Menschen aus Inhambane, die ja Fremde bereits gewohnt waren, freundlich auf ihn zu. In Inhambane wurde bereits mit Indern aus der Gegend um Goa, mit Osmanen die aus Sofala in den Süden kamen und mit Shona-Völkern aus Mwene Mutapa Handel getrieben. Die Portugiesen haben die Region Inhabane deshalb "Terra da boa gente" genannt, die Welt der freundlichen Menschen. Genützt hat es den freundlichen Bewohnern freilich wenig. Sie wurden dennoch als Sklaven verkauft. Bereits im 11. Jahrhundert kamen die ersten Araber mit ihren Dhaus bis nach Inhambane und begannen moslemisch zu Missionieren. Im 16. Jahrhundert wurde in Inhambane das erste Jesuitenkloster in Südostafrika gebaut und die Hindus waren schon längst aus Indien hier gelandet. Diese multikulturelle Offenheit hat die arabisch anmutende Stadt bis heute geprägt.
Die Moschee, die alte Kirche und die neue Kirche des Bischofssitzes liegen dicht beieinander in der Nähe des natürlichen Dhau-Hafens.
Inhambane ist eine Stadt mit einsetzendem Tourismus und wegen seiner Lebensqualität haben sich etliche NGOs hier niedergelassen. Man ist hier fremde gewohnt, sieht sie aber leider sehr häufig als wandelnde Geldbeutel. Der Markt ist wunderschön und üppig.
Neben Obst und Gemüse gibt es allerlei Gewürze, Zauberartikel, Fisch, Fleisch, lebende Hühner, Feuerzüge, Flusskrebse und Flechtwaren. Und dann gibt es noch Dinge, die es nur in Inhambane zu finden gibt: Schmauchbrandwaren und Homda-Motorräder.
Ich beschränke mich für heute auf die Lebensmittel und kaufe für ein typisch mozambikanisches Abedessen ein. Wir wohnen bei Thomas und Shantini. Thomas stammt aus Bayern, seine Frau Shantini aus Malaysia und beide leben seit fünf Jahren in Mozambique. Heute Abend gibt es Gulasch mit Knödeln und Salat. Thomas strahlt.








