Meinereinerselbst bestieg heute Vormittag den Zug, um über Passau nach Ruhstorf an der Rott, der Gebährmutter des Dieseligen Diesel-Antriebs zu reisen (ca. 20km vom PmP weg). Alleine die Zugfahrt von Passau nach Ruhstorf ist ein Erlebnis an sich. Wusste garnicht, dass es sowas noch gibt. 1 Triebwagen (dieselig!!!), ein Anhängsel und es ging so mit geschätzten 20 km/h einspurig über Hügel und durch Wälder; meist nur Bedarfshaltestellen, sprich, man muss dem Eisenrossreiter Bescheid geben, wenn man raus will.
So schlug ich denn im Stammwerk der Hatzianer ein. Sehr freundlicher Empfang, kurze Führung durch die Produktion (erstaunlich viel Handarbeit) zu meinem Dieseligen Diesel. Der Haustechniker erklärte mir haarklein, was sie für Messfahrten gemacht haben; Vibrationsmesser am Krad, Runde ums Haus usw.
Eine genaue Ursache für die Düsenreißerei haben sie nicht sicher gefunden. Nur schüttele lt. Messung mein Bock mit dem alten, bisherigen Motor wesentlich mehr, als mit dem neuen Motor. Der alte Motor ist zwischenzeitlich zerrupft, aber da haben sie auch nichts eindeutiges gefunden. Die Motorausgangswelle hatte leichtes Längsspiel, aber das muss nicht zwingend was heißen (lt. Hatz). Sonst ist der alte Motor lt. Techniker innen wie neu.
Neuer Motor ist drin, eine am Tank abgerissene Haltelasche wurde wieder drangelötet. Der Düsenhaltekopf (Bruchstelle) sicherheitshalber überlötet und eine weitere Führung der Druckleitung montiert.
Der Techniker war sehr interessiert, was mit dem Krad so geht. Über meine 35 tkm seit 1 1/2 Jahren waren er erstaunt
Tank war auch randvoll gemacht, ich bekam noch eine Ersatzdüse (sicherheitshalber), eine weiteres Magnetventil obwohl bereits ein neues montiert war, einen Handabstellpümpel in neu, einen Lufi in neu, aber auch im Motor ist ein neuer, Ersatzdieselfilter und ein Taschenmesser
Dan Umziehen und "OH WEH!!!": Handschuhe vergessen
Also noch ein paar Arbeitshandschuhe aus Leder dazu
Start, Ausfahrt und nach 500m ein Blick auf den Ampermeter. Nix Ladung
Also zurück. Techniker und alle Werkstattmenschen waren schon heim; der Pförtner hat aber gleich zum Telefon gegriffen. Steh ich so auf dem Hof, kommt ein wichtiger Mensch im Anzug daher, schaut interessiert, fragt, ob ich mit dem Motor zufreiden sei und was ich für ein Problem hhätte. War einer der Geschäftsführer. Er gleich ans Telefon, "sofort ein Techniker her!"
Er hat wohl eine Termin und musste schnell weg, meinte aber, dass ich unbedingt drauf bestehen soll, dass mir jetzt sofort geholfen wird und ich ihn unter Tel. ... erreichen könnte, wen was sei. Fein! Aber der Pförtner war schon tätig.
Zwischenzeitlich hab ich mal den Strommesser ausgepackt und wirklich: Nix Ladestrom an der Bakterie. Warten auf den Techniker und mal den Sepp angerufen, ob er ein Paar Handschuhe leien könnte. Jo klar!
Techniker kömmt, meint er sei heute morgen noch Probe gefahren, da sei alles gegangen, könne aber nur eine Steckerei nicht fest sein. So wars auch. Eine hinnige Krimpstelle (noch von Dr. Sommer) wurde gefunden. Der neue Techniker treibt übrigens eine Dnäbbba und baut in eine weitere mit einem Kumpel gerade einen Kilohatz rein
Obwohl man den Menschen aus dem Feierabend gerufen hat, sehr freundlich und nett.
Wieder gestartet, mit den Arbeitshandschuhen Richtung Sepp. Die Handschuhe haben bei so 5°C gerade so bis zum Sepp gelangt. Sepp gibt mir seine Winterdreifingler und fährt gleich eine Brotzeit und einen Kaffee auf. Vielen Dank!!!!
Ohne die Sepp-Handschuhe wäre ich auf den 150km heimwärts erfrohren.
DD läffft, aber wie erwartet mit dem neuen Motor noch arg zäh. Die ersten 5.000km halt...
So, jetzt muss ich mal die Gaszugefederei lockern, damit mein Handgelenk weiter leben kann
OllY



