Thomas Heyl hat geschrieben:
Beste Grüße, Langer
Das arme Mopped,
den Verursacher sollte man
Als ich das Bild mit dem verbogenen Rad sah, erinnerte ich mich an mein erstes MZ-Gespann, eine ETZ 251 zurück.
Ich war damals 25 und ein gnadenloser Heizer.
Nachdem ich die gespannspezifische Fahrweise raus hatte, gings nach kürzester Zeit nur noch im Drift oder auf zwei Rädern ums Eck.
Es machte mir einen Heidenspaß kilometerlang mit erhobenem SW-Rad durch die Gegend zu fahren und die Autofahrer zu erschrecken.
Nach ein paar Wochen mit der Emme hörte ich, nachdem ich mal wieder viel zu schnell um eine Linkskurve driftete, plötzlich ein gruselig schleifendes Geräusch rechts neben mir und ich merkte auch gleich, dass das SW-Rad nicht mehr richtig drehte. Also stoppte ich am Strassenrand und sah mir die Bescherung an. Das Rad war samt Schwinge verzogen. Also Notreparatur.
Ich setzte mich auf den Boden, legte ein Bein links und rechts neben das SW-Rad, stemmte meine Haxen mit aller Kraft gegen das Hinterrad und zog mit beiden Händen und Armen so gut es ging das SW-Rad heraus. Viel ging dabei nicht, aber es reichte, um wieder im Ring zu drehen, so dass ich langsam weiterfahren konnte.
Die arme Emme wurde danach aber nicht lange geschont und bald gings wieder im D-Zugtempo ums Eck. Einige Notreparaturen später, als ich mal hinter dem Gespann stand, traute ich meinen Augen nicht. Die Hinterradschwinge zeigte sich ebenfalls verbogen, die Schwingenenden standen so schäps, wie das ganze Hinterrad. Irgendwie zwar parallel zum SW-Rad, aber dennoch sichtbar "ausser Toleranz".
Das war dann für mich das Zeichen, dass etwas anderes, stabileres her musste. Etwas das meine heißblütige Fahrweise und meinen jugendlichen Leichtsinn besser verkraften kann als jene Emme. Und damit fing meine Guzzi-Zeit an. Aber das ist wieder eine andere Geschichte...
Tja, damals halt

Chrom bringt dich nicht an´s Ziel.