Tanksabber, wie vorgehen?

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Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon motorang » So 09 Feb, 2014 10:34

Tach,
mein großer Stahlblechtank von der SR ist undicht :? - ist ein adaptierter Suzukitank - ich kann den nicht einfach gegen ein dichtes Exemplar tauschen weil Einzelstück.

Hinten, da wo das Halteblech draufgeschweißt ist, feuchtet es unter dem Halteblech raus. Es hebt dort auch den Lack weg.

Riss ist von außen keiner zu sehen, anscheinend ist da unter dem Halteblech oder auf der Innenseite der Naht wo man nicht hinsieht ein Löchlein oder Risslein. Nicht dass es rinnen würde (noch nicht?) aber es stinkt mörderisch nach Sprit in der Werkstatt.

Bin unsicher ob der Vorgehensweise. Erstmal Tank leermachen, mit Diesel spülen, trocknen wäre der Plan.
Dann per Flamme ferngezündet ausgasen (Benzinhahn und Deckel entfernt).

Dann täte ich das nachträglich aufgeschweißte Halteblech mit dem Dremel entlang der Schweißnaht auftrennen - theoretisch wird der Tank selbst dabei nicht undicher als er eh schon ist.

Aber wie das wahrscheinlich kaum sichtbare Leck feststellen? Ich kenne Schlagworte wie Lecksuchspray, Rissspray, könnte mir vorstellen das Ding etwas zu bedruckluften und unter Wasser zu halten um zu schauen wo Blasen aufsteigen. Oder mit Talkum einreiben und Sprit einfüllen?

Das Loch wäre dann je nach Größe mit chemischen oder löttechnischen Mitteln zu schließen.

Dann selbe Dichtheitsprobe nochmal.

Das Blech wieder draufschweißen wäre an der Stelle eher kontraproduktiv. Es ist etwa 6x4 cm groß, könnte man flächig mit JB Weld oder Sikaflex ankleben ... ?

Dann kann ich mir möglicherweise den Zauber mit dem Formieren ersparen ...

Was meint Ihr?

Gryße!
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon scheppertreiber » So 09 Feb, 2014 11:10

Moin Andreas,

wenn's wirklich nur so ein winziger atomarer Riß ist würde ich es mal mit einer
Tank-Innenbeschichtung probieren. vielleicht reicht das dann ein Paar Jahre.
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon Totti » So 09 Feb, 2014 11:17

Morgen Andreas
Eigentlich ist dem nix mehr hinzu zu fügen,
und eine sehr gute Vorgehensweise,
ich würde bei euch mal jemanden fragen der Auto Kühler repariert
die haben meistens guten tips und können es richten
bei mir in der nähe ist so einer siehe hier:
http://www.kuehler-fischer.de/
der hat in meinem Freundeskreis schon so einige seltene tanks repariert zb von PSS und RAU
wenn auch nicht ganz billig
ich bin sicher das der ein oder andere Spezi hier im Forum dir mit rat oder tat helfen wird
wenn alle stricke reißen könntest du mir auch den tank zu kommen lassen per post oder AIA Logistik und ich könnte
für dich damit mal zum Fischer hin
gutes gelingen
Grüß Vom Totti
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon BMW maniac » So 09 Feb, 2014 11:52

motorang hat geschrieben:...
Aber wie das wahrscheinlich kaum sichtbare Leck feststellen? Ich kenne Schlagworte wie Lecksuchspray, Rissspray, könnte mir vorstellen das Ding etwas zu bedruckluften und unter Wasser zu halten um zu schauen wo Blasen aufsteigen. Oder mit Talkum einreiben und Sprit einfüllen?
...


Moin Andreas,

ich weiß was, ich weiß was :-D

"Benzindicht" ist eine schärfere Anforderung als "wasserdicht".

Zur Orientierung:
Wenn aus einem Loch weniger als 1 cm³ ("entspannte") Luft pro Minute raus kommen,
dann spricht man im allgemeinen von "wasserdicht".
Für Benzindicht muss man eher von 0,01 .. 0,1 cm³ Luft pro Minute ausgehen.
Das ist also eine Blase so groß wie eine kleine Erbse pro Minute.

Zum Leck suchen:

Lecksuchspray ist so was ähnliches wie eine Spüli-Mischung.
Vorteile:
- Korrosionsschutz
- Schaum verschwindet sehr schnell und man kann die Blasen dann gut sehen.
Nachteil:
- hat man i.d.R. nicht zu Hause - ich schon :wink:

Zur Not kann man einfach eine satte Spüli-Wasser-Mischung machen und damit
die Stelle einschmieren oder einsprühen.

Ich würde die Stelle vorher mit dieser Spüli-Mischung einsprühen und dann den Tank vorsichtig unter Druck setzen.

ACHTUNG! mehr als ca. 0,5 bar hält so ein Tank nicht aus, der macht dann dicke Backen (frag mich nicht woher ich das weiß ...)


Viel Erfolg und Grüße

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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon fleisspelz » So 09 Feb, 2014 12:25

Der Arno repariert sowas, indem er 2K Epoxidharz reingiesst mit erstaunlichem Erfolg. Ich hab die Methode selbst für ziemlich "russisch" gehalten, muss aber anerkennen, dass drei mir bekannte Fahrzeuge seit teilweise mehr als zehn Jahren mit dieser Reparatur klaglos funktionieren.
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon motorang » So 09 Feb, 2014 14:28

Hm, das ginge an der Stelle recht gut weil es ganz am Ende vom Tank sitzt.
Wahrscheinlich vorher mechanisch und chemisch entrosten, und dann ... fragst Du ihn mir mal nach der genauen methode (also welches Zeug/Produkt das ist) ?

Danke!

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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon Arni25 » So 09 Feb, 2014 15:17

Also ich würde erstmal außen die Stelle mechanisch entlacken und dann eine Rot/Weiß Rissprüfung machen um zu gucken was überhaupt genau los ist. So würde ich vorgehen.
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon scheppertreiber » So 09 Feb, 2014 15:39

Arni25 hat geschrieben:Also ich würde erstmal außen die Stelle mechanisch entlacken und dann eine Rot/Weiß Rissprüfung machen um zu gucken was überhaupt genau los ist. So würde ich vorgehen.

Was ist das ? :oops:
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon Maybach » So 09 Feb, 2014 17:01

Rot/Weißprüfung = spezielles Set Kriechspray, um einen auch sehr feien Riss nach außen besser sichtbar zu machen.

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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon mex » So 09 Feb, 2014 18:53

andreas ich haette so 2 k zeugs fuer den tank hier.
dichtet die xt und montesa. schaus dir beim wörgschopp an wenn's nicht zu spät ist...
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon motorang » So 09 Feb, 2014 21:25

Hei Mex
Wenn's Sinn macht bring ich den Tank mit :-D
Wie wär denn die Vorbehandlung? Und Du meinst eh nicht so ein Kreem Zeugs (aka Tankversiegelung) sondern richtiges Harz, ja?
An Versiegelung glaub ich nicht ...

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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon Roll » So 09 Feb, 2014 21:35

Zur Reparatur weiß ich nix. Aber zur Undichtigkeits-Örtlichkeitsfeststellung reicht definitiv Talkum und irgendeine Flüssigkeit.
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon mex » Mo 10 Feb, 2014 08:32

ist harz, könn ma gern probieren. oder du nimmst es mit, wie du willst.
lg mex
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon fleisspelz » Mo 10 Feb, 2014 08:52

Ich hab beim Arno nachgefragt. Der spült den Tank nur aus, reinigt ihn so gut es halt geht von innen und kippt dann ein 2K Epoxiharz rein, wie es für GFK Matten verwendet wird. Also eher die pragmatische Schiene....
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Re: Tanksabber, wie vorgehen?

Beitragvon motorang » Mo 10 Feb, 2014 09:48

Klingt echt verlockend. Unter dem aufgeschweißten Halteblech ist ein Hohlraum, den kann ich auch mal bremsenreinigern und den Sandstrahl dranhalten, und dann auch nochmal von außen ...

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