Holz für Entenbett?

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Beitragvon kahlgryndiger » Sa 27 Feb, 2010 06:23

Siebdruckplatte.
So wie der Nattes bei seinen Kisten. Stabil, wasserfest, die Oberfläche braucht nicht weiter bearbeitet werden, die Kanten auch nicht ... OK, nicht ganz billig :roll: aber was soll's.

OSB ist gerade irgendwie vom Markt gefegt meinte die Maren ...

Gruß
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Beitragvon motorang » Sa 27 Feb, 2010 07:24

OSB ... da zieht es Späne raus wie Sau, und es ist auch nicht unempfindlich am Rand. Feuchtigkeit ist ein Thema bei Lagerung und Umbau. Wenns grad schifft und man baut das Bett oder das Ding wird in Carport gelagert etc - schadet nie nicht :-D

Sonst geht auch normale Dreischichtplatte (kwasi dreilagiges Sperrholz).

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Beitragvon Bernhard S. » Sa 27 Feb, 2010 07:40

Also,
wenn ich das richtig verstanden habe, wird der OllY nicht wegen permanent erfolgloser Alteisenbeschraubung von zu Hause rausgeschmissen und muss fortan dauerhaft den unter einer Brücke abgestellten 2CV bewohnen, sondern will 3-4mal im Jahr des Sommers ein Wochenende den öligen Franzhund ausgiebig lüften, das Notwendige mit dem Angenehmen verbinden und den 2CV dafür in der Nähe von Kraxelfelsen parkieren.
Weil er da aber nicht immer seine Hadernvilla platzieren kann und der Franzhund überhaupt lieber ein festes Gehäuse bewohnt, soll der 2CV mit einer geeigneten Liegefläche für Mann und Hund ausgerüstet werden, die aber entnehmbar sein soll, damit bei Bedarf auch Weib und Blagen mitverfrachtet werden können.

Nach meiner Erfahrung ( in den 80ern im R4, 1100er Simca und diversen 1er Passaten) ist eine 19mm-Spannplatte für solche Zwecke völlig ausreichend.
Ist günstig, leicht verfügbar und zu bearbeiten, bei Gelenksbedarf kann man die Scharniere auch mit ein paar M4 oder M5 LiKo-Schrauben durchschrauben um die Haltbarkeit zu erhöhen.
Und wenn sie wirklich mal nach 10 Jahren so viel Wasser erwischt hat. dass sie anfängt zu quellen (das passiert nicht, wenn man mal ne Tasse Kaffee drüberschüttet), dann Bedarf überdenken und evtl. neu machen.

Ich würde da nicht mehr Aufwand betreiben.

Die vom Präsidenten beschriebene Schaltafel ist Fachhandel in Längen von 1,50m bis 2,50m im 0,25m-Raster beziehbar und hat Metallschienen auch nur an den Stirnseiten, wäre mir aber mit 0,5m Breite für mehr als eine Mittagspause zu schmal... 8)

Grysse Bernhard
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@Bernhard S.

Beitragvon Maybach » Sa 27 Feb, 2010 09:43

wäre mir aber mit 0,5m Breite für mehr als eine Mittagspause zu schmal..


Immerhin gäbe längenmäßig Ausreichendes für Dich ... :-D

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Zuletzt geändert von Maybach am Sa 27 Feb, 2010 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon nattes » Sa 27 Feb, 2010 10:35

auch Siebdruckplatte genannt.


Mein Lieblingswerkstoff.
Unschlagbar in Stabilität, Hygiene, und Optik. :-D
Ist zwar etwas schwerer, mann kann aber bei gleicher Belastbarkeit im Vergleich zu den anderen Holzwekstoffen die Stärke verringern.

Alles Geschackssache. ;-)
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Beitragvon Christoph » Sa 27 Feb, 2010 12:29

High,
ich glaub, es geht hier ein wenig mit den Begrifflichkeiten durcheinander:
Grundsätzlich unterscheidet man Massivholz und Holzwerkstoffe. Die Schaltafeln, die der Motorrang meint sind Massivholz mit einer Hirnleiste. Die Hirnleiste erlaubt das Quellen und Schwinden quer zur Faserrichtung soll die platte allerdings halbwegs gerade halten. Zu den Holzwerkstoffen gehören Sperrhölzer und Faserplatten ( Hartfaser Mdf und Weichfaser-Dämmplatten).Klassische Sperrhölzer sind zunächst die sogenannte Tischlerplatte und die Furnierplatte (meist wird nur die Furnierplatte als Sperrholz bezeichnet). Ferner kann man die Spanplatte auch noch dazuzählen- fällt mir persöhnlich allerdings schwer- ist ja schon fast mehr Kunstharz wie Holz. Osb Platten sind auch Spanplatten mit besonders großen Spänen um die Biegesteifigkeit zu erhöhen. Tischlerplatten sind nebeneinandergelegte Holzleisten meist aus Fichte die auf beiden Seiten mit einem Quer dazu verleimten Deckfurnier versehen sind.( im Handel meist nur in für Wohnräume geeigneten Verleimqualitäten) Furnierplatten sind miteinander quer(faserrichtung) verleimte Furnierlagen -üblicherweise mindestens3 Lagen.. Hierzu zählen auch Siebdruck und Multiplexplatten..Noch unübersichtlicher wird es wenn man die Verleimqualitäten dazunimmt.Grundsätzlich kann man sagen daß man sich mehr dabei verspricht als sie halten. Einen wasserfesten Weisleim kann man keinesfalls ungeschützt dauerhaft der Witterung aussetzen. Im Bootsbau verwendet man deshalb meist Phenolharz (Bakelit) oder Epoxydharz. Vor Nässe geschützt im Außenklima ist eine wasserfeste Verleimqualität Mindestanforderung.
Ist nen Versuch nen bischen System reinzubringen. Ich hoffe ich geh Euch nicht zu sehr auf dem Geist aber ich hab halt nen Holz kopf - mein Uropa , mein Opa waren, mein Vater ist und ich bin Schreiner.
Zurück zum Bett in der Ente:
Wenn man gerade was hat was nix kostet und nicht unbedingt dauerhaft halten muß braucht man sich keine Gedanken machen. Tischlerplatten sind maßbeständig formbeständig leicht, relativ teuer, lassen sich gut verarbeiten, außer Schraubenfestigkeit und verleimbarkeit am Hirnholz. Feuchtigkeitsbeständigkeit im Fahrzeug auf Dauer- kann gut gehen muß aber nicht.Spanplatten sind vor allem schwer,maßbeständig, nicht allzu formbeständig.Schraubenfestigkeit von der Kante mehr als bescheiden. verleimbarkeit gut, billig, bei wasserfester Verleimung (Fußbodenverlegeplatten) außreichend feuchtigkeitsbeständig. Furnierplatten sind maßbeständig relativ formbeständig, gut verleimbar( außer Siebdruckplatten) gut schraubbar vorgebohrt auch an den Kanten. Gewicht je nach Holzart. Preis von mittel bis teuer. Massivholz ist immer gut: man muß sich halt Getanken machen wegen dem Quellen und Schwinden, Kopfholzverleimungen halten nicht (viel), Schraubenfestigkeit im Hirnholz ist bescheiden.
Die von mir vorgeschlagenen Lauanplatten sind mit Abstand die billigsten Funierplatten, die ich hier im Holzhandel kriegen kann, ausreichend feuchtigkeitsbeständig, je nach Auswahl leicht bis mittelschwer.
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Beitragvon motorang » Sa 27 Feb, 2010 17:54

Wenn Gewicht ein Kriterium ist: Pappelsperrholz vom Baumarkt.

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Beitragvon Oelbrenner » Sa 27 Feb, 2010 18:55

...oder hyrne er doch mal yber einen Enterhaken an dem Entenvieh, da gab`s so nette Wohnwägelchen aus der SBZ, und was 24 Zweitaktpferde ziehen können... :wink: - am Russ hab ich das Dingen auch schon mal hängen sehen, wäre doch die neueste Herrausforderung für`s TT :-D

Gruss
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