Update: Hier ist das Fotoalbum
Moing Leut,
gestern hat die AiA-Logistik u.A. eine Enfieldkurbelwelle zum Herrichten vorbeigeworfen. Der Umrüstkit auf Nadellager, bestehend aus (geschraubtem) Hubzapfen, Muttern, Distanzringen, Pleuellagerring und Nadellager mit versilbertem Massivkäfig. Sehr schick, aber auch sehr teuer...
Die Konstruktion der Kurbelwelle hat mich massiv überrascht, zumal der Andreas versicherte, dass sie ca. 50.000km auf dem Buckel hat.
Geschmiedetes Alupleuel mit eingesetztem Lagerring unten, und nix oben. Offensichtlich von einem perversen Inder mit der Flex und 20er Körnung vom Schmiedegrat befreit, eine einzige Kerbenlandschaft, Schmiedefalte gibts auch eine, der Ermüdungsbruch tritt schon beim Anschauen ein, die Kolbenbolzenbohrung ist "fast" mittig ins Pleuelauge gebohrt.
Am meisten erstaunt hat mich das Pleuelfußlager: Ein ca. 25mm breiter Stahlring, mit Weißmetall umgossen, also innen und aussen eine ca. 1mm dicke Weißmetallschicht. Ich hätte nie geglaubt, dass man damit weiter als vielleicht 10km fahren kann, aber mit einem anständigen Öldruck hält das offenbar ganz gut. Die weiche Schicht ist halt einen halben mm tief weggedrückt, aber Hubzapfen und Pleuelring sehen noch absolut einwandfrei aus.
Fotos folgen. So ein Pleuel muss man unter dem Aktenzeichen "Was ned alles geht" dokumentieren..
Gruß
Hans


