altstadt nicht mehr soviel übrig ist nach dem Bombardement vom 16.3.1945) mit Marienkapelle, Lusamgärtchen, Mainbrücke und Uferkran. Und natürlich gutem fränkischen Essen und gutem fränkischen Wein. Geschlafen habe ich dann gut ...

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Scherenberg-Tor zur Festung Marienberg


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Alter Kran am Mainkai


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CB500 vor der Würzburger Residenz


Gestern ging es dann zurück. Und gleich in Würzburg habe ich mich dann verfahren und musste einen Haken schlagen, um wieder in "meine" Richtung zu gelangen. Dies bot die Möglichkeit, die CB mal über die Autobahn zu scheuchen. Mit Gepäck und mir drauf erreicht sie die Höchstgeschwindigkeit nur im 5. Gang (gut 190 km/h). Das macht sie auch brav, aber es ist halt nicht meins.
Sobald ich konnte bin ich wieder ab und direkt nach Rothenburg, um mir dort die wirklich ungewöhnliche St.-Wolfgangs-Kirche anzusehen. Sie ist zugleich Kirche, Festungsteil, Museum und Baudenkmal und unbeingt sehenswert, zumal, wenn man wie ich das Glück hat, dass der Kustos einem Zeit für Erklärungen widmet.

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Stadtbefestigung von Rothenburg


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Spätgotischer Flügelaltar aus der Werkstatt Riemenschneider in der St.-Wolfgangs-Kirche in Rothenburg o. d. T.


Ich bin dann weiter über Gebsattel und Schillingsfürst bis Nördlingen, wo ich dann Richtung Höchstädt abgebogen bin. Das dortige Schlachtfeld von 1703 und 1704 kreuzend, habe ich im Anschluss die sehenswerte Ausstellung im Schloß Höchstädt angesehen.

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Renaissance-Schloss in Höchstädt


Im Süden zeigten sich vermehrt dunkle Wolken, so dass ich zügig das Lechtal nach Süden gefahren bin. Bei Epfach habe ich noch eine Pause gemacht

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An der Via Claudia Augusta: letzte Pause vor der Heimkehr im Allgäu


und bin dann auf bekannten Wegen über Ettal und Garmisch wieder nach Tirol gefahren - und erstaunlicherweise fast trocken geblieben . Schön war's!

Maybach
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Lagerfeuer-Romantik mit Freunden
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Maybach » Fr 09 Okt, 2020 18:56

Ölwechsel stand an. Dazu sollte das Öl ja bekanntlich warm sein, also wurde eine kleine Ausfahrt vor den Ölwechselprozess "vorgeschaltet".
Inntal aufwärts bis Imst, dann auf das Hahntennjoch, wo ich sofort in eine "Lärmkontrolle" einlief. Die junge Polizistin fragte mich, "wie laut wir denn wären". Ich musste ihr leider sagen, dass ich dazu noch keine Aussagen machen könne, da ich noch nie mit einer Polizistin ... sie bekam eines etwas verhärteten Zug um den Mund und verlangte nach dem Fahrzeugschein. Die dort ausgewiesenen 80 dB(A) waren deutlich unter dem Schwellenwert von 95 dB(A) und so ließ sie von mir ab, um sich einen just herausgewunkenen Treiber einer Triumph Tiger zuzuwenden. Nach dessen "Behandlung" haben wir dann länger geratscht (die "Tiger" war ja die Vorlage für die XS650) bis ich dann Lechwärts und er Passwärts weiterfuhr.
Dann gings ins Namloser Tal. Wundervoll, wenn da mal kein Verkehr ist! Und weiter über Berwang und den Fernpass und schließlich über den Mieminger Sattel heim.

197 wunderschöne Kilometer bei bestem Wetter. Und der Motor war dann auch warm und parat für den Ölwechsel... :-D

Maybach

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Blick von der Hahntennjochstraße ins Parzinn
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Re: Maybachs Ausfahrten 2020

Beitragvon Aynchel » Sa 10 Okt, 2020 09:49

Maybach hat geschrieben: ..... Die junge Polizistin fragte mich, "wie laut wir denn wären". Ich musste ihr leider sagen, dass ich dazu noch keine Aussagen machen könne, da ich noch nie mit einer Polizistin ... sie bekam eines etwas verhärteten Zug um den Mund ....


eine seeehr gediegene Antwort :-D
Aynchel aus Meddersheim


ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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