zerstörungswut

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Beitragvon Riege » Di 27 Mär, 2007 11:43

Ich versuche, mir diesbezüglich immer vor Augen zu halten, daß Sinn und Zweck der Justiz nicht primär die Verbreitung von Gerechtigkeit ist, sondern die Aufrechterhaltung der Ordnung gemäß geltenden Rechts (so wurde es mir zumindest mal von einer Juristin erklärt), insofern ist sowohl die Strafe von Nattes als auch die 1500 Eumels wegen der Plakette voll gerechtfertigt, da es ja dem Recht entspricht.

Rein emotional dreht sich mir bei beidem der Magen um, aber das ist nur meine rein subjektive Sicht der Dinge.

Gryße!
der Riege
Hier könnte Ihre Werbung stehen
Benutzeravatar
Riege
Vielschreiber
 
Beiträge: 2590
Registriert: Di 14 Jun, 2005 09:38
Wohnort: ...dort wo sich Fuchs und Hase gemeinsam niederlöten...

Beitragvon Thoeny » Di 27 Mär, 2007 11:50

Was mich zusätzlich erschreckt, ist, dass ich natürlich jetzt allen Jugendlichen, die an unserm Haus vorbei Richtung Jugendhaus wandeln und nach unseren Böcken vor dem Elchsloch schauen, böse Absicht unterstelle.
Vor kurzem haben mich nämlich zwei ganz nett gefragt, ob die Emme nur anzukicken ginge und ob man dafür dann auch noch einen Zündschlüssel bräuchte. Schon damals dachte ich mir: "So nicht, Jungs!", habe mich aber auch ausgebremst und erstmal echtes Interesse vermutet. Und natürlich habe ich freundlich die Frage beantwortet und auch betont, dass man natürlich einen Schlüssel braucht. Nach den Vorkomnissen jetzt - immerhin haben "sie" (wer das auch immer ist) schon zum zweiten Mal versucht, eine von Achims Guzzen zu starten - fällt mir das Gespräch wieder ein, und ich frage mich automatisch, ob ich zu nett zu den beiden Fragenden war. Und das kotzt mich mal richtig an bei mir selber. Denn eigentlich ist es ja schön, wenn sich die Jugend mal für so alten Sch... interessiert, den wir nu mal fahren.
Durch so einen Mist werde ich gezwungen, misstrauischer zu werden als ich bin oder sein will. Doof, das.

@ Könich: Komm Du nur, Dein Bier wird schon warm, und Deine Kippen bröseln! :wink:
Benutzeravatar
Thoeny
nur echt mit dem charismatischen Defekt
 
Beiträge: 5072
Registriert: Do 23 Jun, 2005 21:39

Beitragvon Robert » Di 27 Mär, 2007 12:09

Das eine muß jetzt nicht ursächlich mit dem anderen zu tun haben. Das mit den Guzzen können Kids gewesen sein, denen fad ist und die nicht Mopedfahren können. Die ham sich vielleicht gedacht mit einem Dreirad ists einfacher, da kann man nicht umfallen...
Nicht unwahrscheinlich, heute klauen Dreizehnjährige Autos für Spritztouren.

Die beiden Jungs müssen damit nicht unbedingt was zu tun haben, es gibt tatsächlich noch welche, die sich echt interessieren. Auch wenns in meinem vorigen Posting so geklungen haben mag - es sind nicht alle hin in der Marille, ein paar gibts, die sind schwer ok.
Zum Beispiel bei meinen Jungs von der Feuerwehr. Da ist einer dabei, der hat sein alte Puch 50 Jet nach allen Regeln der Kunst frisiert, hat das aber aus Angst, das er bei der Gendarmerie auffliegt strikt geheim gehalten. Er war aber immer höchst interessiert an unseren Eisen. Irgendwann ist er dann bei mir auf der Matte gestanden, mit seinem zerlegten Getriebe in der Hand und hat gefragt ob ich ihm helfen kann, das wieder zusammenzubauen, er schaffts nicht. Ich bin ja nicht gerade der große Spezialist, aber mit Tüfteln, Logik und gemeinsam haben wirs wieder zusammengebracht. Dabei hat er mir "gestanden" was er schon alles an der Puchette gemacht hat. Ich bin dann nur mit einem breiten Grinsen darüber hinweggegangen und hab gemeint, wenn er anfängt die SR abzuhängen würde es kritisch mit dem Mopped.

Mann, was bin ich stolz auf diesen Buben...

Ich hoff, das meiner auch so wird!
Das einzige unlösbare technische Problem sitzt im Sattel
Benutzeravatar
Robert
Unimog
 
Beiträge: 2157
Registriert: Di 20 Jun, 2006 07:34
Wohnort: Korneuburg

Beitragvon koenich » Di 27 Mär, 2007 12:24

Mittwoch besuch ich euch,
muss heute erst mal was schräubeln.

:coffee:
Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin, mit gerade so viel Dampf zu fahren, wie gerade da ist!
Benutzeravatar
koenich
Wenigschreiber
 
Beiträge: 152
Registriert: Di 12 Dez, 2006 10:33
Wohnort: bei Leipzig

Beitragvon Blechroller » Di 27 Mär, 2007 13:53

fleisspelz hat geschrieben:...>Stammtischweisheiten gelöscht>... :-D
Nein, ich halte den bundesdeutschen Justizapparat insgesamt für eine Verhöhnung des Gerichtigkeissinnes.


a) Verwechsel bitte persönliches Rechtsempfinden -womöglich durch zu kurze Medienberichterstattung verfälscht- nicht mit Gerechtigkeit im Sinne des Gesetztes. Was dem Bürger aufstößt, ist oft sicher auch begründet, der Unterschied zwischen individueller Wahrnehmung der Situation und Gesetz, gepaart mit Entscheidungen des Menschen (Richter) und Beweisproblemen bei denen eben nicht im Sinne der Gesetzte der Beweis so offensichtlich ist.

b) Justizia ist ein Apparat, eine Verwaltung, mehr oder weniger effektiv. Genauso wie eine Zulassungsstelle nicht zwingend motiviert ist, täglich die 5. Altkarre durch ein evtl. noch zu findendes Schlupfloch zuzulassen, hat ein Richter und/oder Staatsanwalt halt auch keine Zeit, sich bei jeder Körperverletzung, jedem Schwarzfahren, jedem Ladendiebstahl 2 Stunden für eine Beweisaufnahme und Geplauder mit den Beteiligten hinzugeben. Gerchtigkeit in dem Verwaltungssystem? Hin und wieder ja, hin und wieder nein, meist aber ja.
Zeig mir weltweit eine bessere Justiz. Was nicht meint, dass es nicht besser gehen sollte oder muss.

Wer sich für Justizia interessiert, dem sei der Grundstz ans Herz gelegt, seine Meinung nicht über Erzählungen und/oder Medienberichte zu bilden, sondern er soll sich das jeweilige Urteil bzw. dessen Begründung besorgen. Das heilt viele Vor-Urteile.
Bin da aber vieleicht auch betriebsblind bzw. zu weit geprägt. Es hat halt ein paar Jährchen Studium gedauert, bis ich das grundsätzlich gerechte System mal verstanden hatte. Die Amis machen es sich da leichter. Die haben kein System, die haben einen Verhau. Der ist immer gerecht/ungerecht.

OllY
Oxymoronscher Kradist
"Your motor sounds different!"

Lederfransen kann man sogar verchromen

Photonen
Benutzeravatar
Blechroller
Vielschreiber
 
Beiträge: 5862
Registriert: Di 04 Okt, 2005 22:13
Wohnort: Freising (bei München)

Beitragvon fleisspelz » Di 27 Mär, 2007 14:27

Wartemal, so einfach sollst Du Dir das nicht machen.

Erstens sind das keine Stammtischweisheiten, die Du da gelöscht hast, sondern meine Erfahrungswerte.
Zweitens sind die nicht zustande gekommen durch verkürzte Medienberichterstattung, sondern durch erleben.
Drittens verwechselst Du ständig Judikative mit Justizapparat.

Ich habe mal gelernt, dass sich der Justizapparat in Legislative, Exekutive und Judikative teilt. Von den dreien, und insoweit gebe ich Dir sogar teilweise recht, arbeitet nach meiner Erfahrung die Judikative noch am engagiertesten. Wenngleich ich Richter kenne, die jeden Tag um 12 Uhr Feierabend haben...

In der Legislative will sich keiner die Quote versauen. Unbequeme Gesetze und Verordnungen werden eben einfach nicht behandelt.
Beispiel: In unserer Stadt sträubt sich der Magistrat, einen Sperrbezirk einzurichten, weil ja ein paar potentielle Wähler immer ausserhalb wohnen würden. Leidtragend sind Familien, die keine Chance haben, Zwangsprostitution und Menschenhandel aus der Nachbarwohnung zu vertreiben. Hilfe gab es keine. Nicht von der Legislative, nicht von der Judikative, nicht von der Exekutive.

Bei der Exekutive masst sich manch einer die juristische Bewertung an, nur um keine Anzeige entgegennehmen zu müssen. "Was wollen sie denn, das ist doch keine Bedrohung, wenn der sagt, er lauert ihrer Freundin auf dem Heimweg auf." O-Ton Polizeiinspektion Aschaffenburg. Wenn Du magst, dann liefere ich Dir bei einer Flasche Rotwein einen Sack voll weiteren Beispielen.

Nee lassmal. Unser Justizapparat ist ein stumpfes Schwert, der von selbstsüchtigen Schwächlingen gelenkt wird.
Mutig wäre es z.B. ein Recht auf Arbeit im Grundgesetz zu verankern. Mutig wäre es, wenn ein Polizist sich wagen würde, der inneren Stimme zu folgen, statt der Überstundenverordnung. Mutig wäre es, sich den Problemen anzunehmen, statt sie zu verwalten.
..........................
There is a crack in everything, that‘s how the light gets in …
Benutzeravatar
fleisspelz
Vielschreiber
 
Beiträge: 26652
Registriert: Do 23 Jun, 2005 23:55
Wohnort: Spessart

Beitragvon Blechroller » Di 27 Mär, 2007 15:10

fleisspelz hat geschrieben:Wartemal, so einfach sollst Du Dir das nicht machen.


Drittens verwechselst Du ständig Judikative mit Justizapparat.


Sicher? Justizapparat ist Judikative und unterstellt ein Teil der Exekutive. um den Verhau geht es hier.
Legislative und Verwaltung (Exekutive) gehören nicht dazu.

fleisspelz hat geschrieben:Ich habe mal gelernt, dass sich der Justizapparat in Legislative, Exekutive und Judikative teilt. Von den dreien, und insoweit gebe ich Dir sogar teilweise recht, arbeitet nach meiner Erfahrung die Judikative noch am engagiertesten. Wenngleich ich Richter kenne, die jeden Tag um 12 Uhr Feierabend haben...


Ein Richter hat keine festen Arbeitszeiten. Er kann auch zu Hause werkeln. Es gibt da solche und solche, was die wirklich arbeiten, sieht man nicht.

fleisspelz hat geschrieben:In der Legislative will sich keiner die Quote versauen. Unbequeme Gesetze und Verordnungen werden eben einfach nicht behandelt.

Hier verwechselst du was. Bestehende Gesetzte nicht zu beachten ist eine Sache der Exekutive, nicht der Legislative. Notwendige Gesetze und Verordnungen nicht zu erlassen ist Sache der Legialative. Legislative ist Politik. Über Politik zu diskutieren ist in meinen Augen seit Jahren unspannend.

fleisspelz hat geschrieben:Beispiel: In unserer Stadt sträubt sich der Magistrat, einen Sperrbezirk einzurichten, weil ja ein paar potentielle Wähler immer ausserhalb wohnen würden. Leidtragend sind Familien, die keine Chance haben, Zwangsprostitution und Menschenhandel aus der Nachbarwohnung zu vertreiben. Hilfe gab es keine. Nicht von der Legislative, nicht von der Judikative, nicht von der Exekutive.


Politik. Nichts anderes. Keine Sache der Judikative und Exekutive (wie auch). Bullshit der Politik, aber so was noch diskutieren? Verlorene Zeit!


fleisspelz hat geschrieben:Bei der Exekutive masst sich manch einer die juristische Bewertung an, nur um keine Anzeige entgegennehmen zu müssen. "Was wollen sie denn, das ist doch keine Bedrohung, wenn der sagt, er lauert ihrer Freundin auf dem Heimweg auf." O-Ton Polizeiinspektion Aschaffenburg. Wenn Du magst, dann liefere ich Dir bei einer Flasche Rotwein einen Sack voll weiteren Beispielen.


Da mag ich nicht widersprechen; hätte aber lieber Bier: Da bleib ich in der Diskussion länger fit :D
Etwas Erfahrung mit den Interna der Polizei ist hilfreich. Oft sind das wirklich die Fussabtreter der Nation. Von oben Druck, von unten Schimpfe. Für "kein" Gehalt, keine Aufstiegsmöglichkeiten, beschissene Arbeitszeiten. Da wunderst du dich über mangelnde Qualität? Ich nicht mehr. Ichvbin mal ein paar Nächte mit den Jungs auf Streife mitgefahren. Definitv kein Vergnügen auf Dauer.


fleisspelz hat geschrieben: Unser Justizapparat ist ein stumpfes Schwert, der von selbstsüchtigen Schwächlingen gelenkt wird.


Jetzt bist du aber beim "Stammtisch" gelandet.
Die Justiz ist unabhängig (nicht ganz, gebe ich zu); die Verwaltung hat oben immer einen Politiker hängen. Spätestens an der Stelle eine unsinnige Diskussion.


fleisspelz hat geschrieben:Mutig wäre es z.B. ein Recht auf Arbeit im Grundgesetz zu verankern. Mutig wäre es, wenn ein Polizist sich wagen würde, der inneren Stimme zu folgen, statt der Überstundenverordnung. Mutig wäre es, sich den Problemen anzunehmen, statt sie zu verwalten.


Ersters steht wohlbegründet als durchsetzbares Recht nicht im GG. So viel Steuern können wir garnicht zahlen, um das Recht mit Leben zu erfüllen.

Zweiteres ist menschlich, evtl. soziokulturell interessant. Aber was erwartest du von einem Menschen, der bei mieser Ausbildung, viel Druck, heftigen Arbeitszeiten im Schichtdienst so wenig verdient, dass das Gehalt für eine Familie nicht reicht. Entschuldigt wenig, ist aber keine Sache der Polizei, die das auch gern anders hätte. Ist eine Sache der Politik ausreichend Mittel für eine qualifizierte Polizeiarbeit bereit zu stellen. Die Mittel stellt der Steuerzahler. Mehr von dem verlangen? Die Mittel anders verteilen? Bei der Verteilung sind wir wieder in der Politk gelandet. Auch hier möchte ich nicht diskutieren. Bringt hier nix.
Wenn ein Cop was abwimmelt, geht man halt zur STA. Es gibt keinen Zwnag direkt zum Cop zu gehen. Man kann sich immer direkt an die örtlich zuständige STA wenden. Ein kurzes Schreiben ohne weltphilosophische Ausfühungen :oops: wird dort berbeitet.

OllY
Oxymoronscher Kradist
"Your motor sounds different!"

Lederfransen kann man sogar verchromen

Photonen
Benutzeravatar
Blechroller
Vielschreiber
 
Beiträge: 5862
Registriert: Di 04 Okt, 2005 22:13
Wohnort: Freising (bei München)

Beitragvon nattes » Di 27 Mär, 2007 15:11

Ich habe mal gelernt, dass sich der Justizapparat in Legislative, Exekutive und Judikative teilt.


Ähh,verwechselst du da nicht etwas? Stichwort :Gewaltenteilung .

Mutig wäre es z.B. ein Recht auf Arbeit im Grundgesetz zu verankern.


Steht das nicht schon drin?

Oh,mein Fehler.Es gibt nur dasrecht auf die freie Berufswahl.

Richter haben mit Absicht keine festen Arbeitszeiten um ihnen die Unabhängigkeit zu erhalten.
Sicher gibt es auch schwarze Schafe,die das ausnützen.
Gruß Norbert
nattes
Flammenversteher
 
Beiträge: 5208
Registriert: Fr 02 Feb, 2007 21:41
Wohnort: OWL

Beitragvon fleisspelz » Di 27 Mär, 2007 15:54

Blechroller hat geschrieben:Sicher? Justizapparat ist Judikative und unterstellt ein Teil der Exekutive. um den Verhau geht es hier.
Legislative und Verwaltung (Exekutive) gehören nicht dazu.

Das sag ich ja, dass es Dir darum geht. Mir ist das zu kurz gesprungen.

Blechroller hat geschrieben:...was die wirklich arbeiten, sieht man nicht...

...das man nichts sieht kann ja unterschiedliche Ursachen haben, nä? :-D

Blechroller hat geschrieben:...Über Politik zu diskutieren ist in meinen Augen seit Jahren unspannend...

...machen wir aber grade... :-D

Blechroller hat geschrieben:Von oben Druck, von unten Schimpfe. Für "kein" Gehalt, keine Aufstiegsmöglichkeiten, beschissene Arbeitszeiten. Da wunderst du dich über mangelnde Qualität?

...mir kommen die Tränen. So ein ganzkleinbisschen Polizeikantinenstammtisch war da jetzt aber schon dabei oder? ;-)


Blechroller hat geschrieben:Man kann sich immer direkt an die örtlich zuständige STA wenden. Ein kurzes Schreiben ohne weltphilosophische Ausfühungen :oops: wird dort berbeitet.

Und jetzt bist Du im Reich der Fabeln und des Wunschdenkens angekommen. Die einzige Reaktion die ich von dort kenne ist: "Warum gehnse denn damit nicht zur Polizei?"

Nee, sorry, aber da platzt mir der Kragen, wenn ein jeder sich nur darauf rausreden will, dass er unterbezahlt und überbeschäftigt ist, und die Politik an allem Schuld. Wenn einer sich als Ordnungshüter bezahlen lässt, dann soll er die Ordnung hüten, wenn einer als Richter Gehalt bekommt, dann soll er Recht sprechen, und vom Politiker sollen sie Unterstützung einfordern, statt zu jammern, der würde ihnen den Schreibtisch nicht leer halten.
..........................
There is a crack in everything, that‘s how the light gets in …
Benutzeravatar
fleisspelz
Vielschreiber
 
Beiträge: 26652
Registriert: Do 23 Jun, 2005 23:55
Wohnort: Spessart

Beitragvon Blechroller » Di 27 Mär, 2007 16:21

Meister Fleisspelz,

ist deine Ansicht über "Staatsdiener", neudeutsch Beamte nicht in einer etwas älteren Zeit hängen geblieben? :grin:

Du wirst mir hier reichlich pauschal in deinen Aussagen. Es gibt überall Trantüten, aber die Dichte ist bei Justiz oder Polizei nicht höher, als an anderen Stellen der arbeitenden Gesellschaft. Und einen leeren Schreibtisch hat halt auch jeder gerne. Das entschuldigt nix, aber mir geht es auf den Keks, wenn alle vom Staat nur das subjektiv Optimale fordern.

Deine Erfahrung mit der Polizei kann ich nur teilweise aus eigenem Erleben bestätigen, mindestens aber so oft widerlegen.
Rief ich doch kürzlich mobil bei der Polizei an, weil ein Mensch auf eine Frau einschlug, die offensichtlich die Familienkutsche gegen ein Schild geparkt hat. Meinen Einwendungen wollte er ebenfalls Schläge entgegensetzten, also Cops gerufen. Bis die kamen, waren die natürlich weg. Cops haben nur meine Adresse aufgenommen; "sie melden sich".
Abends Anruf: Frau hat keine Anzeige erstattet; sie brauchen meine Aussage, weil Ehemann offensichtlich vorbelastet.
Cops sind bei mir zu Hause vorbeigekommen, haben meinen Erzählungen gelauscht, am nächsten Tag das Protokoll zum Unterschreiben gefaxt, dieses an die STA geleitet... Die Jungs hätten es auch einfacher haben können.

Eine schriftliche Anziege bei der STA wird nicht mit "Erzählungen" begegnet, sondern wenn aus Sicht des STA was auch nur im Ansatz rauskommen kann, auch verfolgt. Wenn da ein STA nicht will, kann man dagegen was machen.

Und wenn du die Sache mal mit offenen Augen verfolgst, wirst du sehen, dass Polizei und STA seit Jahren versuchen, auf den Mist, der da läuft aufmerksam zu machen.


Ich empfehle dringendst mal die Möglichkeit zu suchen, bei STA und Polizei Einblick zu bekommen. Das ist sehr erhellend. Ging mir auch so.


Wie Politiker auf unpopulistische -ich sag nicht unpopuläre- Anratungen reagieren, sollte bekannt sein. Wählerstimmen gibts für viele Dinge; für Händchenhalten mit Knut, große CO2-Töne ohne Inhalt bzw. ohne Auswirkungen auf die Lobby, Kindergrippen, die keiner braucht/zahlen kann; nicht aber für Kohle für die ach so unpopuläre Polizei und STA/Richterei oder -und das wäre des Pudels Kern des Ausganspostings- Prävention gegen die Verwarlosung der Sitten.

Hybsch wäre z. B., wenn nicht jedes Wochenende hunderte von Arbeitsstunden der Cops für die verursacher unentgeltlich für so seltsame Dinge wie Fussballspielbewachung anfallen würden.

Jetzt sind wir bei der Politik und da hör ich auf zu diskutieren...

OllY
Oxymoronscher Kradist
"Your motor sounds different!"

Lederfransen kann man sogar verchromen

Photonen
Benutzeravatar
Blechroller
Vielschreiber
 
Beiträge: 5862
Registriert: Di 04 Okt, 2005 22:13
Wohnort: Freising (bei München)

Beitragvon fleisspelz » Di 27 Mär, 2007 16:27

Ich hab da viel zu erwidern. Aber ich finde, das machen wir besser mal am Laberfeuer :wink: :smt039 ...bevor wir hier die Welt langweilen :tutleid:
..........................
There is a crack in everything, that‘s how the light gets in …
Benutzeravatar
fleisspelz
Vielschreiber
 
Beiträge: 26652
Registriert: Do 23 Jun, 2005 23:55
Wohnort: Spessart

Beitragvon Thoeny » Di 27 Mär, 2007 16:53

Nachher kommt jedenfalls der Commissario und nimmt den ganzen Bettel auf. Sooo schlecht ist unsere lokale Exekutive wohl nicht. :)

@Robert: Na, zwischen mal schauen, ob's fährt und so lange mit Gewalt gegen ein Kettenschloss anfahren, bis sich die Kette heftig in das Hinterrad wickelt (an einer Solo, wohlgemerkt) gibt's schon einen Unterschied.

Nee, keine Bange, ich kenne auch ein paar nette, wirklich interessierte Menschen unter 20, die alte Eisen mögen!
Benutzeravatar
Thoeny
nur echt mit dem charismatischen Defekt
 
Beiträge: 5072
Registriert: Do 23 Jun, 2005 21:39

Beitragvon Dreckbratze » Di 27 Mär, 2007 21:45

der junge mann mit grünem mützchen, bei dem ich die anzeige erstattet habe, war sehr engagiert und nett, obgleich er mir (wie ja auch zu erwarten) keine grossen hoffnungen machen konnte, den / die raudies zu ermitteln.
aber er betonte, dass es wichtig sei, solche dinge immer zur anzeige zu bringen, um entsprechende schwerpunkte(hier:tiefgarage) festzustellen und bei entsprechenden veranstaltungen, bei denen mit entsprechender klientel zu rechnen ist, gezielter zu überwachen, ggf. mit zivilcops.
die hiesige streife hat ausser gerlingen noch einige andere orte mit zu"betreuen" und letztes WE war überall party--einfach zuviel los und zuwenig leute.
aber über mangelndes engangement kann ich mich nicht beklagen, das mal zur ehrenrettung des schnittlauchs, :wink:
The idea is to die young as late as possible
Benutzeravatar
Dreckbratze
Vielschreiber
 
Beiträge: 22778
Registriert: Mo 27 Jun, 2005 20:16

Beitragvon Blechroller » Di 27 Mär, 2007 22:38

Ich hätte früher auch nicht gedacht, dass ich den Schnittlauch mal als sinnvoll und notwenig ansehen wyrde, aber man lernt ja. Sympatie muss man ja bei einer Ticketverschaffung nicht haben :shock:

OllY
Oxymoronscher Kradist
"Your motor sounds different!"

Lederfransen kann man sogar verchromen

Photonen
Benutzeravatar
Blechroller
Vielschreiber
 
Beiträge: 5862
Registriert: Di 04 Okt, 2005 22:13
Wohnort: Freising (bei München)

Beitragvon Oelbrenner » Mi 28 Mär, 2007 07:07

Meineserachtens diskutiert ihr von einem falschen Blickwinkel aus.
Das Problem liegt eindeutig woanders.
Die Jugendlichen bekommen doch aus Gesellschaft, Familie und Politik eine "Scheissegalmentalität" vorgelebt.
Ohne Perspektive.
Haste was, biste was, dazwischen ist irgendwie nix.
Die Chancen dahin zu kommen schwinden von Jahr zu Jahr. Alle lukrativen Nieschen sind meist schon besetzt oder der Intelligentia vorbehalten, der Rest ist Kanonenfutter für die Arbeitsmärkte (wenn überhaupt die Zugangsmöglichkeit besteht)

Bestes Beispiel, mir kopfschüttelnd letztes Jahr im Freibad aufgefallen:
Die Liegewiese ist gepflastert von Mülleimern, die Kids saufen ihre Limo aus Tetrapacks und Einwegflaschen, fressen Chips etc, stehen auf, räumen ihren Kram zusammen und lassen ihren Prüll einfach liegen, egal wieviele Leute noch drumrum sind. Sieht abens schlimmer aus als auf `ner Müllkippe. Denen fehlt völlig das Unrechtsbewusstsein bzw die einfachsten Regeln des Miteinander.
Irgendwer wirds schon wegräumen.
Kein Problem speziell der Unterschicht, viele Gesichter kannte ich vom nahegelegenem Gymnasium.
Höflich darauf angesprochen nur völlig verständnislose Gesichter.
Reaktion darauf: keine.
Unglaublich.

Gruss Oelbrenner
Indogermanischer Rapsölmafiosi


Dieselnutzkrad
Benutzeravatar
Oelbrenner
Wenigschreiber
 
Beiträge: 788
Registriert: Mi 17 Jan, 2007 10:01
Wohnort: Lieboch bei Graz

VorherigeNächste

Zurück zu Alteisentreiberisches

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder