Ein Reifenmontagefred

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Re: Straßenreifenalternative zu Heidenaus groben Winterreife

Beitragvon Richy » Di 05 Mai, 2020 17:55

Beim KTM-Händler in Augsburg hab ich immer vom Lehrling die mitgebrachten Reifen montieren lassen, das ging ziemlich lange für 5€ gut.

Irgendwann war er richtig grantig und keifte mich an, ich solle doch meine Reifen im Internet montieren lassen. :gnack:
Dass ich bei ihm über die Jahre durchaus einige Euro gelassen hab, obwohl ich die Sachen im Internet billiger bekommen hätte, war ihm da wohl grad entfallen.

Hab mich bei dem nie wieder sehen lassen und danach schlechte Erfahrungen bei einigen anderen Reifenhändlern machen dürfen.
Schlauchreifen montier' ich immer selber, aber bei Schlauchlosreifen trau ich mich das selten. Da habe ich Angst, die Felge zu vermacken...
30€uro täte ich für einen kompletten Radsatz zahlen, aber für ein einzelnes Rad ist das Wucher.
Das beste Werkzeug ist ein Tand in des tumben Toren Hand.
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Re: Straßenreifenalternative zu Heidenaus groben Winterreife

Beitragvon Straßenschrauber » Di 05 Mai, 2020 19:26

Schlauchreifen: Die Firma, die 30.- pro Rad bei selbstgekauftem Zeugs aufruft, nimmt 18.- für die Reifenmontage, wenn auch dort gekauft wird.
Bei schlauchlosen Reifen sind sie billiger.

Freund Micha macht Montage von Schlauchreifen auf empfindlichen Alufelgen sehr gut, er nimmt in seiner Motorrad-Werkstatt 36,50.- pro Rad.
Inklusive Demontage und Montage am Fahrzeug, Reifenmontage, Wuchten und Entsorgung.
Nur Reifenmontage macht er glaubich für 18.- pro angeliefertem Rad, inklusive Abziehen, Aufziehen, Wuchten, Entsorgung Altreifen.
Er hat leider lange Wartezeiten und ist nicht um die Ecke.

Also Straßenpreis hier ist immer um 18.-, jwd auf dem Land manchmal ab 10.-.

Jedenfalls tu ich mir bei diesen Tarifen nicht an, Reifen selbst zu montieren.
Bei den Conti ClassicAttack auf SR500 wär das auch ziemlich schwer, man sieht, wie die Maschine dafür richtig Kraft braucht.
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Re: Straßenreifenalternative zu Heidenaus groben Winterreife

Beitragvon hiha » Mi 06 Mai, 2020 05:28

Straßenschrauber hat geschrieben:Bei den Conti ClassicAttack auf SR500 wär das auch ziemlich schwer, man sieht, wie die Maschine dafür richtig Kraft braucht.


Dann macht er was falsch. Geht genauso leicht/schwer wie andere Reifen auch.

Gruß
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Re: Straßenreifenalternative zu Heidenaus groben Winterreife

Beitragvon Straßenschrauber » Mi 06 Mai, 2020 06:39

Mir BT45 sah das leichter aus.
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon motorang » Mi 06 Mai, 2020 07:34

Wenn wer Zeit hat, englisch gern hört, und was aus der Unterwegspraxis anschauen mag?
Der Herr hier hat mit Minimalausrüstung schon viele Patschen gepickt ...

Youtube - Lyndon Poskitt: A simple puncture repair and some tips along the way...

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Re: Straßenreifenalternative zu Heidenaus groben Winterreife

Beitragvon Lederclaus » Mi 06 Mai, 2020 08:13

hiha hat geschrieben:30.-?? Kein Verständnis, sorry. Das grenzt IMHO an Wucher.
Hans


Seh ich auch so. Deswegen zieh ich überhaupt keine Reifen mehr auf, die ich nicht selber besorgt habe. Wer mir die 7-8 Euro Verdienst am Reifen nicht gönnt und die 13,50 incl. MwSt für Aufziehen mit Schlauch, wuchten und Altreifenentsorgung bei angeliefertem Rad, der hat hier eh nichts zu suchen. Da hilft auch kein überzogener Montagepreis.
Bei angeliefertem Motorrad montiere ich die Reifen zu meinem Stundensatz mit Aus- und EInbau ins Motorrad. Bei einfachem Zeug kostet das meist zwischen 80 und 95 Euro. Komplett mit Entsorgung, Reinigung der Raddistanzen, der Schwinge an den Schraubpunkten usw.

Dazu kommt noch die Haftungsfrage. Ich hatte in den letzten zwei Jahren einige wenige Reifen, die Fehler bekamen (Blasen auf oder neben dem Profil). Kommt es durch sowas zu einem Sturz und ich hab keine Rechnung für den Einkauf, zahlt meine Haftpflichtversicherung nicht. Außerdem müsste ich jede Chargennummer auf den Reifen beim Hersteller darauf prüfen, ob er für den europäischen Markt hergestellt ist, oder ob er von einem Großhändler im Ausland besorgt und unberechtig hier verkauft wurde. Die Vertragsstrafe bliebe im Ernstfall an mir hängen. (Ist mir nie passiert und ich kenn keinen Fall, aber so wurde das gesetzlich geregelt).
Zuletzt geändert von Lederclaus am Mi 06 Mai, 2020 09:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon hiha » Mi 06 Mai, 2020 08:31

Wenns nur 7-8 Euro Verdienst am Reifen gewesen wären, wärs ja noch gegangen, aber der oben erwähnte Reifenmonteur hat damals für den 120/90-18er BT45 knapp €30.- mehr verlangt, als ich bei mopedreifen.de und motorradreifendirekt.de gezahlt habe, plus der €25.- für Montage usw. Also letztlich für ein Moped durch Selbstmontage gute Eur.100.- gespart. Das ist knapp ein Satz Reifen...

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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon Zimmi » Mi 06 Mai, 2020 09:01

hiha hat geschrieben:Wenns nur 7-8 Euro Verdienst am Reifen gewesen wären, wärs ja noch gegangen, aber der oben erwähnte Reifenmonteur hat damals für den 120/90-18er BT45 knapp €30.- mehr verlangt, als ich bei mopedreifen.de und motorradreifendirekt.de gezahlt habe, plus der €25.- für Montage usw. Also letztlich für ein Moped durch Selbstmontage gute Eur.100.- gespart. Das ist knapp ein Satz Reifen...

So in etwa war das auch bei meiner letzten Reifenkauf-und-Montage-Aktion bei 'ner freien Mopedwerkstätte hier in der Ecke. Wegen 20 € für guten Service und Montage würde ich mich nicht anscheiXXen.
Schade, dass die Werkstatt vom Claus nicht in Reichweite liegt, ich tät sofort vorbeikommen... ;)
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon Lederclaus » Mi 06 Mai, 2020 09:41

Ist halt so bei kleinen Werkstätten, ich schieb im Jahr nur so 150 Reifen durch, da ist die Marge gering, wenn man mithalten will. Deshalb auch Aus- und Einbau im Stundenlohn.
Der oben angesprochene BT 45 kostet mich im EInkauf 92,80 plus 3 Euro für fachgerechte Entsorgung plus ca 2,30 für die Einkaufsplattform (Jahresbetrag umgelegt auf 150 Reifen) Sind 98,10, also ca der Einkaufspreis für Normalkunden bei Moppedreifen.de. Dazu 8 Euro für mich sind insgesamt 106,10 Euro Verkaufspreis an meine Kunden.
Ich seh da öfter lange Gesichter, weil es über dem Preis des billigsten Internet- Anbieters liegt. Mir egal. Geht er halt woanders hin. :smt023
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon kowinaz » Mi 06 Mai, 2020 10:14

Jugendförderung!
Ich glaub an den Osterhasen, ja, und der hat tatsächlich meinen kidds eine "Rabaconda"
versteckt, mit d dazugehörigen gekröpften hebln von X-grip, top gerät, und für endurofreaks unverzichtbar, da quetscht du jeden moosgummi in der cafepause rein.
Bei uns kommen die nachbarjungs vorbei, u anatol wechselt reifen gegen 1ne kiste bier, in der zeit wo de jungs eine rauchen u a bier trinken,...
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon schnupfhuhn » Mi 06 Mai, 2020 10:32

Hallo Claus, eine gewisse Marge muß man seinem Händler gönnen, kein Problem. Werkzeug und Arbeitsplatz will ja vorgehalten und bezahlt sein.

Mir hat der Reifentandler das Kraut ausgeschüttet. Anfrage Preis wenn ich die Felgen bringe, ausgebaut, Altreifen drauf und sauber gemacht das es einen nicht graust wenn man die Dinger anlangen muß. 70 Euro für die Montage, wohlgemerkt wenn er die Reifen schon mit Marge bestellt. Ich hab dann geinternetzt, selber montiert und gewuchtet. Also selber montiert, wenn man die alten Wuchtgewichte dran lässt ist man so nah dran, da pappt man vielleicht noch ein Gewicht auf.

Dann von einem Kollegen ne Nummer bekommen, Reifenhändler der mit dem Lieferwagen kommt, Dir die Reifen vor Ort aufzieht, die Altreifen wieder mitnimmt und entsorgt. Cooles Konzept, der plant seine Route, fragt Dich ob es Dir zeitlich passt, ruft Dich an wenn er da ist und tauscht Dir dann vor Ort die Reifen. Haben wir auf dem Firmenparkplatz gemacht, keine viertel Stunde, zahlen per Karte und weg war er wieder.

Zur Eigenmontage: Reifen ins Tiefbett drücken können und viel Reifenglitt ist wohl die Lösung, hilft zumindest bei mir fast immer. Ansonsten fluch ich halt noch alle Heiligen rauf und runter...
:-) Putzt die Rahmen und stellt sie bereit! :-)
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon hiha » Mi 06 Mai, 2020 12:44

Die Heiligen zu befluchen ist ein bewährtes Mittel. :D

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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon Straßenschrauber » Mi 06 Mai, 2020 12:59

Aber nicht auf den Christophorus fluchen! :smt018
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon Richy » Mi 06 Mai, 2020 13:12

Grundsäzlich bei der Selbstmontage:
Wenn man irgendwo plötzlich Kraft braucht, hat man was falsch gemacht und muss nochmal schauen, ob der Reifen flutschig ist und überall korrekt im Tiefbett liegt. Im Normalfall geht das fast ohne Kraft.
Es gibt natürlich je nach Reifen Ausreißer in die ein oder andere Richtung. Manche Reifen gehen fast mit der Hand rauf und bei manchen braucht man doch einiges an Kraft.

Das einzige, wo ich öfter Macken in die Felgen mache, ist das letzte Stück, wenn man den Montierhebel entlang der Felge drücken muss, während der Reifen drüberliegt. Da hab ich bisher noch keine Patentlösung.
Felgenschoner zum Montieren habe ich mal gekauft, die sind aber nutzlos, weil die die Felge soviel breiter machen, dass man den Reifen nicht mehr gescheit montieren kann.
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Re: Ein Reifenmontagefred

Beitragvon Straßenschrauber » Mi 06 Mai, 2020 13:22

Richy hat geschrieben:wo ich öfter Macken in die Felgen mache, ist das letzte Stück, wenn man den Montierhebel entlang der Felge drücken muss, während der Reifen drüberliegt.
Bei meinen Montageversuchen hab ich auch mal eine schöne Alufelge versaut.
Seitdem laß ich das lieber mit der Maschine machen.
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