Ural M67

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Re: Ural M67

Beitragvon andi » Fr 07 Mai, 2021 18:08

Den ganzen Nachmittag damit zugebracht, die Telegabel zu zerlegen.
Die hat wirklich noch nie gearbeitet also wirklich NOS.
Schöne bearbeitete Oberflächen (für russische Verhältnisse) aber wirklich nur die, bei denen es die Funktion erfordert.
Natürlich waren im Dämpferelement noch Späne von der Fertigung und Grate das man sich die Finger zerschneiden könnte.

Genau wie bei meiner Gabel, war das Dämpfungselement nicht mal Handfest zusammengeschraubt, genau so wie der innen liegende Kolben.
Eines der Gewinde für die Ölablassschrauben ist ausgerissen, und das schon ab Werk :omg:

Was ich auch noch nicht gesehen habe, die Schraubhülse mit Mutter beinhaltet 2 Simmeringe, in der Schraubhülse einen, in der Mutter einen Filzring und einen Simmerring.
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Re: Ural M67

Beitragvon andi » Mi 19 Mai, 2021 12:33

Heute weil der Motorradheber grad frei war, hab ich die Ural angehoben, zwecks Extraktion der Tauch- und Standrohre.

Unglaublich :shock:
Auf der einen Seite ist mit der Verschlussmutter gleich die Feder + das komplette Gewindestangerl mit raus gekommen.
Auf der anderen Seite ist des Gewindestangerl ned mal mit der Verschlussmutter verschraubt und liegt lose drinnen.

Des schaut aus als hätte jemand die Teile einfach eingefüllt ohne sie zu montieren :omg:
Ich muss jetzt die Werkbank abräumen, ich bin total neugierig, ob wenigstens alle Teile vorhanden sind.
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Re: Ural M67

Beitragvon T. » Mi 19 Mai, 2021 14:53

Russische Ü-Eier die Dinger...
Wenn der Rost golden wären's Farbergé Eier. :omg:
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Re: Ural M67

Beitragvon andi » Mi 19 Mai, 2021 15:02

T. hat geschrieben:Wenn der Rost golden wären's Farbergé Eier. :omg:

:smt005
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Re: Ural M67

Beitragvon andi » Do 20 Mai, 2021 15:28

Den Kurzschluss hab ich wahrscheinlich in der rechten Lenkerarmatur erlegt.
Ich hab Restln von Teichfolie zurechtgeschnitten und als Isolierung beigelegt. derweil gehts.
Dann hab ich noch ergründet, warum der Scheinwerfer mit Flacheisen nach vorne verlegt wurde.

Ganz einfach, der Tacho wurde gegen einen neuen, aber nicht passendes Modell von Ural getauscht, so einen wie in den 8xxxxxx 650er Modellen.
Diese Ural braucht aber einen mit schrägem Abgang :omg:

In meinem Fundus hat sich aber noch eine passende Konsole gefunden, damit ist das auch erledigt :check:
Morgen die Gabel wieder einbauen, und dann ist die Ural hoffentlich vom Hof.
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Re: Ural M67

Beitragvon andi » So 30 Mai, 2021 17:11

Die Telegabel ist zusammengebaut, das Vorderrad wieder montiert.
Ich hab mir von den Abdrehen der Bremsbeläge definitiv mehr erwartet :cry:
Is aber e egal :omg:

Kupplung trennt nicht :omg:
Aber sobald die Kupplung gezogen wird beginnt es ganz fürchterlich zu scheppern :gruebel:
Wenn das die Kupplungsscheiben sind, sollte sie auch trennen.

An die Ural Spezialisten !!
Kann es sein das man die Kurbelwelle beim Kuppeln nach vorne schiebt ? :gruebel:
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Re: Ural M67

Beitragvon Dreckbratze » So 30 Mai, 2021 17:33

Nieten lose?
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Re: Ural M67

Beitragvon Zimmi » So 30 Mai, 2021 18:13

andi hat geschrieben:Kann es sein das man die Kurbelwelle beim Kuppeln nach vorne schiebt ?

Yes Sir! Das vordere Kurbelwellenlager nimmt die Kraft auf, die Welle wird also ganz gut beansprucht...
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Re: Ural M67

Beitragvon andi » So 30 Mai, 2021 19:08

Ich beende mal den Reparatur Marathon.

Wenn die Kupplungsscheiben verklebt sind, dann muss da Öl im Spiel sein.
Öl kommt nur hin wenn entweder der KW oder Getriebe Eingangswellen Simmring hin is.
Wenn mein Verdacht das man die KW verschiebt auch noch zutrifft, dann ist das alles kein wirkliches Problem, aber das sprengt dann wirklich den Rahmen der Nachbarschaftshilfe. Das ist mir einfach zu Zeitaufwendig, vor allem wenn es keinen Typenschein dazu gibt, der Aufwand ist so sinnlos, das motiviert ned gerade.
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Re: Ural M67

Beitragvon Dreckbratze » So 30 Mai, 2021 19:46

Nicht unbedingt. Ich hatte bei der Elspeth eine 300km alte Kupplung, bei der die Scheiben von jetzt auf gleich nahezu unlösbar miteinander verbacken waren. Das Kupplungsgehäuse war furztrocken. Und ich bin keiner, der mit gezogener Kupplung vor der Ampel steht :-)
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Re: Ural M67

Beitragvon andi » So 30 Mai, 2021 19:56

A das gibt's auch.
Ich werd mal vorschlagen das er versuchen soll die Kupplung zu lösen.

Aber in Wirklichkeit müsste man das Getriebe rausholen und mal alles in Augenschein nehmen.
Ich mag aber nicht, ich will mit meinen eigen Projekten weiter machen.
Und im und um's Haus gibt es auch nicht zu wenig zu tun.

lg
Andi
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Re: Ural M67

Beitragvon Zimmi » Mo 31 Mai, 2021 07:40

Wenn's ganz dumm gelaufen ist ("worst case"-Betrachtung, kwasi), ist die Kupplung in Ordnung, aber die Kurbelwelle gebrochen. Der Motor kann so durchaus noch laufen, aber macht natürlich Geräusche, die beim Ziehen der Kupplung natürlich stärker werden... :omg:
Evtl. ist aber auch "nur" die Druckstange zerbröselt, dann trennt nix, und der Geräuschpegel steigt bei Zug am Hebelchen auch...
Soweit mal meine Glaskugel. ;) Scheint aber doch eine ziemlich üble Bastelbude zu sein, diese Ural M67. Mein Respekt, dass Du im Rahmen der Nachbarschaftshilfe so weitgehend geholfen hast! Hut ab! :tach:

Grysze, Michael

Tante Edit fragt gerade, ob bei Trockenkupplungen ein Verkleben der Beläge überhaupt möglich ist? Ölverlust in Richtung Kupplung seitens Motor oder Getriebe würde man ja an der Pfytze unter dem Moped durchaus erkennen...
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Re: Ural M67

Beitragvon Arne » Mo 31 Mai, 2021 09:25

die Ural hat vorne ein Festlager und hinten an der Kupplung ein Loslager, wenn du mit der Kupplung die Kurbelwelle stauchst ist da irgendwo Kernschrott.
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Re: Ural M67

Beitragvon Dreckbratze » Mo 31 Mai, 2021 11:47

@ Zimmi: Die waren nur mit Gewalt voneinander zu trennen. Habe nach dem Einschicken kostenlosen Ersatz bekommen.
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Re: Ural M67

Beitragvon andi » Mo 31 Mai, 2021 12:43

Sodern ich hab das Getriebe ausgebaut.
Die Schwungscheibe lässt sich nicht verschieben, zumindest ist mir nichts aufgefallen.
Die Kupplungsscheiben kleben zusammen und der Spalt zwischen den Scheiben und der Schwungscheibe ist mit Rost gefüllt.
Das ist noch eine alte mit dem hochgezogenem Rand.

Die Schrauben sind gut mit Körnerschlägen gesichert.
Wie entfernt man die am besten, damit man die Schrauben raus drehen kann und die Kupplung zerlegen.
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