Hallo miteinander,
gestern holte ich endlich ein schönes Oldtimerfahrrad ab. Und zwar in Oberursel/Taunus (nahe der Horex-Stadt Bad Homburg!). Meine Mutter borgte mir ihren Citroen C5 Kombi (Break). Ich machte mich zuvor nämlich beinahe daran, Halterungen für die rechte Seite der MZ TS 250 anzufertigen… Klar – Beiwagen mit Holzdielenplattform wäre einfacher gewesen. Auf dem Rückweg war noch ein ausgiebiger Besuch in Frankfurt am Main angesagt. Die Altstadt, die Cafés, der Weihnachtsmarkt, der Main und natürlich die Skyscraper-Skyline angeschaut. Zuletzt waren wir noch im MMK, dem Museum für Moderne Kunst.
Das Fahrrad (der Gebrüder Wittler, Bielefeld) ersteigerte ich am 19.11. bei ebay. Es müsste aus den Vierziger oder frühen Fünfziger Jahren sein und ist saumäßig nett anzuschauen. Wittler baute übrigens von 1903 bis 1953 Fahrräder und gar Mopeds. Eigentlich wollte ich ein altes made in England...dann wäre es beinahe ein Adler-Rad bzw. ein nettes französisches (tres chic!) geworden. Nun aber eben so und gut ist´s.
Nun aber zu meinem eigentlich angedacht Anliegen: Der Konservierung.
Das Raderl befindet sich ein einem netten Originalzustand, hat aber auch Roststellen. Und so soll es bleiben, der Erhalt der Patina. Nun überlege ich mir, wie ich es konservatorisch angehen könnte. Meine Idee war, die Kotflügel innen mit Fluid Film auszusprühen. Den gesamten Rest werde ich dann mit Ballistol einsprühen und einreiben. Was meint ihr dazu? Auch im Hinblick, den Lack und die schönen Linierungen nicht zu strapazieren.
Für meine Alltags-MZ TS verwende ich übrigens seit ein paar Jahren ringsum Fluid Film NAS. Erst vor ein paar Wochen ging ein Paket davon des „Korrosionsschutzdepots“ bei mir ein. Während ganz harter und salzreicher Winter frische ich es ca. alle 4 - 6 Wochen auf. Sieht dann eben schnell nach Schornsteinfegermotorrad aus. Blanke Alufelgen z.B. werden pechschwarz. Es hält super und lässt sich im Frühjahr sehr gut abwaschen. Meiner Meinung nach das beste Konservierungsmittel für Dauerbetriebmotorräder. Letzten Winter genügte ein einmalig erfolgtes Auftragen, denn der Winter 2013/14 war ja quasi nicht anwesend.
Für alte Stationärmotoren der 20er bis 50er Jahre benutzte ich früher Leinölfirnis. Aber wenn ich mich recht erinnere, härtete dies aus. Also nicht zu empfehlen.
Wie macht ihr das so? Auch im Fall von Oldie-Motorrädern, die z.B. nicht sehr oft bewegt werden, kein Salz zu sehen bekommen, ganz gut im Lackzustand sind aber nicht immerzu optimal abgestellt sind, also mit Luftfeuchte und so weiter.
Über Ideen und Anregungen freue ich mich sehr und danke euch.
Viele Grüße,
Dominik




