Gamssteinbericht 2009 vom Zündfix
Hallo,
vorzeitig und wohlbehalten zurück vom Gamsstein.
Eines vorneweg: Der Aufstieg gelang nur bis zur Hälfte
.
(Dokument des Scheiterns, aber auch der Vernunft)
Die Heimfahrt ebenfalls
(Keinen Meter weiter!)
Abfahrt 10:00 in Bietigheim (meine Gattin hatte den Wecker ausgestellt, sie meinte, ich solle lieber ausgeschlafen losfahren. Die Gute
)
Schöne und ereignislose Anreise via Fernpass und Autobahn, teilweise Regen, in Schnee übergehend.
Einige Päuschen (Kaffe, Zigarette, Benzin, PP).
Problemloser Anstieg bis zum Sumperer, dort um 17:00 angekommen.
Beim Herumrangieren vor dem Sumperer zecks Kettenanlegen habe ich das Monster 3 x in die stabile Seitenlage gebracht ( immer nur im Stand )
, weil man, wenn man nur mit den Fußspitzen auf den Boden kommt und dieser dann auch noch rutschig ist, 250 kg nicht mehr hält.
1 x kam ein netter Dosenfahrer und 2 x ein netter Gespannfahrer, welche mich aus meiner misslichen Lage befreiten. Beim dritten Mal waren es der Knepta-Uwe und der Alex (an diese Stelle nochmals Danke).
Zunächst gabs als Trost ein feines Schnapserl und ein paar aufmunternde Worte
. Als das Monster dann wieder stand, gings weiter zum Parkplatz, wo wir einen Schneeketten-Prototyp alex`scher Fertigung, schon im Schein der Kopflampen, mittels unterschiedlicher Wickeltechniken, motiviert durch einige Dosen feinen Bieres und etlichen Glimmstengeln in den häufigen Denkpausen montierten.
(Was ist gelb und liegt am Boden ?)
Gegen 19 Uhr wurde der Berg in Angriff genommen. Die Panuki vorne weg, die Knepta als Nachhut und ich dazwischen.
Was nun folgte, war das Schlimmste,was mir als Motorradfahrer bisher passiert ist, zumindest bis zu dem Moment, wo die Vernunft den Ehrgeiz besiegte und ich das Monster mitten im Wald (mit eine Puls von 140) einfach abstellte.
(eine ST denkt (zurecht), sie stehe im Wald)
Bis zu diesem Moment war ich ständig damit beschäftigt, das auskeilende Hinterteil einzufangen und gleichzeitig wenigsten zu schauen, wohin das Vorderrrad fährt. Eine Richtung vorzugeben war angesichts der vielen Spurrillen allenfalls ansatzweise möglich.
Beim verkrampften Versuch, immer auf der Bergseite zu fahren um ja nicht über die Böschung bergab zu kullern, verfing sich das Vorderrad in einer, das Hinterrad in einer anderen Spurrille. Dazwischen war nur weicher Schnee, in den meine Fuß - Spitzen einsanken.
Bumspardauz, wieder stabile Seitenlage, und dabei den linken Spiegel 10 cm tief im Waldboden versenkt.
Ich entschloß mich nun, das Einzelkämpferdasein zu beenden und heuerte als traktionsfördernder Balast bei meinen beiden Begleitern an.
(Verlässliche Eskorte)
Zunächst auf dem Linken Koffer der Knepta. Meinen skeptischen Blick konterte der Uwe mit den Worten: "Do is schoamoi der Herr Präsident drauf gsessen, und der hot domois (Zensur) Kilo gwong" Aha. Na denn.
Aufwärts ging die wilde Fahrt, begleitet vom markdurchdringenden Bollern der Knepta - "Schalldämpfer". Ich hielt mich am Überrollbügel des Beibootes fest und beneidete den Karl, der in der ihm eigenen stoischen Ruhe im Beiboot saß und keinen Ton sagte, um seinen Sitzplatz. Mehrmals gings wieder zurück, weil die Knepta sich eingrub oder eine Spur mit besserem Gripp gesucht werden musste. An Spitzkehren linksrum wurden kunstvoll 270° Wenden rechtsherum gefahren, weil enge Linkskurven mit den Beiwagenski nicht so recht gelingen wollten.
Einmal landeten wir beide im linken Straßengraben, winklig an die Hangwand geleht, der linke Kneptazylinder zischend im Tiefschnee.
Vermutlich nichts besonderes für Winterfahrer. Interessant dabei war Folgendes: Noch bevor der Uwe "Scheixxe" brüllte (und er hat Scheixxe gebrüllt), hat er sich erst einmal nach mir umgedreht und gefragt " Host Dir weh gmacht ?"
to be continued
M.f.G.,
Zündfix
vorzeitig und wohlbehalten zurück vom Gamsstein.
Eines vorneweg: Der Aufstieg gelang nur bis zur Hälfte
(Dokument des Scheiterns, aber auch der Vernunft)
Die Heimfahrt ebenfalls
(Keinen Meter weiter!)
Abfahrt 10:00 in Bietigheim (meine Gattin hatte den Wecker ausgestellt, sie meinte, ich solle lieber ausgeschlafen losfahren. Die Gute
Schöne und ereignislose Anreise via Fernpass und Autobahn, teilweise Regen, in Schnee übergehend.
Einige Päuschen (Kaffe, Zigarette, Benzin, PP).
Problemloser Anstieg bis zum Sumperer, dort um 17:00 angekommen.
Beim Herumrangieren vor dem Sumperer zecks Kettenanlegen habe ich das Monster 3 x in die stabile Seitenlage gebracht ( immer nur im Stand )
, weil man, wenn man nur mit den Fußspitzen auf den Boden kommt und dieser dann auch noch rutschig ist, 250 kg nicht mehr hält.
1 x kam ein netter Dosenfahrer und 2 x ein netter Gespannfahrer, welche mich aus meiner misslichen Lage befreiten. Beim dritten Mal waren es der Knepta-Uwe und der Alex (an diese Stelle nochmals Danke).
Zunächst gabs als Trost ein feines Schnapserl und ein paar aufmunternde Worte
. Als das Monster dann wieder stand, gings weiter zum Parkplatz, wo wir einen Schneeketten-Prototyp alex`scher Fertigung, schon im Schein der Kopflampen, mittels unterschiedlicher Wickeltechniken, motiviert durch einige Dosen feinen Bieres und etlichen Glimmstengeln in den häufigen Denkpausen montierten.
(Was ist gelb und liegt am Boden ?)
Gegen 19 Uhr wurde der Berg in Angriff genommen. Die Panuki vorne weg, die Knepta als Nachhut und ich dazwischen.
Was nun folgte, war das Schlimmste,was mir als Motorradfahrer bisher passiert ist, zumindest bis zu dem Moment, wo die Vernunft den Ehrgeiz besiegte und ich das Monster mitten im Wald (mit eine Puls von 140) einfach abstellte.
(eine ST denkt (zurecht), sie stehe im Wald)
Bis zu diesem Moment war ich ständig damit beschäftigt, das auskeilende Hinterteil einzufangen und gleichzeitig wenigsten zu schauen, wohin das Vorderrrad fährt. Eine Richtung vorzugeben war angesichts der vielen Spurrillen allenfalls ansatzweise möglich.
Beim verkrampften Versuch, immer auf der Bergseite zu fahren um ja nicht über die Böschung bergab zu kullern, verfing sich das Vorderrad in einer, das Hinterrad in einer anderen Spurrille. Dazwischen war nur weicher Schnee, in den meine Fuß - Spitzen einsanken.
Bumspardauz, wieder stabile Seitenlage, und dabei den linken Spiegel 10 cm tief im Waldboden versenkt.
Ich entschloß mich nun, das Einzelkämpferdasein zu beenden und heuerte als traktionsfördernder Balast bei meinen beiden Begleitern an.
(Verlässliche Eskorte)
Zunächst auf dem Linken Koffer der Knepta. Meinen skeptischen Blick konterte der Uwe mit den Worten: "Do is schoamoi der Herr Präsident drauf gsessen, und der hot domois (Zensur) Kilo gwong" Aha. Na denn.
Aufwärts ging die wilde Fahrt, begleitet vom markdurchdringenden Bollern der Knepta - "Schalldämpfer". Ich hielt mich am Überrollbügel des Beibootes fest und beneidete den Karl, der in der ihm eigenen stoischen Ruhe im Beiboot saß und keinen Ton sagte, um seinen Sitzplatz. Mehrmals gings wieder zurück, weil die Knepta sich eingrub oder eine Spur mit besserem Gripp gesucht werden musste. An Spitzkehren linksrum wurden kunstvoll 270° Wenden rechtsherum gefahren, weil enge Linkskurven mit den Beiwagenski nicht so recht gelingen wollten.
Einmal landeten wir beide im linken Straßengraben, winklig an die Hangwand geleht, der linke Kneptazylinder zischend im Tiefschnee.
Vermutlich nichts besonderes für Winterfahrer. Interessant dabei war Folgendes: Noch bevor der Uwe "Scheixxe" brüllte (und er hat Scheixxe gebrüllt), hat er sich erst einmal nach mir umgedreht und gefragt " Host Dir weh gmacht ?"
to be continued
M.f.G.,
Zündfix
, und als wäre das nicht genug des Ärgers, spielte kurz darauf ihre Batterie "Totes Männchen"
. Und die Knepta verweigerte energisch jegliche Gangwechsel
. Der Alex wackelte an diversen Kabeln, der Uwe mutierte zum Physiotherapeuten und verpasste dem Kneptagetriebe eine lindernde Eispackung. Unter dem Einfluß derselben Hilfsmittel, die schon bei der Kettenwicklung im Tal hilfreich waren, wurde das weitere Procedere diskutiert.
.
. Irgendwann hörte ich Gejohle, sah Licht und die Hoppelei endete. 23:00 Uhr. Motor aus, wir waren angekommen